Kapitel 19 - Petra's Überraschung - Teil 1


~Petra POV~

Ich bemerkte etwas später, denn nachdenklichen Blick meines Liebsten und fragte aus Neugier „Worüber denkst du nach Liebster?" Nachdem ich ihn diese Frage gestellt hatte antwortete er mir gleich „Ach nicht so wichtig" und lenkte gleich von diesem Thema ab „Wie sieht eigentlich morgen dein Tagesplan aus?"

Dadurch, dass er so schnell vom Thema abwich wurde ich wieder etwas skeptisch. Was ist nur mit ihm los? Dennoch entschied ich mich ihm zu antworten „Ähm warte Mal..." Ich musste kurz überlegen was morgen alles anstehen würde und fuhr anschließend meinen Satz fort „Ich bin morgen wieder den ganzen Tag auf der Krankenstation."

~Levi POV~

Nachdem ich ihre Antwort gehört hatte freute ich mich innerlich, da so mein Plan wirklich aufgehen könnte. Ich würde es schon irgendwie schaffen das Vierauge davon zu überzeugen Petra frei zu geben. Jetzt muss ich nur noch einen guten Grund finden.

~Petra POV~

Ich freute mich so gar nicht dort wieder hinzugehen, da es wirklich eine Qual war. Nicht weil es zu anstrengend war, sondern genau im Gegenteil man hatte nie etwas zu tun und saß die ganze Zeit nur rum.

„Ganz ehrlich... da könnte ich eher zu euch kommen und euch beim Training zusehen... das wäre viel besser als sich dort zu langweilen.... Und... ich kann so langsam kein Kartenspiel mehr sehen" nörgelte ich meinen Liebsten an. Er lachte jedoch nur ein wenig und meinte anschließend „Ich kann dich voll und ganz verstehen..., ich würde wahnsinnig werden..." Nachdem er dies gesagt hatte musste ich noch etwas zu dieser Situation sagen „Du wirst wahnsinnig... glaub mir, wenn du einen Tag da warst willst du freiwillig auf Eren und Jean aufpassen."

Jedoch fuhr er nun seinen Satz fort „...allerdings wirst du morgen nur einen leeren Trainingsplatz zu sehen bekommen.". Durch diese Aussage war ich mehr als irritiert „Wie meinst du das mein Liebster?" fragte ich ihn gleich hinterher.

Ich überlegte noch etwas rum und riss anschließend meine Augen weit auf „Sag mir nicht, dass der Kommandant die Mission vorverlegt hat?!" Ich reagierte etwas panisch, da ich nicht wollte das er schon ging. Er nahm mich gleich in den Arm und versuchte mich wieder zu beruhigen „Keine Sorge... die Mission wurde nicht vorverlegt. Allerdings kann ich dir deine Frage nicht beantworten... denn das bleibt ein Geheimnis" Nachdem ich dies gehört hatte schmiegte ich mich wieder an ihn heran und sah erleichtert zu ihm „Da bin ich aber froh.". Er küsste mich nun auf meinen Kopf und flüsterte mir anschließend zu „...aber du wirst es noch früh genug verstehen"

Er lehnte seinen Kopf wieder zurück und sah mich wieder an „Dir wird es gefallen, also lass dich auch überraschen" Er trug wieder ein leichtes Schmunzeln im Gesicht als er das zu mir sagte. Ich sah ihn einfach nur erstaunt an.

Hat er etwa wieder eine Überraschung für mich?

Ich fing nun an breit zu lächeln und meinte lachend zu meinem Liebsten „Ach man ich würde es aber gerne jetzt schon wissen..." Ich drückte mich wieder leicht an ihn heran „Du weißt wirklich wie man mich neugierig machen kann..." Nachdem diese Worte meine Lippen verlassen hatten seufzte ich einmal.

„Wo willst du heute schlafen?" fragte er mich plötzlich. Während er auf meine Antwort wartete begann er immer mehr meine Hüfte sanft zu streicheln. Durch seine sanften Berührungen musste ich wieder leise auf keuchen. Jedoch gab ich ihm gleich meine Antwort und lächelte ihn nun wieder an „Lass uns zu dir gehen. Wir waren die letzten Nächte in meinem Zimmer..."

