48: Wer schön sein will muss leiden
"AUFSTEHEN!!! HEUTE IST ENDLICH DER MASKENBALL!! JUHUUUU!!!", hörte ich rufen und das direkt neben meinem Ohr. Ich knurrte und versteckte mich unter meinem Kissen.
"Ich habe dich morgens noch nie so munter gesehen", nuschelte ich ins Kissen. Kurz darauf wurde es mir weggenommen und Flavias Kopf schwebte über meinem. "Was hast du gesagt?"
"Ich sagte, dass ich dich morgens noch nie so munter gesehen habe!", wiederholte ich ein wenig lauter.
"Und ich habe dich noch nie so muffelig gesehen. Ansonsten stehst du doch total gerne morgens auf!" Sie hob eine Augenbraue und ich kniff meine Augen leicht zusammen. Ich griff schnell neben mich und fasste das Kissen von Leo, welches ich in Flavias Gesicht klatschte. Weder Leo nach Flavia schienen glücklich darüber gewesen zu sein, dass ich das Kissen benutzt hatte.
"Ich bin dafür, dass wir Flavia jeden Abend den Mund zukleben, damit sie morgens nicht so rumschreien kann", hörten wir Luca.
"Das war mein Kissen! Du hast dein eigenes!", meckerte Leo neben mir, doch ich zuckte bloß mit den Schultern.
"Flavia ist schuld, sie hat mir mein Kissen weggenommen!"
"Du willst dich einfach nur drücken!" Flavia verschränkte ihre Arme vor der Brust.
"Die Königin ist schuld, sie hat gesagt, ich soll auf den Ball kommen."
"Dein Ernst?! Du wolltest von Anfang an kein Kleid anziehen, hast aber immer darauf bestanden, als Gast zum Ball zu gehen!" Flavia sah mich genau an und ich zuckte bloß wieder mit den Schultern.
"Adrianna ist schuld, sie hat so viele Kleider und wollte mir eins leihen." Plötzlich wurde ich von einem Kissen abgeworfen und verstummte. Ich nahm es aus meinem Gesicht und sah wütend zu Teresa, welche jetzt neben Flavia stand.
"Kannst du nicht einfach aufstehen und einmal nicht diskutieren?", seufzte sie. Ich schüttelte meinen Kopf, allerdings half das nicht viel, da mich Teresa und Flavia and jeweils einem Arm packten und mich aus dem Bett zogen.
"Leo hilf mir!", jammerte ich, doch dieser lachte mich bloß aus und meinte: "Ne ne, so habe ich wenigstens das Bett für mich alleine." WAS!? Ich drehte meinen Kopf so gut es ging in seine Richtung und sah ihn empört an, was ihn nur noch mehr zum Lachen brachte.
"Wo bringt ihr mich überhaupt hin!?", fragte ich meine Freundinnen, als sie mich den Flur bis zu Treppe zogen.
"Wir haben heute einen straffen Zeitplan! Nägel machen, geschminkt werden, die Haare gemacht bekommen...das wird eine Weile dauern, vor allem bei uns fünf!", erklärte Flavia.
"Wie jetzt, wir müssen doch nicht wirklich den ganzen Tag zusammen mit Eliana verbringen!", stöhnte ich genervt auf.
"Komm schon, du wirst es überleben! Wir sind ja auch noch dabei", meinte Teresa und ich sah zu ihr.
"Und das macht's jetzt besser, weil?" Beide schlugen mir auf den Arm und ich blieb still. Ich legte mich lieber nicht mit beiden an, das würde nicht so gut enden...für mich.
"So, hier sind wir auch schon." Wir blieben vor der Zimmertür von Adrianna stehen und klopften. Sie machte uns auf und ließ uns hinein treten. Eliana saß schon auf einem Stuhl und bekam von einer jungen Frau die Nägel gemacht.
"Setzt euch einfach dazu", sagte Adrianna und dies taten wir dann auch. Wir quatschten ein wenig über alles mögliche, während wir eine Maniküre bekamen. Mir wurde dunkelblauer Nagellack aufgetragen, Flavia hatte korallroten Nagellack, Teresa weißen, genauso wie Adrianna, wobei diese noch Blümchen aufgeklebt bekommen hatte. Eliana hatte roten Nagellack drauf und schien zufrieden.
"Wir gehen jetzt nach unten, der Friseur wartet auf uns. Dieser wird uns dann auch gleich schminken", erklärte die Prinzessin uns und ich bekam jetzt schon die Krise.
