Kapitel 8
Eine Grafik von der lieben @pleasure_me_pls
Ist Silas nicht ein absoluter Hingucker?
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Ich drehe mich schnell weg und hoffe, dass er mich nicht gesehen hat. Oh bitte lass ihn mich nicht gesehen haben.
,,Dreh dich weg, Silas", befehle ich ihm zischend, sodass er meine Anweisung befolgt.
,,Was? Warum?", fragt er leise während er in die entgegengesetzte Richtung von Jonathan schaut.
,,Das ist-"
,,Linnea", höre ich seine tiefe Stimme plötzlich sodass ich meine Lippen zusammen presse.
Verdammt!
Langsam drehe ich mich zu ihm.
,,Jonathan", sage ich deutlich unbegeistert, während ich den großen Jungen in Anzug vor mir unter die Lupe nehme.
,,Lange nicht mehr gesehen. Du siehst fantastisch aus in deinem Kleid!", sagt er und schaut an mir auf und runter bevor sein Blick an meiner Hüfte haftet.
Ich fühle mich unter seinem Blick unwohl.
,,Danke Jonathan", antworte ich und trete unauffällig einen Schritt zurück, als ich jemanden an meinem Rücken spüre.
Ich mache einen Schritt zur Seite und stelle mich unauffällig etwas hinter Silas.
Dieser schaut kurz auf mich und scheint mein Unwohlsein zu bemerken, sodass er sich etwas breiter vor mir aufbaut.
Ich greife als Ablenkungsmanöver zu meinem Glas Wasser.
Jonathan der bis vorhin auf ein Mädchen mit korpulentem Dekolleté, das an uns vorbei gelaufen ist, gestarrt hat, guckt wieder zu mir.
Naja er guckt eher zu Silas, der beinahe komplett vor mir steht.
Er zieht eine Augenbraue in die Höhe.
,,Wer ist das?", fragt Jonathan und reißt seinen Blick von Silas und schaut dann zu mir.
,,Zander, mein Security", antworte ich und Jonathan lässt seinen Blick wieder über Silas gleiten.
Sein prüfender Blick wechselt zu leicht abwertend, aber Silas scheint das überhaupt nicht zu interessieren, dieser schaut Jonathan nämlich nicht einmal an, sondern schaut mit einem ernsten Blick gerade aus an die Wand hinter Jonathan.
,,Du brauchst doch keinen Security, wenn ich da bin", sagt Jonathan dann lachend und schaut mir in die Augen.
Angeekelt von seinem schleimigen Spruch, verziehen sich meine Lippen zu einem schrägen Strich.
Als ich von hinten zu Silas hochsehe, erkenne ich seinen deutlich amüsierten Blick.
Man kann sehr gut erkennen wie er versucht sich zu beherrschen.
Auch ich muss schmunzeln und Jonathan scheint das nun auch zu bemerken, sodass er Silas unbeeindruckt anstarrt.
,,Ich gehe zu den Leuten dahinten, wenn du willst, komm doch mit", sagt er und wendet seinen Blick herablassend von Silas ab und schaut zu mir.
,,Ich esse noch etwas", bringe ich die gleiche Ausrede wie bei Lauren, sodass er mich noch kurz mustert und mir dann zu nickt.
,,Aber gleich kommst du, ja?", fragt er und ich beschließe es nicht noch komplizierter zu machen und lüge erneut.
,,Natürlich", antworte ich und er grinst zufrieden.
,,Gut, bis gleich", sagt er und verschwindet dann in die Richtung in die auch Lauren gelaufen ist.
Erleichtert atme ich aus, als Silas sich in meine Richtung dreht und mich abwartend ansieht.
,,Jonathan Ryan. Ich kann den Kerl nicht ab", seufze ich dann ehe mein Körper sich wegen Jonathans Absenz wieder entspannt und ich mich locker gegen den hohen Tisch neben mir lehne. Ich glaube etwas in Silas Augen aufflackern zu sehen, ich kann mich aber auch täuschen.
,,Zum ersten Mal muss ich dir Recht geben, der Kerl ist unerträglich", sagt Silas und ich ziehe meine Augenbraue in die Höhe.
