Kapitel 8
John legt seinem großenFreund einen Finger auf die Lippen.
„Nein, jetzt rede ichmal. Ich bin nicht schwul. Aber das brauche ich auch nicht zu sein.Dann bin ich eben bi. Es geht nicht alles nur um dich, William."Das hat John eingebaut um Sherlocks verwirrten Gesichtsausdruckauszukosten. „Du bist nicht der einzige, der Gefühle hat, die erfür falsch hält." Langsam senkt John den Finger wieder. „Ichhabe mich auch verliebt. In dich, William Sherlock Scott."Sherlocks Trauer entschwindet. Sein Gesichtsausdruck hellt sich auf.
Dann packt John ihn beimHemd und zieht ihn ein kleines Stück runter während er sich auf dieZehenspitzen stellt. Er schlingt seine Arme um den großen Mann mitden tollen Wangenknochen und küsst ihn. Sherlock ist sichtlichüberfordert mit der Situation, doch legt dann seine warmen Hände andie Nieren seines kleinen Freunds und gibt sich voll und ganz demKuss hin. John senkt die Füße wieder und Sherlock bringt sichzurück in eine aufrechte Haltung. Die beiden lächeln sich an undverharren eine Weile so. Wie schnell die Zeit in Wahrheit vergehtinteressiert hier längst keinen mehr. Keiner von beiden weiß wie esjetzt weiter gehen sollte. Sherlock lässt sich etwas benommen inseinen Sessel fallen, ohne zu wissen, dass das vielleicht etwasungeschickt aussieht. Eine magnetisierende Anziehung steht im Raum.Die Anspannung ist förmlich zu hören. Dann geht John auf Sherlockzu, platziert seine Beine neben seinen, sodass er über ihm kniet,nimmt den lockigen Kopf zwischen die Hände und küsst ihn. Nochmals.Er vergräbt sich sanft in den dunklen Haaren während er das tut.Sherlock ist im Schockzustand, wie paralysiert. Keiner der beiden hatauch nur annähernd eine Ahnung was er da tut.
„Jungs! Ich woll- Oh.Ich komme wohl ungelegen.", kichert Mrs. Hudson.
In Lichtgeschwindigkeitspringt John von Sherlocks Schoß und plumst getroffen in seinenSessel.
„Was wollen sie, Mrs.Hudson?", fragt Sherlock, teils entnervt teils höflich.
„Huch...das habe ich wohl glatt vergessen."
John schlägt sich dieHände vors Gesicht.
„Halten sie es dann fürmöglich unsere Wohnung zu verlassen? Bitte!", nuschelt er durchsie hindurch.
„Aber natürlich.",antwortet sie und geht. Vor der Tür hört man einen etwasüberdrehten Freudenschrei. Nach ein paar Sekunden steht John auf umsich zu versichern, dass die Vermieterin nicht mehr vor der Türsteht.
Er dreht sich wieder zuseinem Mitbewohner und ist völlig erstarrt. In den letzten Minutenist so viel geschehen, was alles geändert hat. Nichts ist ab jetztmehr wie früher und niemand, der im Raum anwesend ist weiß, ob dasgut ist. Wahrscheinlich weiß es auch kein anderer.
„Wir müssen... ein...Gespräch führen. Das macht man wohl so. Du... kennst dich... janicht so aus."
Schweigen von der anderen Seite.
„Wir... müssenklären... ob wir... ob wir...",er schluckt bevor er es schafft denRest des Satzes auszusprechen, „Ob wir jetzt ein Paar sind."
„Ja natürlich sind wirdas."
„Was?"
„Wie sollte es sonstmöglich sein weiter in dieser Konstellation zu wohnen?"
„Dahast du wohl recht... aber..."
„Was, aber? Ich will nicht,dass irgendetwas umsonst war und... was soll der heutige Tag sonstgebracht haben?"
„Deshalb? Weil du den Tag nicht verschwendethaben willst?"
* Nochmals eine dramatische Pause *
// Ich hoffe euch gefällt die Geschichte :P
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