22: Ein kleines bisschen Wahrheit

"Ist sie tot?"
"Ich glaube nicht."
"Dann sollte ich es mal langsam tun."
"Nein! Das ist meine Aufgabe!"
"Geht's noch? Ich werde das erledigen!"
"Lass' die Finger von ihr, sie gehört mir!"
"Vergiss' es! Ich war zu erst da!"
"Dann hattest du lange genug Zeit!"
"Geh von ihr weg!"
"Erst, wenn ich sie umgebracht habe!"
"Nein! Ich werde es tun!"
"Nein! Das ist mir zugeteilt worden!"
"Pech gehabt! Ich war schneller hier!"
"Verschwinde!"
"Verschwinde doch selbst!"

Ich öffnete meine Augen und sah Marianna und Evanna Cruz vor meinem Bett stehen. Beide stritten sich um...mich?

"Was ist hier los?", fragte ich verwirrt nach und setzte mich auf. Ich sah mich im Zimmer um, doch ich war mit den beiden alleine.
"Na toll, jetzt ist sie wach", beschwerte sich Marianna.
"Hast du toll hinbekommen", meinte Evanna Cruz.
"Ich!? Du warst so laut!"
"Jetzt reicht's mir aber!"
"STOP!", rief ich dazwischen. "Worum geht es überhaupt?"
"Wer dich umbringt, worum denn sonst?", verdrehte meine Cousine die Augen.
"I-Ich dachte, du willst mich nicht umbringen?" Ich sah sie mit großen Augen an, doch sie fing bloß an zu lachen.
"Hast du das gehört, Evanna?", lachte sie.
"Wie naiv...süß!", antwortete diese darauf.
"Alex", begann Marianna dann. "Ich weiß ja nicht, ob du es bemerkt hast, aber ich wollte dich schon immer umbringen. Seit der Sache mit Theo."
"A-Aber du hattest mich so oft und hast es nicht getan..."
"Weil ich dumm war", verdrehte sie die Augen wieder. "Aber jetzt bin ich entschlossen. Ich werde es tun."
"Ich bin nun aber auch hier und soll dich umbringen, also gibt es ein kleines Verzögerungsproblem", warf Evanna Cruz ein.  
"Wollt ihr mich verarschen?" Ich sah beide abwechselnd an, doch diese schüttelten den Kopf. "Kann ich kurz auf Toilette, während ihr euch entscheidet, wer mich umbringt?"
"Von mir aus", zuckte Evanna Cruz mit den Schultern. Beide fingen wieder an sich zu streiten und ich stand schnell aus dem Bett auf. Anstatt ins Bad zu gehen, öffnete ich die Zimmertür und rannte so schnell ich konnte von den beiden Irren weg.

Ich rannte den Flur entlang, bis plötzlich eine Silhouette vor mir auftauchte. Ich blieb abrupt stehen und sah mir die Person genauer an.
"Alexandra!", lächelte Rosalia überglücklich.
"Was machst du hier?", fragte ich verwirrt. Sie macht mir Angst. Man hatte sie psychisch gewandelt und schien nun nicht mehr sie selbst zu sein.
"Ich wollte dir nur sagen, wie gut es Marianna geht!"
"Aber sie war doch gerade in meinem Zimmer, Rosalia", sagte ich und suchte einen Ausweg.
"Wie?", kicherte sie. "Blödsinn! Sie ist in der Psychiatrie! Sie wird fast entlassen! Ist das nicht toll? Sie ist bald komplett umgewandelt worden und gehört dann zu uns! Zu den Guten!"
"Was?!" Ich sah sie fassungslos an. "A-Aber wie?"
"Du erinnerst dich nicht mehr?" Sie strahlte mich an. "Als du sie geschnappt hast, damals im Schloss, da wurde sie direkt dort hingebracht und man hat es geschafft, sie zu brechen. Bald ist sie eine von uns! Eine der Guten!" 
"Ich dachte, sie wäre geflohen!" Marianna gebrochen? Eine von uns? Wie sollte das denn gehen?
"Quatsch! Sie hatte es versucht, doch man hat sie sich geschnappt und unter härteren Bedingungen angefangen, sie zu heilen...sie von den bösen Dämonen zu befreien!" Rosalia zwinkerte mir zu und ich sah sie verstört an.
"Hörst du dir eigentlich selbst zu?", fragte ich.
"Natürlich, Alexandra", grinste sie. "Wieso sollte ich nicht?" Hilfesuchend sah ich mich um und entdeckte eine Tür neben mir. War die da eben auch schon?

