❥ 04

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"Ich kann verstehen, das das alles etwas viel ist.... Also... lass ich dir etwas Zeit bevor ich dir alles erkläre. Wenn du so weit bist, komm einfach wieder ins Wohnzimmer. Ich zeige dir dann den Rest des Hauses und gehe alles mit dir durch! Vielleicht ist Ae Ri ja dann auch schon da!" matt lächelte sie mich an und verließ dann schnell das Zimmer. Fast so, als würde sie fliehen. Ganz offensichtlich hatte sie mit einer anderen Reaktion von mir gerechnet. Begeisterung zum Beispiel, doch in sowas war ich nicht gut. Ich hatte keinerlei Leistung erbracht, um das hier zu verdienen. Daher wusste ich nicht wie ich damit umgehen sollte und auch nicht mit dem Rest der noch folgen sollte.
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❥ Rika POV:

Da stand ich also, in meinem neuen Zimmer und hatte bereits die erste Person in die Flucht geschlagen ohne es zu Wollen - toll gemacht Rika! Tadelte ich mich selbst. Ich hätte wirklich dankbarer reagieren sollen!

Ich presste die Lippen aufeinander und ließ meinen Blick noch einmal durch das Zimmer schweifen, welches mir absolut surreal vorkam. Vielleicht war ausräumen ja gar keine so schlechte Idee, um anzukommen. Ein paar persönliche Dinge hier und da und alles würde schon ein wenig Heimischer sein - hoffentlich.

"Na Komm, räumen wir deinen Koffer aus!" forderte meine Mama mich auf und ich zuckte leicht zusammen. An sie, hatte ich ja gerade gar nicht mehr gedacht! Ich blickte zu ihr und bekam gerade noch so mit wie sie den schweren Koffer auf das Bett hievte. Unsanft landete er auf der Bettdecke während Mama Anstalten machte, ihn zu öffnen, doch das Schloss hinderte sie daran. Zum Glück. Verwirrt friemelte sie an dem Verschluss herum und schien offensichtlich nicht zu verstehen, das er verschlossen war, mittels eines Zahlenschlosses.

"Mama lass nur! Ich mache das später in Ruhe alleine!" erklärte ich und betonte bewusst das letzte Wort, doch sie schüttelte nur den Kopf und versuchte es weiter. Mit ein paar wenigen Schritten war ich bei ihr, um ihre Hände daran zu hindern weiter meinen Koffer zu penetrieren, bevor er wirklich seinen letzten Atemzug machte und sich öffnete... Zutrauen würde ich dem alten Ding das! "Aber warum, es geht doch viel schneller, wenn wir es zusammen machen!" meinte sie und versuchte es erneut.

Sicherlich hatte sie recht damit, dass es schneller gehen würde, aber ich wollte es lieber alleine machen. Ich mochte es nicht, wenn jemand meine persönlichen Dinge anfasste. Keine Ahnung warum. Eigentlich sollte mir das nicht peinlich oder unangenehm sein, den sie war schließlich meine Mutter, andererseits, war sie nie wirklich da gewesen. Sie hatte nie ein aktiver Part in meinem Leben und in diesem Koffer waren viele persönliche Bilder, von Papa, Oma, Opa und meinen Freunden, von den Menschen, die aktive an meinem Leben teilgehabt haben und es noch immer taten. Es waren die Menschen, weswegen ich hier war! Die Menschen denen ich Helfen wollte. Ich war nicht wegen Mama hier um sie besser kennenzulernen, sondern um besser zu werden, damit ich Papa helfen konnte. Papa war nämlich immer da gewesen und Papa wäre der einzige Mensch, mit dem ich diesen Koffer auspacken wollen würde, den er würde mir Mut machen und mich anlächeln während er auspackte.

