Chapter twelve
Der Frühling brach schallend ein und die Temperaturen stiegen immer weiter in die Höhe.
Ich hatte meine Klamotten mittlerweile neu sortiert und meine lange, dicke Kleidung gegen kurze und dünnere getauscht.
So entschied ich mich für eine einfache Schwarze hohe Jeans zusammen mit einem schwarzen Top und meinem Lieblingsmantel.
Mein Mantel war ebenfalls schwarz- die Farbe die ich am liebsten Trug und einfach zu allem passte- und super schick geschnitten.
Er war luftig, der Stoff war genau richtig und spendete doch etwas Wärme und fungierte somit perfekt als Übergangsmantel, wie ihn Muggel bezeichneten.
Ich schlüpfte in meine weißen Turnschuhe, spähte nochmal in den Spiegel und machte mich auf den Weg in die große Halle zum frühstücken.
Im Gemeinschaftsraum meines Hauses- Slytherin- sahen mich alle noch immer komisch an.
Leider hatte ich mir in diesem Haus kaum Freunde gemacht und doch war ich hier Gesprächsthema Nummer eins.
Im Hause Slytherin waren die sonderbarsten Menschen gelandet.
An dem kleinem Tisch saßen ein Paar durchgeknallte Idioten die sich für etwas viel besseres hielten und vor dem Prächtigem Kamin ein paar Mädchen welche mit reichlich Make-up zugeknallt waren.
Mir sollte dies natürlich egal sein, mein Gesicht zierte nur eine leichte Tagescreme welche ich in einem Muggelladen ergattern konnte sowie Mascara, Lippenstift und etwas von einem wunderschönen Highlighter.
Ich war nicht die Person die Stunden vorm Spiegel verbrachte, aber ich widmete meinem Gesicht schon gerne 10 Minuten da mir mein Erscheinungsbild natürlich wichtig war.
Normalerweise würde ich mich so für die Schule nicht fertig machen aber da es Wochenende war wollte auch ich mich ein wenig herausputzen.
Ich drehte eine meiner Locken, die ich mir heute morgen in die Haare gezaubert hatte, in meinen Finger ein und blickte suchend durch den Raum.
Natürlich suchte ich Draco, denn ich wollte wissen ob er schon Frühstücken war.
Meine Augen fanden ihn schnell.
Er saß bei einigen Leuten auf der Couch und sah ziemlich grimmig aus.
Ich fing ein wenig an zu grinsen, Draco sah sehr gequält zwischen all diesen Leuten aus, aber wieso?
Ich erschrecke kurz als Draco mich plötzlich ansah und mich überrascht musterte.
Ich fühlte mich plötzlich nervös.
Draco sah mich genau an, denn ich konnte mir schon denken warum.
Ich sah ein Stück an mir herunter und sah das mein Ausschnitt doch ein wenig tiefer hing als gedacht.
Schnell zog ich alles hoch und verlies den Gemeinschaftsraum.
Dieser Kerl hatte es tatsächlich geschafft ein kribbeln in mir auszulösen und fing langsam an mich um seinen Finger zu wickeln.
Er schien für jeden hier unantastbar aber holte sich bei mir, Y/N Potter, Hilfe und knutschte mit mir im Raum der Wünsche herum.
Irgendwo war es tatsächlich paradox aber trotzdem gefiel es mir irgendwie.
In der Großen Halle sah ich meinen Bruder welcher mich hektisch zu sich wunk.
Er wedelte ganz wild mit seiner Hand in der Luft herum weswegen ich schnell auf ihn zulief.
