✿ Epilog

2 Jahre später...

Ich drücke auf senden und strecke mich dann in meinem Sessel. Mein Blick gleitet zu dem Panoramafenster mit einem atemberaubenden Blick auf den Central Park.

Selbst nach einem anstrengenden Arbeitstag lässt dies ein Lächeln auf meine Lippen zaubern. Der Zauber von New York wird nie verfliegen.

Ich schließe meinen Laptop, auf dem ich gerade eine sehr zeitaufwendige E-Mail mit den Antworten zu meinen Interviewfragen abgeschickt habe.

Ich lege mein Buch darüber und lächele noch breiter.

Mein Buch.

Ich habe ein Buch geschrieben und es liegt direkt vor meiner Nase und wahrscheinlich vor Millionen anderer. Und als wäre das nicht schon heftig genug, ist es nach meiner Veröffentlichung direkt auf den ersten Platz der New York Times-Bestseller und Wall Street Journal-Bestseller gelandet.

›The Dark Side of Life‹ ist weltweit bekannt und hat mich innerhalb weniger Tage zu einer Heldin für Frauen und Männer gemacht, die ebenfalls sexuell missbraucht wurden.

Ursprünglich wollte ich gar kein Buch schreiben und definitiv auch keine Autorin werden, aber ich musste all meine Gedanken aufschreiben.

Einen Schlussstrich ziehen.

Tja und durch meinen Schlussstrich habe ich einigen Menschen das Leben gerettet. Ich hatte Angst auf ›veröffentlichen‹ zu klicken, doch es war die beste Entscheidung meines Lebens. Meine Leser schreiben mir jeden Tag wie sehr ihnen mein Buch geholfen hat und sie jedes meiner Worte förmlich aufgesaugt haben.

Das berührt mich tief und ich bin unglaublich dankbar dafür.

Das ich manchmal achtzehn oder sogar zwanzig Stunden am Tag arbeiten musste war mir egal, denn im Endeffekt hat sich jedes Wort, jedes Interview, jede Signierstunde, jede Rede und jede Träne gelohnt.

All mein Schmerz hat mich zu alle dem geführt und ich weiß das dies meine Bestimmung für den Rest meines Lebens ist.

Menschen zu helfen.

Bis zu meinem letzten Tag werde ich es tun.

Die Tür wird aufgeschlossen, was mich in meinem Sessel umdrehen und aufstehen lässt. Glücklich stelle ich fest, das Hunter vom Training wieder zurück ist. Ich renne auf ihn zu und werfe mich ihm um den Hals.

Lachend fängt er mich auf und murmelt in meine Haare „Ich habe dich auch vermisst. Aber so wie ich dich kenne, haben sich die fünf Stunden wie fünf Minuten angefühlt, oder?"

Ich grinse und sehe ihn an. „Möglich."

Er stellt mich auf den Boden ab und streicht mir ein Haar hinter das Ohr. „Du arbeitest zu viel."

Ich hebe eine Augenbraue und verschränke provozierend die Arme. „Irgendwo muss das Geld ja herkommen."

„Wir würden nicht hungern, wenn du nicht arbeitest." sagt er zwinkernd.

Überzeugt sage ich „Ich liebe meinen Job aber. Außerdem habe ich heute nur ein Interview erledigt. Entspann dich."

Er beißt sich auf die Lippe. „Da drin?"

Empört schnappe ich nach Luft. „Den Onesie hast du mir geschenkt! Du solltest den Anblick lieben!"

Schmunzelnd legt er seine Arme um meinen Hals. „Das tue ich. Kaum zu fassen das du ihn behalten hast."

Ich stemme mein Kinn auf seine Brust. „Mein wertvollster Besitz."

„Ich dachte ich bin dein wertvollster Besitz?" schmollt er.

Lächelnd verdrehe ich die Augen und küsse ihn auf sein Kinn. „Du bist immer meine Nummer Eins."