Ich weiß, dass es eigentlich unfair gegenüber Mama ist, denn sie hat sich das Leben so auch nicht ausgesucht. Sie wollte mich und Papa unterstützen, damit ich auf die besten Schulen gehen konnte und Papa ein Restaurant eröffnen konnte. Dafür hat sie uns verlassen und immer Geld geschickt. Ich wollte sie auch nicht dafür verurteilen... Niemals.... doch Geld war nun mal nicht alles. Anwesenheit, an meinem Geburtstag oder Abschluss, sowas wäre viel mehr Wert gewesen. Unbezahlbar, doch stattdessen schickte sie Geld und auch wenn ich wusste das sie wegen dem Job nicht kommen konnte, tat es mir jedes Mal weh, wenn sie an besonderen Tagen nicht da war. Bei Honey war sie ja auch immer da gewesen....

"Rika?" meine Mutter umfasste meine Hand und versuchte mir ins Gesicht zu blicken. Ich hatte zu lange geschwiegen, jetzt war sie besorgt "Was hast du den? Geht es dir gut?" fragte sie vorsichtig und ich schüttelte mich kurz innerlich, um die Gedanken verschwinden zu lassen, ehe ich tief Luft holte und die Positionen unsere Hände tauschte, um ihre zu tätscheln "Ja, mir geht es gut. Es ist nur alles etwas viel. Ich habe mit sowas nicht gerechnet ..." das war nicht gelogen aber auch nicht die ganze Wahrheit. Ich hatte wirklich nicht mit sowas hier gerechnet. Eigentlich hatte ich mit nichts gerechnet. Einem leeren Zimmer mit einem Bett vielleicht.

Verständnisvoll nickte sie "Ja... das kann ich mir vorstellen aber ich kann dir versprechen, dass du dich hier wohlfühlen wirst! Und das, ganz schnell! Ich hätte dich für den Job nicht vorgeschlagen, wenn ich nicht wüsste, dass du hier in den besten Händen bist, während du dich auf die Akademie vorbereitest" sie schenkte mir ein gütiges Lächeln und ich wusste, sie wollte mich aufmuntern. Sie versuchte es zumindest "Ich weiß Mama" bestätigte ich und erwiderte ihr Lächeln etwas kraftlos. Ich wusste es wirklich und vielleicht wurde es einfach Zeit, das sie die Chance bekam ein Teil meines Lebens zu werden. Ein aktiver Teil. Schließlich war ich ja jetzt hier.

Gerade als ich den Gedanken weiter vertiefen wollte, ob ich Mama nicht doch meinen Koffer überlassen sollte, klopfte es sanft an der geöffneten Tür und eine Tiefe warme Stimme, welche einem der Jungen Männer gehörte, erklang im Raum. Ganz verstand ich nicht was er sagte, doch ich mochte die Art, wie sich seine vollen Lippen beim Sprechen bewegten "Seokjin fragt, ob es dir hier gefällt?" übersetzte meine Mutter die Lippenbewegungen des Mannes.

Ich blickte in sein lächelndes Gesicht und nickte "Nae! Ich mag es" antwortete ich in dem gebrochenen Koreanisch, das ich gelernt hatte. Sein Lächeln wurde breiter und erhellte seine Züge. Wieder sagte er etwas zu meiner Mutter bevor er zurück zu mir blickte "Jin bietet sich an dir die Küche zu zeigen. Was hältst du davon?" - Küche.... Ja Küche klang gut. Küche klang nach etwas wie zu Hause! Ein Ort an dem ich mich Wohlfühlte.

Mit einem resignierten Lächeln nickte ich dem jungen Mann zu und machte einige Schritte in seine Richtung, bis ich direkt vor ihm stand. Kurz flog sein Blick musternd über mich. Ich konnte es genau sehen. Seine Augen glitten erst über mein Gesicht, dann über meine Haare hinab zu meinem nicht ganz so schlanken Körper. Ich war nicht dick um Gottes willen... ich würde mich eher als normal bezeichnen, doch wenn ich mich selbst mit dem Mädchen auf den Bildern verglich die im Flur hingen, war ich doch etwas fülliger als sie. Ich hatte keine Modellmaße und die würde ich auch niemals bekommen, dafür liebe ich Essen viel zu sehr und für mich war es okay und dennoch frage ich mich was er dachte.

