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Ich zitterte am ganzen Körper. Die Arme um die Beine geschlungen lag ich auf einem schwarzen Polster. Es gefiel mir nicht, es war zu weich. Ich sollte nicht auf etwas Weichem sitzen. Das war falsch, und es würde die Mauer kränken. Ob es ihr wohl wieder gut ging? Wenn noch nicht jetzt, dann auf jeden Fall bald wieder. Die Mauer war stark, sie würde es schaffen, sich wieder zusammensetzen. Aber würde ich sie wiedersehen? Der Gedanke, für immer von ihr getrennt zu sein, machte mich panisch. Das durfte einfach nicht sein! Wer gab diesen Großstiefeln das Recht, mich einfach zu verschleppen??
ICH MUSS HIER WEG!!! Ich begann, meine abgekauten Nägel in das Polster zu rammen und begann wieder zu kreischen. "LASST MICH RAUS!!!!! LASST MICH RAUS!!!! LASST MICH-" Person ist gesundeitsgefärdet. sagte eine monotone Stimme, die aus einer Ecke des Kastens kam, in dem ich mich befand. Beruhigungsgas wird eingeleitet. Ein Nebel umhüllte mich, und obwohl ich es nicht wollte, wurde ich sehr müde. Was... Was passiert... Hier... Ich schloss die Augen und sackte zusammen. Mein Kopf schlug auf das schwarze Polster. Als ich wieder erwachte, war das Licht, das durch das kleine Loch links von mir fiel, rötlich geworden. Unwillkürlich dachte ich an die rote Flüssigkeit, die aus den Wesen in dem großen Raum gesickert war. Ich vermutete, dass das schlecht für sie war, denn sie hatten sich nicht bewegt. Angenommen, die Großstiefeln würden die Flüssigkeit ausschwitzen? Mit verzerrten Gesichtern zu mir hoch schauen und bereuen, was sie getan haben. Angenommen, ich hätte die Flüssigkeit an den Händen, ihre Flüssigkeit. Gut.
Plötzlich bewegte sich die Kiste wieder.
6 Monate später
Eine Taschenlampe wurde in mein Auge geleuchtet. "Mh", murmelte der Arzt. "Was ist?", flüsterte ich. "Du hast immer noch eine stark ausgeprägte Agoraphobie, das lässt sich nicht so einfach heilen. Sonst sind deine Werte für ein siebenjähriges Mädchen ganz okay, du hast wenigstens genug Nährstoffe in dem Labor bekommen"
"Ja"
"Aber du hast einen Vitamin D Mangel, was nicht so verwunderlich ist, schließlich bist erst seit wenigen Monaten mit Sonnenlicht in Berührung gekommen. Wie gefällt es dir hier?"
"Ganz gut, aber es ist so riesig hier!" Der Arzt notierte sich etwas und fragte dann, ganz beiläufig: "Hast du denn schon Freunde gefunden?"
"Nein", murmelte ich. "Die meisten Kinder hier halten sich von mir fern..."
"Ach, das gibt sich", meinte der Arzt mit einem Lächeln, das wohl aufmunternd sein sollte. Aber er verstand wohl nicht, dass ich es eigentlich genoss, nicht die ganze Zeit von Leuten bedrängt zu werden, selbst, wenn sie eine ähnliche Vergangenheit wie ich hatten. "Ich habe eine Frage", meinte ich. Der Arzt sah sich lächelnd zu mir um. "Wer nicht fragt, bleibt dumm", sagte er, was ich mal als Aufforderung ansah, zu sprechen. "Sie sagen, meine... Phobie... wäre Ursprung des Mauerexperiments. Aber die anderen Kinder, die ich hier getroffen habe, haben keine Probleme damit..." Der Arzt setzte sich mir gegenüber. Dabei machte er ein nachdenkliches Gesicht. "Nun... wie soll ich dir das erklären...? Diese Leute, die dich deinen Eltern genommen haben, sind der Meinung, Kinder würden, abgeschnitten von der Außenwelt, mehr beeinflussbar sein. Sie wollten dich mit Informationen füttern, Falschen, wohlgemerkt, um dich zu einer Art... Waffe zu erziehen." Ich legte den Kopf schief. "Haben sie es geschafft?"
"Na, dass du in deinem Alter schon solche Fragen stellst, zeigt, dass sie die Hälfte schon mal geschafft haben. Du bist sehr intelligent, aber nicht gefährlich."
Am Abend dachte ich noch mal darüber nach. Sie hatten also gewollt, dass ich gefährlich werde? Sie hatten mich meiner Familie beraubt, hatten mir Lügen erzählt... Aber waren die hier besser? hatten sie vielleicht vor, meine Wut zu nutzen, um mich gegen die Entwickler des Mauerexperiments aufzustacheln? Mein Blick verfinsterte mich, und meine Hände ballten sich zu Fäusten. Ihr wolltet ein Monster? Hier habt ihr es.
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