[𝟐𝟒.𝐊𝐚𝐩𝐢𝐭𝐞𝐥] 𝐍𝐢𝐜𝐡𝐭 𝐧𝐮𝐫 𝐝𝐮 𝐡𝐚𝐬𝐭 𝐣𝐞𝐦𝐚𝐧𝐝𝐞𝐧 𝐯𝐞𝐫𝐥𝐨𝐫'𝐧, 𝐝𝐞𝐧 𝐝𝐮 𝐠𝐞𝐥𝐢𝐞𝐛𝐭 𝐡𝐚𝐬𝐭
In der Küche angekommen saß Frank bereits auf einem Stuhl am Esstisch, und Tina setzte Kaffee auf. Jan war voller seltsamer, verworrener Gefühle, denn er war furchtbar nervös, aber war gleichzeitig berührt davon, wie herzlich sie ihn wieder aufnahmen. Trotzdem hatte er Angst vor dem Gespräch, denn das gerade im Wohnzimmer war schon unangenehm gewesen. Und außerdem wusste er nicht, wie viel die beiden darüber wussten, wie schlecht es Tim gegangen war. Er selbst wusste ja kaum etwas darüber. Aber der Song hatte eindeutig gezeigt, dass er schon lange und viel zu sehr litt – genauso wie seine Tränen und die ständigen Bemerkungen darüber, wie sehr er ihn vermisst hatte.
Ich weiß nicht, ob ich ihn heilen kann, dachte er verzweifelt. Und das nicht nur, weil er das Ausmaß seiner Probleme noch nicht kannte, sondern auch weil er sich immer noch nicht sicher war, ob er die Kraft dazu hatte. Selbst wenn sich jetzt alles wunderschön anfühlte, wusste er noch gut genug, wie zerbrechlich Glück sein konnte. Und trotz der Gespräche und allem in der letzten Woche lag dieser Schatten so schwer über ihnen, dass er nicht wusste, wie lange er ihn noch ignorieren konnte.
„Setz dich ruhig", riss Frank ihn dann aus seinen Gedanken und erst da merkte er, dass er immer noch stand. Schnell zog er den Stuhl zurück, „Immerhin haben wir jetzt ein paar Minuten, um uns in Ruhe zu unterhalten, bevor Tim wiederkommt."
Er lachte, und Tina stimmte mit ein. „Sogar Henry hat er mit seinem Herumgerenne nervös gemacht."
Jan rang sich ein wackliges Lächeln ab. „Ja, das stimmt – Nein, Lügner."
Dann senkte er den Blick und Stille trat zwischen sie, eine unangenehme Stille, in der jeder zu überlegen schien, was er sagen sollte. Aber egal, wie lange er nachdachte, ihm fiel einfach nichts ein, was ein normales Gespräch hätte anstoßen können.
„Wie ist es dir denn gegangen?", fragte Frank dann, nachdem die Kaffeemaschine längst gepiept und Tina sich zu ihnen gesetzt hatte. Jan griff dankbar nach der Tasse und unterdrückte das Verlangen, sie umzuwerfen, „Was machst du jetzt so?"
Gisela versuchte zwar, ihn aus der Situation zu retten, indem sie laut „Das geht dich einen Scheiß an" rief, aber als er sich wieder unter Kontrolle hatte, antwortete er möglichst ruhig.
„Momentan arbeite ich in der Buchhaltung einer Kanzlei. Aber nicht mehr lange. Danach muss ich schauen, wie es weitergeht."
„Machst du dort deine Ausbildung?"
Jan schluckte schwer und schüttelte dann den Kopf. Tinas Blick wurde sofort weich und sie streckte die Hand nach ihm aus.
„Ach Jan, das ist wirklich ungerecht", sagte sie tröstend, aber dadurch fühlte er sich nur noch erbärmlicher.
„Ich muss einfach weitersuchen", presste er hervor, „Wie geht es euch denn so?"
Glücklicherweise sprangen sie darauf an.
„Bei uns ist alles gut, nur um Tim haben wir uns in letzter Zeit Sorgen gemacht", Frank sah ihn an und Jan zwang sich, seinem Blick standzuhalten, schaffte es sogar, Gisela zu unterdrücken. Es war, als würde er in Tims Augen blicken, sie hatten das gleiche Blau und waren genauso von Kummer erfüllt. Er spürte er einen Kloß im Hals, aber trotzdem sah er nicht weg, denn er wusste, dass egal was sie sagten, stimmte. Sein Verschwinden war der Auslöser dafür gewesen, dass es Tim so schlecht ging. Und vielleicht auch irgendwie alles davor, „Ihm ging es sehr schlecht eine Zeitlang – was nicht heißt, dass wir dir ein schlechtes Gewissen machen wollen."