Einen Augenblick lang wartete ich, bis er fertig war, mich anzusehen und sein Blick zurück in meine Augen kehrte. Ich kannte diese Art von Musterung bereits. Sicherlich war ihm aufgefallen, dass ich nicht so schlank war, wie Honey z.b. und es würde mich wirklich brennend Interessieren, wie sie es geschafft hatte, so viel abzunehmen, seit ich sie das letzte Mal gesehen hatte. Sie musste eine Radikal-Diät durchgeführt haben! - So etwas würde ich niemals durchhalten! Disziplin hin oder her.... bei Essen hörte sie bei mir auf!

Plötzlich lächelte der junge Mann vor mir und nickte in Richtung Flur "Gehe wir!" War alles, was er freundlich zu mir sagte, bevor er sich umdrehte und als erster voranging. Blinzelnd sah ich ihm nach. Mit so einer Reaktion hatte ich weniger gerechnet. Normalerweise, wenn ein Koch einen musterte, gab er nur ein unzufriedenes Grummeln von sich und ging ohne ein Wort in die Küche. - Das waren Reaktionen, die ich kannte!

Die meisten Menschen traut mir nicht zu, eine gute Köchin zu sein und ich wusste nicht zu 100% woran das lag. Vielleicht daran, dass ich, auch wenn ich nicht die schlankeste war, doch recht klein und zierlich wirkte - so als habe ich nicht viel Kraft. Meine Hände und Finger waren klein und eher feminin. In der Ausbildung sagt ein Koch einmal zu mir, dass das keine Hände zum Kochen sind, sondern eher die Hände einer Hausfrau. Danach wollte ich es ihm umso mehr beweisen..... Hausfrau! - Lächerlich!

Ich war eine gute Köchin und auch das würde ich hier beweisen!

Mit neuer Energie presste ich nickend die Lippen aufeinander und folgte den großen, wirklich breitschultrigen Mann in die moderne Küche "Das ist die Küche!" erklärte er das offensichtliche und blieb in der Mitte des Raumes stehen. Es war eine Hochmodern und simpel eingerichtete weiße Hochglanz Küche mit einer Marmorplatte "Schön..." murmelte ich und wollte eigentlich noch mehr sagen, doch ich wusste nicht genau wie ich einen Satz auf Koreanisch formen sollte, - das war nämlich gar nicht so einfach!

Er lächelte "Simple Stile!" erklärte er mit einem niedlichen gebrochenen Englisch und ich musste leicht lachen aufgrund seiner Aussprache "Ja!" bestätigte ich kichernd "Simple!" meine Finger legten sich auf die kühle Marmorplatte, welche die Schränke zierte und strichen darüber. Hier würde ich also in Zukunft kochen. Gar nicht so übel musste ich gestehen.

Hinter mir raschelte es und ich drehte mich zu Seokjin um, um zu sehen, was er tat "Alles was du brauchst, ist hier!" erklärte er mir auf Japanisch. Seine Aussprache war gut und deutlich, ganz anders als mein Sprachvermögen was Koreanisch anging "sieh dich einfach um!" damit trat er von dem Schrank zurück, welchen er geöffnet hatte und ging zu dem anderen jungen Mann, der im Türrahmen stand. Unsicher blieb ich an Ort und Stelle stehen und sah ihm hinterher "Ae Ri ..." war alles, was ich von der Konversation verstand, welche Seokjin mit Namjoon führte. Erneut dieser Name. So langsam wurde ich wirklich neugierig auf diese Frau Names Ae Ri.

Ich gab ein leises Seufzen von mir und befeuchtete meine Lippen, bevor ich mich noch einmal umsah. Es war eine ganz normale Küche, wie jede andere Haushaltsküche auch, nur in Hochwertig. Sie war nicht zu vergleichen, mit einer Küche in einem Restaurant aber sie besaß alles, was ich brauchte um zu kochen.