,,Pass auf was du sagst", sage ich dann und Silas tut es mir gleich indem er seine rechte Augenbraue in die Höhe zieht.
,,Sonst was? Gibt's dann Stress mit der kleinen Miss Eliot?", fragt er dann und schaut auf meine im Gegensatz zu seiner mickrigen Größe hinunter.
,,Darauf kannst du deine 1.90m verwetten. Du brauchst garnicht so auf mich runter zu sehen", stelle ich verärgert klar.
Silas sieht mich mit einer in die Höhe gezogenen Augenbraue weiter an, bis er sich von mir abwendet.
Mit verschränkten Armen starre ich nach rechts, wo gerade das Mädchen vom Eingang auf uns zugelaufen kommt mit einem Tablett und Champagner auf diesem.
Sie wirkt etwas unsicher und wackelig auf den Beinen als ein altes Paar ihr 2 Champagnergläser vom Tablett nehmen.
Arbeitet sie jetzt eigentlich am Eingang oder als Kellnerin?
Wie hieß das Mädchen noch gleich?
Amanda. Genau.
Kurz darauf steht sie bei mir und hält mir das Tablett hin.
,,Möchten sie einen Champagner, Miss?", fragt sie mich schüchtern mit vorsichtiger Stimme, während ihr Blick immer wieder zu Silas gleitet.
Ich schaue mit zu Schlitzen gezogenen Augen zu ihr und beschließe mir einen Scherz zu erlauben.
,,Ich bin 15. Bietest du gerade wirklich einer 15 jährigen Champagner an? Meine Eltern werden dich verklagen", sage ich dann und ihre Augen weiten sich für den Moment.
Hier darf niemand unter 16 sein, aber das scheint sie im Schockzustand zu vergessen, als sie anfängt zu stammeln.
,,Oh, Miss. Das wusste i-ich nicht. I-ich", fängt sie verzweifelt an.
Für wenige Sekunden halte ich es noch aus Ernst zu bleiben, bis ich in schallendes Gelächter ausbreche und so einige Blicke auf mich ziehe.
Ihr Blick ist unbezahlbar als sie mich verwirrt und zu gleich ängstlich anstarrt.
,,Ich hab dich verarscht. Ich bin nicht 15, ich bin 17", sage ich während mir immer wieder ein kurzes Lachen entfährt.
Sie ist scheinbar nur noch mehr verunsichert, bewegt sich aber zu einem halbherzigen Lachen.
Außer mir scheint das nämlich kein Arsch lustig zu finden.
Als ich mich umdrehe, sehe ich Silas' ziemlich unbegeisterten, schon beinahe wütenden Blick.
,,Miss Eliots Humor ist grottenhaft, nimm's ihr nicht übel, Mandy", presst Silas jetzt hervor und die Augen des Mädchens weiten sich.
Mandy? Ich ziehe meine Augen zu Schlitzen um Silas anzustarren.
Mein Humor ist sicherlich nicht grottenhaft.
Als Amandas, oder Mandys, was auch immer, Blick auf Silas trifft zieht sich ein Schmunzeln über ihr Gesicht und ich kann sehen wie Silas dieses erwidert.
Oh mein Gott! Was wenn sie zusammen sind?
Ich wäre auch bescheuert zu glauben, dass nur weil er es mir nicht gesagt hat, so ein Hingucker wie Silas, single sei.
Schließlich schuldet er mir keine Erklärungen oder Rechenschaft.
Ich verschränke irgendwie beleidigt meine Arme.
,,Ich finde meinen Humor ganz akzeptabel, was denkst du, Amanda?", frage ich sie und schaue bewusst lange auf das Namensschild auf ihrer Brust.
Sie, etwas aus dem Konzept gebracht, antwortet dann doch zurückhaltend.
,,Über Humor und Geschmäcker lässt sich für gewöhnlich nicht streiten. Sie haben es zumindest gut hinbekommen mir einen Beinahe-Herzinfarkt zu bereiten", sagt sie und lächelt dann schüchtern.
,,Das nehme ich dann mal als Kompliment", sage ich dann und schaue herausfordernd zu Silas, der seine Augenbraue wie immer in die Höhe zieht.
Ich lasse mir nicht anmerken wie sehr mich diese Geste von ihm immer wieder verunsichert.
