Kapitel 25 - Zur Feier des Tages - Teil 1

~Petra~

Ich machte mich direkt auf den Weg zu Kommandant Erwin. Zu meinem Glück war Nile auch noch im Zimmer. So konnte er gleich mitbekommen was ich von der Versetzung hielt und begann unverzüglich mit meiner Argumentation.

Das Gespräch mit den Beiden dauerte zwar eine halbe Ewigkeit, doch hatte ich es am Ende geschafft. Erwin willigte ein meine Versetzung zu stoppen. „Ich danke ihnen Kommandant" sprach ich zu ihm und ging schlussendlich aus dem Raum.

Ich ging noch kurz in mein Zimmer um die Überraschung für Levi und mich zu holen. Es handelte sich hierbei um einen speziellen Wein denn ich vor einiger Zeit geschenkt bekommen habe. Da wir dieses Wochenende frei hatten konnten wir es uns leisten etwas zu trinken, dachte ich mir.

Nachdem ich alles zusammen hatte machte ich mich wieder schnell auf den Weg zu Levi der im Turm auf mich wartete. Ich kam freudig in das Zimmer gestürmt und teilte ihm gleich mit „Ich bleibe hier!" Nachdem ich dies gesagt hatte rannte ich auf ihn zu.

~Levi~

Auch mich packte die freudige Nachricht und so lief ich genauso schnell zu ihr sodass wir uns in der Mitte des Zimmers trafen. Ich merkte, dass sie Freudentränen weinte und schloss sie gleich in meine Arme und vergrub mein Gesicht in ihrer Schulter „Bin ich froh, dass es geklappt hat." Wir konnten wirklich zusammenbleiben. Wir mussten uns nicht trennen!

Vor lauter Übereifer und Freude gab ich Petra wieder einen innigen Kuss und drückte sie noch fester an mich heran. Sie erwiderte meinen Kuss sowie auch meine Umarmung mit der gleichen Hingabe wie ich. Ich war in diesem Moment einfach froh, dass sie hierbleiben konnte und nicht versetzt wurde, doch ließ mich diese Frage nicht los.

„Wie hast du Sie überzeugen können?" fragte ich sie neugierig und lächelte sie freudig an. Sie lachte etwas und gab mir dann eine Antwort „Ich habe Beide mürbe geredet. Den Kommandanten und den anderen von der Militärpolizei. Ich habe einfach so lange argumentiert bis sie nichts mehr sagen konnten..."

Sie ist wirklich eine Interessante Frau... ich habe zuvor niemanden erlebt, der eine Argumentation gegen Erwin gewonnen hatte.

Sie löste sich nun von mir und holte eine Flasche Wein hervor. „Lass uns das Feiern." Sie stellte die Gläser ab und öffnete die Flasche ehe sie in beide Gläser etwas einfüllte und mir eines reichte. „Auf das uns niemand trennen kann... gar niemand" meinte sie nun und stieß mit mir an. Ich wiederholte ihre Worte bevor auch ich mit ihr anstieß „Auf uns und das uns niemand trennen kann."

Sie nahm gleich einen Schluck aus ihrem Glas sowie auch ich aus meinem. Sie sah etwas verwundert aus weshalb ich sie gleich fragte „Na schmeckt er?". „Ja... er schmeckt wirklich gut. Besser als ich gedacht habe." gab sie mir als Antwort und nahm wenig später meine Hand und führte mich zu unserem Bett wo wir es uns gleich auf der Bettkante gemütlich machten. „Es ist schön hier mit dir zu sitzen" sagte sie lieb in meine Richtung. Dies konnte ich nur bestätigen, doch sah ich gleich wie sie einen weiteren großen Schluck aus ihrem Glas nahm.

Sie trinkt definitiv zum ersten Mal!