„Wir sind einfach nur froh, dass du wieder da bist", beendete Tina schnell seinen Satz, „Nicht nur wegen Tim, sondern auch überhaupt."
Irgendwie nahm es ihm zumindest ein Bisschen der Anspannung, dass es ihnen genauso schwer fiel.
„Ich weiß, was ihr meint. Ich bin auch froh."
In dem Moment bellte Henry im Wohnzimmer und Tim erlöste sie, indem er durch die Tür kam. Außer Atem ließ er sich neben ihm auf den Stuhl fallen und fuhr sich durch die Haare. Tina fragte ihn, ob er auch einen Kaffee wollte, aber er schüttelte den Kopf.
„Worüber habt ihr gerade geredet?", fragte er stattdessen und Jan hörte sein Misstrauen heraus. Er konnte sich nur zu gut vorstellen, wie er sich fühlte, schließlich kannte er es selbst gut genug, wenn Leute hinter seinem Rücken über ihn redeten.
Schnell fasste er ihm das Gespräch zusammen doch er ließ den Teil, in dem sie über ihn geredet hatten, aus. Tim wirkte sofort entspannter und wandte sich dann an seine Eltern.
„Wie war denn euer Abend?"
Daraufhin fingen die beiden an zu erzählen und das Gespräch entwickelte sich endlich in eine angenehme Richtung. In dieser Zeit war es wie früher, als wäre er nie weg gewesen und sie unterhielten sich einfach nur wie an jedem anderen Abend auch. Als wären keine acht Monate vergangen.
Immer weiter schweiften die Themen aus, während die Zeit verstrich und je später es wurde, desto öfter fielen Jan die Augen zu.
Als Tina dann fragte, ob sie für Weihnachten schon Pläne hatten, kippte ihm zum dritten Mal der Kopf zur Seite. Zwar setzte er sich schnell wieder aufrecht hin, aber bemerkt hatten es trotzdem alle.
„Ich glaube, das besprechen wir lieber ein Andermal", sagte Tina schmunzelnd, „Vielleicht solltet ihr ins Bett gehen."
„Klar, fahren wir los", erwiderte Tim sofort und stand auf, aber beim letzten Wort gähnte er. Jan griff nach seiner Hand und sah zu ihm auf.
„Lass uns hier bleiben. Am Ende baust du noch nen Unfall, wenn du jetzt fährt."
Einen Moment sah er ihn unsicher an, dann nickte sein Freund aber langsam. „Vermutlich hast du Recht."
Erleichtert stand Jan auf und drückte seine Hand fester. Tim musste wirklich müde sein, wenn er ohne weiteren Widerspruch zustimmte. Und vielleicht hieß das, er war sogar müde genug, um sich keine Gedanken über den Abend zu machen.
Seine Eltern bestanden darauf, alleine aufzuräumen und Jan war froh darüber. Denn je schneller sie oben waren, desto weniger Zeit hatte Tim, es sich anders zu überlegen.
Henry wich Tim nicht von der Seite, während sie die Treppe hochgingen, so als wolle er ihn beschützen, aber oben verzog er sich dann doch ins Schlafzimmer seiner Eltern. Jan konnte die Anspannung in der Luft fühlen, als sein Freund vor der Tür zögerte. Fieberhaft versuchte er zu verstehen, warum sein Freund so abweisend wirkte. Aber genauso wie sein Zeitgefühl und die Tics, hatte er mit der Müdigkeit auch die Fähigkeit, klar zu denken, verloren.
Aber trotz allem, freute er sich darauf, hierzubleiben, und Tims Zimmer nach all der Zeit wieder zu sehen. Und so konnte er noch am ehesten herausfinden, was in ihm vorging.
„Was ist denn los?", fragte er vorsichtig, weil Tim die Tür immer noch nicht geöffnet hatte.
„Nichts...es ist nur nicht so aufgeräumt da drin", erwiderte er ein Wenig zu schnell und sah ihn dabei nicht an.