Das ist er. Ohne ihn wären wir jetzt nicht hier. Ohne ihn hätte ich niemals das Empire State Building gesehen, was schon von kleinauf mein größter Traum war.

Es wäre gelogen wenn ich sage, das die Zeit nachdem wir in New York angekommen waren leicht war.

Das war sie nicht.

Wir mussten tatsächlich für kurze Zeit in unseren Autos oder in Motels schlafen. Denn ein Apartment in New York kostet einen Haufen Kohle. Das wir jetzt sogar in einem Penthouse leben ist verglichen zu unserer Anfangslage unvorstellbar.

Aber wir wussten ja schon immer das sich harte Arbeit auszahlt und das hat es. Und es wird kein Tag vergehen, an den ich das alles für selbstverständlich sehe. Wir haben uns alles Stück für Stück erarbeitet und leben nun seit anderthalb Jahren hier.

Unser eigenes Zuhause.

Ich nehme Hunter's Hand und ziehe ihn auf unsere Couch. Er lässt sich seufzend darauf fallen, was ich ihm gleich tue.

Neugierig frage ich „Wie war das Training?"

Hunter und Chase haben sich relativ schnell einer nicht gerade unbekannten Footballmannschaft angeschlossen und spielen dort schon seit fast zwei Jahren. Mir war von vorne herein klar, das die beiden sich niemals von Football trennen werden oder geschweige denn sich selbst.

Hunter und Chase sind ein Team.

Man nimmt beide oder keinen. Keiner könnte sie trennen, was ihr Trainer auch ziemlich schnell verstanden hat. Und als er von unserer Notlage erfahren hat, hat er nicht lange gezögert und sie aufgenommen.

Inzwischen sind sie auf der Rangliste ganz oben und jeder in New York kennt ihre Namen.

Nein... ganz Amerika kennt ihre Namen.

Wenn nicht sogar die ganze Welt.

Ihre Gabe wurde ebenfalls belohnt.

Hunter hat es seinem Vater gezeigt und ihm trotzig bewiesen das er durchaus der Mann ist, der für mich sorgen kann, auch wenn ich ihn ohne alles auch geliebt hätte. Er gibt mir alles was ich brauche.

Kein Geld, Rum, teure Dates oder Geschenke sind dafür nötig... nur seine Liebe.

Sein Vater kann sich eine ordentliche Entschuldigung zurechtlegen, während er sich die Footballspiele seines Sohns ansieht und überall in den Nachrichten über ihn geredet wird.

Das ich auf ihn stolz bin, ist die Untertreibung des Jahrhunderts.

Er war eine Inspiration auf der High School und jetzt ist er es für das ganze Land.

„Anstrengend." Er grinst. „Aber es hat auch seine Vorteile Captain zu sein und einen unwiderstehlichen Charme zu haben."

„Du mogelst! Das nächste Mal beobachte ich dich wieder ob du all deine Übungen machst." drohe ich ihm.

Er deutet demonstrativ auf seinen Körper. „Solange ich so aussehe, kannst du sicher sein, das ich sie mache."

Ich ziehe eine Grimasse. Wenn ich dachte er hätte vor zwei Jahren schon mehr als attraktiv ausgesehen, hätte mich bitte jemand vorwarnen sollen, wie er mit zwanzig aussehen wird. Diese Muskeln sind nicht von dieser Welt. Und der Sex auch nicht. Ich kann mich definitiv nicht beschweren.

„Du bist so selbstverliebt." sage ich breit grinsend.

Er fährt lachend mit dem Finger über meinen Kiefer. „Ich? Dann solltest du mal Chase zuhören. Dieser Typ bringt mich noch um den Verstand. Und ich darf ihn jeden Tag ertragen!"

Ich küsse ihn auf die Nase. „So war er schon immer. Ist er jetzt oben in der Wohnung?"