"Adrianna?", fragte ich und lief neben ihr. Sie sah mich fragend an.
"Was gibt's?"
"Wer kommt eigentlich alles zu so einem Ball?"
"Nun ja, ziemlich wichtige Leute. Die meisten haben in der Politik zu tun, aber es gibt auch welche, die bloß sehr angesehen sind und deswegen eingeladen werden. Von denen werden dann auch wir immer eingeladen. Das sind dann andere Adelige oder einfach Leute aus sehr, sehr, sehr gutem Hause."
"Und ihr werdet oft eingeladen?"
"Naja", sie zuckte mit den Schultern. "Es geht eigentlich, aber teilweise finde ich die Leute ganz schön ätzend, da die so versnobt und hochnäsig sind. Am Schlimmsten sind Töchter oder Söhne von irgendwelchen Reichen. Die meide ich dann, so gut es geht, aber meistens werden wir Jugendliche alle an einen Tisch gesetzt. Das ist immer ganz schlimm und ich bin froh Lucía neben mir sitzen zu haben, allerdings wird die dann auch bald mit den Erwachsenen am Tisch sitzen und dann stehe ich ganz alleine mit diesen versnobten Zicken da." Sie schüttelte ihren Kopf. "Aber ein Maskenball ist ein wenig anders als eine Gala oder so, da gibt es keine feste Sitzordnung, da man hauptsächlich stehen und tanzen wird."
"Gibt es dann ein Buffet?"
"Jap, genau. Das wird glaube ich ganz lustig heute Abend", lächelte die Prinzessin, doch ich sah sie nur skeptisch an. Das werden wir ja noch sehen.
Beim Friseur mussten wir uns abwechseln, da immer nur zwei gleichzeitig fertig gemacht werden konnten. Zu erst waren Eliana und Adrianna dran. Ihnen wurden die Haare gewaschen, gekämmt und schließlich frisiert. Nebenbei redeten wir über heute Abend.
"Ich befürchte, dass dieser komische Fernando heute Abend kommt", sagte Adrianna und ich sah sofort zu Flavia, welche sich sehr zusammenreißen musste.
"Was!? Warum das denn?!", fragte diese wütend.
"Ich wollte es ja auch nicht glauben, doch ich habe per Zufall die Gästeliste gesehen, die Ángela erstellt hat."
"Also doch", murmelte ich, jedoch hörte dies keiner. Eliana war bereits fertig und Teresa setzte sich an ihren Platz. Sie hatte ihre Haare gelockt bekommen und dann wurden diese als Dutt zusammengefügt, was Eliana wirklich gut stand.
[Haare schwarz vorstellen]
Kurz nachdem Eliana fertig war, wechselte Flavia auch schon mit Adrianna den Platz. Als kleines Accessoire wurde ihr eine feine Kette von weißen Blumen ins Haar gemacht, was wirklich schön aussah.
"Als ob der wirklich kommt", jammerte Flavia immer noch und Eliana musste einen ihrer blöden Kommentare abgeben. "Kannst doch froh sein, dass dich wenigstens einer wirklich mag." Flavia starrte sie böse an und wäre sofort aufgesprungen und hätte Eliana am Boden zusammengeschlagen, wenn sie nicht gerade ihre Haare gemacht bekommen hätte. Zum Glück konnte sie sich zusammen reißen, allerdings sah ich Eliana genervt an.
"Du bist doch nur neidisch, weil Fernando besser aussieht als Luca", kommentierte ich und das war nicht einmal gelogen. Ich fand wirklich, dass Fernando besser aussah, als Luca. Das bedeutete nicht, dass ich Fernando dadurch lieber mochte.
"Misch du dich doch nicht immer ein! Du hast doch schon deinen Leo!", giftete sie mich an und ich zuckte mit den Schultern. "Das stimmt natürlich, allerdings sehe ich nicht gerne zu, wie meine besten Freundinnen von blöden Zicken angemacht werden." Eliana schien fast zu explodieren, ihr Gesicht war rot vor Wut und sie biss fest ihre Zähne zusammen.
"Was habt ihr eigentlich gegen mich!?", sagte sie etwas lauter und sah uns drei an. "Ihr wolltet mich von Anfang an nicht dabei haben und hasst mich, ohne dass ich euch etwas getan habe!"
"Bitte!?", meinte Teresa fassungslos.
"Das ist ja jetzt wohl nicht dein Ernst!", sagte auch ich und schüttelte meinen Kopf.