Ohne nachzudenken, machte ich sie auf und ließ Rosalia stehen. Vor mir erstreckte sich ein großes Kasino und ich hörte Flavia lachen. Ich folgte ihrer Stimme und hinter den Spieleautomaten tauchte ein langer Pokertisch auf. Flavia saß neben Louis und hatte ein langes, glitzerndes Kleid an, dazu passende hohe Schuhe. Sie hatte eine Hand auf seiner Schulter liegen und spielte unbewusst mit seinen Haaren am Hinterkopf. Gegenüber von den beiden saß ein großer, schlanker Mann, der mit zwei Begleitern auf seine Karten sah. Aus seinem Mund hing eine dicke Zigarre.

Flavia lachte wieder über etwas, was Louis sagte.
"Flavia?", fragte ich und sie sah auf.
"Was gibt's, Alex?" Sie lächelte mich an und ich deutete auf Louis, dann auf den schlanken Mann.
"Was ist hier los?"
"Poker natürlich, wonach sieht's denn sonst aus?", antwortete Louis, ohne mich eines Blickes zu würdigen.
"Warum sitzt Flavia neben dir?" Ich verstand nicht, was das alles sollte.
"Sie hat mir doch versprochen, zu helfen, weißt du etwa nicht mehr?" Er verdrehte seine Augen und warf seine Karten auf den Tisch.
"Aber-"
"Alex, jetzt entspann' dich mal", grinste Flavia und kam zu mir. Sie legte ihre Hände auf meine Schultern und schüttelte mich. "Hörst du, Alex? Entspann' dich! Alles ist nicht echt!" Was? Was meinte sie damit? "Wach auf, Alex!"

Ein Zucken durchfuhr meinen Körper, als ich meine Augen abrupt auf machte. Über mir schwebte Flavias Gesicht und trug einen besorgten Ausdruck.
"Albtraum?"
"Ich glaube schon."
"Du glaubst?" Sie ließ mich los und ich setzte mich auf. Seufzend fuhr ich mir übers Gesicht. Mein Blick glitt zum Bett von Eliana und Teresa. Eliana war verschwunden und Teresa schien noch zu schlafen, wobei sie zwischendurch auch mal zuckte. Was sie wohl träumte?

"Also?", fragte Flavia mich.
"Keine Ahnung, Flavia", meinte ich ehrlich und fuhr mir nun durch die Haare. "Erst waren da Marianna und Evanna Cruz, wie sie sich gestritten haben, wer mich nun umbringt...dann war da Rosalia, die mir berichtet hat, wie Marianna in der Psychiatrie gebrochen wurde, da dieser Mario ihr nicht geholfen hatte, zu entkommen und zum Schluss warst du da mit Louis, wie ihr bei einem Pokerspiel saßt und du ihn mehr zu mögen schienst, als nur der Partner eines einfachen Deals..."
"Ew!" Flavia sah mich angewidert an. "Ich habe dem Deal nur zugestimmt, damit wir die Infos bekommen und vielleicht noch etwas daraus schlagen können."
"Ich weiß doch", seufzte ich und schüttelte leicht den Kopf. "Es hat mich auch ehrlich gesagt nicht so geschockt wie das, was mir Rosalia erzählt hat."
"Es war ja nur ein Traum", lächelte sie mich lieb an. "Aber mal aus reiner Neugier...würde es so schlimm sein, wenn Marianna endlich nicht mehr frei herumlaufen würde? Wäre es nicht angenehm zu wissen, dass man sie auf unsere Seite zurück holt?"
"Ich weiß es nicht", murmelte ich und sah sie leicht verzweifelt an. "Marianna war halt schon immer so, wie sie jetzt ist und...na ja, das, was man Rosalia angetan hat, will ich eigentlich keinem Wünschen."
"Es fasziniert mich einfach, wie gut du noch von ihr denken kannst, obwohl sie dir schon so viel angetan hat."
"Ach Flavia, ich habe doch keine Ahnung, was ich von ihr denken soll!" Ich ließ mich zurück ins Kissen fallen und sah meine beste Freundin an.