Nickend erzählt er „Ja. Er will sich noch mental vorbereiten, bevor er..."

Ich stemme mich hoch. „Bevor er was?"

Er presst die Lippen zusammen und legt sich auf den Rücken. „Nichts. Vergiss es. Fuck."

Mit zusammengekniffenen Augen sage ich „Rede. Oder ich werfe dich eigenhändig aus diesem wunderschönen Fenster in den noch schöneren Park unter uns."

Fluchend sieht er an die Decke. „Verflucht nochmal."

Ich setze mich auf seinen Schoß. „Hunter, rede. Oder ich zeige dir heute nicht mein neues Unterwäsche-Set."

Seine Augen werden groß. „Neue Unterwäsche?"

„Victoria's Secret." schnurre ich und grinse wissend.

Frustriert stöhnt er auf. „Du bist so eine Hexe! Fein."

Zufrieden lächele ich. „Also?"

„Chase will Eliza wenn sie von ihrem Fotoshooting zurückkommt einen Antrag machen."

Mein Mund steht offen. „Nein! Was? Oh mein Gott."

Seine Arme schlingen sich um meine Hüfte. „Der Ring ist genau Eliza's Geschmack."

„Der wäre?"

„Glitzernd und funkelnd und verdammt groß. Damit wird sie protzen."

Ich halte mir die Hände an das Gesicht. „Ich bin so aufgeregt. Meine besten Freunde werden heiraten! Oh und die Medien werden durchdrehen! Das begehrte Model und der begehrte Footballspieler. Ich weine."

Er hebt eine Augenbraue. „Naja, sie muss erstmal Ja sagen."

Abwinkend meine ich „Bitte. Die beiden können nicht ohne einander."

„Chase hat mir meinen ganzen Plan durchkreuzt." brummt Hunter.

Ich ziehe ihn zu mir hoch und frage „Was meinst du?"

„Ich wollte dir zuerst einen Antrag machen." gibt er traurig zu.

Neckend antworte ich „Jetzt wo du es sagst, bin ich wirklich enttäuscht."

„Das ist nicht witzig." Er kneift mir in die Seite.

Sanft fahre ich ihm durch die Haare, worauf er sich an mich schmiegt. „Hey, wir haben noch genug Zeit. Mach dir keinen Stress. Mir reicht schon das Wissen, das du mich überhaupt heiraten willst."

Kräftig nickt er. „Oh und wie. So eine wie dich findet man nie mehr und das will ich auch nicht und muss ich offensichtlich auch nicht mehr. Du bist einmalig, Baby."

Ich räuspere mich. „Apropos Baby... ich bin schwanger."

Er erstarrt. „Was? Ist das dein Ernst?"

Ich grinse.

Knurrend wirbelt er mich herum und bedeckt mich mit seinem Körper. „Gott, du bist so ein Biest. Ich hasse dich."

Unschuldig lächele ich. „Ups. Hättest du dich gefreut?"

Seine Miene wird weich. „Natürlich. Ich wäre vor Freude umgefallen. Wie könnte ich mich nicht über so etwas freuen?"

„Gut zu wissen."

Er küsst mich erst sanft, drängt dann aber fordernd seine Zunge gegen meinen Mund, welchen ich bereitwillig öffne. Meine Hände finden ihren Weg in seine Haare und ziehen daran. Seine Lippen gleiten zu meinen Mundwinkel und fahren dann zärtlich über mein Gesicht, was mich wohlig seufzen lässt.

„Manchmal fühlt sich das alles noch wie ein Traum an." wispert er an meine Halsbeuge und haucht einen Kuss darauf.

„Was? Das wir hier leben?"

Er atmet meinen Geruch tief ein und sieht mich dann an. „Ja, auch, aber das du meine Freundin bist. Das ich dich so berühren kann. Das ich dich küssen kann. Das du tatsächlich mal meine Frau wirst und wir zusammen Kinder bekommen. Ich dachte ich würde das nie bekommen mit dir. Ich hätte nie eine andere Frau als dich lieben können."