"Doch! Ich bin immer alleine und ihr seid zu dritt! Ihr habt Spaß und lacht und macht Quatsch! Ich will doch auch einfach mal Spaß haben und mit Freundinnen lachen können!" Wir sahen alle Eliana an. Sie schien das ja wirklich Ernst zu meinen.
"Du hast uns doch auch von Anfang an gehasst!", warf Flavia ihr vor und Eliana schüttelte nur leicht den Kopf.
"Du zickst uns immer nur an, du benimmst dich immer total unmöglich arrogant und zickig, willst uns jetzt aber sagen, dass es unsere Schuld sei?!" Flavia konnte es nicht fassen. Da war sie nicht die Einzige.
"Ich weiß, ich kann manchmal ungemütlich werden, aber ich bin nun mal so...glaubt ihr wirklich, Luca würde noch mit mir zusammen sein, wenn ich ihn nur anzicken würde?" Sie sah uns allen mit einem traurigen Blick in die Augen.
"Daran habe ich nie gedacht...ich dachte einfach nur, Luca wäre zu blöd, um irgendetwas zu checken", kommentierte Teresa wie selbstverständlich. Ich musste leicht über ihren Kommentar lächeln. Sie konnte so niedlich sein. Sofort fiel mir das mit Christian ein und ich hörte sofort auf zu lächeln. Sie konnte auch ziemlich feige und eifersüchtig werden. Das mussten wir sowieso noch klären.
"Fertig", meinte die Friseurin von Teresa, als es kurz still war zwischen uns. Teresa sah wirklich niedlich aus mit der Frisur und es stand ihr fantastisch.
Bei Flavia dauerte das alles noch ein wenig länger, weil sie ja solche Korkenzieherlocken besaß, die das ganze ein wenig erschwerten. Jetzt musste ich wohl ran. Ich setzte mich auf den Platz von Teresa und ließ es über mich ergehen. Flavia war natürlich schon früher fertig als ich. Ihre Haare hatte man erst geglättet, um sie dann zu einer geeigneten Frisur zu machen. Ich fand die Frisur schön und sie stand Flavia gut, trotzdem war es ungewohnt, sie nicht mit ihrer wilden Mähne zu sehen.
[Haare dunkler vorstellen]
"Ich hoffe nur, dass Lucía einen geeigneten Jungen findet", sagte Adrianna plötzlich. "Ich habe keine Lust auf so einen Volldeppen!"
"Glaubst du wirklich, sie hat einen schlechten Geschmack?", fragte Eliana. Sie stand weit von Flavia entfernt, was ich auch für das Beste hielt.
"Eigentlich ja nicht, aber du weißt ja, sie kann sich jemanden aussuchen, bevor es abuelo und papá tun. Außerdem ist sie super lieb und hübsch, weswegen sie viel Aufmerksamkeit auf sich ziehen wird, vor allem mit dem Kleid. Ich hoffe einfach, sie denkt nach, bevor sie etwas blödes macht."
"Ich denke schon", lächelte Eliana sie aufmunternd an und zum ersten Mal sah sie nicht aus, wie ein zickiges, arrogantes Biest. Ich seufzte.
"Wir müssen nur auf Fernando aufpassen. Und Alfonso ist wieder frei, deswegen könnte es sein, dass auch er auftaucht", klärte ich die beiden auf und Adrianna schien überrascht zu sein.
"Wie jetzt? Alfonso ist auf freiem Fuß!?" In ihren Augen stand Angst geschrieben.
"Ja. Und ich glaube nicht, dass er so gut auf uns zu sprechen sein wird." Es war still zwischen uns und jeder ging seinen eigenen Gedanken nach. Zwischendurch ziepte es ganz schön an meinen Haaren, doch es war irgendwie auszuhalten.
"Gleich fertig", sagte mir die Frau, die hinter mir stand und seit gefühlten Stunden die Haare machte. Ich sah, wie sie irgendetwas glitzerndes hinzufügte, bevor sie meinte, ich sei fertig. Die Haare fielen mir rechts an meiner Schulter hinunter und ich sah in einen Spiegel.
"Wow", meinte ich sprachlos. Ich wäre nie freiwillig auf so eine Idee gekommen, doch es sah wirklich gut aus, was meine Freundinnen mir auch bestätigten.
Ich grinste sie an und Teresa meinte: "Richtig schön, Alex! Leo wird Augen machen!"
