Hilfe

Irgend wie hatten Lumi und ich es geschafft die Zahnfee in eines der Zimmer zu schleppen und auf das Bett zu legen.
Er hatte zwar die Augen geöffnet, aber schien nicht wirklich bei uns zu sein. Zögernd griff ich nach seinem Hut, der sowieso schon nur halb noch auf seinem Kopf war und legte ihn vorsichtig auf den kleinen Tisch neben dem Bett.
>Möchtest du was trinken?< fragte ich schließlich und sah ihn an.
Ohne den Hut sah er nicht mehr ganz so düster aus.
>Lumi holt Wasser< sagte der kleine Geist und flog davon.

Kaum war ich allein mit ihm, fühlte ich mich etwas unwohl und verloren. Ich stand neben dem Bett und sah auf einen völlig Fremden. Wäre seine Gesichtshälfte nicht so gruselig bemalt, sehe er ganz normal aus. Ohne nachzudenken, streckte ich die Hand danach aus. Ob es wirklich aufgemalt war?
Kurz bevor ich ihn berührte krümmte er sich zusammen und gab wieder einen gequälten Laut von sich.
>Was hast du?< fragte ich erschrocken und wich zurück.
Es dauerte nicht lang, da versuchte er sich wieder zu entspannen. Doch seine Hand blieb auf seinen linke Seite am Bauch gepresst.
Vorsichtig näherte ich mich ihm wieder und schob den weißen Mantel etwas beiseite. Der Stoff den er darunter trug hatte sich Blutrot verfärbt.
>Du bist verletzt< entfuhr es mir.

Vorsichtig schob ich sein Oberteil hoch. Er hatte eine, zum Glück nicht wirklich tiefe Wunde.
>Ich suche etwas zum verbinden< sagte ich und drehte mich von ihm weg.
Plötzlich umschloss seine Hand mein Handgelenk und hielt mich fest.
Verwundert sah ich erst an die Stelle wo mich seine Handschuhe berührten, dann zu ihm.
Sein Blick ruhte auf mir.
>Warum... hilfst du mir?< seine Stimme war rau und nicht so kraftvoll wie sonst.
>Ich weiß nicht< antwortete ich ehrlich. >Es fühlte sich richtig an... immerhin möchte ich hier nicht allein in dem großen Hotel sein müssen<
Sein Blick veränderte ich sich, aber ich konnte es nicht wirklich deuten. Dann ließ er mich los.
>Du musst mit dem Zepter die Tür von Zimmer 1685 öffnen...< er schloss die Augen und atmete tief ein und aus. >Auf dem Tisch ... die grüne Flasche< wieder machte er eine Pause zum Atmen >kipp sie mit der ... gelben zusammen und dann bring es her< wieder verzog sich sein Gesicht schmerzerfüllt.
>Wie soll ich mit dem Zepter eine Tür öffnen?< zweifelnd sah ich ihn an.
Doch ich erhielt keine Antwort, stattdessen krümmte er sich wieder und stöhnte. Irgend etwas schien ihm große Schmerzen zu bereiten.

Ich eeilte zu dem Schrank, holte diesen merkwürdigen Stab hervor und suchte das Zimmer.
Nach etlichen Stufen fand ich es. Die Tür war verschlossen.
>Und wie bekomm ich jetzt die Tür auf?< murmelte ich vor mir hin und betrachtete die knöchernde Hand an der Spitze des Stabes.
Urplötzlich bewegte sich diese, beinahe hätte ich den Stab fallen lassen. Mit dem Zeigefinger deutete sie auf die Türklinke. Langsam führte ich den Stab dahin und die Skeletthand öffnete tatsächlich die Tür.
>Ähm... danke< ich betrat den Raum. Überall standen irgend welche Flaschen, aus einigen Dampfte es. Auf dem Tisch fand ich etliche Flaschen, dessen Inhalte die unterschiedlichsten Farben hatten.
>Grün und gelb< erinnerte ich mich und suchte danach.

Mit dem fertigen Gebräu lief ich zurück zur Zahnfee. Dieser lag schweratmend auf dem Bett, Schweißperlen standen ihm auf der Stirn.
>Hier, ich habs< ich hielt die Flasche hoch, lehnte das Zepter gegen die Wand und trat auf ihn zu.
>Auf die Wunden< seine Stimme war nicht mehr als ein krächzen.
>Wunden?< entgeistert sah ich ihn, ich wusste doch nur von der einen und es erschien mir nicht richtig irgend ein Gebräu auf ihn zu kippen. Dennoch kippte ich vorsichtig ein wenig auf die Wunde an seinem Bauch. Im Bruchteil einer Sekunde verschloss diese sich.
>Wo ist denn noch eine Wunde?< fragte ich.
Statt einer Antwort versuchte er den Mantel auszuziehen. Seufzend half ich ihm.
Wo war Lumi eigentlich?
Er drehte mir schwerfällig den Rücken zu. Anhand des blutgefärbten Stoffes Schlussfolgerte ich auch hier auf eine Wunde. Also zog ich den Stoff beiseite und stockte. Er war tätowiert, was eigentlich gar nichts zu Sache tat.
Ich träufelte auch hier etwas auf die Wunde und sah wie sie in windeseile verschwand. Er ließ sich zurück auf den Rücken fallen und schloss die Augen.
>Danke< wisperte er, sichtlich erschöpft.
>Wenn es dir besser geht, schuldest du mir eine Menge Antworten< sagte ich entschieden, war mir aber nicht sicher, ob er mich hörte.

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Gute Nacht 🌃

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