Kapitel 19
Kapitel 19
»Du, Chris?«, fragt Seb und sieht zu seinem Freund, welcher neben ihm auf dem Sofa herumgammelt.
»Was ist denn, Seb?«, kommt die Antwort von ihm und er wendet den Blick von seinem Handy ab.
»Denkst du, dass Alex Interesse daran hätte, mit auf meine 2-Tage-Pressetour zu kommen? Du weißt schon, bevor die eigentlichen Pressetouren losgehen.«, fragt Seb und Chris scheint zu überlegen.
»Ich weiß nicht, du musst sie einfach mal fragen. Aber ich denke schon, dass sie davon nicht abgeneigt wäre.«, kommt nur die Antwort und Seb nickt, ein kleines Lächeln umspielt sein Gesicht.
»Sie wirkt irgendwie glücklicher, seit wir hier in Berlin sind.«, stellt er dann noch fest.
»Ja, sie war neulich bei einem alten Freund, der ihr wohl etwas Mut gemacht hat. Ich weiß nicht genau, worüber sie geredet haben, aber Steve konnte schon immer gut mit Worten umgehen.«, erklärt Chris ihm. Er muss gar nicht zu Seb sehen, um seinen eifersüchtigen Blick zu bemerken.
»Sie will nichts von ihm, entspann dich.«, fügt er dann noch hinzu.
»Wie kannst du dir da so sicher sein?«, will Sebastian verwundert wissen und auf Chris Gesicht entsteht ein belustigter Gesichtsausdruck.
»Weil er in Deutschland lebt und sie nicht.«, kommt sofort die Antwort.
»Und das will sie nicht?«, harkt Seb dann nach und Chris nickt.
»Ja, sie will einen Partner, der recht in der Nähe wohnt. Sagte sie zumindest immer.«, bestätigt Chris und Seb seufzt.
»Dann habe ich ja gar keine Chance, ich bin doch ständig unterwegs.«, murmelt er und Chris verdreht die Augen.
»Mein Gott, mach dir doch nicht immer so viele Gedanken. Lass uns lieber irgendwas machen.«
»Na gut… bist du dir sicher, dass Brühl nichts von ihr will?«, fragt er dann noch.
»Seb! Die beiden sind in seiner Bar, mehr nicht.«, verdreht Chris die Augen, dann nimmt er sich die Fernbedienung vom Tisch.
»Ich wollte ja nur noch mal fragen.«, murmelt Seb vor sich hin, dann sieht er auf den Fernseher.
»Es ist echt schön, mal wieder eine etwas längere Zeit in Berlin zu sein. Ich bin froh, dass wir hier drehen.«, meint Alex und lehnt sich in ihrem Stuhl zurück.
»Du vermisst Berlin, oder?«, fragt Daniel und trinkt einen Schluck.
»Natürlich vermisse ich Berlin… immerhin habe ich hier lange genug gelebt… es ist meine Heimat.«, bestätigt sie ihm und er lächelt.
»Und was spricht dagegen sich eine Wohnung in Berlin zu mieten und wieder hier zu wohnen?«, fragt Daniel. Alex überlegt kurz, wie sie es am besten formulieren soll.
»Nun ja, die meiste Zeit wäre ich eh in Amerika, arbeitstechnisch, aber auch wegen Chris und seiner Familie. Da hätte ich gar keine Zeit hier her zu kommen.«, äußert sie ihre Bedenke und Daniel nickt verstehend. Ja, da hatte sie recht. Der Arbeit wegen war es für sie besser, wenn sie in Amerika lebt.
»Da hast du wirklich Recht. Aber du weißt ja, dass du gerne für Deutschlandbesuche bei mir unterkommen kannst. Dann wird meine Wohnung vielleicht auch mal benutzt, wenn ich nicht da bin.«, lacht er dann und Alex lächelt. Sie weiß es sehr zu schätzen, dass Daniel ihr so sehr vertraut, dass er sie in seiner Wohnung wohnen lassen würde, auch, wenn er selber gar nicht da wäre.
»Danke, das weiß ich sehr zu schätzen.«, lächelt sie.
»Ich vertraue dir, also von daher. Lust noch ein Eis essen zu gehen? Irgendeine Eisdiele hat bestimmt noch auf.«, fragt er dann und sie nickt.
»Gerne. Aber das Eis bezahle dieses Mal ich.«, beteuert sie, nachdem Daniel schon das Essen bezahlt hatte.
»Damit kann ich leben, okay.«, antwortet er und gemeinsam stehen sie auf und verlassen das Restaurant.
Draußen ist es schon etwas kälter geworden, aber das macht den beiden nichts, denn sie haben schon damit gerechnet und etwas dickere Jacken angezogen.
An der nächsten Eisdiele angekommen suchen sie sich das Eis aus und Alex bezahlt. Dann gehen sie, während sie das Eis essen, an der Spree entlang. Daniel wird ein Mal erkannt und muss ein Foto machen. Doch der Fan ist total nett und scheint auch Alex zu kennen, denn er möchte auch ein Foto mit Alex und lobt ihre Arbeit in den Marvel Filmen. Sie bedankt sich und so reden Daniel, sie und er noch eine Weile, bis sie dann weiter müssen.
»Das ist doch immer noch die Art von Fan, die mir am liebsten ist.«, stellt Daniel fest und Alex stimmt ihm zu.
»Ich werde ja echt nicht oft erkannt, aber wenn ich erkannt werde, dann sind die meistens total gechillt und nett. Aber komischerweise werde ich hauptsächlich von Männern erkannt.«, bestätigt sie ihm. Daniel lacht.
»Ich denke das liegt daran, dass sich Männer eher für die Kämpfe interessieren als die Frauen. Beziehungsweise, dass die Männer sich damit mehr beschäftigen.«, meint er und Alex zuckt nur mit den Schultern.
»Was auch immer es ist, ich habe bis jetzt noch nie eine negative Fan-Erfahrung gemacht und darüber bin ich auch froh.«, sagt sie dann noch und Daniel sieht kurz zu ihr.
»Wirst du bestimmt auch nicht. Die Leute mögen deine Arbeit, verständlicherweise.«, macht er ihr ein Kompliment.
»Danke.«, lacht sie und schmeißt ihren Eisbecher weg, als sie endlich einen Mülleimer entdeckt. Daniel macht es ihr gleich.
»Lass uns langsam zurück zum Set gehen, es wird spät.«
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