Seine Berührungen fühlten sich wie immer wunderbar an, doch hörte er sofort auf mich zu streicheln. Wir mussten langsam aufstehen, da wir sonst wirklich die ganze Nacht hier verbringen würden. Dennoch wollte ich es mir nicht nehmen lassen und gab meinem Liebsten noch einen innigen Kuss, denn er sofort erwiderte.

Nachdem wir diesen wieder trennten richtete ich mich langsam auf und begann mich nun richtig anzuziehen. Wir waren durch die Tatsache, dass wir das 3D Manöver nicht anziehen mussten relativ schnell fertig und schlichen uns gleich zu seinen Gemächern. Wir achteten auf dem Weg immer darauf, dass uns niemand zusammen sah. Ich muss jedoch zugeben, dass es auch seinen Reiz hatte so durch die Gänge zu schleichen, doch hatten wir auch dieses Mal Glück und begegneten keinem.

An seinen Gemächern angekommen öffnete er mir die Tür und ließ mich eintreten. Er schloss sanft die Tür und umarmte mich wenig später wieder von hinten. „Du bist viel zu weit weg." flüsterte er mir zu und küsste anschließend meinen Nacken. „Entschuldigung..." hauchte ich knapp aus meinem Mund, jedoch löste sein Kuss ein angenehmes Kribbeln aus.

Ich legte nun meine Arme auf seine und ging vorsichtig mit ihm in Richtung seines Bettes. Ich strich ihm sanft über seine muskulösen Unterarme und drehte mich anschließen in seiner Umarmung so hin, dass ich ihn wieder ansehen konnte. Ich neigte meinen Kopf so zu ihm, dass wir uns nun wieder anfingen zu küssen. Während des Kusses setzten wir uns vorsichtig aufs Bett und legten uns schlussendlich in dieses.

Ich seufzte leise in den Kuss und schlang nun wieder meine Arme um seinen Nacken. Er fand es anscheinend auch nur angenehm und zog mich gleich wieder näher zu ihm um die Lücke zwischen uns zu verkleinern. „Du küsst viel zu gut..." meinte er nun zu mir nachdem wir den Kuss gelöst hatten. Ich lächelte ihn nun wieder an „Du aber auch"

„Ich will nicht der Spielverderber sein..." fing er an „...aber wir sollten jetzt besser schlafen gehen" beendete er seinen Satz. Ich murrte daraufhin nur los, doch hatte er Recht. Ich lächelte ihn nur an und meinte anschließend zu ihm „Du hast recht". Er zog mich nun noch näher an sich heran und meinte nun „Schlaf gut mein Engel" Es war schön ihn wieder so nah an mir zu spüren und so erwiderte ich ihm „Du auch mein Liebster. Träum schön"

Er roch nun wieder an meinen Haaren und flüsterte mir anschließend zu „Sie riechen gut." Ich fing nun an sanft seinen Nacken zu streicheln und wanderte ab und an zu seinem Rücken. Ich merkte, dass er angefangen hatte etwas anders ein und aus zu atmen, doch dachte ich mir dabei nicht wirklich etwas. „Ich danke dir... du riechst auch gut" meinte ich leise und zog ebenfalls seinen Duft ein. Er hatte was Besonderes an sich, was mich in seinen Bann zog und nicht mehr losließ.

Kurz darauf schmiegte ich meinen Kopf an seine Brust und versuchte sein Herzschlag zu hören. Dieses ruhige Geräusch beruhigte mich unheimlich und als ich es gefunden hatte, was ich suchte, schloss ich meine Augen. So konnten meine Ohren den Klang seines Herzens besser wahrnehmen lassen. Ehe ich mich versah versiegten meine Taten sofort und ich schließ tief und fest ein. In dieser Nacht schlief ich recht ruhig und gut.

~Levi~

Nachdem ich gemerkt hatte, dass sie eingeschlafen war küsste ich sanft ihren Kopf und schlief langsam selbst ein.

Als am nächsten Morgen der Tag hineinbrach sah ich Petra immer noch in meinen Armen liegen. Sie lag immer noch auf meiner Brust und schlief ohne Zweifel immer noch tief und fest.

