Eighth part
Jon's Sicht
"Kommst du Enya?"-"Wohin denn? Ich wollte eigentlich nach Hause Jon." Verwirrt sah mich die junge Samoanerin an. Wir hatten gerade die Pizzeria verlassen und sie wollte sich mit Joe auf den Weg in ihre Wohnung machen. Aber da kam ich ihr zuvor. "Nichts da. Du kommst jetzt schön mit mir mit.", sagte ich und ehe sie sich versah hatte ich sie schon hochgehoben und in mein Auto gesetzt. Ich fahre einen gelben Chevrolet Camaro.
Ich liebe dieses Auto einfach. "Und wo fahren wir jetzt hin?", fragte sie mich etwas genervt. "Ich hab vor dir einen Wunsch zu erfüllen. Ich möchte einen deiner Träume verwirklichen und deshalb fahren wir jetzt zu einem alten Freund von mir und dort bekommst du dein Geschenk.", sagte ich und sah sie verschwörerisch an. Ich winkte Joe noch zum Abschied und fuhr los. Enya verstand scheinbar gar nichts mehr und sah einfach nur aus dem Fenster.
Enya's Sicht
Meine gute Laune von vorhin war wie weggeblasen. Ich fühlte mich auf einmal so... leer. Das passierte mir immer mal wieder. Da muss es noch nicht mal einen Grund für geben. Es ist halt so, ich kann mega gute Laune haben und auf einmal -> PUFF, könnte ich grundlos losheulen. "Hey, alles ok? Du bist so ruhig.", fragte Jon und riss mich aus den Gedanken. "Was? Äh.. ja.", antwortete ich abwesend. Doch wie schon erwartet , kaufte er mir das nicht ab, fuhr rechts an den Straßenrand und hielt dort. Dann sah er mich an. Ich schaute jedoch nur aus dem Fenster, weshalb er seine Hand unter mein Kinn legte und mich somit dazu zwang ihn anzusehen. Eine Träne lief meine Wange runter, doch er wischte sie vorsichtig mit seinem Daumen weg. "Geht es wieder los?", fragte er verständnisvoll. Ich nickte. Darauf stieg er aus dem Auto und lief rüber zu mir. Er öffnete meine Tür, half mir aus dem Auto und nahm mich in den Arm. Und da standen wir jetzt. Am Straßenrand irgendwo im Nirgendwo. Er wusste einfach wie er, in diesen Situationen, mit mir umgehen musste. Vorsichtig nahm er mein Gesicht in seine Hände und küsste mich zärtlich auf die Stirn. "Wollen wir weiter? Es sind nur noch 10 Meilen.", fragte er und ließ mich los. Ich lächelte leicht und stieg zurück ins Auto. Jon tat es mir gleich und wir fuhren weiter. Irgendwie war ich jetzt aufgeregt.
Jon's Sicht
Jetzt saß sie da in meinem geliebten Auto und grinste vor sich hin. Sie dachte mal wieder über irgendwas nach. Sie ist oft abwesend und in ihrer eigenen kleinen Gedankenwelt. Manchmal für mehrere Stunden. Dann ist sie oft kaum, bis gar nicht ansprechbar. Das war jetzt ähnlich. Wir standen bereits seit fünf Minuten auf dem Parkplatz, doch realisiert hat sie es noch nicht. Vorsichtig stieg ich aus und öffnete ihre Tür. Ich "platzierte" mein Gesicht genau vor ihrem und... pustete sie an. Ihr Blick darauf war einfach nur legendär und ihre Reaktion tat weh. Sie erschrak so sehr, dass sie mir instinktiv eine klatschte. Und meine Reaktion darauf war auch nicht die schlauste, denn durch ich erschrak nun ebenfalls und stieß mir den Kopf am Autodach. Darauf lachte sie nur. "Selbst Schuld.", sagte sie nur. Ich rieb mir beleidigt und vor Schmerz den Hinterkopf. Als wir vor der Haustür meines alten Freundes Tyler standen und geklingelt hatten, hielt ich ihr die Augen zu. "Hey, was soll das denn?", protestierte sie. "Wirst du gleich sehen.", lachte ich und begrüßte anschließend Tyler, der soeben die Tür geöffnet hatte. "Warum riecht es hier so komisch?", fragte sie verwirrt. "Siehst du gleich. Sei doch nicht immer so ungeduldig.", tadelte ich sie. "Jaja Mama.", lachte sie. "Ok setz dich. Hinter dir ist ein Bett.", sagte ich zu ihr. Vorsichtig fasste sie nach hinten um zu fühlten wie tief das Bett ist. Dann setzte sie sich. Tyler legte ihr ein Kissen auf den Schoß und setzte ihre Überraschung darauf.