,,Entschuldigen Sie mich Miss. Ich müsste dann weiter", sagt sie plötzlich sodass mein Blick wieder zu ihr gleitet und ich bemerke wie sie mich schmunzelnd betrachtet.
Gerade will ich ihr einfach zu nicken, aber ich erinnere mich an Harmonies Worte.
Ich halte inne und schaue zu Amanda.
Alles in mir sträubt sich gerade gegen meine Gedanken, aber irgendwie weiß ich, dass ich das muss.
Außerdem kann ich Silas zeigen, dass ich nicht so bin, wie er von mir denkt.
Auch wenn das wenig Sinn macht.
,,Tut mir Leid falls ich dir irgendwie einen Herzstillstand bereitet habe" Nicht.
Mein Gesicht passt wahrscheinlich garnicht zu meiner Entschuldigung.
Ihre Augen weiten sich kurz.
,,Schon in Ordnung, Miss Eliot. Ich hätte wissen müssen, dass hier sowieso keine Leute unter 16 sein dürfen", sagt sie dann langsam und lächelt kurz.
Ich bewege mich widerwillig zu einem schiefen Lächeln und nicke ihr kurz zu, sodass sie sich von uns abwendet und zu den nächsten Leuten läuft.
Ich drehe mich stolz zu Silas der mich etwas überrascht anschaut bevor er wieder seinen üblichen Ausdruck annimmt.
,,Sag schon, wie viel Überwindung hat dich diese halbherzige Entschuldigung gekostet", sagt er dann und mein Mund klappt auf.
Ich will etwas sagen aber mein Mund schließt sich wieder.
,,Ich hätte mich garnicht entschuldigen müssen!", platzt es schließlich aus mir raus.
Silas schnaubt.
,,Das Mädchen hätte fast einen Herzinfarkt gehabt, weil sie dachte sie würde verklagt werden", sagt er und schaut mich meine Antwort abwartend an.
,,Das war bloß ein Witz", stelle ich klar und verschränke meine Arme.
,,Das Leben ist kein Witz für jeden. Manche Leute leben von einem Job und kriegen nicht alles von ihren Multimillionärseltern in den Arsch geschoben", sagt er dann plötzlich und mein Mund öffnet sich.
,,Ich doch auch nicht", sage ich dann schnell wobei ich tief in mir drinnen weiß, dass das stimmt.
Silas schaut mich mit einem Blick an, der soviel aussagt wie "Das glaubst du doch wohl selber nicht".
,,Ach nein? Wann hast du dir je etwas selber finanziert?", fragt er dann plötzlich und ich bin etwas überfordert, da ich weiß, dass ich keine Antwort für die Frage habe.
,,Na also", sagt er dann nur noch und dreht sich weg.
,,Aber-", fange ich wieder an und er dreht sich deutlich angenervt zu mir.
,,Hör zu. Ich bin dein Bodyguard und nicht deine Begleitung oder Unterhaltung jeglicher Art. Nur weil ich dir mal geholfen habe, sind wir noch lange keine besten Freunde oder überhaupt Freunde", stellt er klar und irgendwie macht mich diese Aussage wegen ihres Wahrheitsgehalts traurig.
Also schaue ich mich beleidigt um.
Schließlich beschließe ich mich doch zu den Jugendlichen zu bewegen.
Dabei betrachte ich Silas nicht und halte Ausschau nach Lauren, als ich sie erblicke.
Sie winkt mich zu sich und ich laufe auf sie und ihre Freundinnen zu.
,,Linnea, ich dachte du kommst schon garnicht mehr", sagt sie dann grinsend und ich hätte am liebsten geantwortet, dass ich das auch nicht getan hätte, hätte ich keinen Korb von Silas kassiert und somit niemanden zum unterhalten habe.
Ihre Freundinnen kichern kurz und schauen auf etwas rechts neben mir, sodass ich mich umdrehe und mein Blick auf Silas trifft, der etwas weiter weg von mir steht und in eine andere Richtung starrt.
,,Er ist ja mal was ganz anderes. Richtig exotisch", kichert die eine und mir fallen auch etwas weiter hinten Mädchen auf die ihn angaffen.