„Y/N!" rief Harry fröhlich weswegen ich schnell zu ihm lief. „Guten Morgen erstmal" lachte ich und setzte mich neben ihn auf die Bank. „Wir wollen in den Sommerferien in den Scherzartikelladen von Rons Brüdern, möchtest du dann mitkommen? Sie haben ihren Laden gerade erst eröffnet" verwundert sah ich Harry an ehe ich zu Ron blicke. „Du hast noch zwei Brüder? Ich dachte Ginny wäre dein einziges Geschwisterkind?" fragte ich höflich. Ron legte sich grinsend die Hand hinter den Kopf. „Ich habe eigentlich 5 Brüder. Ginny ist meine einzige Schwester" sagte er nervös. „Wirklich?" strahle ich. „Ich hätte auch gerne so viele Geschwister. Leider habe ich ja nur Harry" grummelte ich und bekam von Harry eine Faust in die Seite. „Was heißt hier leider und nur Harry?" fragte er eingeschnappt. „Och Harry du weißt wie das gemeint war" kicherte ich und schmiss meine Arme um den Jungen. „Fred und George sind auch meine Coolsten Brüder. Die haben auch mit Sicherheit am meisten Eindruck bei den Lehrern Hinterlassen. Die vielen Streiche werden Snape und die Alte Mcgonagall nie wieder vergessen" lachte Ron und die anderen stiegen ebenfalls mit ein.
Harry schob mir die Zeitung von ihrem Laden hin, darauf auch ein magisches Bild der beiden.
Mein Blick fiel aber direkt auf einen der beiden.
„Wer ist das?" fragte ich und lächelte leicht. Sie waren zwar Zwillinge aber der sah richtig gut aus. „Das? Oh das ist Fred." sagte Ron. „Warum interessiert dich das denn Schwesterchen? Interesse?" fragte mein Bruder schelmisch und legte seinen Arm um meine Schulter. „Du hast Glück, ich bin sehr eng mit ihnen ich könnte ihn dir vorstellen. Auch wenn er vielleicht etwas zu alt für dich ist" kicherte Harry. Lachend schob ich seinen Arm von mir, nahm einen Apfel und stand auf. „Vielleicht werde ich mal drauf zurückkommen. Ich muss los, hab noch was zu erledigen. Wir sehen uns bestimmt später!" lachte ich, wunk und verließ die große Halle.
Ich machte mich direkt auf den Weg in den Raum der Wünsche.
Im 7 Korridor schlenderte ich umher, ließ mir noch ein wenig Zeit.
Draco war wahrscheinlich noch am frühstücken also konnte ich schon etwas an dem Kabinett arbeiten.
Vielleicht würde ich ihm so eine Freude machen und ihm etwas Arbeit abnehmen.
Als ich wieder vor der leeren Wand stand, dachte ich ganz fest an Draco und das Kabinett.
Ich wollte ihm unbedingt helfen, ihm Last abnehmen und ihm eine Stütze sein wenn er eine bräuchte.
Wie ich es wollte, erschien die prächtige Tür wieder vor mir und ich konnte eintreten.
Ich lief zu der Stelle an der das Verschwindekabinett stand und zog die Abdeckung herunter.
Direkt fing ich an die Zaubersprüche zu sprechen und schwang meinen Zauberstab.
Ich stand mit Sicherheit schon 10 Minuten hier als ich Uhrplötzlich eine Eule hörte.
Verwirrt suchte ich nach der Eule und wenige Sekunden später kam sie vor mir zum Landen mit einem Brief im Schnabel.
Wie bei Merlin, kam eine Eule hier rein?
Ich zog ihr sanft den Brief als dem Schnabel und kraulte ihren Kopf als ich die Adressierung laß.
Y/N Potter.
Der Brief war also für mich.
Aber mitten in der Woche?
Zögerlich öffnete ich den Brief bevor ich diesen Las.
Mein liebstes Kind,
Dies werden die letzten Zeilen sein, welche ich an dich richten werde.
Der dunkle Lord sucht erneut nach Anhängern und es wird nicht lange dauern bis sie auch bei mir auftauchen.
Ich werde sterben, weil ich mich ihnen nicht anschließen werde.
Sie alle wissen von deiner Identität, doch sie wissen nicht das du mein Kind bist.
Sie werden nur wissen, dass du existierst und das sie eine Reinblütige Mutter umgebracht haben.
Ich tue alles nur für deinen Schutz.
Die Weaslys haben sich bereit erklärt dich aufzunehmen und dieses Jahr wirst du auch schon 17 sein.
