Epilog
Ich habe einmal gehört, eins ist ein Ereignis, zwei ein Zufall und drei ein Muster. Man könnte auch sagen: Aller guten Dinge sind drei. Aber wieso eigentlich? Wer hat das gesagt und wann wurde das festgelegt? Ich weiß inzwischen, es können auch mehr sein. Bei mir sind es vier. Bei uns. Ereignis, Zufall, Muster, Schicksal. Das klingt sowieso viel besser.
Es muss nicht immer alles nach einem Prinzip erfolgen oder einem Regelwerk unterliegen. Es muss nicht immer alles planbar und vorhersehbar sein. Nach wie vor übe ich mich darin, spontan zu sein und überraschende Situationen nicht zu zerdenken, sondern mich darauf einzulassen. Es wird immer besser und ich finde gefallen daran, mein Leben nicht in jeglicher Hinsicht geplant zu haben. Und ich finde gefallen daran, für mich selbst zu entscheiden. Keine Trainingspläne mehr, keine Ernährungspläne mehr. Ich weiß, dass ich am Ende des Sommers nach Hause fahren werde, aber ich weiß inzwischen auch, dass ich mein Leben ab jetzt anders gestalte. Das tue ich schon. Ich bin in Irland mit meinem Freund und unserer Freundesgruppe. Ich entdecke jeden Tag neue Dinge, die mir gefallen und die mir Spaß machen. Ich habe einen Nebenjob und ich glaube, ich möchte studieren. Keine Medizin oder Sport. Ich möchte etwas Soziales machen. Und ich möchte definitiv nicht noch einmal zu Olympia.
Auf die Goldmedaille bin ich stolz, das steht außer Frage und vielleicht entscheide ich mich irgendwann mal um, aber im Moment habe ich genug von all dem Training und dem Druck. Im Moment habe ich mich dazu entschieden, all das nachzuholen, was ich die letzten Jahre verpasst habe. Louis ist dabei an meiner Seite, das macht es noch viel besser. Er unterstützt mich, egal wie ich mich entscheide und das zu wissen, ist ein unglaubliches Gefühl.
Ich sehe ihn an und streiche ihm über die Brust. Er zieht mich eher zu sich und schiebt ein Bein zwischen meine. Hier gehöre ich her. Egal wo auf der Welt, aber ich gehöre zu ihm. Er küsst mich und wieder einmal verstehe ich, wie es sich anfühlt, verliebt zu sein. Ich weiß endlich, was diese Liebe ist, über die all die Bücher gehen, die ich so gerne lese. Es zu erleben ist besser, als es nur zu lesen.
Ich dachte immer, es ist statistisch unwahrscheinlich, dass ich jemals einen Menschen treffen werde, den ich liebe und der meine Gefühle erwidert. Als ich diese (scheinbare) Erkenntnis hatte, wusste ich allerdings nicht, dass ich diesen Menschen schon längst getroffen hatte. Vor Jahren schon.
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Thats it. Its the End.
Eigentlich sollte diese Geschichte gar nicht so lang werden. 70 Kapitel oder so. Nicht fast 90. Naja, shit happens. Ganz am Anfang war sie sogar nur als one shot für den Adventskalender von 2022 geplant. Anyway. Ihr wisst ja, das sich mich nicht kurz halten kann, was Bücher angeht.
Zwischendurch hatte ich echt Probleme, diese Story zu schreiben. Bisher habe ich immer nur aus einer Perspektive (mit wenigen Ausnahmen) geschrieben. Die Story so aufzubauen war für mich komplett neu. Auf die Kapitel am Anfang waren etwas Neues. Ich habe ganz anders geplottet als sonst und am Ende ist die Story zwar (wie immer) von meinem eigentlich Plan abgewichen), aber ich bin trotzdem sehr zufrieden :)
Jetzt (wie immer), würde ich gerne eure Meinungen hören (inline Kommentare am besten):
Liebste Szene:
Szene, bei dir ihr fast durchgedreht seid:
Szene die ihr nicht mochtet:
Meinung zum Konzept der Story:
Meinung zu der Story insg.
Kritikpunkte (solange sie konstruktiv sind)
See (read) you soon :)
Love, L
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