Ich ziehe meine Braue in die Höhe.
,,Nicht wahr? Da hat Linneas Vater eine exzellente Wahl beim Security getroffen", sagt Lauren auch grinsend, sodass mich die zwei Mädchen anstarren.
,,Dein Security?", fragt die eine jetzt und ich nicke und unterdrücke ein Augenverdrehen.
Plötzlich legt sich eine Hand auf meine Schulter und ich nehme einen ekelhaften Geruch wahr, sodass mir schlecht wird.
Die Person hat eindeutig zu viel getrunken.
Ich verziehe mein Gesicht, als ich realisiere, dass diese Person ein Freund von Jonathan ist.
,,Linnea, du siehst unwiderstehlich aus", lallt er und ich rümpfe meine Nase.
,,Das lässt sich von dir aber nicht behaupten, Gabriel", sage ich trocken und winde mich aus seiner Hand.
Er zählt genau wie Jonathan zu den reichen unter den Reichen.
Wo scheinbar an Geld nicht gespart wird, wird eindeutig an den Hirnzellen gespart.
Eine Schande, dass meine Eltern gerade mit ihnen zusammenarbeiten.
Die Mädels neben mir kichern.
,,Hast du wieder zu tief ins Glas geguckt, Gabe?", fragt Lauren belustigt und er schüttelt seine Hand, was extrem unkoordiniert aussieht.
,,Ich doch nicht", sagt er und rückt mir erneut auf die Pelle, indem er seinen Arm um mich schlingt, sodass ich erneut einen Schritt nach links gehe.
Die Mädels scheinbar sehr amüsiert von seinem und meinem Zustand lachen erneut, während ihre Aufmerksamkeit verfliegt, als Jonathan sich nun ebenfalls zu uns gesellt.
,,Gabe", sagt er nur und schaut seinen Kumpel an, woraufhin die Hoffnung in mir aufblüht, dass er ihn mir vom Hals nimmt.
Die verpufft aber sehr schnell als sich nun ein belustigter Ausdruck auf Jonathans Gesicht legt.
,,Mach mal halb lang", sagt er nur und greift zu einem Glas von der Kellnerin, die sich zufälliger Weise als Amanda rausstellt, die mir jetzt einen mitleidigen Blick schenkt.
Sowohl Jonathans als auch Gabriels Blick gleiten einmal ganz über ihren Körper, bevor ein ekelerregendes Grinsen auf diesen erscheint.
,,Seit wann gibt's so geile Kellnerinnen hier?", fragt Gabriel, der seinen Griff zu fest um meine Taille geschlungen hat, als dass ich mich befreien könnte.
Jonathan lacht und die Mädchen verdrehen die Augen.
Scheinbar bemerkt keiner wie unwohl ich mich fühle, oder es interessiert sie schlichtweg nicht.
,,Gabriel, lass mich los", sage ich dann als mein Geduldsfaden reißt.
Er dreht sich belustigt um und scheint genau wie alle anderen hier den Ernst der Lage nicht zu verstehen, denn sowohl Jonathan als auch Lauren und die anderen Mädchen schauen kurz grinsend und wenden sich wieder ab.
Auch Gabriel scheint es kaum zu interessieren, der mich jetzt noch näher an sich zieht.
,,Lass mich los, hab ich gesagt", sage ich jetzt bestimmter und schaue ihm in die Augen.
Das Grinsen aus seinem Gesicht erlischt und er schaut leicht genervt.
,,Mach mal kein Drama, Miss Eliot", sagt er dann lässig und macht immernoch keine Anstalten sich von mir zu lösen.
Seine Hand wandert von meiner Hüfte zu meinem Hintern, den er kurz kneift, sodass ich schockiert nach Luft schnappe und mein Herz aus Angst schneller schlägt.
Ich schaue ihn wütend an, als ich eine Person hinter mir spüre.
,,Sie hat Ihnen gesagt, dass Sie sie loslassen sollen", höre ich eine Stimme und eine Welle der Erleichterung überfährt mich.
Noch bevor Gabriel reagieren kann, fassen Silas Hände fest an Gabriels, reißen sie von meinem Körper und drücken mich hinter sich.
,,Wer bist du?", fragt Gabriel deutlich verärgert.
