[Kapitel 24 Umzug nach Helms Klamm Teil 2]
"Manchmal,wenn ich sage"Ich bin Okay.",möchte ich,dass mir jemand in die Augen schaut,mich fest umarmt und sagt:"Ich weiß,dass du es nicht bist"
Tamiko P.O.V
Schon seit Sonnenaufgang sind wir wieder unterwegs,ich hatte die Nacht nicht geschlafen,bereute es aber bisher auch nicht.Ich hatte zwar eine Zeit lang versucht zu schlafen,aber irgendwas hielt mich wach was genau wusste ich nicht.
Wie auch immer,ich lief zusammen mit Legolas vorne weg,über die ungerade Ebene und Amaru hatte sich in einen Fuchs verwandelt.Nein,nur ein kleiner Scherz,schließlich wäre Amaru nicht Amaru wenn es sich nur in einen Fuchs verwandelt hätte.
Das wäre ihm natürlich nicht eindrucksvoll genug,sein Ego würde sich dadurch nämlich verletzt fühlen und seine Arroganz ließe so eine,für ihn 'erbärmliche' Verwandlung nicht zu.Denn dann würde ja niemand bemerken wie großartig Amaru doch war.Ja so war er eben,mein Amaru.Er hatte sich nämlich in Wirklichkeit in einen Mondschleicher verwandelt,ein Mondschleicher hatte Ähnlichkeit zu einem Fuchs ja,aber war ein Mondschleicher so groß wie ein Alpha Wolf.Zudem haben Mondschleicher ein schwarz/graues Fell,die Spitze ihres Schwanzes ist weiß und ihre orangene Augen leuchten in der Dunkelheit.
Mondschleicher wurden nach ihrer Fähigkeit benannt.Sie werden im Licht des Mondes unsichtbar und da sie beim Laufen keine Geräusche machen nennt man sie Mondschleicher,denn im Licht des Mondes kann man sie weder sehen noch hören.
Legolas und ich lachten gerade darüber wie beleidigt Amaru immer war wenn ich einem anderen Tier mehr Aufmerksamkeit schenkte,als Amaru plötzlich bedrohlich knurrte und starr in eine Richtung schaute."Was hat er?"Fragte Legolas und ich zuckte nur unwissend mit den Schultern."Amaru?Did you discover something {Hast du etwas entdeckt}?"Angespannt bewegten sich meine Hände langsam zu meinen Dolchen."Yes,Orks...but they are not allone {Ja,Orks...aber sie sind nicht alleine}."
Verdammt!Sowas hatte ich befürchtet,wahrscheinlich hatten sie Warge dabei."Legolas!Amaru wittert Orks und sie haben wahrscheinlich Warge dabei!"Sofort war auch Legolas alarmiert und es dauerte nicht lange,da bestätigte sich meine Befürchtung.
Ein Ork samt seines Reittiers sprang auf mich zu,doch Legolas erschoss diesen sofort."Ein Späher!"Erkannte ich und gab Aragorn ein Zeichen für Gefahr.
Dieser Verstand sofort und rannte Richtung König.Legolas,Amaru und ich bekämpften währenddessen die Warge und Orks,welche uns nun in Scharren entgegen kamen.Ich schnitt jedem Ork die Kehle die h und erstach jeden der Warge mit einem einzigen Hieb meiner Dolche.Die Warge taten mir irgendwie leid,sie waren so unschuldig,sie wurden dazu gezwungen uns anzugreifen.Sie erinnerten mich an mich selbst...auch ich wurde einst dazu gezwungen anderen weh zu tuen...
Mittlerweile waren auch Aragorn,Théoden und dessen Krieger zu uns gestoßen.Zum Glück denn langsam würde das hier echt anstrengend,nicht das diese Wargreiter stark waren,nein sie waren echt lästig.Wie ein Haufen Mücken die unbedingt an dein Blut wollen,aber sie waren ganz schön viele.