"Dein Christian wird sich aber auch freuen, dich mit so einer niedlichen Frisur zu sehen!" Sie weitete leicht ihre Augen und ich schlug mir sofort schockiert die Hand vor den Mund. Unsere Blicke wanderten zu Eliana und Adrianna.
"Dein Christian?", fragte Eliana mit einem fiesen Grinsen. Jetzt war sie definitiv die alte Eliana. "Weiß er denn, dass du ihn als dein Eigentum bezeichnet?"
"Lass gut sein, Eliana, Teresa und Christian sind zusammen. Ist schon okay", erklärte Adrianna. Meine Augen weiteten sich und auch die von Eliana. "ZUSAMMEN?! Die sind nie im Leben zusammen!" Sie sah Teresa durchdringlich an und Teresa presste fest ihre Lippen zusammen. Adrianna musterte Teresa stirnrunzelnd und ich sah alarmiert zu Flavia, welche meinen Blick erwiderte.
"RENNT!!!", rief ich und sprintete zur Tür. Natürlich reagierten Eliana und Adrianna sofort, genauso wie meine Freundinnen und es gab einen kleinen Kampf, um überhaupt aus der Tür zu laufen. Eliana schaffte es zu erst, doch sofort folgte ihr Flavia und ich ihr hinterher. Ich achtete nicht auf Teresa und Adrianna hinter mir. Flavia holte Eliana fast ein, doch diese war ein winziges bisschen schneller. Ich erblickte eine Vase auf dem Flur und griff beim vorbei laufen nach ihr. Die sah teuer aus...na ja, Pech gehabt, wir mussten Eliana irgendwie aufhalten. Als wir um eine Ecke gelaufen waren, rief ich Flavia zu, auszuweichen, was sie auch tat und ich konnte die Vase werfen. Eliana sah erschrocken zu uns, wobei sie nicht mehr nach vorne sah und über den Teppich stolperte. Wie stürzten uns auf sie.
"Hey! Das könnt ihr nicht machen! Lasst mich los! HILFE!", rief sie und zappelte wie wild. Allerdings blieben Flavia und ich auf ihren Beinen sitzen und hielten ihre Arme fest.
"Du wirst nicht zu Christian laufen, du miese Kuh!", keifte Flavia und sie starrten sich böse an. Bald kamen Teresa und Adrianna zu uns gerannt. Nein. Sie rannten an uns vorbei und schubsten sich gelegentlich mal zur Seite oder zogen sich an den Haaren. Die schönen Frisuren waren hin.
Ich sah zu Flavia und wir beschlossen den beiden hinterher zu rennen. Eliana ließen wir auf dem Boden, allerdings rappelte sich diese recht schnell auf und folgte uns. Teresa und Adrianna rannten in den großen Saal und wir folgten ihnen. Sie beschimpften sich und viele sahen verwundert zu ihnen rüber. Ich entdeckte die Jungs, die uns komisch ansahen. Leos Blick traf auf meinen und ich zuckte bloß mit den Schultern, was er mit einem Augenrollen erwiderte. Mein Blick landete wieder auf Teresa und Adrianna und - Eliana!?
Schnell rannte ich auf sie zu und schmiss mich auf Eliana, welche mit einem Schrei zu Boden ging. Böse musterte sie mich. "Du verpetzt sie nicht!", bestimmte ich, doch sie holte tief Luft und wollte gerade etwas rufen, allerdings kam Flavia ihr zuvor und hielt ihr mit einem Grinsen den Mund zu. Böse wurden wir von ihr angestarrt.
Sofort kamen die Jungs zu uns gerannt. "Was zur Hölle ist denn in euch gefahren!?", fragte Luca.
"Alex! Lasst sie sofort los!", befiel Leo und drohte mir, mich wegzuziehen.
"Das sind nur Mittel zum Zweck", erklärte Flavia und ich stimmte ihr zu. Ich sah zu Teresa, welche auf Christian zulief. Direkt hinter ihr lief Adrianna und diese versuchte zu erst bei ihm anzukommen.
"Geh weg! Ich muss ihm etwas sagen, also lass mich in Ruhe!", beschwerte sich meine beste Freundin.
"Du hattest deine Chance! Du hast ihn angelogen! Pech gehabt!" Adrianna ließ nicht locker. Teresa schubste sie von sich und das ließ sich Adrianna nicht gefallen. Sofort schubste sie Teresa noch stärker. Teresa sah sie wütend an und schubste sie wieder stärker. Adrianna fing an zu schreien und rannte auf Teresa zu. Zusammen fielen sie auf den Boden und kämpften weiter. Sofort stand ich von Eliana auf und ging auf die beiden Streithähne zu.