Jan seufzte und drückte wieder seine Hand. „Das ist mir egal, meine Wohnung sah doch auch furchtbar aus", versuchte er ihn zu beruhigen, auch wenn er wusste, dass das nicht wirklich der Grund war.
Der Größere zuckte nur unbeteiligt mit den Schultern und stieß dann die Tür auf. Eisige Luft schlug ihnen entgegen, aber als er das Licht anmachte, war Jan positiv überrascht. Bis auf etwas Staub, den Schreibtisch und den Stuhl, war es ziemlich ordentlich und das Bett sah genauso einladend und warm aus wie früher, auch wenn nur eine Bettwäsche darauf lag.
Umso besser.
„Ganz schön kühl hier, oder?", sagte er und zwang sich dazu zu lächeln. Er musste die Stimmung irgendwie auflockern, „Vielleicht sollten wir – he – ins Bett gehen und uns etwas aufwärmen."
Aber Tim wich seinem Blick wieder aus. „Ehrlich gesagt ist mir gerade nicht danach...ich bin ziemlich müde."
Jan sah ihn skeptisch an, ging zu ihm rüber und legte ihm eine Hand an die Wange. Sanft hob er sein Kinn an, so dass er ihn ansehen musste.
„Was ist los, Tim? Sag es mir, bitte. Warum benimmst du dich so komisch?"
Aber der Größere schüttelte einfach nur den Kopf, auch wenn seine trüben Augen etwas ganz anderes erzählten. „Ich bin einfach nur müde und will ins Bett", wiederholte er.
Jan sah ihn noch einen Moment an, aber als Tim sich abwandte, gab er es auf. Schweigend zogen sie sich um und er fragte sich in der Stille die ganze Zeit, was er falsch gemacht hatte. Und ob es überhaupt an ihm lag. Aber sein übermüdetes Gehirn fand einfach keine Erklärung.
Als sie sich dann ins Bett legten, bettete Jan den Kopf an Tims Brust. Sofort wurde ihm wärmer, auch wenn er sich immer noch Sorgen machte. Dann ließ Tim ohne ein weiteres Wort die Hand unter sein T-Shirt wandern und strich ihm immer wieder leicht über den Rücken. Diesmal waren die Berührungen nicht elektrisierend, sondern sanft und beruhigend und für einen Moment vergaß er seine Sorgen, als ihm fielen die Augen zufielen.
„Für immer, okay?", versuchte er ihn noch zu beruhigen, bevor er endgültig einschlief. Ob und was Tim darauf antwortete, hörte er aber gar nicht mehr.
Irgendwann wachte er wieder auf, weil ein eiskalter Luftzug direkt in sein Gesicht blies. Noch bevor er die Augen aufschlug merkte er, dass Tim weg war und die Wärme mit sich genommen hatte. Er zitterte in seinem T-Shirt, und zog sich schnell einen Hoodie, der zusammengeknüllt auf Tims Schreibtisch lag, über. Warum ist es überhaupt so kalt hier drin?
Aber viel wichtiger als das war herauszufinden, wo er plötzlich war, auch wenn er schon eine Vermutung hatte. So komisch, wie er sich vorhin benommen hatte, hätte er sich eigentlich denken können, dass er nicht würde schlafen können. Aber was sollte er tun, wenn er ihn nicht an sich heranließ?
Mit dieser Frage im Kopf ging er so leise wie möglich die Treppe nach unten und musste seufzen, als er den Umriss sah, der sich draußen auf der Veranda dunkel vor dem Schnee abzeichnete. Obwohl er es ja irgendwie gewusst hatte, versetzte es ihm einen Stich. Ihm tat es einfach immer wieder weh, wenn er ihn rauchen sah, und in diesem Moment kam er ihm so weit weg vor, wie in den letzten Monaten.
Trotzdem sammelte er sich mit einem tiefen Seufzer und schob die Tür auf. Die Luft, die ihm entgegenschlug, war noch eisiger als die oben und der Schnee glitzerte im Mondlicht, das aufs Gras fiel silbrig.
„Tim?", fragte er vorsichtig, aber sein Freund reagierte nicht, starrte einfach nur weiter in die Ferne und zog an seiner Zigarette. Von der Seite sah er müde und abgeschlagen aus, sein Gesicht schien verhärtet und angespannt.