„Oh, Affe." Liebevoll küsse ich ihn auf die Stirn. „Du hast mich. Ich werde dich nie verlassen. Oder hast du die Bedeutung von deinem Armband vergessen?"

Warm lächelt er und fährt darüber. „Nein."

Ich drehe ihn zur Seite, damit ich mich an seine Brust legen kann. „Du bist immer schön, Hunter."

Zitternd atmet er aus. „Du auch, Emi."

Ich küsse ihn auf sein Herz. „Ich liebe dich."

„Ich liebe dich." flüstert er und drückt einen Kuss auf meine Haare.

Gedankenverloren streicht er mir über die Schulter. „In zehn Jahren sind wir verheiratet. Haben Kinder. An Weihnachten sitzen wir alle im Wohnzimmer und packen Geschenke aus und gucken danach Weihnachtsfilme zusammen. Alle auf der Couch — wie wir gerade — zusammengekuschelt. Und dann können wir beide wirklich sagen, das wir es endlich geschafft haben. Dann haben wir alles erreicht, Baby."

Glücklich küsse ich ihn. „Das hört sich schön an. Ich liebe das."

Unsicher fragt er „Würden deine Eltern zu Weihnachten eingeladen sein?"

Kurz denke ich nach. „Ich weiß nicht. Vielleicht. Mein Dad schon. Meine Mum? Ich habe seit wir damals losgefahren sind nichts mehr von ihr gehört. Bei den Videoanrufen die ich mit meinem Vater führe, taucht sie auch nie auf. Er meint es ginge ihr gut, aber was weiß ich. Ich denke nicht, das ich sie hier bei uns möchte. Aber das passt schon. Ich bin es gewohnt."

„Tut mir leid, Emi." Sein Arm legt sich beschützerisch um mich.

„Und bei dir? Würdest du deine Familie einladen?"

Für einen Moment bleibt er still. „Meine Mutter und Dave auf jeden Fall. Selbst wenn ich Dave nicht mögen würde, hätte ich ihn für immer an der Backe, weil sie verlobt sind. Aber er ist echt nicht so übel wie ich angenommen hatte. Er kümmert sich um sie und behandelt sie gut, das ist das was zählt."

„Und dein Vater? Cole?" Ich beiße mir auf die Lippe.

„Nein." erwidert er ernst. „Cole der Arschkriecher kann mit meinem Vater in der Firma verrotten. Ich will von den beiden nichts wissen und sie auch nie wieder sehen. Sie haben mir mein Leben in San Francisco ruiniert, in New York wird das nicht geschehen."

„Wird es nicht." verspreche ich ihm. „Das hier kann uns keiner nehmen oder ruinieren."

Er seufzt und lacht dann. „Wir sollten das nächste Mal Tory einladen. Sie vermisst uns bestimmt."

Ich schmunzele. „Sie schreibt mir jeden Tag mindestens zehn Nachrichten und fragt wie es uns geht. Ich frage mich ob sie jetzt wohl einen Therapeuten braucht."

Lachend entgegnet er „Wer kann es ihr verübeln? Von uns kann man nur besessen sein."

„Hunter." sage ich zögernd.

„Oh Gott, ja?" fragt er gespannt.

„Ich würde dieses Jahr gerne Francesca einladen." murmele ich leise.

Er richtet sich geschockt auf. „Wie bitte? Warum? Dir ist bewusst das sie meine Ex ist, oder?"

Ich betrachte ihn nervös. „Ja. Aber ich bin immer mehr mit ihr in Kontakt gekommen und sie ist wirklich nett. Ihr Verhalten war nur Masche. Sie hat sich wirklich geändert, vor allem durch die Schwangerschaft. Sie ist eine tolle Mutter. Das Kind ist außerdem auch zuckersüß!"