"Meine Axt wartet auf deine Fratze!"Hörte ich Gimli in meiner Nähe schreien,er wartete tatsächlich darauf das ein Wargreiter auf ihn zu rennt.Was ein Draufgänger,dieser Zwerg.Doch bevor Gimli den Wargreiter töten konnte,erledigte einer von Legolas Pfeilen eben diesen."Uah!Der geht auf meine Rechnung!"Rief Gimli aufgebracht würde aber gekonnt von Legolas ignoriert.Ich selbst trat gerade auf meinen letzten Gegner ein und brach ihm somit kurzer Hand das Genick.Doch die nächsten Orks ließen nicht auf sich warten zu dritt griffen sie mich an,ich blockte den einen Angriff und wich dem anderen aus.Was dazu führte das sich zwei meiner Gegner gegenseitig umgebracht haben."Gibt es keine Gegner die mir würdig sind?"Fragte ich seufzend und versenkte meine Dolche in die Nervenstränge meines letzten Gegners.
Dann sah ich schmunzelnd zu Gimli und er steckte wortwörtlich in der Klämme.Denn er war von einem toten Wargreiter eingeklemmt worden.Das Grinsen in meinem Gesicht wurde noch breiter als ich ihm aus seiner unbequemen Situation befreite.Gimli murmelte daraufhin irgendwas wie "Das mich ein Elbenweib Mal retten muss",aber ich ignorierte ihn einfach und stürzte mich lieber wieder zusammen mit Amaru ins Getümmel.Nichts ahnend das gleich etwas schreckliches passieren würde...
Aragorn P.O.V
Ich hatte gerade eben einen Ork von seinem Reittier geschmissen und wollte nun eigentlich selbst abspringen,da bemerkte ich das ich irgendwo fest hing.
Verflucht!Ich zog und zog an meinem Bein,aber ich kam einfach nicht frei.Noch schlimmer war aber die Tatsache das der Warge auf dem ich saß in Richtung einer Schlucht rannte.Langsam kam Panik in mir auf."Brauchst du Hilfe Mellon {Freund}?"Fragte Legolas schmunzelnd,er saß plötzlich hinter mir auf dem Warge."Ja und es würde nicht Schäden wenn es schnell geht."Bemerkte ich immer noch leicht panisch.Legolas verstand die Lage sofort und befreite mein Bein,nun fiel auch ich vom Ork.
Ich lachte erleichtert als ich auf dem Boden aufkam,doch das lachen wehrte nicht lang...
Denn als Legolas abspringen wollte drehte der Warge blitzschnell seinen Kopf um und schnappte nach Legolas Umhang.Bedauerlicherweise erwischte er Legolas und stürzte somit mit ihm in die Tiefe.So schnell ich könnte rappelte ich mich auf und lief zu besagter Klippe.Ein tosender Fluss lag dort unten,doch von Legolas fehlte jede Spur.
Nein!Das konnte nicht sein!
Das dürfte nicht sein!
Wieso?!Wieso er?!
Wieso mein bester Freund?!
Und wie sollte ich das Tamiko beibringen?!
Sie wird....oh nein...sie wird.....
"Aragorn alles in Ordnung?Und wo ist Legolas?Geht es ihm gut?"Tamikos besorgte Stimme unterbrach meine Gedanken.Ich drehte mich langsam zu ihr um, Tränen rannten mir die Wangen hinunter.Dann sah ich etwas auf dem Boden glänzen,es war die Brosche von Legolas Elbenumhang aus Lórien.Mit zitternden Händen hob ich sie auf und hielt sie dann Tamiko entgegen."Er ist...er ist...er ist dort hinunter gestürzt."Es war nur ein leises Flüstern und dennoch wusste ich was diese Worte in Tamiko auslösten.
Sekunden vergingen,Minuten vielleicht sogar Stunden bis ich es endlich wagte in Tamikos Gesicht zu sehen.
Ihre Miene war wie erstarrt,nicht der kleinste Muskel rührte sich und ihre tiefblauen Augen waren unglaubig aufgerissen.Zudem flackerte das Funkeln in ihren Augen immer wieder,als würde sie diese Information irgendwo eingeben und darauf warten das ihr Verstand sie verarbeitete.
