Chapter 21

Ich huschte schnell ins Haus und holte etwas zu essen und Kaffee. Um jetzt noch aufzuräumen stank es zu sehr, es war fast nicht mehr auszuhalten und ich flüchtete so schnell wie möglich wieder nach Draußen. Wie schnell würde man den Zettel finden? Was würde die Polizei dann machen? Sie wussten noch nicht wo sich Raynards Versteck befand, sonst wären sie schon längst hier gewesen und hätten ihn festgenommen. Aber ich wusste, dass Raynard das nicht zulassen würde. Als ich zurück kam hatte er sich ein einfaches, dunkelblaues T-Shirt angezogen und ein kariertes Hemd offen darüber. Das trug er am meisten und ich mochte es an ihm. Dankbar nahm er den Kaffee entgegen und trank erstmal einen Schluck. "Keine Sorge, ich habe ihr auch etwas gegeben. Nachdem sie sich übergeben hat", sagte er auf meinen nachdenklichen Blick hin und beim zweiten Teil seines Satzes musste er sogar beschwichtigend lächeln. "Du warst der einzige, der nicht völlig in Panik war." "Naja... ich wurde auch anders behandelt...", versuchte ich es zu erklären. Oder der kühle Kopf war schuld. Auch wenn ich mittlerweile nicht mehr dachte, dass es ein kühler Kopf, sondern einfach ein ausgeschalteter Verstand war. Wie dicker Nebel in meinem Kopf, den man auch nicht mit messerscharfen Gedanken durchtrennen konnte. Wie ein echtes Messer, was durch den Nebel pflügte, aber nichts auszurichten vermochte. "Was hast du mit ihr vor?", fragte ich leise. "Erst noch nichts. Aber sie wird die Polizei hier hin locken. Bosch weiß von meiner Vergangenheit, also wird er bald hier sein. Ich habe einen Plan. Aber erst muss ich telefonieren. Du bleibst hier, okay?" Ich nickte nur, weil ich es schon erwartet hatte. Aber Raynard hatte einen Plan, er wusste was er tat.

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