53. Kapitel

Harry:

„Haben sie sich schon geküsst?" Ich zucke zusammen, als ich Louis' Stimme höre und drücke schnell auf Pause. Er steht im Türrahmen und sieht mich amüsiert an. „Uhm... was?" – „Ist das nicht so eine Kitsch-Serie?", fragt er mich und deutet auf den Fernseher. Staffel 1 Folge 5 steht oben in der Ecke eingeblendet. Habe ich wirklich schon so viel geschaut? Ich schalte den Fernseher aus. Louis kommt zu mir und setzt sich. Er mustert er mich einen Moment. Ich werde nervös und zupfe an dem Saum der Decke, die inzwischen über meinen Beinen liegt. Louis nimmt mir vorsichtig die Kopfhörer ab und legt sie bei Seite. „Du weißt, dass du so etwas schauen kannst, oder? Da ist nichts dabei." – „Eigentlich wollte ich mir einen Podcast anhören", antworte ich ihm schulterzuckend. „Und aus Versehen ist der Fernseher angegangen?" – „Ich habe mich auf die Fernbedienung gesetzt." – „Und die Serie ist von selbst gestartet?" Ich erröte. Erwischt, verdammt. Louis schmunzelt und nimmt meine linke Hand. Er schiebt seine Finger leicht zwischen meine und sofort klopft mein Herz schneller.

„Du bist gut, wie du bist, Harry. Du darfst solche Serien mögen." – „Ich wusste es nicht", gebe ich zu. „Gemma meinte, die Serie wäre gut." – „Und?" – „Was?" Irritiert sehe ich ihn an. „Ist sie gut?", wiederholt er seine Freunde. „Oh... uhm... ja, schon", gebe ich zu und merke, dass es mir vor Louis gar nicht so viel ausmacht, es zuzugeben. Auf der Arbeit würde ich das niemals sagen aber auf der Arbeit würde ich mich auch nicht in rosafarbenen Kuschelsocken zeigen. Mein Blick fällt auf seinen Mund. Habe ich mir schon jemals gewünscht, dass mich jemand küsst? Ich glaube nicht. Zumindest nicht so. Jemand zu küssen hat immer Sex eingeleitet. Es war heiß und verlangend. Jetzt möchte ich seinen süßen Kuss, einen emotionalen Kuss. Ich möchte ihn einfach küssen, ohne direkt Sex aus zu sein.

„Haz?" – „Mhm?" – „Du warst in Gedanken." – „Oh." Ich verziehe die Lippen. „Sorry." – „Worüber hast du nachgedacht?", möchte er wissen. „Uhm..." Abartend aber nicht hetzend sieht er mich an. „Dass du mich küsst", antworte ich einen Moment später ehrlich. Louis wäre nicht mein Freund, wenn er mich nicht gerne küssen würde. Ich sollte es also sagen können, ohne dass mein Herz randaliert. Oder? Gehört es vielleicht dazu, dass er diese Wirkung auf mich hat? In dieser Serie wurde es so dargestellt, also wieso sollte es bei mir anders sein?

Louis lächelt ein wenig. Sein Blick gleitet über mich und ein warmer Schauer erfasst meinen Körper. Er setzt sich auf und kommt auf mich zu. Mit einem Arm stützt er sich auf der Sofalehne ab, mit der anderen freien Hand streicht er mir durch die Haare. „Ich soll dich küssen?" – „Wenn du möchtest?", erwidere ich und lehne mich ein Stück nach hinten. Louis folgt mir. Seine Bewegungen sind langsam und mit bedacht. Es macht mich wahnsinnig, wie viel Zeit er nimmt und gleichzeitig ist diese Vorfreude ein wahnsinniges Gefühl. Louis Lippen berühren meine, endlich. Ich spüre sie hauchzart und dann... stoppt er. „Was?" – „Geduld", flüstert er und lächelt. Ich lehne mich hoch zu ihm, aber er weicht zurück. „Louis", seufze ich genervt. „Du bist zu gierig." – „Küss mich doch einfach", fordere ich. „Das wäre langweilig." – „Und stattdessen?" – „Bringe ich dich gerne um den Verstand", antwortet er mir provokant. Ich stöhne genervt. „Louis..."