Kurz darauf hielt sie sich fester an mir fest und fing zudem auch noch an leise zu lachen. Ich stellte vorsichtshalber mein Glas auf die Seite und sah sie nun eher besorgt an. Ich bemerkte gleich die rötliche Färbung ihrer Wangen. „Ich hätte nicht gedacht, dass Wein so eine Wirkung hat." meinte sie leise lachend zu mir und legte ihren Kopf auf meiner Schulter ab. Ich schloss meine Arme nun fester um sie und streichelte sanft über ihren Kopf „Die erste Regel bei Alkohol: Nimm keinen großen Schluck." meinte ich lachend zu ihr. Sie sah mich gleich mürrisch an und fragte mich „Warum mascht man dasch nischt?". Ich antwortete ihr kurz und knapp „Das wirst du noch früh genug rausfinden.". Ich strich ihr nun sanft über ihre Wange, doch machte ich mir immer noch sorgen um sie weshalb ich sie gleich danach fragte „Wie fühlst du dich?" Petra hatte nun wirklich angefangen zu lallen und beantwortete auch diese Frage so normal wie sie im Moment konnte „Mir gescht super."

Glaubt sie wirklich, dass ich ihr das Glaube? Ich mein... sie muss sich an mir abstützen um ihr Gleichgewicht zu halten...

Ich begann damit sie etwas mehr zu stützen, doch mit ihrer nächsten Aktion hatte ich wirklich nicht gerechnet. Sie stellte ihr Glas nun ebenfalls auf die Seite dies ließ mich kurz aufatmen.

Sie ist doch vernünftig.

Doch verschwand dieser Gedanke gleich wieder als sie sich auf meinen Schoß setzte. Sie begann gleich damit meine Wange zu streicheln und beugte sich ebenfalls zu meiner anderen um diese zu küssen. „Petra?" fragte ich sie leise und hoffe ihre Aufmerksamkeit zu erlangen bevor sie einen Unsinn in ihrem angetrunkenen Zustand machte.

Sie löste sich gleich von mir und schlang ihre Arme um meinen Nacken „Was dasch nischt schön?" fragte sie mich und sah mich mit großen Augen an. Nun hatte ich zwar ihre Aufmerksamkeit, doch hatte ich nicht gedacht, dass sie es so auffassen würde. „Doch es war schön, aber..." fing ich an und überlegte wie ich dies am besten erklären konnte.

Ich merkte, dass ihr Gesicht mit der Zeit immer besorgter wurde und sprach gleich wieder zu ihr „Keine Sorge, du hast nichts falsch gemacht, aber ich will nicht, dass du in deinem jetzigen Zustand etwas tust was du nachher bereust."

Waren das wirklich die richtigen Worte?

Ich seufzte einmal und sprach dann wieder zu ihr „Ich will einfach nicht, dass du etwas Unüberlegtes machst... ich will nicht, dass du etwas Dummes machst nur, weil du etwas getrunken hast und nicht weißt was du tust." Ich merkte umso mehr ich versuchte ihr zu erklären was ich wollte, dass ich dies nicht schaffte. Mir fielen nicht die richtigen Worte ein.

„Ich weiß nicht, was ich tun soll, wenn du so hemmungslos wirst. Ich weiß nicht, ob ich mich dann noch zurückhalten kann. Ich will dir nicht weh tun oder Spuren hinterlassen..." meinte ich nun zu ihr. Sie lächelte mich nun an und schmiegte sich gleich an mich „Ach so sag das doch gleich." meinte sie nun zu mir und fuhr gleich weiter mit ihrem Satz fort „Ich weiß was du meinst... du hast bedenken, wenn ich so weitermache, dass du mit einsteigst und dich später nicht mehr beherrschen kannst... sodass wir eine kleine Überraschung in 9 Monaten hier hätten...".

Ich merkte mittlerweile, dass die Wirkung des Alkohols nachließ, denn sie lallte nicht mehr wie vorher. Es wäre gelogen jetzt zu sagen, dass ich nicht erleichtert über diese Tatsache wäre, doch legte sie gleich wieder ihren Kopf auf meine Schulter und begann sanft über meine Brust zu streicheln. Ihre sanfte Berührung an meiner Brust ließ mich leise keuchen. Nachdem ich dies getan hatte schmiegte sie sich noch etwas enger an mich heran und sah zu mir nach oben.