Erst da bemerkte er die dunkelblauen Airpods in seinen Ohren und ging schnell auf ihn zu, stupste ihn vorsichtig an der Schulter an. Obwohl er eigentlich kein Problem mit Kälte hatte, hatte er eine Gänsehaut, als sein Freund den Kopf drehte und ihn ansah. Im hellen Mondlicht, das auf sein Gesicht fiel, wirkten seine Augen wie mattes Meerglas.
„Was machst du denn hier?", fragte er ihn mit rauer Stimme und hustete kurz, „Hab ich dich geweckt?"
Jan schüttelte den Kopf. Also ist er immerhin noch nicht lang wach. „Das Gleiche könnte ich dich auch fragen. Ich bin aufgewacht, weil es plötzlich ziemlich kalt war ohne dich, und hab mir Sorgen gemacht. Du warst vorhin schon so seltsam."
Er war zu müde und erschöpft, um vorsichtig zu sein, erschöpft davon, andauernd erfolglos zu versuchen, an ihn ranzukommen. Vielleicht erreichte er ja etwas, wenn er einfach ehrlich war.
Doch Tim drehte sich ein Stück weg und wich seinem Blick weiter aus, zog nur an dem Zigarettenstummel. Jan spürte einen scharfen Stich in der Brust und einen scheinbar endlosen Augenblick lang war nur das Rauschen des Windes zu hören.
„Tut mir leid, ich hätte die Heizung anmachen sollen", sagte Tim dann leise in die Dunkelheit. Seine Stimme war kaum wiederzuerkennen, so kratzig war sie, „Ich weiß auch nicht...ich konnte nicht schlafen", gab er dann nach noch einer Pause zu, „Irgendwie ist einfach zu viel in meinem Kopf."
Jans Herz pochte, als er zu ihm ging, und seinen Kopf an seine Schulter legte. Es war ihm egal, dass er so eingeraucht wurde, und dass der dunkle Stoff von Tims Daunenjacke an seiner Wange kratzte. „Willst du darüber reden?"
Tim warf ihm einen kurzen Blick zu und seine Augen glänzten jetzt wie der Schnee, in dem er schnell die Zigarette auf dem Tisch ausdrückte. Mit der linken Hand fuhr er sich durch die Haare und Jan war sich sicher, dass er nein sagen würde.
„Ja", hauchte er dann aber mit erstickter Stimme, „Ich will...aber ich weiß nicht wie."
„Ist okay", Jan richtete sich wieder auf und sah ihn eindringlich an, hoffte, dass er seine Angst nicht sah, „Bitte – Arschloch – setz dich nicht so unter Druck. Du kannst mir alles sagen, wenn du willst, egal wie."
Tim konnte seinem Blick nicht standhalten, senkte den Kopf und Jan erschrak als er hörte, dass er schluchzte. Sofort reagierte er und zog ihn in seine Arme.
„Shh...ist ja gut."
Doch der Größere schüttelte energisch den Kopf. „Nein, ist es nicht", wimmerte er und verkrampfte sich, „Ich dachte, es würde mir endlich bessergehen, wenn ich dich wiederhab. Ich hatte gehofft, es würde mich heilen. Aber stattdessen geht es mir jetzt noch schlechter. Vorhin, als wir nach oben gegangen sind, konnte ich den Gedanken nicht ertragen, dich in meinem Zimmer zu haben, weil ich dort so lang allein war. Jeden Abend bin ich voller Schmerz ins Bett gegangen, und die Kälte hat mich wenigstens abgelenkt...deswegen war auch die Heizung aus."
Jan strich über seinen Kopf und wartete, bis er weitersprach, auch wenn er das Gefühl hatte, sein Herz war längst in seiner Brust erstarrt.
„Ich weiß nicht, was ich tun soll. Dich zurückzuhaben ist so unglaublich und es macht mir so eine scheiß Angst. Ich weiß nicht, wie ich nach allem gut genug für dich sein kann. Immer wieder muss ich daran denken, wie du mich damals angeschaut hast, an den Schmerz in deinen Augen. Und...und an die Abdrücke meiner Finger auf deinen...", er brach ab und schluchzte gequält, vergrub das Gesicht an seiner Schulter. Jan drückte ihn fest.
Denn mehr konnte er auch nicht tun. Er hatte keine Ahnung, was er sagen sollte, denn alles, was Tim sagte, hatte er sich auch in der letzten Zeit gefragt.