Wir hörten es vom anderen Bett rascheln. Ich setzte mich wieder auf und sah, wie Teresa sich müde aufsetzte. Normalerweise war sie doch recht fit morgens, was war also los?
"Hey", murmelte sie und rieb sich über die Augen. Dabei fiel mir ihr Armband auf.
"Nimmst du es nie ab?", fragte Flavia, die anscheinend den selben Gedanken hatte, wie ich. Teresa sah uns zunächst verwundert an, bis sie verstand, dass wir das Armband meinten. Sie versteckte ihre Hand sofort unter der Decke.
"Könnt ihr das bitte einfach ignorieren?" Teresa sah uns bittend an. Ich wechselte einen Blick mit Flavia, bevor ich mit den Schultern zuckte.
"Es ist deine Sache und du bist unsere beste Freundin, also werden wir dich nie dafür verurteilen, aber kannst du uns einfach nur verraten, was du dir dabei gedacht hast? Ich meine, als du uns in der Stadt getroffen hast, da hast du Christian mehr als glücklich angesehen und umarmt. Als er dann plötzlich das Armband gesehen hat, da warst du total komisch...wieso hat dieser Samuele es dir überhaupt geschenkt?" Ich sah meine beste Freundin abwartend an. Sie erwiderte meinen und Flavias Blick eine Weile bloß, bevor sie schließlich antwortete.

"Es ist kompliziert und ich wollte niemanden von euch verletzen", sagte sie ruhig. Ich merkte, wie sie leicht bei ihrer Erklärung zitterte. "Samuele hatte natürlich davon erfahren, dass ich weg gehe und hat mir dieses Armband geschenkt, damit ich ihn nicht vergesse...er hat auch eins, in grün. Es ist sozusagen unser Insider geworden und um verbunden zu bleiben, haben wir diese Armbänder." Ihr Blick intensivierte sich.
"Wie bist du überhaupt frei gekommen?", fragte nun Flavia.
"Ich konnte fliehen", antwortete sie ohne zu zögern. Sie senkte ihren Blick und starrte eine Weile bloß auf den Nachttisch neben ihr. Dort lagen Block und Stift vom Hotel, welchen sie gestern Nacht noch neben sich gelegt hatte, wobei ich nicht verstand wieso. Sagen wollte sie dazu auch nichts.
"Wirklich?" Überrascht hob ich meine Augenbrauen. "War es sehr kompliziert?"
"Ging", zuckte sie mit den Schultern.

Gerade wollte Flavia etwas dazu sagen, da öffnete sich die Tür und Eliana sah uns leicht überrascht an.
"Ihr seid ja alle wach", stellte sie fest.
"Und jetzt?", stellte Flavia die Frage.
"Die Organisation hat uns eine Nachricht geschickt", berichtete sie. "Sie wollen mit uns reden." Ihr Blick landete bei mir. "Deine Eltern wollen mit dir reden." Sofort sprang ich aus dem Bett und ging in meiner kurzen Schlafhose und in meinem einfachen T-Shirt rüber ins Zimmer der Jungs. Ich drückte mich an Luca vorbei, der die Tür aufmachte und schob Christian zur Seite, der vorm Laptop saß und dabei war, alles vorzubereiten.