Du wirst volljährig und alles was ich dir hinterlasse wird deins sein.
In diesem Brief ist der Schlüssel zu meinem, nun deinem Verließ in Gringotts und die Erbebescheinigung für dich.
Ich liebe dich, mein Kind. Mehr als es sonst jemand anders könnte.
Wenn du diesen Brief ließt werde ich Wohlmöglich schon Tot sein, immerhin dauert der Brief zu dir ein Paar Tage.
Aber du sollst wissen, dass du immer geliebt wurdest und wirst!
Du wirst niemals alleine sein!
Eines Tages werden wir uns Wiedersehen, auch wenn es noch dauern wird.
Eines Tages, werden wir uns wieder in den Arm nehmen mein Kind.
In Liebe, deine Mutter.
Weinend drückte ich den Brief an meine Brust.
Ich schluchzte jämmerlich und hörte die Türen zu knallen, sowie schnelle Schritte hierhin.
Ich blickte in Draco Malfoys Gesicht.
Sorge spiegelte sich in seinem Gesicht wieder und ohne etwas zu sagen, nahm er mich wortlos in den Arm.
Ich weinte, ließ alles hinaus und drückte den Brief immer weiter an meinen Körper.
Dracos Körper musste mittlerweile voll von meinen Tränen sein.
Er fing an leise Geräusche zu machen, um mich zu beruhigen und es half tatsächlich.
Ein paar Minuten schluchzte ich noch vor mich hin ehe ich ruhig wurde und Draco still ansah.
Er sah auf den Brief an meiner Brust und danach in meine Augen.
„Was ist denn los?" fragte er ganz sanft und legte eine Hand vorsichtig auf meine Wange. Diese Zärtliche Berührung löste Schmetterlinge in mir aus und ließ den Schmerz etwas weiter in den Hintergrund rücken.
„Meine Mutter hat mir einen Brief geschrieben" murmelte ich und zog den Brief leicht von meinem Körper. „Das ist doch etwas schönes und kein Grund zum weinen, Y/N" flüsterte er. Prompt schüttelte ich meinen Kopf. Wortlos hielt ich ihm das Pergament hin.
Er ergriff es zögerlich und las sich die vielen Worte aufmerksam durch.
Er atmete schwer aus und nahm mich danach fest in seine Arme.
„Es tut mir so leid, Y/N" flüsterte er und strich mir behutsam über den Kopf.
Ich drückte mich fester an ihn und genoss jede Berührung, den körperkontakt mit ihm.
Ich wusste gar nicht das er so zärtlich sein konnte, vor allem so viel Verständnis vorbringen konnte.
„Es- es ist okay.. tief in meinem Inneren wusste ich schon, dass es so kommen würde. Ich muss nun lernen damit umzugehen. Lernen damit umzugehen, dass meine Mutter für mich gestorben ist." flüsterte ich. Draco strich durch mein Haar und legte seine Hand auf meine Hüfte. „Ich bin kein Mensch großer Worte.. aber ich bin für dich da. Und deine Gryffindor Freunde mit Sicherheit auch." das war wohl das größte Kompliment das ich von ihm hören konnte.
„Ich weiß, dass es mehr als falsch ist, was wir hier tun. Deine Mutter lässt ihr Leben, damit du nicht an Todesser gerätst und stehst nun hier mit mir... aber ich versichere dir, dass ich anders bin als alle behaupten. Ich würde nie zulassen, dass du an den Dunklen Lord kommst. Niemals würde ich dich ausliefern und verraten, dafür bist du mir zu wichtig geworden, Y/N Potter" flüsterte er und kam mir ein Stückchen näher.
Es klang komisch aber ich glaubte ihm jedes Wort.
Es war wie als wären wir dafür bestimmt, als hätten wir uns gefunden.
Mein Kopf wanderte ebenfalls ein Stück mehr zu ihm.
„Du bist der Grund, weshalb ich an das Schicksal glaube, Draco" flüsterte ich und verband unsere Lippen zärtlich miteinander.
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