Wie automatisch blieb mein Blick an dem Kühlschrank hängen. Ob er gefüllt war? Beherzt griff ich nach dem Griff und zog die Tür des Kühlschrankes auf. Eine angenehme Kälte schlug mir entgegen zusammen mit dem Geruch von Kühlmittel, frischen Gemüse und Obst. Ein Geruch, der mit sehr vertraut war und mir ein kleines Lächeln auf die zusammengepressten Lippen zauberte.

Nach einer kurzen Bestandsprüfung musste ich feststellen, das der Kühlschrank in der Tat sehr gut gefüllt war. Es war alles vorhanden, was man so alltäglich brauchte um zu kochen. Nichts Spezielles für außergewöhnliche Gerichte aber ... naja was solls, schließlich war ich hier ja auch nicht in einem Restaurant, sondern in einem Einfamilienhaus.

"Ae Ri war gestern noch Einkaufen. Sie wollte nicht, dass du das auch noch machen musst, wenn du ankommst" erklärte meine Mutter, welche in die Küche gekommen war. Mit einem kleinen Stoß ließ ich die Kühlschranktür wieder zufallen und wand mich ihr zu "Es ist anders hier als zu Hause, nicht wahr?" fragte sie mit einer leichten Besorgnis in der Stimme aber auch mit einem aufmunterndem Ton. Ich nickte "Ja das ist es wirklich. Die Küche ist nicht zu vergleichen, mit der im Restaurant aber es ist alles da, was man braucht um zum Kochen" erklärte ich und versuchte ihr die Sorge um mich, mit einem Lächeln zu nehmen. Sie nickte "Du wirst dich schnell daran gewöhnen hier zu leben und zu kochen" erklärte sie und ihr blick glitt ins Wohnzimmer, welches man von der Küche aus sehen konnte. Ich folgte ihren Blick und sah Eun Mi mit Seokjin sprechen.

"Du hast es gut hier Rika. Sie werden es dir leicht machen dich einzugewöhnen und dir bei allem Helfen! Weißt du Schatz, Bangtan ist keine normale Familie. Sie sind ein außergewöhnlicher Haufen, junger Männer mit großen Herzen, die zu einer Familie wurden. Sie haben es sogar geschafft unsere Ha Nui zu zähmen. Auch sie ist jetzt ein Teil der Familie, für die du Kochen wirst" sie wand sich mir wieder zu und ich neigte etwas irritiert den Kopf. Wie meinte sie das? "Mach dir keine Sorgen und Stress dich nicht! Das hier wird sicherlich auch ganz schnell dein Zu Hause werden!" Ich brauchte einen Augenblick um zu verdauen was meine Mama da gerade alles gesagte. Gerade mal 20 % davon machte einen Sinn für mich, die anderen 80 % waren ein Rätsel auf hohen Niveau. Ich wusste wirklich nicht, wie ich auf das, was sie gesagt hatte reagieren sollte. Sie sind zu einer Familie geworden? Ha Nui gehörte dazu? Haufen junger Männer?! Mein zu Hause werden?! ...WAS?

Gerade an dem letzteren, was meine Mutter gesagt hatte, hatte ich so meine Zweifel. Wie sollte Ich, - jemand der aus einer ganz anderen Welt kommt wie dieser hier - mich jemals hier zu Hause fühlen? Das war unmöglich! Ich fühlte mich wie ein armer Ritter Toast, ohne Beilage, in einem 5 Sterne Restaurant auf dem Teller einer Adeligen. - Absolut fehl am Platz!