Und als dieser Moment gekommen war fingen ihre Lippen an unkontrolliert zu zucken,Tränen flossen wie aus Wasserfällen aus ihren Augen und ihre Augen veränderten sich arg.Das Funkeln verschwand schlagartig,ihre Augen wurden wie mit einem Blitzschlag heller und von ihrer Pupille aus zogen sich seltsame schwarze Risse weiter die Iris entlang.Zudem wurde die Pupille dunkellila umrandet.
Mit ebenso zittrigen Händen nahm sie mir die Brosche aus der Hand und lief dann näher an den Rand der Klippe.Ich spannte mich sofort an,breit um sie vor einer möglichen Dummheit zu bewahren."Amaru...please...find him...without him...life means nothing to me... {Amaru...bitte... finde ihn...ohne ihn...bedeutet mir das Leben nichts...}."Ihre Stimme war nicht mehr als ein Hauch im Wind und die Bedeutung ihrer Worte entzog sich mir.
Doch anhand des tiefen Schmerzes in ihren Worten musste es sich um etwas trauriges gehen,also um Legolas.Amaru nickte gehorsam und rannte davon.
Hatte sie ihn fort gestickt?
Warum?
War sie wütend auf ihn?
Oder auf mich?
Gerade als ich sie darauf ansprechen wollte,sackte sie in sich zusammen.Bis gerade eben hatte sie es noch mühsam verhindern können,aber nun?Nun fehlte ihr die Kraft dazu und sie ließ ihrem Schmerz freien Lauf.
Sie schrie,weinte,flehte und Klage vor sich hin,sie gab sich nicht Mal Mühe es leise zu tuen und mit einem Mal war ich ratloser als jemals zuvor.Denn ich wusste egal was wir tuen,wir können ihr nicht die Schmerz en nehmen,wir können ihr Legolas nicht zurück bringe.Wir sind absolut machtlos...
Erzähler P.O.V
Nun standen sie da die letzten zwei Gefährten,der König und seine Krieger.Niemand von ihnen wusste was nun zu tuen war.
Sollten sie der Elbin aufhelfen,gut zu reden und einfach weiter nach Helms Klamm ziehen?
Sollten sie ihr Zeit lassen,sie schreien,klagen und flehen lassen?
Sie weiterhin darum betteln lassen endlich von dem Schmerz erlöst zu werde?
Oder sollten sie sie einfach auf ein Pferd setzten und ihr schreien,klagen,betteln und flehen im stillen ertragen?
Schließlich konnte ihr keine Helfen,Legolas der einzigste der ihr helfen hätte können war tot,nein der jenigen wegen dem sie überhaupt in diesem Zustand war.Wäre er noch hier wäre sie weiterhin glücklich,würde weiterhin Witze reißen und Spaßes Halber Leute beleidigen,Gimli für schlechte Witze auslachen und lustige Bemerkungen über Aragorn los lassen.Doch die Tamiko die gerade dort auf dem Boden kniete war eine andere.
In ihrem inneren fand ein unerbittlicher Kampf statt.Ein riesiger Eissturm tobte in ihrem Herzen und ein schwarzes Loch in ihrem Kopf fraß langsam alles an Gefühlen und schönen Erinnerungen auf.
Es war als würde sie in einen Strudel gezogen werden,der sie immer tiefer ins Wasser zog und egal wie heftig sie darum kämpfte wieder aufzutauchen,sie blieb unten.
Langsam beschleunigte sich ihre Atmung und sie hatte das Gefühl keine Luft mehr zu bekommen.Als hätte sie jemand in einen luftdichten,schwarzen Raum aus Einsamkeit gesteckt,die Tür verschlossen und den Schlüssel weg geworfen.Sie krallte ihre Hände in die trockene Erde und biss sich auf die Lippen um ein erneutes Schreien zu unterdrücken.Angestrengt kniff sie ihre Augen zusammen,da sich alles um sie herum angefangen hatte zu drehen, Geräusche nahm sie schon längst keine mehr wahr.