„Das mag ja sein. Es ist schön, das du mit ihr befreundet bist. Wirklich. Aber dir ist bewusst, das sie nicht alleine kommen wird, oder?" fragt er angespannt.

Ich atme geräuschvoll aus. „Du kannst mir das nicht für immer übel nehmen, Hunter."

„Ein Vergewaltiger läuft auf freien Fuß herum. Er ist eine Gefahr für Francesca und sein Kind! Er müsste wieder in's Gefängnis, wo er immer noch wäre, wenn du ihn nicht rausgeholt hättest." erklärt er wütend.

Das habe ich. Ich habe die Anklage zurückgezogen. Kurz bevor wir damals losgefahren sind, bin ich heimlich zur Polizei und habe dafür gesorgt, das West freikommt.

Ich wollte einfach nicht, das er die Geburt verpasst und all die Jahre danach. Ein Kind braucht seinen Vater. Und Francesca braucht ihn auch.

Sie war mir damals und jetzt immer noch so unglaublich dankbar. Genau wie West. Er hat sich bei mir aufrichtig entschuldigt, ohne etwas von mir zu erwarten. Er hat sich geändert. Die paar Wochen in der Zelle haben ihm glaube ich die Augen geöffnet.

Und was ich so von Francesca höre, ist er ein großartiger Vater und Freund für sie. Sie und er leben mit ihrer Tochter glücklich zusammen und er behandelt beide wie seinen größten Stolz.

Ich bereue meine Entscheidung nicht, was nicht heißt, das ich das was er mir angetan hat befürworte, geschweige denn verzeihe.

Ich werde nie mit ihm befreundet sein.

Ihm zu nahe kommen.

Oder ein Gespräch führen.

Aber er ist gut zu seinem Kind und Francesca. Ich werde mit seiner Anwesenheit zurecht kommen.

Ich denke er wusste damals selbst nicht wirklich was er machte. Er war wahrscheinlich zugedröhnt und betrunken.

Das soll keine Entschuldigung sein, aber es sollte auch nicht unkommentiert bleiben.

Die Meinungen meiner Entscheidung waren gespalten. Doch letztendlich war es meine.

„Ich will nicht streiten. Ich bitte dich nur darüber nachzudenken. Mir würde es viel bedeuten. Du kannst ihn ja einfach ignorieren. Ich werde es auch tun. Aber er hat sich wirklich geändert."

„Er hat meine Freundin vergewaltigt. Ich lasse ihn nicht in unser sicheres Zuhause." beschließt er.

Grimmig teile ich ihm mit „Wenn ich ihn ertragen kann, dann kannst du das auch. Dich hat er nicht missbraucht. Menschen verändern sich und die Vergangenheit kann man nicht ändern. Ich habe damit abgeschlossen und meinen Frieden geschlossen und du solltest das auch."

Ich stehe vom Sofa auf und stelle mich an das Fenster um etwas Abstand zwischen uns zu bringen. Meine Augen schließen sich, während mich die Sonne erwärmen und entspannen lässt.

Ich weiß das Hunter das nicht gefällt, aber für mich war es die richtige Entscheidung. Ich habe eine Familie damit gerettet, die diese Chance genutzt hat.

Ich wollte immer nur das Richtige tun.

Wieso versteht das keiner?

Ich bin immer stark geblieben und habe mich weiterentwickelt. Ich bin kein Opfer, ich bin eine Überlebende. Vor ein paar Jahren war ich ein ängstliches Mädchen, was keinen Sinn in nichts mehr fand und allem ein Ende setzen wollte.

Ich habe mein Trauma überlebt.

Ich habe meine Angstzustände und Depression überlebt.

Ich habe meine Magersucht überlebt.

Ich heile jeden Tag ein Stück mehr, mit der Unterstützung der Menschen die ich liebe. Und irgendwann werde ich so hell strahlen wie das Lächeln von der Liebe meines Lebens.

