Chapter twentyone




Einige Tage waren vergangen in denen mehr oder weniger viel passierte. Harry hatte mit der kleinen Phiole flüssigem Glücks herausgefunden was Tom Riddle damals mit Professor Slughorn besprochen hatte. So wie es aussah hatte Voldemort Horkruxe erschaffen, Dumbledors befürchtung war also wahr geworden. Ich wusste von seiner Vermutung da er mir bei unserem erstem Gespräch bereits 2 gezeigt hatte. Draco hatte sich über die Tage gut erholt aber durfte den Krankenflügel noch nicht verlassen.

Es graute mir heute vor dem Tag. Eine Woche war rum und nun war es soweit. Draco und ich waren die ganze Nacht wach gewesen und hatten geredet, waren für den anderen da. Draco hat sich nicht von seinem Plan abbringen lassen und so wie es aussah war es heute soweit. Harry hatte mir erzählt das er heute mit Professor Dumbledore weg sein würde. Das war mein Startpunkt.

Wir hatten gerade Nachmittags und ich war noch bei Draco im Krankenflügel. Er war nervös und zitterte, war darauf eingestellt in wenigen Stunden einen Menschen umzubringen. Seine gefühle fraßen ihn auf und ich konnte noch nichts tun. Ich wusste, dass er es nicht tun musste. Er würde es auch nicht tun. Draco Malfoy würde in dieser Nacht heute kein Mörder werden. Er musste sich nur für die richtige Seite entscheiden.

"Ich kann das nicht Y/N.." sagte er immer wieder und sah mich panisch an. "Er wird mich umbringen und meine Eltern auch. Er wird von uns herausfinden und dich wird er auch töten. Ich kann das nicht Y/N, ich kann es nicht" ich sah ihn sanft an. "Draco.. es ist noch nicht zu spät sich umzuentscheiden. Egal wie du dich entscheidest, du wirst nichts zu befürchten haben" ich drückte ihn sachte gegen mich und küsste ihn anschließend sanft. "Y/N, du musst gehen. Bald ist es soweit und ich möchte nicht das du das mit ansehen musst. Ich weiß nicht wann wir uns wieder sehen werden, aber ich werde von mir hören lassen, ja? Ich liebe dich" sprach er stockend. Ein paar Tränen liefen seine Wangen hinunter während er mich ansah. Diesmal drückte er seine Lippen auf meine und küsste mich mit viel Leidenschaft. Er dachte es könnte vielleicht der letzte sein, doch er würde nicht der letzte bleiben. Ich griff ganz sanft in seine Haare und löste mich etwas später von ihm. "Ich liebe dich auch, Draco. Du schaffst das, wir werden uns sehen" lächelte ich und wischte mir ebenfalls einige Tränen von der Wange.

Ich verließ den Krankenflügel und lief etwas durch das friedlich ruhige Schloss. Ich wollte gar nicht daran denken, dass in einer Stunde das reinste Chaos hier los sein würde. Ich dachte über vieles nach. Was würde passieren wenn Dumbledore tot wäre? Wie würde das ganze weiter ablaufen? Wird Harry es schaffen die ganzen Horkruxe zu finden und zu zerstören? Mir graute es vor dem letzten Horkrux. Ich wusste viel, ich wusste fast alles. Nur es durfte noch niemand wissen. Alles hatte seine Zeit und so langsam verstand ich warum ich solch ein wichtiger Teil war. Natürlich hatte alles seinen Lauf. Warum konnte ich wohl in kein Haus in Hogwarts eingeteilt werden? Warum war ich so ein wichtiger teil? Ich verkörperte einfach jedes Haus und war schon fast undurchschaubar. Ich war über Jahre nicht existent, niemand kannte mich und niemand kann mich zu 100% einschätzen. Niemand weiß, dass ich Dumbledors gedanken kenne und niemand weiß, dass ich den vollen Plan kenne. Niemand weiß, dass ich jetzt schon die Dinge kenne die passieren werden. Niemand wird mit mir rechnen. Dumbledore hatte wirklich alles vollstends durchdacht. Dieser Mann war wirklich ein Genie und absolut unberechenbar.

Später als es Dunkel wurde und die Uhr 10 vor Sieben Uhr abends anzeigte machte ich mich auf den Weg in den Astronomieturm. Harry und der Schulleiter sollten jeden Moment zurück kommen und Draco müsste auch auf dem Weg hierher sein. Ich stieg die Stufen empor und stellte mich an das Gitter andem ich herunter blickte. Das war ganz schön hoch hier, es war unheimlich. Aber die Aussicht die sich mir erbot war Atemberaubend. Wenige sekunden später machte es Plopp neben mir und Harry sowie Dumbledore fielen auf den Boden. "Professor!" riefen Harry und ich gleichzeitig. Harry stütze den Alten Schulleiter und sah mich fragend an. "Miss Potter, schön das sie es hierher geschafft haben. Sie-" er stutze und hörte schritte welche näher kamen. Das war wohl Draco. "Harry, geh runter und versteck dich. Y/N du bleibst hinter mir, wie besprochen" ich nickte während Harry mich noch verwirrter ansah. "Ich erkläre es dir später, versprochen!" rief ich während er runterlief. Dabei wusste ich schon, dass er wahrscheinlich nie wieder mit mir sprechen würde.

