Kapitel 37

Nikkis P.o.V.

"Ich kann schon auf sie und mich aufpassen!" sagte mein Bruder wütend.

"So ein Wichtigtuer! Hält sich für was besseres, weil er ein Halbgott ist! Er kann froh sein, dass ich Ihn nicht angezündet habe!" schimpfte Dominik sofort los als wir das Haus verließen.

Ich war total in Gedanken versunken, dass ich gar nicht bemerkt habe, dass mein Bruder geredet hat.

"Hallo! Nikki!" sagte er und blieb stehen.
"Was ist denn?"
"Bist du auch meiner Meinung?"
"Jaja."
"Hast du mir überhaupt zugehört?"
"Jaja. Natürlich hab ich dir zugehört."
"Was habe ich gerade gesagt?"
"Ähm...." fing ich an und sah auf den Boden.
"Nikki, so kann das nicht weitergehen. Du bist unkonzentriert. Morgen nach der Schule gehen wir üben. Bevor hier bald lauter Mini-Tornados durch die Stadt laufen. Also?"
"Du bestimmst doch eh alles. Also ja. Meinetwegen."

"Kann ich mal vorbei?" fragte Jay.
Erst jetzt bemerkte ich, dass wir noch immer vor Annies Haus standen und den Ausgang versperrten.
Ich ging etwas zur Seite so, dass er durchgehen kann.
Als er vorbei ging warfen er und mein Bruder sich komische Blicke zu.
"Jungs." dachte ich nur, und verdrehte die Augen.

"Komm jetzt!" sagte ich und nahm das Handgelenk meines Bruders und zog ihn weg. Bevor wir hier bald ein paar Leichen verstecken müssen.
"Und da sagst du Ich bin unkonzentriert. Du hast doch keine Kontrolle mehr über dich." sagte ich wütend zu Dominik.
"Jaja." bekam ich nur als Antwort.

Am nächsten Tag war Montag. Und wie alle wissen: Montag = 24 stundenlanger Horrorfilm.
Ich wachte auf und hatte Augenringe unter den Augen. Oh nein! Ich nahm die Schminke meiner Mutter und über deckte die Augenringe so gut ich konnte. Am Ende sah ich wirklich gut aus.

Ich ging mit Dominik los in die Schule. Wir wohnen nur fünf Minuten von der Schule entfernt, deshalb gehen wir oft zu Fuß zur Schule. Vor der Schule sahen wir Jay, wie er mit ein paar anderen Jungs sprach. Und natürlich fing mein Bruder wieder zu schimpfen an. Ich dachte immer nur Mädchen können lästern, aber als ich meinen Bruder hörte hat sich meine Meinung schnell geändert.

In der Klasse sah ich Annie und begrüßte sie mit einer Umarmung. Schon läutet es und die erste Stunde begann : Mathe! Ich kann Mathe nicht leiden. Wofür gibt es denn Taschenrechner?! An Annies Blick sah ich das sie auch nicht so ein Mathe - Fan ist.

Es läutet und schon ist die Schule vorbei. Endlich! Ah nein! Dominik kam zu mir und zu mir sagte.
"Komm schon! Ich weiß schon wo wir üben werden. Auf der Lichtung im Wald. Also. Beeil dich!"

Ich packte schnell meine Sachen zusammen und ging genervt hinter meinen Bruder her. Annie, Fynn und Jay kamen uns hinterher und Annie fragte
"Wo geht ihr denn hin?"
"Zur Lichtung im Wald. Wir müssen üben." sagte Dominik und ging einfach weiter.
"Können wir mit? Wir müssen ja immerhin wissen, was für Kräfte ihr alles habt!" sage Fynn.
"Schrei noch lauter! Dann hört dich die ganze Schule." antwortete Dominik genervt.
"Lasst ihn einfach in Ruhe, er ist etwas genervt." erklärte ich den drein.
"Ohh. Jungs kommt ihr mit zu mir? Du und Domink könnt ja später nachkommen." sagte Annie.
"Jaja. Vielleicht." sagte Dominik leise.