"Dir auch einen guten Morgen, Alex", meinte Christian und verschränkte seine Arme.
"Von mir aus", sagte ich und klickte schon auf Anrufen. Die anderen verteilten sich im Zimmer und sahen gespannt zu, wie es immer wieder tutete. Irgendwann erschienen dann die beiden Gesichter meiner Eltern auf dem Bildschirm und ich musste mich zusammenreißen, um vor Freude nicht laut loszuschreien. Ich wollte sie so gerne in den Arm nehmen und einfach drücken. Ich vermisste sie so.

"Alexandra!" Sie strahlten mir entgegen und ich grinste zurück.
"Endlich! Ich habe mir solche Sorgen gemacht!", meinte ich. "Seid ihr okay? Wieso konntet ihr nie reden vorher? Wie seid ihr entkommen? Haben sie euch etwas angetan? Haben sie euch als-"
"Alex", lachte mein Vater. "Liebling, wir sind okay, glaub mir. Alles bestens."
"Was ist passiert?", wollte ich unbedingt wissen.
"Es ist kompliziert", seufzte meine Mutter und sah kurz zu meinem Vater, bevor sie wieder mich ansah. "Hast du in letzter Zeit von Marianna gehört?" Diese Frage warf mich kurz aus der Bahn, da ich sie wirklich gar nicht erwartet hatte.
"Was?", fragte ich verwirrt. "Wieso Marianna? Ihr wisst doch, dass sie mich umbringen will!" Sie wechselten einen Blick.
"Alex, es ist wirklich wichtig, dass du auf dich aufpasst." Mein Vater sah mich ernst und doch leicht besorgt an.
"Wieso? Wegen Marianna? Hat sie euch etwas gesagt?" Ich verstand gar nichts mehr.
"Liebling", begann meine Mutter nun. "Wir wollten mit dir reden, weil du wissen solltest, dass Herr Romano und Nola Pascual tot aufgefunden worden sind."
"Wartet...was!?" Ich sah meine Eltern ungläubig an, bevor ich einen Blick über meine Schulter warf. Flavia hatte ihre Augen geweitet und Teresa biss in ihre Unterlippe, während sie ihre Stirn runzelte.
"Alex", sagte mein Vater und ich sah wieder zu ihm. "Es ist wichtig, dass du besonders vorsichtig bist."
"Aber wer hat sie denn umgebracht?", fragte ich nach.
"Das ist nicht sicher", erklärte meine Mutter. "Es gibt die Vermutung, dass die L'Anima Perfetta etwas damit zu tun hat, aber es ist nicht eindeutig festzustellen."
"Aber Marianna ist doch deren Anführer!" Ich runzelte meine Stirn. "Soll ich mich deswegen vor ihr in Acht nehmen?"
"Nicht vor Marianna", schüttelte mein Vater den Kopf. "Vor den Leuten, mit denen Herr Romano beziehungsweise Nola Pascual gemeinsame Sache gemacht haben." Seine braunen Augen sahen mir intensiv entgegen. Ich brauchte einen Moment, um die Informationen zu verarbeiten.
"Ich muss an die frische Luft. Allein", sagte plötzlich Teresa und ich drehte mich zu ihr. Ohne ein weiteres Wort verschwand sie aus dem Zimmer und wir sahen uns nur verwirrt an.