Er küsst mich. Endlich. Und diesmal küsst er mich richtig. Ich seufze auf und instinktiv lege ich meine Arme um ihn. Er soll bloß noch wieder zurückweichen. Er legt sich zwischen meine Beine, die ich ein wenig aufstelle. Es fühlt sich so gut an, ihn über mir zu haben. Wie habe ich je denken können, dass ich es nicht mag? Es ist genau richtig. Sanft streicht er über meinen Hals und meinen Oberkörper, bis hin zu meiner Hüfte. Er hält mich fest – nicht zu fest – und küsst mich tiefer. Seine Zunge öffnet meine Lippen. Meine Gedanken sind ganz weit weg, als wären sie von einer Glaskuppel abgeschirmt.

Seine Finger tauchen unter mein Shirt. Wie von selbst lehne ich mich seinen Berührungen entgegen. Oh bitte, er soll einfach weitermachen. Mein Körper verzerrt sich nach ihm. Ich brauche ihn. „Bitte...", höre ich mich leise sagen. „Mehr?", fragt er mich leise. Ich küsse ihn wieder und nicke. Er soll alles mit mir machen. Ich will ihn nur spüren. Ich nehme alles, was er mir gibt. „Fuck, Harry", stöhnt er leise und ich wimmere auf. Ich wimmere, Herr Gott! Louis packt meinen Hintern und zieht mich ein Stück herunter. Ich bin so hart, dass ich glaube, gleich zu explodieren. Diese süßen, liebevollen Küsse bringen mich um den Verstand. Ich dachte nicht, dass es auf Sex hinausläuft, aber jetzt? Oh Gott, ich mache alles, was er will.

„Okay? Kann ich dich ausziehen?" – „Bitte", antworte ich nur und strecke die Arme nach oben. Er lacht leise und zieht mich aus. Endlich werde ich diese nervigen Klamotten los. „Bitte, Louis, bitte." Ich brabble vor mich hin. Mein Schamgefühl ist verschwunden und wurde von Lust ersetzt. Als Louis Küsse auf die Innenseite meiner Schenkel setzt, zuckt meine Hüfte nach oben. Er drückt sie wieder nach unten und sieht mich warnend an. „Mehr?" – „Louis...", stöhne ich und er saugt einen kurzen Moment an meiner V-Linie. Gleichzeitig spüre ich zwei seiner Finger. Er lässt sich so viel Zeit, mich vorzubereiten, dass es mich fast durchdrehen lässt. Geduld. Fuck, wie soll man in so einer Situation geduldig sein?

Er streicht über den süßen Punkt in mir und ich zucke ihm entgegen. Und dann küsst er meine Spitze. Ich komme fast sofort. Er schließt seine Lippen um mich und ich komme in seinen Mund. Mein Körper wird von einer Welle der Lust überrannt, die mich mit sich reißt. „Mhm", seufzt er und sieht mich an. Er leckt sich über die Lippen und selten habe ich so etwas Heißes gesehen. Nein, ich glaube, so etwas Heißes habe ich tatsächlich noch nie gesehen. „Okay?", fragt er mich, als er seine Finger nicht aus mir herauszieht. Stattdessen spreizt er sie ein wenig. Ich nicke. „Ich glaube schon." – „Wenn es dir zu viel wird, sag es mir bitte, okay?" – „Mache ich", verspreche ich ihm. Louis sieht mich zufrieden an. Ein wohliges Gefühl macht sich in mir breit. Ich kann nicht sagen, was genau es ist, aber die Art, wie er mich ansieht, macht etwas mit mir. Ich entspanne mich unter seinem Griff und zupfe an seinem T-Shirt. „Zieh das aus", sage ich. „Bitte", schiebe ich schnell hinterher.