Ich überlegte mir vor ihr aufzustehen um schon einmal mit Hanji zu reden, doch hatte ich keine Möglichkeit aufzustehen ohne sie dabei zu wecken. So entschied ich mich dazu liegen zu bleiben bis sie ebenfalls aufwachte.

Wenig später wachte sie langsam durch die hereinfallenden Sonnenstrahlen auf, doch schmiegte sie sich wieder mit einem murren in meine Brust. Sie wollte anscheinend noch nicht aufstehen, doch genau solche Momente mochte ich wirklich. Sie schien in diesem Moment so niedlich. Ich strich ihr nun vorsichtig durch ihre Haare, doch schlang sie wenige Momente später ihre Arme um mich und drückte sich wieder an mich. „Guten Morgen Liebster..." kam verschlafen über ihre Lippen. Sie fragte gleich noch hinterher „Hast du gut geschlafen?" dabei hob sie ihren Kopf und sah mich immer noch verschlafen an.

Ich wünschte ihr ebenfalls einen guten Morgen und antwortete anschließend auf ihre Frage „Ich hab gut geschlafen, wie könnte ich auch nicht... wenn meine Liebste auf mir liegt und friedlich schläft" doch stellte ich ihr nach dieser Aussage die Gegenfrage. Sie antwortete mir gleich „Das freut mich sehr..." meinte sie etwas verschlafen zu mir und versicherte mir anschließend, das auch sie gut geschlafen habe.

Ich küsste sie nun wieder innig und stand anschließend aus dem Bett auf und richtete mich wieder. Nachdem ich mich vollständig gerichtet hatte lief ich wieder zu Petra und platzierte mich direkt hinter ihr. Ich legte vorsichtig meine Hand auf ihre Schulter und näherte mich ihrem Ohr „Vergiss deine Überraschung heute nicht!"

Ich wollte sie etwas ärgern, doch hoffte ich auch gleichzeitig, dass ich sie noch neugieriger machen würde. Sie sah mich einfach nur mit großen Augen an und meinte lachend zu mir „Du bist ganz schön fies weißt du das Liebster" Nachdem sie dies gesagt hatte gab sie mir wieder einen sanften Kuss.

Ich entfernte mich nun von ihr und rief ihr zu „Ich geh schon einmal vor... bis heute Abend" Ich ging schnell aus dem Zimmer und lief sofort zum Aufenthaltsraum indem auch schon die restliche Einheit saß. Ich verkündete ihnen, dass ich ihnen heute frei geben würde und erntete gleich dankende Blicke. Sie waren alle sichtlich erleichtert, dass sie vor der Mission nicht wieder trainieren mussten.

Nachdem ich dies erledigt hatte machte ich mich schnell auf den Weg zu Hanji. Ich musste jetzt nur noch Hanji überzeugen Petra frei zu geben. So schwer sollte das ja nicht sein... Sie ließ sich zu meiner Verwunderung relativ schnell und einfach davon überzeugen, was mir nicht ganz unrecht war.

„Hanji... würdest du Petra ausrichten, dass sie zu mir zu den Ställen kommen soll. Ich muss noch etwas mit ihr bereden." Ich bat sie nicht oft um einen gefallen, weswegen sie mir diesen auch nicht abschlug, doch reagierte sie anders als sonst. „Woah Levi~ du hast mich bei meinem Namen genannt!" sie war etwas zu sehr aus dem Häuschen für meinen Geschmack. Ich sah sie nur so gelangweilt wie immer an. „...scheinst wohl heute nicht ganz so mürrisch zu sein wie sonst..." scherzte sie noch etwas rum „Hanji!" meinte ich nun in einem ernsten Ton und wurde langsam ungeduldig. „jaja ich werde es ihr ausrichten." meinte sie nun zu mir und ich verließ augenblicklich ihr Büro.

Während ich auf Petra wartete entschied ich mich dazu meine Stute etwas auf der Koppel laufen zu lassen. Da es bestes Wetter war legte auch ich mich etwas ins Grass und sah in den klaren Himmel hinauf. Ich wusste, dass Petra nicht sofort zu mir kommen würde und schloss deswegen etwas meine Augen und lauschte den Geräuschen um mich herum. Doch war die gesamte Situation etwas zu beruhigen, weshalb das ganze damit endete, dass ich einschlief.