Doch es war ja nicht so, als hätte ich das vorher nicht gewusst. Ich ahnte ja worauf ich mich einlasse, doch das alles war es mir wert! Ich wollte Papa auf jeden Fall unterstützen und das Familienrestaurant retten. Wir mussten uns Weiterentwickeln. Neue Standards erreichen, um gegen die kleinen Pops und Lokale, die aus dem nichts in der Umgebung aufgetaucht sind und dem Spitzenkoch Restaurant, zu bestehen und dafür musste ich besser werden und um jeden Preis an die koreanische Kochakademie kommen! Ob es mir nun passte oder nicht, dass ich ein Toast in einem Luxus Restaurant war, ich musste da durch! Dieser Job hier sicherte mir auf jeden Fall erst mal eine Unterkunft und Geld, welches ich Papa schicken konnte! Außerdem konnte ich hier kochen und mich vorbereiten!

Das plötzliche Scheppern neben mir riss mich aus meinem Gedanken und ließ meinen Kopf herumschnellen "Oh... Entschuldige!" es war Kim Namjoon der neben mir, eine Pfanne, die auf der Trockenablage gestanden hatte, zu Boden befördert hatte. Schnell beugte er sich herab und hob die Pfanne Hecktisch auf, dabei stieß er mit der Schulter gegen den Schrank und fluchte leise vor sich hin. Als er sich wieder aufgerichtete schenkte er mir ein entschuldigendes Lächeln und legte die Pfanne vorsichtig zurück an dem Platz "Yaaaa Namjoonah!" rief Kim Soekjin aufgebracht in einem Spitzen Ton "Was hast du jetzt wieder gemacht?!" er eilte in die Küche und stemmte die Hände anklagend in die Hüften, während Kim Namjoon kleinlich neben mir stand und etwas Unverständliches von sich gab, was den breitschultrigen leicht aus der Fassung brachte, den er gab ein Schnauben von sich, welches mehr als nur deutlich seinen Unmut über die Situation ausdrückte.

Was daraufhin folgte, waren ein Schwall fluchender und belehrender Worte, denen ich nicht folgen konnte, bis sich der Dunkelhaarige an mich wand "Regel 1!" erklärte er mir auf Japanisch "Namjoon... nicht... Küche!" ich blinzelte mit leicht geöffneten Lippen, nickte aber dann anschließend. - Wird schon seine Gründe haben!

Regel 1: Namjoon darf nicht in die Küche!

Notiert!

Meine Mutter gab ein herzliches Lachen von sich und klopfte Kim Seokjin beschwichtigend auf die Schulter, was ihn fast noch mehr aus er Fassung brachte, doch meine Mutter schaffte es mit irgendwelchen Worten, den Mann zu beruhigen "Na Komm Namjoon-ah!", rief meine Mutter, "Gehen wir im Wohnzimmer auf die anderen Warten!" sagte sie zu mir und Namjoon nickte, wobei seine Schultern hinabhingen, wie bei einem Küchenhund, den man vertrieben hatte, ohne ihm etwas von dem Essen gegeben zu haben. Kim Seokjin blickte ihn warnend aus zusammengekniffenen Augen hinterher, was mehr niedlich, als bedrohlich aussah. Ich Kicherte leicht. Was für komische Käuze. Wo bin ich bloß gelandet? "Beachte sie einfach nicht Rika!" lachte meine Mutter und wank nun auch mich aus der Küche ins Wohnzimmer.

"Setzten wir uns doch! Rika, Jungs, wollt ihr was trinken?" fragte sie auf beiden Sprachen, doch wurde im selben Augenblick von einem Piepen und darauffolgenden Stimmen unterbrochen. Es war eindeutig die Stimme eines Mädchens und von zwei Männern "Balli Yoongi-ah!" rief sie und ich hörte hastige Schritte näher kommen, zusammen mit einem Grummeln wie bei einem Gewitter. Kurz darauf erschien ein Mädchen im Wohnzimmer, die ebenso auch aus einem Modemagazin entsprungen sein hätte können.