„Keine Angst ich mach nichts Unanständiges" versicherte sie mir mit einem breiten Lächeln und blieb weiterhin auf meinem Schoß sitzen. Um ehrlich zu sein befand ich mich im Zwiespalt. Einerseits wollte ich sie aufhalten etwas Unanständiges zu tun, doch gleichzeitig wollte ich auch unüberlegt handeln und mich einfach von meinen Gefühlen für sie tragen lassen, doch mussten wir damit warten.

Ich seufzte kurz und schloss meine Arme fest um sie um sie im nächsten Moment näher an mich heran zu drücken. Ich genoss ihre Nähe und ihre Wärme die sie an mich gab. Außerdem roch sie wirklich gut. Ihre Hand wanderte nun von meiner Brust zu meiner Wange. Ich hatte ihr mit diesem Seufzen anscheinend sorgen bereitet, denn sie fragte mich gleich lieb „Was hast du für Sorgen?" „Sorgen kann man es nicht nennen..." fing ich an und schaute ihr nicht in die Augen. Ich richtete meinen Blick zu dem Fenster in unserer Nähe „Ich weiß, dass ich mir jetzt selbst widerspreche, doch... naja ich finde es schön, wenn du einfach Sachen ausprobierst. Seien sie noch so unanständig. Dennoch können wir uns weiterhin keine Fehler leisten..." ich machte eine kleine Pause „Ich weiß einfach nicht wie ich mich verhalten soll. Einerseits will ich alles mit dir machen, egal was es ist und andererseits hält mich mein Gewissen und meine Vernunft davon ab."

Sie meinte gleich nachdem sie mir aufmerksam zugehört hatte „Ich verstehe was du meinst und du hast recht. Wir müssen viel vorsichtiger sein. Doch habe ich das Gefühl das wir es bald nicht mehr brauchen." Ich sah sie daraufhin irritiert an und dachte etwas nach. Schließlich galt hier ein Gesetz, dass nicht wegen uns abgeschafft werden würde und zudem denke ich nicht, dass wir in der Nächsten Zeit die Titan besiegen könnten.

Sie gab mir nachdem sie mich kurz gedrückt hatte und mich damit aus meinen Gedanken riss einen sanften Kuss auf die Wange und legte gleich im Anschluss ihre Stirn an meine. „Ich hab mir was überlegt" hauchte sie mir zu. Sie machte mich nun wirklich neugierig, denn ich wusste zunächst nicht, was sie damit meinte, doch viel mir gleich wieder der Wunsch ein, denn sie noch frei hatte. „Denn hätte ich vor Aufregung fast vergessen" meinte ich ehrlich zu ihr und fuhr gleich fort „...aber ich bin für alles offen... also...was wünscht du dir?" fragte ich sie gegen Ende und war gespannt was sie sich wünschen würde.

Ich merkte wie sie mir entschlossen entgegensah und etwas lächelte. „Ich wünsche mir, dass du mich trainierst." äußerte sie nun und lächelte dabei.

Ich trainiere sie doch schon zusammen mit den anderen?

„Was erhoffst du dir aus dem Training? Wir trainieren doch schon zusammen." ich war etwas verwirrt durch ihren Wunsch.

Wenn sie meinte, dass sie stärker werden wöllte war ich mir nicht sicher, ob das so eine gute Idee wäre, durch ihre Geschicklichkeit hat sie uns Männern viel voraus. Sie ist leichter und dadurch wendiger und kann den Titanen besser ausweichen und angreifen. Es mag ja sein, dass wir stärker waren als sie, doch in einem echten Kampf mit den Titanen bringt dir stärke überhaupt nichts.

„Ich möchte so stark sein wie ihr. Ich möchte euch in nichts nachstehen. Ich hab das Gefühl, dass ich euch nur im Weg steh und deswegen... möchte ich so stark werden wie du es bist." erklärte sie mir nun, doch bestätigte sie damit nur meine Vermutung.