~Petra POV~

Es machte mich schon skeptisch, dass er seine Gemächer so schnell verlassen hatte, doch was sollte ich den auch machen. Ich seufzte kurz und machte mich anschließend weiter fertig.

Nachdem ich gerichtet war schlich ich mich aus seinem Zimmer und lief zu Hanji auf die Krankenstation um meinen Dienst anzufangen. Doch lief ich dieses Mal einen anderen Weg und sah wie meine Einheit in ihren Alltagsklamotten über das Gelände liefen.

Was zum...? Müssten sie nicht beim Training sein? Warum trainieren sie nicht?

Ich dachte noch eine Weile über das gesehene nach und kam anschließend auf der Krankenstation an. Ich wünschte zunächst jedem einen guten Morgen und da kam auch schon Hanji zu mir. „ahhhhh Petra~ mit dir wollte ich reden." Fing sie an und ich sah zu ihr um ihr gespannt zuzuhören, doch hoffte ich das es nicht wieder eine ihrer Titanenstories werden würde. „Du hast heute frei!" meinte sie nun freudig zu mir. Ich sah sie nur ungläubig an „Der kleine Giftzwerg hat mich darum gebeten dir auszurichten, dass er mit dir reden will... deswegen sollst du zu ihm zu den Ställen kommen." meinte sie nun.

„Hat er gesagt warum er mit mir reden will?" fragte ich Hanji etwas neugierig. Doch schüttelte sie nur den Kopf. „Danke Hanji... ich geh dann mal" meinte ich zu ihr und machte mich gleich auf den Weg.

Levi was hast du geplant?!

Ich machte mich nun auf den Weg zum Stall wo Levi auf mich warten sollte, doch fragte ich mich über den gesamten Weg weshalb ich heute frei bekommen hatte. Schließlich war morgen die Mission.

Ich kam nach wenigen Minuten am Stall an und suchte Levi. Ich fand ihn wenig später, doch schlief er friedlich vor der Koppel. Ich näherte mich ihm vorsichtig und kniete mich neben ihn hin. Da ich mir nicht sicher sein konnte, dass wir alleine waren stupste ich ihn leicht an.

Auch wenn es hart war aber ich konnte mir ein Lächeln nicht verkneifen. Es wurde immer schwieriger die Fassade, die wir aufgebaut hatten, aufrecht zu erhalten. Ich wollte bei ihm sein und am liebsten hätte ich mich zu ihm gelegt und mit ihm gekuschelt. Ich liebte sein schlafendes Gesicht zu sehr, doch konnten wir nicht riskieren aufzufliegen.

„Hauptgefreiter...Hauptgefreiter Levi" sagte ich nachdem ich merkte, dass ein Einfaches rütteln ihn nicht aufweckte. Nachdem ich zu ihm gesprochen hatte wachte er langsam auf.

Es dauerte etwas bis er vollständig aufgewacht war und zudem richtete er sich nun mit den Worten „Bin ich tatsächlich eingeschlafen?" auf. Nachdem er dies gesagt hatte versuchte ich ihn noch einmal darauf hinzuweißen, dass hier Soldaten rumlaufen könnten. „Sie wollten mich sprechen Hauptgefreiter" meinte ich so neutral wie es mir möglich war.

„Ja ich wollte mit dir sprechen... Ich möchte sehen wie deine Genesung verheilt ist und wie du dich draußen schlagen würdest." Er machte eine kleine Pause und sah sich kurz um, doch seufzte er gleich und richtete sich vollständig auf. „Sollen wir mit dem Spezialtraining anfangen?" fragte er mich nun und half mir auf die Beine. Ich sah ihn nur verwirrt an.

Nachdem wir beide standen rief er seine Stute und setzte sich kurzerhand auf diese. Doch reichte er mir plötzlich seine Hand. „Na komm schon... Es ist nichts dabei... allerdings, wenn du lieber zum Trainingsplatz laufen willst geht das für mich auch in Ordnung." Meinte er nun kühl zu mir. Seine Bemerkung fasste ich eher als Scherz auf und so konnte ich auch mich nicht allzu ernst verhalten. Ich lächelte ihn an und meinte anschließend lieb „Ich nehme gern ihr Angebot an Hauptgefreiter."