Sie hatte lange hellbraune Haare, die in dezenten Wellen über ihre schmalen Schultern fielen, blasse, fast Milch farbig Haut und Augen wie ich sie noch nie gesehen hatte. Karamell! War das einzige Word, welches mir dazu einfiel. Ihre Augen hatten einen hellen Karamellton, was ungewöhnlich für eine Asiatin war. Ihr Körper war zierlich aber sportlich gebaut und steckte in einem Cremefarbenen Rock mit einer weißen Oversized Bluse. Es war schlicht und einfach, aber an ihr wirkte es unglaublich elegant und hochwertig. Kurz spürte ich Neid aber auch Respekt ihr gegenüber in mir aufkeimte. Was würde ich dafür geben auch nur 10% von ihrer Figur zu haben doch auf der anderen Seite fragte ich mich, ob sie ordentlich aß oder dauerhaft eine Diät machte, um so auszusehen, was definitiv nicht gesund wäre aber von Disziplin zeugen würde, welche ich nicht besaß!

"Omo!" machte sie und kam näher, was sie nur noch hübscher machte. Schmetterlingshaft huschte ihr Blick über mich und sie Lächelte breit "Du musst Tamashi Rika sein! Ich bin Jung Ae Ri! Die Besitzerin dieses Hauses! Ich freue mich wirklich wahnsinnig darüber das du hier bist!" erklärte sie schnell und nahm meine Hand um sie zu schütteln. Ihr Lächeln und ihre Art waren warm und ehrlich. Fast ansteckend. Sie wäre das perfekte Mädchen, welches man als Bedienung durch das Restaurant schickte, um Bestellungen aufzunehmen oder Gäste zu begrüßen. Jeder würde sie liebe!

"Wer soll sie sonst sein?", fragte eine etwas tiefere Stimme, mit einem belustigten Unterton und zwei weitere gut aussehende Männer betrat den Raum. Das Mädchen vor mir kicherte und sah zu dem Mann, der gesprochen hatte "Das ist richtig!" lachte sie und blickte mich kurz an "Das sind Min Yoongi und Jung Hoseok, besser bekannt als Suga und J-Hope" erklärte sie und griff nach der Hand, des etwas blasseren jungen Mannes, um ihn näher zu ziehen "Freut mich dich kennenzulernen! Ich bin Suga aber nenn mich Min Yoongi" erklärte er und reichte mir seine große schlanke Hand. Anders als die Kälte, die von seinen Fingern ausging, war sein Lächeln warm. Auch der andere besaß eine freundliche Erscheinung "Respekt das du diesen Job machen willst und natürlich freut es uns das du dich dazu entschieden hast Teil vom Team BTS zu werden. Ich bin J-Hope!" erklärte er feierlich.

BTS? Suga? J-Hope?

BTS! Ja.... da klingelte es gewaltig in meinem Kopf. BTS. BTS war DIE K-Pop Gruppe, die Weltweit bekannt war! Sie besaßen Millionen von Fans. Sie füllten ganze Stadions! Plakate mit ihren Gesichtern zierten die Wände der Stadt. Sie waren die größten Idole überhaupt. BTS.

Mein Kopf schnellte zu meiner Mutter, welche genau in dem Moment, in dem sich unsere Blicke hätten kreuzen sollten, weg sah, denn sie wusste, dass sie mir eine wichtige Information bewusst verschwiegen hatte!

Ich war die Köchin für BTS! Ich war in ihrem Haus!

Hallo meine Lieben,

Ein neuer Donnerstag, ein neues Update, in der neuen Story XD

Rika hat endlich herausgefunden wo sie ist, doch warum hat ihre Mutter ihr das nicht eher gesagt? Gibt es vielleicht einen Grund dafür, es ihr verschwiegen zu haben. Einen der sie vielleicht davon abgehalten hätte in das Bangtan Haus zu kommen?

Wer weiß, wer weiß. Vielleicht erfahren wir es im nächsten Kapitel.... oder in dem danach.

Bis dahin habt eine gute Zeit und passt auf euch auf!

보라해 (Borahae) ~ i purple you
Eure Liv


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