Da richtete sich sein Freund plötzlich auf und sah ihn an. Seine Augen waren verquollen und trüb, aber Jan liebte ihn trotzdem noch genauso, wie am ersten Tag. Trotz allem, was passiert war.
„Du musst nichts sagen", krächzte Tim mit etwas festerer Stimme, „Ich weiß, dass du auch darüber nachdenkst. Und dass du Angst hast. Du hast es mir selbst gesagt, dass du Angst hast, dass ich dich mit in die Dunkelheit ziehe. Dass ich wieder depressiv bin. Und das hab ich auch. Ich hasse es zu rauchen, und dass du es hast. Aber ich weiß nicht, wie ich damit aufhören soll. Wie ich aufhören soll, traurig zu sein und mich selbst zu hassen. Ich weiß, dass es unsere Beziehung belasten wird. Es tut es ja jetzt schon."
Er seufzte schwer, schien zu versuchen sich für seine Reaktion zu wappnen.
Vielleicht ist die Wahrheit wirklich das Einzige, was uns helfen kann, dachte Jan matt und nickte dann schließlich. Auf einmal fühlte er sich noch ausgelaugter als zuvor.
„Du hast Recht – Lügner", gab er zu, „Es belastet mich. Sehr sogar. Weil ich einfach nicht weiß, wie ich dir helfen kann. Und ob ich das überhaupt kann. Nicht nur du hast jemanden verloren, den du geliebt hast, und ich weiß nicht, wie ich heilen soll, wenn ich dich auch noch heilen muss."
Er beobachtete Tim und die Schneeflocken, die der Wind in seine Haare trieb, sprenkelten das Braun auf wunderschöne Weise. Ich will es einfach nur mit ihm schaffen - egal wie, dachte er verzweifelt. Dann griff der Größere plötzlich nach seiner Hand und lächelte. Auf einmal wirkte er stärker, entschlossen.
„Ich werde mir Hilfe suchen", sagte er in einem Tonfall, der verriet, dass er schon lange darüber nachdachte, „Das hätte ich schon beim ersten Mal tun sollen. Ich will für dich da sein. Und für dich zur Therapie zu gehen ist es definitiv wert, wo du immer für mich da warst und mir noch eine Chance gibst.
Jan sah ihn an, sah ihn einfach nur an. Beobachtete die Schneeflocken, die auf seine Haare fielen und seine Augen, die jetzt auf einmal blauer wirkten, als gerade noch. Er suchte nach Unsicherheit, irgendetwas.. Aber eigentlich kannte er ihn gut genug, um zu wissen, dass er sich längst entschieden hatte.
Und so tat er einfach das, wonach er sich fühlte und umarmte ihn.
„Danke", hauchte er mit erstickter Stimme und brennenden Augen, „Danke, Tim. Wir schaffen das. Du schaffst das."
Tim nickte und zog ihn an sich, küsste ihn aufs Haar.
„Ja, tun wir", erwiderte er und Jan hatte zum ersten Mal seit Tagen das Gefühl, wieder richtig atmen zu können.
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So...ähm...hi ^^
Nach über einem Monat, viel Überdenken und einmal neu schreiben habe ich mich jetzt dazu entschlossen, das Kapitel einfach hochzuladen. Obwohl mir der Bezug zu der Geschichte etwas verloren gegangen ist, hab ich mein bestes gegeben und hoffe, es hat euch gefallen. ^^
Die letzte Zeit war sehr turbulent und ich hab das Gefühl, das wird auch noch eine Weile so bleiben. Nichtsdestotrotz versuche ich mich, so gut es geht zum Schreiben zu motivieren. Tut mir trotzdem leid, dass die Updates immer so lang auf sich warten lassen, und ich hier prinzipiell so inaktiv geworden bin.
Danke an alle, die noch da sind. Die mir schreiben, Voten, oder einfach nach allen Pausen noch mitlesen. Heute ist das Kapitel extra lang und ich hoffe das freut euch. ^^
Lasst mir gerne einen Kommentar mit Feedback da. ^^
Und danke für über 400 Votes und bald 8000 Aufrufe. Das ist einfach vollkommen verrückt - vor allem, wo ich so inaktiv bin.
Die Zeile aus dem Titel ist aus dem Lied "Die Young" von Soulpad.
Und es versteckt sich am Ende noch eine Zeile aus "Time" von NF.
Danke für alles, ich hoffe, euch gehts allen so gut, wies zur Zeit eben geht. ^^
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