Die Mädchen grinsen wieder wie verrückt und ich schaue erleichtert hinter Silas etwas hervor.
Jonathan scheint schon fast mehr verärgert als Gabriel.
Silas macht nichtmal Anstalten zu antworten, sondern dreht sich um und schiebt mich vor sich her, als ich noch etwas höre.
,,Hey!"
Als ich mich umdrehe, sehe ich eine Hand die von hinten an Silas' Schulter greift.
Er schaut auf die Hand und mein Herz schlägt schneller.
Bitte kein Streit.
Silas stößt die Hand langsam von seiner Schulter und dreht sich um.
,,Ich hab dich gefragt, wer du bist", sagt Gabriel jetzt wütender.
Silas, den ich jetzt von hinten sehe, antwortet nicht.
Ich gehe zu ihm und sehe an seinem Gesicht, wie unbeeindruckt er ist.
,,Ihr Security", antwortet er knapp und dreht sich wieder weg, als sich Gabriels Hand plötzlich wieder auf Silas Schulter legt.
Ich ziehe scharf Luft ein, als Silas Nasenflügel sich aufblähen und er seine Augen schließt.
,,Fassen Sie mich nicht an", sagt Silas trotz allem sehr professionell, als er sich umdreht.
,,Sonst was? Schlägst du mich dann zusammen?", fragt er und packt Silas am Kragen.
Jonathan scheint die Szene zu meinem Entsetzen grinsend zu genießen.
,,Sir", presst Silas hervor, bevor er Gabriels Arm schnell und fest von seinem Kragen reißt.
,,Ich sagte, fassen Sie mich nicht an, Sir", sagt Silas und tritt einen Schritt von Jonathan.
,,Habt ihr irgendwie Berührungsängste? Erst Linnea, jetzt du. Ich fasse an, wen ich möchte", sagt er laut und ab da seh ich es kommen.
Er schlägt zu und trifft Silas Kiefer.
Ich lasse einen Schrei raus und mittlerweile liegt die Aufmerksamkeit der Umgebung auf uns.
Auch die Mädchen scheinen empört, nur Jonathan irgendwie immernoch amüsiert.
Er scheint sich nichtmal um seinen Freund zu sorgen, der nach Silas' Blick zu urteilen, jetzt ein riesen großes Problem am Hals hat.
Silas fasst sich an den Kiefer und schaut zu Gabriel, der sich gerade fälschlicherweise ziemlich überlegen fühlt.
Und dann geht alles viel zu schnell.
Silas packt Gabriel blitzschnell mit so einer Kraft am Kragen und drückt ihn an die Wand, dass dieser nach Luft röchelt.
Ich fasse schockiert an mein Gesicht und laufe auf die beiden zu.
,,Fassen Sie mich oder Miss Eliot noch einmal an, dann haben Sie ein großes Problem, haben Sie mich verstanden, Sir?", fragt Silas mit zusammengepresstem Kiefer.
Gabriels Augen werden groß und Jonathan packt jetzt Silas an der Schulter.
Irgendwie blüht Wut in mir auf, als ich mich dran erinnere, wie er einfach ignoriert hat, dass Gabriel mich belästigt hat.
,,Fass ihn ja nicht an, Jonathan!", zische ich ihn an und Jonathan schaut wie alle anderen geschockt zu mir.
,,Nimm deine scheiß Hand von seiner Schulter, oder ich schreie hier alles und jeden zu Grund und Boden", drohe ich jetzt etwas leiser, sodass nur Jonathan, Silas und vielleicht Gabriel mich hören können.
Jonathan weiß ganz genau, wie sehr meine Eltern sich um mich sorgen und wie viel Ärger er, auch von seinen eigenen Eltern, bekommen würde, wenn ich meine Missgunst ihm gegen über äußern würde, unabhängig davon, wie viel von dem gesagten wirklich wahr ist.
Jonathan schaut kurz zu Gabriel, der ihn flehend anstarrt, nimmt aber letztendlich seine Hand von Silas Schulter.
Silas der bis vorhin noch mich überrascht angestarrt hat, wendet sich jetzt an Gabriel zieht ihn noch näher an sein Gesicht, sagt etwas für mich unverständliches und lässt ihn dann augenblicklich los, sodass er zusammengekauert auf dem Boden landet.
