Kapitel 2
Als meine Freundin meine Haare zu einer Lockenpracht verwandelt hat, mich natürlich schminkte, begebe ich mich zu meinem Kleiderschrank.
Ich öffne den kleinen Schrank und musste erneut feststellen dass ich bis auf mein Dienstkleid und einen weißen Sommerkleid, nichts anderes habe.
Eine der Auserwählten kommt zu mir und präsentiert mir lächelnd ein schwarzes enges Kleid welches mit leichtem Tüll und Spitze besetzt ist.
"Wir dachten uns schon dass du vielleicht zur Feier ein etwas festlicheres Kleid tragen möchtest", sagt sie lächelnd und überreicht es mir mit voller Stolz.
Ich bin wirklich sehr dankbar, auch wenn ich es nicht verstehe, immerhin haben die Auserwählten mit den Dienern nicht wirklich viel zu reden.
Etwas zögernd nehme ich es an und meine Freundin hilft mir mich umzuziehen.
Als wir alle fertig sind, schlendern wir zur großen Halle, die in der Zwischenzeit zu einem wahren Festsaal dekortiert war.
Nachdem wir die Türen öffneten, werden wir direkt in die Mitte gezogen, schnell nehme ich abstand und begebe mich an die Seite des Saals. Dort falle ich nicht so schlimm auf, ich hasse es im Mittelpunkt zu stehen, gewohnt war ich es immerhin auch nicht.
Ich sehe den ganzen Menschen des Dorfes zu wie sie den Auserwählten Glück wünschen und ihnen kleine Geschenke geben, wie Blumen und Pralinen. Als ich etwas in meinen Gedanken ertrank, bemerke ich eine Hand auf meiner Schulter.
"Stimmt etwas nicht?" fragt mich eine mir bekannte männliche Stimme, es ist Elijah. Schnell drehe ich meinen Kopf in seine Richtung und mache einen Hofknicks. "Tut mir leid eure Hoheit. Der Mittelpunkt eines Festes zu sein, liegt nicht wirklich in meiner Natur...", versuche ich ihn schonend zu erklären.
Er schmunzelt leicht und nickt. "Das kann ich gut verstehen, wir Götter sind leider gezwungen im Mittelpunkt zu stehen, bald auch du, nachdem wir heute Nacht aufbrechen und in der Unterwelt ankommen, wirst auch du im Mittelpunkt stehen", er hebt seine Hand etwas hoch und bittet mich um meine Hand. "Würdet ihr mir die Ehre erweisen und den ersten Tanz mit mir tanzen?", fragt er freundlich. Wie könne ich anders als wie Ja zu sagen. Ich lege meine Hand auf seine und nicke ebenfalls freundlich zurück. Die anderen drei Paare stehen bereits auf der Tanzfläche, als wir dazu kommen, spielt die Musik ab.
Elijah nähert sich mir geziehlt, legt seine Hand um meine Taillie während meine andere Hand in seiner weilt. Im Rythmus bewegen wir uns zur Musik, ich muss zu geben er kann wirklich ganz hervorragend tanzen.
Es ist schon etwas komisch, immerhin war ich bis heute morgen noch eine Dienerin und auf einmal bin ich eine Auserwählte. In Gedanken verloren, versuchen meine Beine sich zum Rythmus des Liedes zu bewegen. Elijah, dürfte bemerkt haben wie verloren ich in meinen Gedanken bin und drückt meine Hand etwas, sodass ich aufwache.
"Tut mir leid....", versuche ich mich zu entschuldigen, worauf er seinen Mundwinkel zu einen leichten Schmunzeln verwandelt. Die Musik wird immer langsamer was bedeutet, dass das Lied nun zu Ende ist. Wir entfernen uns langsam voneinander, schnell suche ich mit meinen Blicken einen anderen Punkt in dem vollen Raum.
Ich merke dass Elijah seine Blicke von mir nicht abwendet, dennoch gehe ich in die Richtung der anderen Auserwählten. Sie reden gerade darüber wie toll es in den Welten der Götter sein muss, daraufhin nicke ich einfach nur.
Amber, eine der drei Auserwählten, sieht zu mir und lächelt: "Ich bin froh, dass du nun eine von uns bist und nicht Amanda. Sie hätte die Aufgabe nie wirklich gemeistert", meinte sie ehrlich und nickt.
Die anderen stimmen ihr zu.
Plötzlich werde ich aus dem Gespräch gerissen und drehe mich somit um. Es ist Amanda, der ganze Saal ist nun still und sieht uns zu.
"Und du glaubst wirklich dass du einfach so meinen Platz einnehmen kannst? Ich werde es nicht zulassen dass du dir den Gott der mir zusteht einfach so unter den Nagel reißt", schrie sie fast durch den ganzen Saal. Ich weiß nicht mal was ich darauf sagen soll, immerhin ist es nicht meine Absicht dass ich nun Auserwählte bin.
"Es ist sicherlich nicht meine Absicht Amanda, das war nun mal das Schicksal und dagegen kann ich auch nichts machen!", sage ich bestimmend und funkelte sie etwas böse an. Ich spühre wie meine Augen zu funkeln begannen und es fühlt sich so an als würden meinen Augen in Flammen aufgehen.
So bin ich doch nicht, hör auf damit und beruhige dich. Du bist nicht böse, hör sofort auf damit!
Ich spühre wie eine warme Hand auf meiner Schulter verweilt, schnell drehe ich mich zu denjenigen um. Elijah, der nun vor mich tritt, sieht Amanda funkelnd an. "Dein Schicksal wurde besiegelt Amanda, du bist keine Auserwählte. Auch das Schicksal macht Fehler, also nimm es an und trete mir aus dem Augenlicht!", sagt Elijah böse und sofort aber mit wiederwilligen Blick, entfernt sich Amanda aus seinem Blick und auch aus dem Saal.
Die Stammesälteste nickt den Göttern zu und spricht zum Volk: "Es ist nun Zeit, dass die Götter mit den Auserwählten durch deren Portal schreiten und in deren Welt ziehen."
Jeder Gott öffnet ein Portal zu seiner Welt, auch Elijah öffnet ein Portal in seine Welt. Das Portal sieht aus als würden wir direkt durch Feuer gehen müssten. Er nimmt mich sachte an meiner Hand und sieht mich an. "Bist du bereit in meine Welt zu treten?", er sieht mich fragend an und deutete auf das offene Portal.
Leicht nicke ich und stelle mich dicht neben ihn, immerhin ist es mein erstes Mal dass ich durch ein Portal reise.
Er geht los, somit auch ich. Das Portal sieht von innen aus wie Flammen die einen umschlingen, dennoch krümmem sie mir kein Haar, es fühlt sich nicht mal heiß an. Es fühlt sich an wie zwei kurze Sekunden und schon sind wir direkt in der Hölle angekommen.
Das Schloss sieht enorm groß aus, als würde ein ganzes Dorf dort drinnen wohnen. Das Schloss selbst wird von einen Lavafall umgeben sodass nur die Fläche des Schlosses, die Wege und die Gärten frei von Lava bleiben.
Es führt auch noch eine Brücke vom Weg worauf wir stehen zum Dorf.
"Wilkommen in deinem neuen zu Hause Emilia", begrüßte mich Elijah höflich.
Kurz darauf bemerke ich, dass mir wilde rote Blumen als Haarband wachsen, mein schwarzes Kleid bekam noch Glitzer dran sowie einen gewissen heißen Touch.
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