Nachdem ich seine Hand genommen hatte half er mir auf seine Stute und ritt langsam los, doch ritten wir immer schneller immer weiter weg vom Hauptquartier. Ich sprach erst wieder zu ihm als ich mir sicher sein konnte weit genug vom Hauptquartier weg zu sein. Doch schlang ich zuerst meine Arme um ihn und schmiegte mich wieder an ihn. „Wohin reiten wir denn Levi?" fragte ich ihn neugierig und legte meinen Kopf an seine Schulter.

Nachdem er meine Frage vernommen hatte lachte er etwas und meinte freundlich zu mir „Ich sagte doch... wir reiten zu deinem Spezialtraining"

War das doch kein Scherz gewesen? Gehen wir wirklich trainieren?

Mir fiel auf, dass wir nun durch einen Wald ritten und er noch zu mir meinte „Ich bin gespannt wie du dich nachher schlagen wirst" Er verwirrte mich nun noch mehr und das sagte ich ihm nun auch noch „Du verwirrst mich ganz schön..." Ich versuchte während wir ritten irgendwie meine Orientierung wieder zu bekommen um abzuschätzen wohin wir nun ritten, doch fand ich keinen Anhaltspunkt der mir bekannt vorkam.

~Levi POV~

So ein großes Tamtam um das Ganze zu machen ist unnötig das ist mir bewusst, aber ich genoss es gerade irgendwie Petra in Unwissenheit zu lassen, dadurch war sie auf mich angewiesen und dieses Gefühl gefiel mir einfach.

~Petra POV~

Nach einer Weile meinte er nun zu mir „Wir sind gleich da. Würdest du mir den Gefallen tun und deine Augen schließen?" Ich schloss meine Augen und merkte wie er vom Pferd stieg und dieses langsam irgendwohin führte. Ich konnte hören wie etwas platschte und wir anschließend stehen blieben. Er fragte mich gleich „Weißt du wo wir sind?" Nachdem er mich gefragt hatte viel es mir wie Schuppen von den Augen. Ich wusste nun wo wir waren.

„Der See!" sagte ich begeistert und öffnete anschließend meine Augen. Er half mir nun schnell von seiner Stute und wurde augenblicklich von mir in den Arm genommen. Ich merkte, dass er meine Umarmung sofort erwiderte und freute mich das er dies immer tat. „Oh danke. Das ist so schön" sagte ich überglücklich zu meinem Liebsten und küsste ihn gleich wieder innig. Ich merkte wie er versuchte unseren Kuss so lang wie es ging zu halten, doch zog er mich plötzlich näher an sich heran und intensivierte unseren Kuss den wir teilten somit nur noch mehr.

Er hatte es wirklich wieder geschafft mir eine schöne Überraschung zu bescheren. Ich löste mich nun langsam wieder von ihm und fing gleich an zu lachen. Er konnte meine Reaktion anscheinend nicht wirklich einschätzen und sah mich einfach nur verwundert an. So fragte ich ihn gleich scherzhaft „So... und was ist hier nun mein Spezialtraining?". Ich konnte nicht glauben, dass er aus der ganzen Sache so ein Geheimnis gemacht hatte. Mir kam die Idee, dass ich ihn nun mit dieser Frage auch etwas necken konnte und das wollte ich zu meinen Gunsten nutzen.

Es nutzte anscheinend schon etwas, denn bei dieser Frage wurde er leicht rot und meinte anschließend leise zu mir „Ich musste ja etwas Glaubhaftes finden..." Ich lachte etwas als ich seine Aussage hörte und meine „Das weiß ich doch." Er wendete seinen Blick von mir ab.

Doch sah er mich wenig später wieder an und fragte „Wie hättest du dein Training denn?" Verwegen meinte er noch zu mir „Nutz die Chance du bekommst sie vielleicht nie wieder." Und hielt zudem noch mein Kinn fest. Er sah mir nun tief in die Augen und wartete auf meine Antwort. Ich sah ihn etwas verwundert an, doch schwand diese Verwunderung immer mehr und ich lächelte ihn kurze Zeit später schon wieder an.