Aber ich bin auch jetzt schon mit mir zufrieden.

Ich bin glücklich und gesegnet. Das erste Mal in meinem Leben kann ich freit atmen ohne eine Last auf dem Herzen zu haben. Und das ist alles was ich mir jemals gewünscht habe.

Hunter legt von hinten seine Arme um mich. „Nicht sauer sein, Baby."

„Ich bin nicht sauer." sage ich ehrlich.

„Ich will nur das es dir gut geht und dir keiner mehr weh tut." wispert er und schmiegt sich in meine Haare.

Meine Arme legen sich über seine. „Mir geht es gut. Wirklich. Ich will einfach nur meine Freundin zu Weihnachten hier haben."

Tief atmet er ein. „Na schön. Aber wenn er dir zu nahe kommen sollte, verschwindet er sofort."

Erleichtert lehne ich mich gegen ihn. „Danke. Ich weiß wie viel Überwindung es dich kostet das zu tun."

„Nein, du hast recht. Wenn du damit klarkommst, sollte ich das auch."

„Habe ich dir eigentlich schon einmal gesagt wie stolz ich auf dich bin?" frage ich.

Leise lacht er und küsst mich hinter mein Ohr. „Zu oft."

Breit lächele ich. „Zu oft geht nicht."

Und das stimmt. Hunter sollte wissen, wie verdammt stolz ich bin.

Er hat jahrelange Misshandlung ertragen und ist trotzdem mit einem Lächeln durch die Welt marschiert.

Er hat seine Drogensucht bekämpft und hatte auch seit der Überdosis keinen Rückfall mehr.

Er wurde mit Worten und Taten seiner Familie bis zum Boden erniedrigt, weshalb er bis heute noch Bestätigung bei mir sucht, die ich ihm jeden Tag gebe.

Er ist so stark.

Ich habe so ein Glück mit ihm. Ich bin so dankbar meine Liebe in meinen besten Freund und hoffentlich irgendwann in der Zukunft in meinem Verlobten, meinem Ehemann und den Vater meiner Kinder, gefunden zu haben.

Er wird ein toller Vater werden und unsere Kinder so behandeln wie wir es hätten werden sollen.

Ein traumatisches Erlebnis öffnet einem die Augen und prägt einen. Und man wird erkennen, das man jemanden nie so etwas wünscht. Niemals den Schmerz fühlen muss. Die Leere. Die Hoffnungslosigkeit. Die negativen Gedanken.

Unseren Kindern wird es nie an etwas fehlen.

„Ich liebe dich, Millers. Das kann ich auch nicht oft genug sagen." lacht er und küsst mich auf die Wange.

Ich drehe meinen Kopf zu ihm und küsse ihn federleicht. „Für immer, mein süßes Monster."

Er lehnt seine Stirn an meine und atmet glücklich aus. „Für immer, meine heiße Prinzessin."

Wir haben uns gegenseitig gerettet. Und beide aus der Dunkelheit gezogen. Uns ein unfassbar tolles Leben aufgebaut. Ich werde es nie bereuen mich immer für Hunter entschieden zu haben. Er war immer die erste Wahl... und die richtige.

Meine Liebe für ihn ist unendlich.

Und ich weiß, das wir unsere Liebe auch an unsere Kinder übertragen werden. Sie werden sehen wie sehr sich ihre Eltern lieben und niemals darüber zweifeln müssen.

Wir werden es besser als unsere Eltern machen.

Denn wenn ich eine Sache gelernt habe, dann ist es, wenn man den richtigen Partner hat, welcher perfekt zu einem passt, dann wird man für immer glücklich und zufrieden sein.

Und das werden wir.

Denn Hunter und ich sind ein perfekter Treffer.

Von kleinauf bis zum bitteren Ende.

Wir sind für immer.

ENDE
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Lest bitte noch die Danksagung! Mich würde es sehr freuen❤️

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