Gerade als Harry unten ankam wurden die Schritte lauter und Draco kam zum Vorschein. Ich stand hinter Dumbledore und hörte erst nur zu. "Mister Malfoy. Es freut mich sie hier zu sehen, wie komme ich zu der Ehre sie bei diesem schönem Abend hier anzutreffen" Draco ging auf das ganze jedoch nicht ein. "Mit wem haben sie gesprochen? Ich habe Stimmen gehört?" fragte er direkt. "Ich führe oft Selbstgespräche" antwortete Dumbledore "Doch tatsächlich haben sie recht Mister Malfoy. Ich habe mich mit jemandem Unterhalten den sie sehr gut kennen" Ich trat langsam hinter Dumbledore hervor und sah in Dracos geschocktes Gesicht. "Y/N?.." fragte er geschockt. "Draco, du musst mir zuhören.." fing ich an und wurde sofort unterbrochen. "Du.. hast du mir alles vorgespielt?" fragte er und hob seinen Zauberstab. "Natürlich nicht du Idiot! Professor Dumbledore ist ziemlich früh dahinter gekommen, dass ich dir helfe und bat mich ihm zu helfen. Im Gegensatz dazu hat er ein Auge zugedrückt als er mitbekommen hat, was du vor hast. Ich bin hier um dich nochmal davon abzuhalten etwas schreckliches zutun. Lass den Zauberstab sinken Draco und komm mit mir. Du wirst heute niemanden umbringen" Sprach ich und hob die Hand während ich langsam auf ihn zu ging. "Du wusstest von allem? Hast du meine Gefühle ausgenutzt und mir alles nur vorgespielt um so ans Ziel zu kommen?" Fragte er erneut. "Draco" seuftze ich. "Denkst du wirklich, ich hätte alles nur gespielt? Denkst du wirklich ich wäre über Monate mit dir zusammen gewesen, wäre jede Nacht zu dir geschlichen und hätte dir bei alldem geholfen, wenn ich dich nicht lieben würde?" im Hintergrund dachte ich auch an Harry welcher gerade wahrscheinlich einen Herzstillstand hatte. "Ich liebe dich und ich möchte dir nur helfen aus dem ganzen herauszukommen, Draco." beendete ich den Satz und schielte unauffällig zu Harry nach unten, welcher mich geschockt ansah. Ich wusste das es nun vorbei war. „Draco, sie sind ein Guter Junge, sie müssen das nicht tun" gab Dumbledore nochmal nachdruck. "Verstehen sie nicht? Ich habe keine Wahl.. Er vertraut mir!" rief er und schob sein Hemd hoch. "Ich muss sie töten.. sonst tötet er mich.." Dumbledore seuftze bedauernd und hob die Arme. Das war mein Zeichen. "Dann will ich es ihnen leicht machen" bevor Draco ihn jedoch entwaffnen konnte, tat ich es. "Expelliarmus!" rief ich und entwaffnete unseren Schulleiter. "Damit wäre der Anfang gemacht" sagte ich und lies meinen Zauberstab sinken.

Eine schrille lache ertönte woraufhin Draco mich ansah. "Miss Potter, ich danke ihnen für ihre Gesellschaft. Auf Empfehlung von mir würde ich ihnen raten sich unten zu verstecken. Es hat mich sehr gefreut sie gekannt zu haben" Ein letztes mal sah ich meinen Freund an und ging die Treppenstufen hinunter. Ich sah in das Entsetzte Gesicht meines Bruders und deutete ihm an einfach ruhig zu sein. "Oh Draco, du hast schon ohne uns Angefangen.." kam eine weitere Person hinzu. Das war wohl Bellatrix. "Guten Abend Bellatix" begann Dumbledore. "Tut uns leid, dafür haben wir leider keine Zeit." sagte diese und schrie im nächsten Moment "Tu es, Draco!" er hob sofort seinen Zauberstab und zitterte unkontrolliert. Harry griff seinen Zauberstab und erschrak im nächsten Moment als Snape hinter uns auftauchte. Dieser deutete uns an leise zu sein, ergriff seinen Zauberstab und ging die Treppen hoch. "Nimm den Zauberstab runter, Draco" sagte Snape. Sofort nahm Draco seinen Arm runter. Snape lief konstant auf den Schulleiter zu. "Severus, bitte" sprach der Schulleiter seine letzten Worte bevor Snape seinen Zauberstab hob und "Avada Kedavra!" rief.

Sofort erlosch das Leben in den Augen des Schulleiters und Professor Dumbledore viel rückwärts das Geländer des Astronomieturms hinunter. Bellatrix schoss das Mal der Todesser in den Himmel und Draco sah geschockt zu mir hinunter. Er wurde von Snape mit geschleift und Harry war der erste welcher hinterher lief. Auch ich nahm meine Beine in die Hände und hechtete hinterher. Erst als ich vor Hagrids brennendem Haus stand hatte ich sie eingeholt. Draco sah mich fassungslos an, ich riskierte viel, ich wusste es, aber ich musste hinterher. "Harry!" rief und ich wollte ihm helfen als die anderen wegwaren aber er ließ mich nicht. "Wie kannst du nur? ER?" schrie er und schlug meine Hand weg. "Ich kann es dir erklären, Harry" weinte ich und legte meine Arme um meinen Körper. "Ich will es gar nicht hören. Meine Schwester und Malfoy, dass ist ja wie in einem schlechtem Muggelbuch. Lass mich bloß. Ich will dich nie wieder sehen Y/N" fauchte er und lief zum Hof zurück. Auch ich folgte ihm langsam und versuchte mich zu beruhigen. Ich stellte mich abseits von den anderen Hin und sah wie Harry neben Dumbledore kniete. Langsam hob Madame Pomfrey ihren Zauberstab und wenig später taten dies auch alle Schüler. Auch ich hob meinen Zauberstab und ein paar Augenblicke später verschwand das Dunkle Mal und der Himmel wurde wieder in einem Dunkelem Abendblau gesehen.

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