„Ich würde gern eine Runde laufen, dann ein Ausdauerschwimmen machen und dann... muss ich mir noch was überlegen." antwortete ich ihm nun und schmiegte ich an ihn. Er antwortete mir nun „Das klingt perfekt" Ich küsste sie nun noch einmal innig.

Mir kam wieder der Gedanke an die Mission auf die er gehen musste und die Sorge, dass er vielleicht nicht zurückkommt wurde auch immer größer. Ich wollte ihn nicht verlieren. Ich wollte nicht, dass er so früh von mir ging und ich somit allein zurückbleiben würde und ihn nie wieder in die Arme schließen könnte oder seine Stimme hören könnte.

Das einzige, dass mich beruhigte war sein versprechen. Er würde wieder zu mir kommen und mich heiraten. Ich hielt so stark wie ich konnte an diesen Gedanken fest und sah ihn nun entschlossen an.

„Also was sagen Sie Hauptgefreiter. Wäre das für den Anfang genug?" Ich versuchte so ernst wie möglich zu sein, doch klappte dies nicht lang. Er nahm nun meine Hand und löste sich langsam aus meiner Umarmung mit den einfachen Worten „Sollen wir?" Ich gab ihm gleich meine Antwort „Ja lass uns los." sagte ich überglücklich zu ihm und drückte leicht seine Hand.

Er lief nun mit mir etwas an den Rand des Waldes, da hier das Licht der Sonne gebrochen durch die Bäume schien und somit unseren Weg etwas erleuchtete. So wie es aussah konnte man annehmen, dass jemand uns den Weg weißen wollte. Er meinte plötzlich „Ich wünschte wir könnten jetzt schon außerhalb der Mauer laufen oder ans Meer gehen. Armin hat mal etwas darüber erzählt... Ich würde alles geben um das mit dir sehen und erleben zu können." Er sah nun zu mir und schien auf eine Antwort von mir zu warten. Ich sah ihn nun ebenfalls an und meinte anschließend „Ich würde auch alles geben um mit dir endlich hinter die Mauer zu können. Ich frage mich wie da sowohl ist?... Liebster, wenn wir irgendwann hinter die Mauer können und dort Leben... Dann können wir doch ans Meer ziehen..." Er schien sich wirklich über meine Aussage zu freuen und teilte mir dies wenig später auch mit „Das wäre wirklich schön"

Ich drückte wieder seine Hand, doch war ich ganz in Gedanken verloren. Ich war damals dabei als uns Armin vom Meer erzählt hatte und stellte es mir wirklich schön vor. „Ich glaube fest daran, dass wir irgendwann zusammen ans Meer können und friedlich dort leben können." meinte ich leise zu ihm und schmiegte mich etwas an ihn. Er stimmte meiner Aussage nur zu und meinte, dass er an das gleiche glauben würde.

Doch sagte er auf einmal etwas was mich verwunderte. „Du weißt, dass du gerade extrem niedlich bist oder?" meinte er etwas verführerisch zu mir. Sie wurde augenblicklich rot und strich sich nachdem sie mich etwas verdutzt ansah ihre Harre nach hinten.

Seine Stimme macht mich wirklich noch verrückt...

Ich löste nun meine Hand von seiner und meinte „Ach... ich bin doch nicht niedlich..." dennoch lächelte ich ihn lieb an.

Da wir schon eine Weile unterwegs waren kamen wir langsam wieder an den See zurück. Ich begann bereits meine Sachen auszuziehen und meinte zu ihm „na komm wir gehen eine Runde schwimmen." Während ich meine Sachen auszog sah ich immer wieder zum See und dachte an die schöne Nacht in der er mir den Antrag gemacht hatte. Es war wirklich die schönste Nacht meines Lebens, doch wollte ich, dass auch dieser Tag so schön würde und sah wieder zu ihm. Nachdem ich meine Kleidung abgelegt hatte ging ich langsam in den See und sah noch einmal über meine Schulter und lächelte meinen Liebsten an bevor ich in den See schwamm und untertauchte.


*** Wünsche euch allen ein frohes neues Jahr :) ***

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