Jetzt kommt Louis meiner Bitte nach. Er schmeißt seine Kleidung neben das Sofa und wendet sich wieder mit zu. „Kondom?", fragt er mich und ich nicke schnell. „Mach einfach." Er schmunzelt, küsst mich und steht dann auf. Ohne seine Berührungen fühle ich mich kalt und allein. Er geht ins Schlafzimmer und kommt einen Moment später wieder. Ich strecke die Hände nach ihm aus. Er lässt sich auf mir nieder und ich merke, dass er das Kondom schon übergerollt hat. „Bitte, Louis..." – „Was möchtest du?", fragt er und ich spüre seine Spitze an mir. „Bitte..." – „Was, Harry?" – „Schlaf mit mir. Bitte." Er küsst mich. Gleichzeitig spüre ich, wie er seinen Schwanz in mich gleiten lässt. Es zieht ein wenig, aber das positive Gefühl überwiegt um Längen. Ich komme ihm entgegen, klammere mich an ihn und lasse mich von meinen Instinkten und meinem Gefühl leiten. Scheiß auf rationales Denken. Ich will ihn spüren, überall. Ich möchte, dass er mich ausfüllt und mich in Besitz nimmt. Oh Himmel. „Mehr, bitte mehr. Oh...", stöhne ich bettelnd, als seine Stöße tiefer und fester werden. Ein warmes Kribbeln macht sich in mir breit und mein Körper entspannt sich mit jedem Stoß mehr.

Louis hält inne. Er stoppt, als er tief in mir ist. Ich öffne die Augen ein Stück. „Alles okay?", frage ich sofort. „Alles perfekt", antwortet er mir und küsst mich sanft. „Darf ich etwas ausprobieren?" – „Ja. Alles", antworte ich sofort und er lacht leise. „Darf ich dich um drehen? Ich denke, du könntest es etwas härter mögen." Härter? War das gerade nicht schon hart? Oh verdammt, das war wahrscheinlich noch nicht einmal ansatzweise das, was er mit mir anstellen könnte. „Wenn es dir zu viel wird, sag es, okay? Ich höre sofort auf, wenn du etwas nicht magst." – „Okay", stimme ich zu und nicke. Louis zieht sich aus mir heraus und packt meine Oberschenkel. Mit einem Ruck dreht er mich um und ich schnappe nach Luft. Er zieht meinen Hintern nach oben und legt eine Hand zwischen meine Schulterblätter. Sofort fällt mein Oberkörper auf das Sofa, während er meine Hüfte fest hält. Sollte ich mich entblößt fühlen? Ich tue es nicht. Stattdessen strecke ich ihm meinen Hintern noch ein Stück mehr entgegen. Ich will ihn. Bitte, bitte. Er soll mich einfach vögeln.

„So schön", höre ich ihn sagen und er küsst sich meinen Rücken entlang. „Lou..." Meine Stimme bricht ab und ich klammere mich in das Sofakissen unter meinem Kopf. „Fuck, du bist so heiß", sagt er leise und platziert immer mehr Küsse an meiner Wirbelsäule entlang. „Seine Hände liegen an meinem Hintern und seine Daumen streichen über meinen feuchten Eingang. Er verteilt das Gleitgel ein wenig, reizt und provoziert mich. „Fick mich, bitte." Ich habe keine Ahnung, woher diese Wörter kommen, doch genau das ist es, was ich gerade will und brauche. „Wenn du so lieb fragst", antwortet er mir und küsst meinen Nacken. Er drückt sich einen Moment später in mich. Sein Griff hält mich an Ort und Stelle. Ich kann nichts weiter machen, als zu seufzen und zu stöhnen, als ich seinen Schwanz endlich wieder spüre.

Oh Gott! Es ist tiefer und fester und – Himmel! Er trifft meinen süßen Punkt wieder und wieder. Mein Körper steht in Flammen, als meine Beine zucken und mein Blut in meinen Ohren rauscht. Ekstase rollt meinen Rücken herab und als er seine Hand um meinen Schwanz legt, ist es endgültig zu viel. Zitternd komme ich und merke, wie ich enger um ihn werde. Er stöhnt auf und presst sich gegen und in mich, als er kommt. Einen kurzen Moment verharrt er in dieser Position, dann zieht er das Kondom ab, legt es einfach auf den Tisch und kuschelt sich an mich. Mit wird wohlig warm und ich schließe die Augen. Eine innere, mir bisher nicht bekannte Ruhe folgt, als ich merke, dass er mich eng zu sich heran zieht. Ich spüre seinen Herzschlag in seiner Brust und küsse seine Lippen. Wie konnte ich nur je ohne dieses Gefühl leben?

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Wie fandet ihr es? Was haltet ihr von der Dynamik der beiden und wie wird es Harry verändern?

Love, L 

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