Nahm dann mein Handgelenk und zog mich in den Wald.
Ich blieb stehen und zwang somit meinen Bruder auch stehen zu bleiben.
"Ist etwas?" fragte er mich.
"Ja. Irgendetwas ist mit dir, dass spüre und sehe ich doch. Was ist denn los?"
"Nichts. Jetzt komm."
"Nein!"
"Nein?"
"Ja!"
"Was jetzt Ja oder Nein?!"
"Was ist los mit dir?"
"Du bist nicht mehr meine kleine Schwester. Ich erkenne dich fast nicht wieder. Du siehst so aus wie sie. Aber du bist irgendwie auch eine andere Person. In letzter Zeit unternimmst du viel mit Annie oder Fynn. Und gestern hast du Jay so komisch angeschaut." erklärte er mir.

Ich nahm ihn in den Arm und drückte ihn fest an mich.
"Ich bin und Bleibe deine kleine Schwester. Und es ist egal, ob ich etwas mit anderen unternehme oder nicht. Ich liebe dich, Brüderchen. Egal was kommt. Ich hab halt nur zum allerersten Mal im meinen Leben eine richtige Freundin. Und mit Fynn hab ich nie etwas unternommen!"
"Und was ist in mit Jay?"
"Ich weiß nicht wie ich es dir sagen soll... Ich hab mich irgendwie in Jay verliebt." sagte ich leise.
"Das kann was werden... Okay, Kleine. Ich werde dich immer lieben. Und das weißt du hoffentlich. Aber wie kannst du dich in diesen Idioten verlieben!?"

Ich vergrub meinen Kopf in seiner Brust und schon kamen mir die ersten Tränen.

"Weißt du was. Wir können auch ein anderes Mal üben. Gehen wir nach Hause und machen mal wieder etwas zusammen?"
"Einen Film mit Pizza?" fragte ich grinsend.
"Ja."
"Ich such den Film aus!" rief ich lachend.
"Komm." antwortete Dominik lachend.

Ich hab wirklich schon lange nichts mehr allein mit meinen Bruder unternommen.
Zu Hause bestellte mein Bruder für mich und ihn eine Pizza während ich den Film einlegte.

Ich holte ein paar Kissen und ein paar Decken und machte es mir auf der Couch gemütlich.
"Was ist mit mir!?" rief mein Bruder und sprang auf die Couch.
Es läutete.
"Die Pizza ist da! Hol sie!" rief lachend zu meinen Bruder während er mich kitzelte.
"Geh du sie doch holen!" rief er zurück.
"Wie denn, wenn du auf mir liegst und mich kitzelst." gab ich zurück.
Mein Bruder ging von mir runter und deutete auf die Tür.

Ich stand auf und ging in Richtung Tür und öffnete, natürlich, diese.
Erwartet hab ich irgendwen der die Pizza ausliefert, aber als ich sah, dass dort Jay stand, hätte ich umfliegen können.

"Was machst du denn hier!?" fragte Dominik, der hinter mich getreten war.

"Ähm...ich wollte mit dir reden." sagte Jay und kratze sich verlegen am Hinterkopf, und sah mich erwartungsvoll an. Während mein lieber Bruder versuchte ihn mit Blicken zu töten.

"Wir kommen gleich. Keine Sorge ich weiß, was ich mache." sagte ich schnell zu Dominik und zog Jay in mein Zimmer, und schloss die Tür ab.
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Hey, mal wieder ein längeres Kapitel wegen Sage und Schreibe
*Trommelwirbel*
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Ich hab mir mal gedacht, dass ihr mich in den Kommentaren alles mögliche fragen könnt und ich werde euch auch antworten. Es muss nichts über diese Geschichte sein, es kann auch etwas über mich sein. ^_^

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