"Ok, du kannst die Augen auf machen.", sagte ich und steckte meine Hände in die Hosentaschen. Vorsichtig öffnete sie ihre Augen, welche sich sofort mit Tränen füllten. "Darf ich vorstellen dein neues 'Baby'.", sagte ich und sah sie grinsend an. "Ähh... ich, ich weiß nicht was ich sagen soll.", lachte sie und wischte sich die Freudentränen aus dem Gesicht. "Ich meine, das kann ich doch nicht annehmen."-"Nicht? Naja dann behalte ich sie halt.", sagte ich und wollte die kleine Golden Retriever Hündin von ihrem Schoß nehmen. "Nein! Das ist mein Baby!", sagte sie und schubste mich weg. Drauf kam sofort Mein 'Baby' angerannt um mich vor Enya zu 'beschützen'. Schnell griff ich ein und hielt den jungen Saarloos Wolfshund zurück. "Hey ..., komm her mein Guter. Alles in Ordnung. Das ist nur Enya. Es ist alles in Ordnung.", sagte ich und streichelte ihn hinterm Ohr um ihn zu beruhigen. "Jag' mir bitte nie wieder so einen Schrecken ein.", lachte sie gelassen. "Also, du hast dir, schon seid ich dich kenne, einen Hund gewünscht. Also, hab ich solange auf deinen Bruder eingeredet, bis er eingewilligt hat das ich dir einen Hund kaufen darf, mit der Bedingung, das ich mit auf ihn aufpasse und da ich auch schon ewig einen haben möchte, habe ich mich mal etwas erkundigt. Da kam ich auf meinen guten alten Freund Tyler zurück, der ja im Tierheim, hier in der Gegend arbeitet und der hat mir dann erzählt, dass eine Golden Retriever Hündin gerade junge bekommen hat und von einem neun Monate alten Saarloos Rüden. Das wären dann die beiden hier. Ich bin mehrmals in der Woche hier gewesen und habe mit Max trainiert. Und heute war es dann soweit. Die kleine ist jetzt alt genug und mein Junge sowieso.", erklärte ich ihr. "Also gehört sie jetzt mir?", fragte Enya ungläubig. Ich nickte grinsend. "Und ich darf sie jetzt mitnehmen? Und behalten?". Sie konnte es immer noch nicht fassen. "Ja Sie gehört dir. Aber willst du ihr nicht erstmal einen Namen geben?", fragte ich und setzte mich erstmal zu Max auf den Boden. "Lilu.", kam es von ihr, wie aus der Pistole geschossen. "Ok? Und wieso gerade dieser Name", zweifelte ich ihre Entscheidung an. "Naja, wieso nicht? Ich meine es heißt ja auch nicht jedes Mädchen Enya. Und ich hab dem Namen einmal gelesen und fand den irgendwie cool. So heißt halt nicht jeder.", erklärte sie mir noch einmal. Wenn ich so darüber nachdenke, dann hat sie sogar recht. Der Name hat was. Naja egal. Nachdem Tyler sich noch mit Enya über Hundehaltung unterhalten hat und wir alle noch einen schönen Nachmittag hatten, machten wir uns, zusammen mit Max und Lilu auf den weg nach Hause.
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