Kapitel 1.33

"Ich bin müde.", murmelte Shawn und lehnte seinen Kopf an die kalte Fensterscheibe.

"Hast du Muffins?", fragte er plötzlich wie aus dem nichts heraus. "Ich habe Hunger."

Lachend schüttelte ich meinen Kopf.

"Schade...", grummelte er.

Es herrschten einige Minuten stille und ich glaubte er wäre eingeschlafen. Aber falsch gedacht. "Juuune.", quengelte er und zog das u in meinem Namen extra lang. "Ich will bei dir schlafen."

"Vergiss es Shawn.", lächelte ich und hielt an einer Ampel.

"Meine Eltern sind aber nicht da.", lachte er. "Da kann ich eine riiiiiiesige Paaartttyyy feiern."

Na super seine Eltern waren also auch nicht zu Hause. Aber alleine konnte ich ihn auch nicht lassen. Am Ende kommt er wirklich noch auf die Idee eine Party zu feiern. Ganz toll June und was machst du jetzt mit dem betrunkenen Idioten?

Mein Blick huschte kurz zu ihm hinüber, ehe die Ampel wieder auf Grün schaltete.

So wie er aussah, zündete er wohlmöglich noch das Haus an. Mir bleibt nichts anderes übrig. Er muss wohl oder übel mit zu mir.

* * *

Kurze Zeit später parkte ich das Auto vor unserem Haus.

"Verdammte Scheiße.", hauchte ich als ich das Auto meiner Eltern in der Einfahrt sah.

"Was ist?", lallte Shawn und richtete sich wieder auf.

"Wir müssen gleich total leise sein okay?", fragte ich und deutetet auf unser Haus.

"Warum?"

"Weil ich sonst ein riesiges Problem hab.", sagte ich und schnallte ihn und mich selbst los. Ich öffnete die Autotür, stieg aus und sofort prallte mir die kalte Nachtluft ins Gesicht. Ich schloss für einen kurzen Moment meine Augen, lehnte mich an die geschlossene Autotür und atmete tief durch.

das ist doch total verrückt, was ich gerade tat

Nach etwa 2 Minuten richtete ich mich wieder auf und lief um das Auto herum. Geschockt ries ich meinen Augen auf, als ich sah, das Shawn nicht mehr im Auto saß.

"Juju!"

Ich drehte meinen Kopf in die Richtung aus der die Stimme kam. Etwa 30 Meter von mir entfernt stand Shawn und winkte mir zu.

Gerade als ich zu ihm etwas sagen wollte, rannte er plötzlich los. Geschockt riss ich meine Augen auf. Es dauerte einige Sekunden ehe ich verstand, was gerade vor sich ging. Langsam setzten sich meine Beine in Bewegung. Danach immer schneller und Schneller, bis ich ihm schließlich hinter her Rannte.

"Shawn komm sofort zurück.", schrie ich außer Atem, als er immer weiter die Straße hinunter sauste.

Wie verdammt schnell konnte er bitte rennen und das auch noch betrunken.

"Twinkle, twinkle little star...Point me to the nearest bar.", schrie Shawn und rannte über die dunkle Straße.

okay eins sollte ich mir dringend merken. kein Alkohol für Shawn und das für die nächsten 10 Jahre!

Ich sprintete ihm hinterher aber verlor ihn letzten Endes doch aus den Augen. Ratlos schaute ich mich auf der wenig beleuchtenden Straße um.

"Shawn? Man verdammt, das ist echt nicht mehr lustig. ", rief ich wütend. Aber zurück kam nur das Echo meiner eigenen Stimme. Verzweifelt ging ich mir durch die Haare. Das konnte unmöglich sein Ernst sein. Warum musste er sich auch so betrinken. Ein lautes Knacken ließ mich herumfahren.

"S-Shawn?", fragte ich ängstlich und ging gleichzeitig einen Schritt nach hinten. Auf einmal spürte ich, wie jemand hinter mir stand und sich eine Hand auf meine Schulter legte. Erschrocken fuhr ich herum und schaute in das grinsende Gesicht von Shawn. Erleichtert atmete ich auf.

"Hey.", murmelte er und strich mir eine Haarsträhne hinter mein Ohr.

"Du bist so ein verdammter Idiot, Shawn.", flüsterte ich, bevor ich ihn umarmte. In diesem Moment war ich einfach nur froh das er wieder da war. "Du hast mich zu Tode erschreckt."

* * *

Nach gefühlten Stunden, standen wir endlich wieder vor unserer Haustür. Jetzt müsste ich den betrunkenen Vollidioten nur noch in mein Zimmer bekommen, ohne das meine Eltern etwas davon merken würden. Klingt doch einfach oder? Falsch.

"Shawn halt sofort deinen Mund.", flüsterte ich, als ich versuchte ihn so leise wie möglich die Treppen nach oben zu schmuggeln.

"Aber-", begann Shawn aber ich presste ihm schnell meine Hand auf den Mund.

"Ich sagte Mund halten.", wiederholte ich.

Wenn meine Eltern ihn sehen würden, wäre ich sowas von geliefert.

. . .

since you've
been around i
smile a lot more
than i use to.
by unknown

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