"Warum sehe ich ständig eine von meinen Freundinnen auf dem Boden liegen und mit einem anderen Mädchen wegen einem Jungen kämpfen?", murmelte ich und schüttelte den Kopf. Neben mir stellte sich Leo und pfiff einmal laut. Sofort hörten sie auf zu kämpfen und sahen zu uns hoch.
"Ihr ruiniert eure Frisuren, jetzt hört auf!", sagte ich streng.
"Die sind schon zerstört!", meinte Adrianna und wollte weiter machen.
"HEY! Ihr sollt aufhören verdammt!", kam Christian dazwischen. Er war der gerade der Beste, um diesen Streit zu lösen. "Jetzt steht endlich vom Boden auf. Seid ihr im Kindergarten, oder warum benehmt ihr euch so?" Die beiden sahen sich an und dann wieder zu Christian, bevor sie widerwillig aufstanden.
"Teresa hat dich angelogen! Sie hat uns alle angel-" Flavia hatte Eliana ihre Hand vor ihren Mund gehalten, damit diese nicht weiterreden konnte.
"Was?", fragte Christian verwirrt und sah zu Teresa.
"Jetzt sag es ihm endlich!", meinte ich und sah sie abwartend an. "Sonst mache ich das!" Ich zog eine Augenbraue hoch. Alle waren still und sahen zu Teresa. Diese atmete tief durch und schloss ihre Augen.
"IchhabgesagtwirwärenzusammenweilesmichsogenervthatdassAdriannadieganzeZeitvondirgeredethatwietolldubistundso."
Ich stöhnte kurz auf. "Du musst langsamer reden!" Sie wiederholte sich.
"Immer noch zu schnell!"
Teresa sah mich an und schüttelte den Kopf. "Sag du es ihm." Christian drehte seinen Kopf zu mir, genauso wie alle anderen.
"Na gut", seufzte ich. "Teresa hat behauptet, dass sie mit dir zusammen wäre, weil Adrianna auf dich steht, Teresa es aber auch tut und sie konnte nicht ab, sich die Schwärmerei von Adrianna anzuhören. Jetzt glaubst sie, dass du sie hassen würdest." Christian sah von mir weg und sein Blick landete bei Teresa. Jetzt war die Katze aus dem Sack.
Christian ging auf Teresa zu und plötzlich küsste er sie einfach. Nicht lange, aber beide schienen überglücklich zu sein. Teresa wurde leicht rot. Ich konnte mir vorstellen, dass ihr das ein wenig peinlich war. Grinsend sah ich zu Flavia, die immer noch neben Eliana stand, welche erstaunt zu Teresa und Christian blickte. Ich sah zu Adrianna und diese hatte sich traurig abgewendet. Ich wollte zu ihr, doch da kam mir Teresa schon zuvor. Sie ging zu Adrianna und umarmte sie. Sie flüsterte ihr etwas ins Ohr, wobei Adrianna lächeln musste.
Plötzlich ertönte ein kurzer Schrei und wir sahen zu einer geschockten Lucía. Sie kam wohl gerade vom Friseur, denn sie hatte einen langen Zopf mit Glitzersteinchen besetzt an ihrem Hinterkopf herunter hängen. "Hi, Schwesterherz!", lächelte Adrianna schief. Lucía sah uns Mädels alle nacheinander an.
"Ich dachte ihr wärt schon beim Friseur gewesen! Ich wollte euch für die Kleider abholen!" Sie stemmte leicht wütend ihre Hände in die Hüften.
"Also...wir waren ja schon beim Friseur", druckste Adrianna herum.
"Was ist denn dann mit euren Haaren passiert!? Das sieht aus, als hätte eine Möwe versucht ein Nest zu bauen!" Adrianna sah zu mir. Ich sah zu Flavia und diese dann zu Teresa. Teresa sah zu Christian, welcher zu Leo blickte und Leo zu Luca, der dann wiederum Eliana ansah und Eliana sah wieder zu Lucía.
"Lustige Geschichte", meinte sie, doch das interessierte die Prinzessin nicht. Sie befiehl uns einfach, wieder zum Friseur zu gehen, da nicht viel Zeit war. Ich seufzte und Leo gab mir einen Kuss auf die Wange, bevor wir uns aufmachten. Ja, ja, wer schön sein will muss leiden...doch war es das wirklich Wert?
Bạn đang đọc truyện trên: AzTruyen.Top