Langsam floss klares,rotes Blut ihre Lippen hinter,da sie so fest auf ihre Lippen gebissen hatte.Der Geschmack von Metall erfüllte nun ihre Mund und erinnerte sie mehr den je an Legloas.Plötzlich kamen ihr Bilder in den Kopf,Bilder in denen ihr geliebter Legolas tot und blutüberströmt an ein Flussufer gespült wurde,Bilder in denen sein Schädel zertrümmert war und ein Ork siegreich vor ihm stand.
Ihr Herzschlag fasste nun umso mehr und sie konnte nun nicht mehr verhindern das ein erneutes Keuchen ihre Lippen verließ.
Aragorn redete noch immer auf sie ein,doch brachte es alles nichts.Tamiko war wie in einer anderen Welt gefangen,in einer Welt aus Schmerzen und Einsamkeit."Tamiko...Tamiko bitte Beruhige dich."Flehte der Waldläufer immer und immer wieder.Der Zwerg stand nur ratlos daneben und überlegte. Was könnten sie tuen damit sie sich beruhigt?
Da kam Aragorn eine Idee und er konnte nur hoffen dass sie funktionierte.Er umarmte Tamiko vorsichtig und wiegte sie sanft hin und her."Bitte Tamiko...Legolas hat dich-nein liebt dich immer noch und das wird sich nie ändern.Doch bitte bleib du noch ein bisschen bei uns...das hätte er sicher auch gewollt."Langsam zeigte Aragorns Methode seine Wirkung.Tamiko beruhigte sich allmählich und schaute erschöpft zu Aragorn hinauf."N-na gut...aber nur ein bisschen..."Ihre Stimme war rau und von der Müdigkeit geprägt.Außerdem konnte man ihrer Tonlage entnehmen das sie es ernst meine,doch wie lange genau ist ein bisschen?
Erleichtert lächelte Aragorn leicht und lockerte die Umarmung etwas.Doch bevor er noch etwas sagen könnte verlor Tamiko auch schon das Bewusstsein.Ihr geschwächter Körper erschlaffte und ihr Kopf sank kraftlos an Aragorns Brust,nur ihre rechte Hand bleib fest verschlossen und hielt weiterhin das letzte Überbleibsel von Legolas fest,seine Brosche.
Selbst als Aragorn vorsichtig versuchte ihr sie Brosche zu entnehmen,um sicher zu gehen das sie sie nicht doch verlor gab ihre Hand nicht nach.Also gab Aragorn es auf,hob Tamiko hoch und trug sie zu Brego,seinem Pferd.Er setzte Tamiko vorsichtig auf Bregos Rücken und sich anschließend dahinter.Gimli wurde freundlicherweise von Théoden mitgenommen,auch wenn dies dem Zwerg sehr missfiel.Der König schaute sich nochmal um,dabei blieb sein nachdenklicher Blick am längsten auf der bewusstlosen Tamiko.
Niemals hätte er mit so einer heftigen Reaktion dieser Elbin gerechnet.Sie erschien ihm so stark und unbesiegbar,als könne nichts und niemand ihr Schmerzen zufügen.So als wüsste sie gar nicht was Schmerz ist,aber nun...
Betrübt setzte die Gruppe aus dem letzten Gefährten,dem König und den verbliebenen Kriegen den Weg fort nach Helms Klamm.Und als würde das Wetter die Gefühle der Elbin ausdrücken wollen fing es an in Strömen zu regnen und ab und zu zu blitzen,gefolgt von einem lauten Donner.
Alle Beteiligten wollten einfach nur eins: So schnell wie möglich Helms Klamm erreichen,etwas warmes und vorallem trockene s anziehen und dann ins Bett...
Soo habe den Spieß Mal umgedreht,sonst musste der arme Leggy immer leiden,jetzt ist Mal mein Charakter dran.Hoffe es hat euch gefallen und bis zum nächsten Mal💕😉
Eure
RyuuKurokami♥️
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