Sie legte gleich ihren Kopf auf meiner Schulter ab und begann nun laut zu seufzen. Ich hob nun vorsichtig ihren Kopf an „Du stehst uns in nichts nach." meinte ich nun ruhig zu ihr. „Du bist stark und du bist schnell. Du bist schneller und beweglicher als die anderen. Du bist in manchen Situationen sogar schneller als ich." versicherte ich ihr und sah ihr tief in die Augen „Du hast einen Vorteil den wir Männer nie haben werden und diesen Vorteil darfst du nicht aufgeben... ja es mag sein, dass du nicht die Kraft aufbringen kannst wie die anderen, doch könnten sie niemals so geschickte Manöver wie du hinlegen." Ich machte kurz eine Pause „Du bist klein und leicht und das ist in der Luft ein großer Vorteil. Die Jungs und ich wir sind schwer wir sind dir nur auf dem Boden überlegen glaub mir." „Ich danke dir. Wirklich vielen Lieben dank." meinte sie nun liebevoll zu mir und sah mich wieder verliebt an, doch meinte sie gleich anschließend „Du stellst mich gerade als Überfliegerin da. Du bist viel besser als ich." Ich lächelte sie nun an „Vielleicht solltest du mehr an deine Fähigkeiten glauben... du bist stärker als du denkst meine Liebe." Sie lachte nun wieder und entschuldigte sich kurz darauf bei mir. „Ich werde mein bestes Versuchen, aber versprechen kann ich dir nichts" meinte sie lieb zu mir.

„Es tut mir leid. Ich weiß nicht was ich mir sonst noch wünschen könnte...ich bin so einfallslos..." meinte sie nun und legte eine Hand auf ihr Gesicht. „Du brauchst kein extra Training, jedoch kann ich dir ein paar Tricks im Umgang mit dem Manöver zeigen die dich noch schneller und wendiger machen." meinte ich noch zu ihr, damit sie ihren Wunsch doch noch erfüllt bekam. „Oh ja bitte. Diese Tricks würde ich wirklich zu gern lernen." meinte sie freudig und lächelte mich gleich wieder an. Ich nickte kurz „Gut dann werde ich dir in den nächsten Wochen ein paar davon zeigen, aber glaub ja nicht, dass diese einfach zu handhaben sind." meinte ich etwas verwegen zu ihr. „Oh je ich glaube, da kann ich mich auf was gefasst machen..." brachte sie etwas nervös hervor, doch konnte sie sich einen kleinen Scherz nicht verkneifen „Bitte hab Gnade mit mir" scherzte sie und lachte dabei etwas und gab mir anschließend einen Kuss auf meine Wange. Ich nahm wenig später ihr Kinn mit meiner Hand auf und richtete ihren Blick zu mir. Ihr verdutzter Blick entging mir nicht, doch sah ich sie verwegen an und meinte zu ihr „Glaub ja nicht, dass nur, weil du meine Geliebte bist du leichter beim Training davon kommst" Jedoch konnte ich mir ein leichtes Lächeln nach dieser Aussage nicht verkneifen. Sie lachte nun etwas verwegen und antwortete mir gleich „Verstanden Hauptgefreiter." Ich wollte eigentlich nicht, dass man mich in meinem Privatleben als Hauptgefreiten oder Captain bezeichnete, doch da es sich hierbei klar um einen Scherz ihrerseits handelte stieg ich mit ein „Dann ist gut Kadet" gab ich ihr nun genauso förmlich zurück.

Ich wollte sie in diesem Moment einfach nur Ärgern. Dennoch küsste ich sie wenig später wieder innig. Mit diesem Kuss wollte ich ihr zeigen, dass ich ihr nichts Schlechtes wollte und nur ein Scherz auf ihre Kosten machte. Sie erwiderte diesen Kuss sofort und ließ damit mein Herz höherschlagen. Doch ermöglichte mir dies auch diesen weiter zu vertiefen. Ich zog sie sanft zu mir und verringerte somit den Abstand zwischen uns. Ich wollte sie einfach überall spüren. Seien es ihre sanften Lippen oder ihr warmer Körper der meinen wieder berührte.

Nachdem wir den Kuss getrennt hatten kam eine Frage, die ich so nicht erwartet hätte. „Was hättest du dir gewünscht?" fragte sie mich nun und entschuldigte sich gleich wieder bei mir und vergrub ihr Gesicht nun vollständig in meiner Schulter.

Um ehrlich zu sein hatte ich alles was man sich wünschen konnte, doch kam mir ein Gedanke in den Sinn.

***Cliffhanger!!!  Was würde sich Levi wohl wünschen können... Was glaubt ihr?***

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