"Alex", holte mich meine Mutter zurück zum Gespräch. "Nola Pascual war ein Mitglied der FAMIA und die FAMIA ist am Geheimprojekt beteiligt. Der Anführer, Antonio Carlo Oscar Paolo Barone, ist einer von den Gründern des Projektes. Außerdem hat Herr Romano auch an diesem Projekt mitgewirkt."
"Aber wieso sollten die denn dann denken, ich wäre Schuld daran?" Ich verstand nicht ganz, wofür ich verantwortlich gemacht werden sollte, wenn ich doch gar nichts mit dem Mord an Herrn Romano zu tun hatte.
"Ihr wisst, was Herr Romano euch angetan hat und das ist bekannt. Denen ist egal, wer wirklich Schuld hat, Alexandra", sagte meine Mutter eindringlich. "Herr Romano war auch daran beteiligt, uns gefangen zu nehmen."
"Wie bitte?!" Ich sah sie fassungslos an.
"Gute Sache, dass der Kerl endlich tot ist", hörte ich Flavia sagen.
"Ich dachte, Marianna ist schuld!" Ich versuchte das alles irgendwie zu verstehen, doch mein Kopf drehte sich bloß voll von den ganzen Informationen.

"Alex, hör' zu", sagte mein Vater.  "Wenn du Marianna sehen solltest, dann musst du aufpassen. Dreh' nicht sofort durch."
"Was hat denn jetzt Marianna damit zu tun?" Ich sah verwirrter als je zuvor zwischen meinen Eltern hin und her.
"Marianna war es, die uns befreit hat", ließ meine Mutter endlich die Blase platzen. Ich riss meine Augen weit auf und starrte meine Eltern an, als hätten sie gerade gesagt, meine Urgroßmutter wäre von den Toten auferstanden.
"Das ist doch ein Scherz!"
"Nein", beruhigte mich mein Vater.  "Sie hat uns geholfen zu entfliehen."
"Aber wieso meinte sie zu mir erst, dass ihr jetzt dafür bezahlt, was Leos Eltern angefangen haben?" Ich verstand gar nichts mehr. Marianna, die etwas nettes für meine Eltern tat? Das konnte doch gar nicht sein!

"Marianna hat ein großes Geheimnis", meinte meine Mutter dann etwas sanfter. Ich konnte heraus hören, wie sie sich um meine Cousine sorgte. Das hatte sie schon immer getan. "Sie hatte es mit ihren Eltern nicht leicht als Kind und wurde immer mit dir verglichen. Ich kann mir vorstellen, dass sie dich in nächster Zeit aufsuchen wird. Sie ist unberechenbar, also musst du vorsichtig sein. Sie würde dich sogar umbringen, obwohl sie das ganz tief in ihr eigentlich nie tun würde."
"Du verteidigst sie?" Ich konnte meiner Mutter nicht einmal böse sein. Irgendwie wollte ich ihr glauben, dass Marianna eigentlich in Ordnung war.
"Sie ist ein großes Risiko eingegangen, uns zu befreien, das muss dir klar sein", erinnerte mich mein Vater.
"Aber ich verstehe das alles nicht!", seufzte ich frustriert auf.
"Du wirst es schon herausfinden, das wissen wir, Liebes." Meine Eltern lächelten mich lieb an. "Du hast super Freunde und zusammen könnt ihr großes erreichen, aber bleibt alarmiert."
"Aber-"
"Alex, wir müssen jetzt los, uns um die Sache mit Herrn Romano kümmern", erklärte meine Mutter. "Du schaffst das, wir glauben an dich. Du bist gut. Du wurdest dafür geboren. Bring' es endlich zu Ende."
"Danke", murmelte ich und nickte leicht.
"Ciao, Alex!" Sie lächelten mir noch einmal warm zu, bevor sie vom Bildschirm verschwanden. Ich rührte mich nicht und blieb einfach sitzen. Das waren definitiv nützliche Infos, aber auch ziemlich verwirrende.

Wieso hatte Marianna das nur getan?

○●○

Hellooo...bin jetzt erstmal für ein paar Wochen im Urlaub also werde ich nicht viel schaffen. Wenn ihr auch Ferien habt, dann wünsche ich euch viel Spaß!

Hoffe, dass dieses Kapitel ein wenig neugierig gemacht hat ;)

Alles Liebe, Spy

Bạn đang đọc truyện trên: AzTruyen.Top