Strandtag

Verschlafen zog ich mir mein schwarzes Bikinitop und die dazu passenden Bikinishorts an. Darüber warf ich mir ein Sommerkleid.

Anschließend schlurfte ich die Treppe nach unten zur Haustür, wo Leon schon wartete. Er reichte mir meine Flip-Flops, bedeutete mir dann ihm zu folgen.

Gähnend nickte ich, trat hinter ihm aus dem Haus und streckte mich weiteres mal. „Sind wir etwa noch müde?“, grinste Leon daraufhin. Langsam nickte ich.

„Natürlich. Die Sonne ist noch nicht mal aufgegangen und du scheuchst mich einfach aus meinem Bett...Elly müüüde!“.

Erneut grinste er nur, drückte mir dann einen Rucksack in die Hand.
„Festhalten!“, warnte Leon nur und hob mich hoch.

„Lass mich runter! Ich bin viel zu schwer für dich!“.

Keine Reaktion.

„Leoooo!“.

Wieder keine Antwort.

„Leon, verdammt! Jetzt hör auf bevor du dir noch deinen Rücken kaputt machst!“.

„Man, Elly. Halt die Klappe und freu dich einfach, dass du nicht laufen musst. Wenn du mir zu schwer wärst, dann würde ich dich nicht tragen!“.

„Das würdest du auch sagen, wenn ich ein Mammut wäre...“, meckerte ich leise. Doch Leon ignorierte es.

Naja, es ist ja seine Schuld, wenn er nachher Rückenschmerzen hat...

Wir folgten dem schmalen Weg am Rande eines Feldes, entlang zum Strand. Langsam begann es zu dämmern, weshalb Leo noch an Tempo zulegte.

Schließlich hörten wir, wie die Wellen ruhig und leise auf den feinen Sand trafen, erblickten ebendiesen ein paar Minuten später.

„So, da wären wir. Hilfst du mir bitte mit der Decke?“, fragte Leon. Aus seiner Stimme ertönte eine Prise Stolz.

„Decke?!“, fragte ich verwirrt nach.
Zur Antwort erhielt ich ein eifriges Nicken. Dann nahm mein Kumpel mir den Rucksack wieder ab, zog eine Decke aus diesem heraus.

„Wir beide, Elly, wir beide machen jetzt ein Picknick beim Sonnenaufgang. Und danach verbringen wir einen tollen Tag hier am Strand!“.

Uuui! Das war süß, soviel musste ich ihm lassen.

Während die Sonne langsam immer höher stieg und wir in unsere belegten Brötchen bissen, lehnte ich mich an Leo, welcher zu mir hinunter sah.

Wir lächelten einander an, genossen die Ruhe diesrr Morgenstunden und das gleichmäßige Plätschern der Wellen.

Am Nachmittag -der Strand war nun deutlich gefüllter und an einem kleinen Stand etwa 50 Meter entfernt von unserer Decke, verlieh jemand Surfbretter und ähnliches- sonnte ich mich gerade etwas, als Leo aufstand und zu besagtem Stand ging.

Hier lieh er sich alles auf, was er zum Stand-up-Paddeln brauchte, nahm das Board und eilte auf das Wasser zu.

Ich drehte mich so, dass ich ihn beobachten konnte und erwischte mich in der nächsten Viertelstunde immer wieder, wie ich ihn von meinem Platz aus anschmachtete.

Elisa, hör sofort auf damit!

Wahrscheinlich hatte diese nervige Stimme recht. Zum einen waren Leon und ich einfach Freunde, keine Verliebten. Zum anderen hätte ich eigentlich nächste Woche jemand anderen heiraten sollen.

„Elly! Komm her!“, rief mir besagte Person aus heiterem Himmel zu. Dabei winkte er in meine Richtung, als hinge sein Leben davon ab.

Langsam stand ich auf, ging zum Wasser und schwamm das kleine Stück zu ihm.
Kaum war ich in Reichweite, zog er mich auch schon auf das Board.

Eine Welle stieß gegen ebendieses, meine Knie zitterten. Aus einem Reflex heraus klammerte ich mich an Leon. Er wusste doch, dass ich diesen Teilen nicht traute!

„Entspann dich, Prinzessin. Entspann dich und...“.

„Wenn du mir jetzt sagst, dass ich eins werden soll mit diesem komischen Brett, dann schubse ich dich runter!“.

So wie es aussah, unterdrückte er ein Grinsen, als mein Kumpel nun zum Strand paddelte; ziemlich dich zu unseren Sachen.

Schließlich erreichten wir das Ufer, noch immer klammerte ich mich an ihn. Reine Vorsichtsmaßnahme, versteht sich.

Irgendwas wollte ich zu ihm sagen, was ich jedoch vergaß sobald ich meinen Mund öffnete.
Also starrte ich ihn einfach an, was Leo erwiderte und...

...bildete ich mir das ein, oder war er kurz davor mich zu küssen?!

Plötzlich ertönte lautstark der Klingelton meines Handys, weshalb ich nahezu vom Board sprang und auf die Decke zueilte.

Ich nahm den Anruf entgegen, sprach mit meiner Cousine.

„Lisa, wo seid ihr?! Wir stehen seit einer halben Stunde vor dem Haus und keiner von uns hat einen Schlüssel bei sich!“.

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