Silas, dreht sich zu mir glättet sein Hemd, richtet seine Krawatte wieder und schaut mich wieder mit einem Blick an, als wäre nichts gewesen.
Die Leute winden sich geschockt um uns rum und Jonathan hilft dem betrunkenen Gabriel wieder auf die Beine.
,,Geht es Ihnen gut, Miss Eliot?", fragt Silas mich ruhig und ich nicke langsam, wobei ich spüre wie meine Hände zittern.
Plötzlich kommen auch ein Paar Erwachsene, darunter auch meine Eltern die sich suchend nach mir umschauen und eigentlich könnte ich es jetzt dabei belassen, aber etwas tief in mir, wehrt sich dagegen, bei dem Gedanken, dass Gabriel damit durchkommen würde und vielleicht sogar andere Mädchen belästigen könnte, die nicht das Glück haben einen Security zu haben.
Also grinse ich Silas kurz an, der nicht ganz zu verstehen scheint und breche dann in Tränen aus.
Ich heule laut und sehe, wie sich die Augen meiner Eltern weiten und die sich augenblicklich nach mir umsehen gefolgt von ihrem eigenen Security.
Als mein Vater mich erblickt, rennt er schnell auf mich zu und schlingt seine Arme um mich.
Ich schluchze und zugegebenermaßen, kann ich sehr gut auf Knopfdruck heulen, das sind nämlich die Vorteile, wenn man eben sehr oft heult.
Meine Mutter kommt ebenfalls zu mir und schaut mich geschockt an.
Mein Dad löst sich langsam von mir und meine Mutter nimmt mich in ihre Arme.
,,Was ist passiert, Nea mein Liebling", fragt mein Dad zu tiefst besorgt und kurz fühle ich mich schlecht, das legt sich aber wieder, als ich sehe wie Gabriels Eltern bei ihrem Sohn stehen, welcher gerade auf Silas zeigt.
Also lege ich noch eins drauf und heule noch lauter.
,,Dad, Gabriel Compton hat mich angefasst und wäre mein Security nicht gewesen, weiß ich nicht was passiert wäre", schluchze ich laut und in den Augen meines Dads entsteht ein Feuer, von dem ich weiß, dass es niemand mehr löschen kann.
Seine Augen scannen durch den Saal, bis sie die Comptons entdecken, die Silas wütend anstarren, aber das Lodern in den Augen meiner Eltern wird alles und jeden niederbrennen, bis sie das haben, was sie möchten. Und zwar meine Sicherheit und Zufriedenheit.
Ich weiß ganz genau, dass Silas jetzt keinen Ärger bekommt, wegen meiner Szene.
Vielleicht hätten ihn die Comptons sogar angezeigt, aber jetzt, wo das Feuer erstmal entfacht ist, hat Gabriel nicht die winzigste Chance, denn meine Eltern kennen keine Grenzen wenn es um mich geht.
Ich schaue kurz zu Silas, der alles außer sich, beobachtet und dann plötzlich trifft sein Blick meinen und grinse ihn unmerklich an. Er schüttelt leicht seinen Kopf, aber ich sehe wie sein rechter Mundwinkel zuckt.
,,Ich werde ihn umbringen", presst mein Dad nur hervor und schaut dann zu Silas.
,,Und du", sagt er dann weshalb Silas ihn anschaut.
,,Kriegst eine Festeinstellung", beendet er seinen Satz und sowohl Silas als auch meine Augen weiten sich.
Und dann legt sich erneut ein unauffälliges Grinsen auf meine Lippen, bevor ich wieder lauthals anfange zu weinen.
Was ich interessant finde, das kriege ich.
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So Leute, wieder ein langes, dramatisches Kapitel.
Lasst mir bitte eure Meinung zum Kapitel da.
Außerdem eure Meinung zu Linnea und Silas und zu den anderen Charakteren.
Ich nehme übrigens bei den Platinawards, sowie den Wattys teil!
Ich hoffe es wird was draus!
Außerdem seid ihr der Wahnsinn, nach nur 7 Kapiteln schon fast 10k reads!!
Ich liebe euch :,D♥️
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