StegiGHG (BastiGHG x Stegi) {Lemon}
Wunsch von Its_Frozzy ❤️
Stegi: top
Basti: bottom
(Auf Wunsch, wer mich kennt weiß ich würde Basti nie Bottom coden xd)
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POV Basti
Grummelnd angelte ich nach meinem Wecker, der schon seit einer gefühlten Ewigkeit meine Ohren massakrierte. Als dieser nervtötende Ton endlich verstummt war, drehte ich mich noch mal auf die Seite. Meine Hoffnung die Schule einfach zu verschlafen wurde aber von einer gewissen Person zu Nichte gemacht.
„Aufstehen Basti! Aufstehen!"
Meine Proteste, als mir die Decke weggezogen wurde, erstickten zum Teil im Kissen und das was man verstehen konnte wurde ignoriert. Jetzt sprang diese kleine Nervensäge auch noch auf mein Bett und rüttelte nicht gerade sanft an meiner Schulter. Irgendwann gab ich auf und setzte mich auf. Meine Augen fühlten sich an, als würden sie gleich wieder zufallen und ich wette meine Haare standen in alle Himmelsrichtungen ab.
„Komm Basti! Frühstücken!"
Rief diese kleine Ratte und zog am Ärmel meines Oberteils. Widerwillig stand ich auf, ihn im Glauben lassend, er hätte es geschafft mich hochzuziehen. Ha, wärs glaubt. Bevor ich es auch nur wagte daran zu denken, mit halb zugeklebten Augen die Treppe runter zu laufen, machte ich einen kurzen Abstecher ins Bad und wusch mir mein Gesicht. Milo lehnte dabei ungeduldig im Türrahmen.
„Warum hast du es eigentlich so eilig? Hab ich irgendwas wichtiges vergessen?"
Durch den Spiegel sah ich wie sein Gesicht ein wenig traurig wurde und er mich verständnislos ansah.
„Ma hatte recht, du hast es vergessen. Du weißt also nicht welcher Tag heute ist?"
Ich überlegte noch einmal, was ich denn so wichtiges vergessen haben konnte, doch ich kam nicht drauf.
„Freitag?"
Er warf theatralisch die Hände in die Luft und drehte sich einmal um die eigene Achse.
„Nein! Also doch, auch. Ich fass es einfach nicht"
Kopfschüttelnd stellte er sich in seine alte Position und beäugte mich immer noch ohne jegliches Verständnis. Ich verstand es einfach nicht! Heute ist nicht Ostern, nicht Nikolaus, nicht Weihnachten und auch nicht Neujahr. Es war ein stink normaler Tag im August. Nachdem ich mein Gesicht abgetrocknet hatte, folgte ich meinem Bruder die Treppe nach unten. Auf der vorletzten Stufe hielt er abrupt an, sodass ich ihn fast umgestoßen hätte. Ich wollte gerade anfangen ihn anzuschnauzen, als er sich umdrehte und mir etwas vor die Nase hielt. Ich beäugte das Stück Stoff skeptisch, nahm es aber entgegen.
„Aufsetzten und mitkommen. Ich führe dich"
Die Skepsis war kein Stück gewichen. Er rollte mit den Augen.
„Mach einfach und frag nicht. Ich werd dich schon in keine Wand laufen lassen"
Mit einem seufzen band ich mir den Schal um die Augen und streckte meine Hände aus. Diese wurden keine Sekunde später ergriffen und ich wurde mitgezogen. Wenn ich nicht gewusst hätte, dass da noch eine Treppenstufe gewesen wäre, läge ich jetzt auf dem Boden und Milo wahrscheinlich unter mir. Wir gingen den Flur entlang und ich war äußerst froh, dass ich das Haus in- und auswendig kannte und nicht vollständig von Milos Leitfähigkeit abhängig war. Vor der Tür zum Wohnzimmer blieben wir stehen. Ich hörte wie jemand die Tür öffnete und wurde dann weiter geschoben. Erneut blieben wir stehen. So langsam wurde ich ungeduldig. Ich musste auch noch zur Schule und hatte keine Zeit für sowas.
„Jetzt darfst du gucken"
Rief Milo. Irre ich mich oder klang er aufgeregter als vorher? Langsam löste ich den Knoten des Schals und nahm diesen ab.
„Happy Birthday!"
Riefen mir mehrere Stimmen entgegen. Ich brauchte einen kurzen Moment um zu verstehen, was hier gerade passierte. Dann viel es mir wie Schuppen von den Augen. Ich hatte heute Geburtstag. Ich schlug mir mit der flachen Hand gegen die Stirn. Milo sprang aufgeregt um mich rum und sang dabei in einer sehr schrägen Tonlage Happy Birthday. Alle anderen Anwesenden stiegen mit ein und es hörte sich eher wie ein Kanon, als wie ein Chor an. Meine Mundwinkel verzogen sich zu einem Grinsen. Als das wunderschöne Konzert endete, kam als erstes Ma auf mich zu.
„Ich wusste du hast es vergessen. Alles gute zum Geburtstag, Schatz"
Seufzte sie erst, lächelte dann aber doch und nahm mich in den Arm. Als sie sich wieder entfernte, drückte sie mir noch einen schnellen Kuss auf die Wange. Ich nahm es kommentarlos hin und lächelte einfach. Nach und nach kamen auch die anderen, um mir zu gratulieren. Milo, Paps, Großeltern, diverse Onkel und Tanten, Cousins und so weiter. Warum die alle heute morgen schon hier waren, hinterfragte ich erst gar nicht.
„Willst du deine Geschenke jetzt schon auspacken, oder erst nachher?"
Fragte meine Tante.
„Ich würd es ja jetzt machen, aber ich muss zur Schule und... scheiße ich muss zur Schule! Fuck ich bin viel zu spät!"
Viel mir plötzlich wieder ein. Ich drehte mich um und wollte gerade nach oben sprinten, als ich am Ärmel zurück gehalten wurde. Verwirrt drehte ich mich wieder um und sah in das lachende Gesicht meines Vaters.
„Keine Angst, du wirst noch rechtzeitig kommen. Guck doch mal auf die Uhr"
Ich fischte mein Handy aus meiner Hosentasche und schaute nach. 5:22 Uhr.
„Hä. Warum ist es so früh?"
Ich verstand gar nichts mehr. War mein Handy defekt?
„Milo hat... sagen wir mal deinen Wecker etwas angepasst"
Blitzschnell drehte ich mich zu meinem Bruder um. Bevor dieser die Flucht ergreifen konnte, hatte ich ihn schon geschnappt und auf die Couch befördert. Hier kitzelte ich ihn so lange durch, bis ich Angst hatte er würde gleich umkippen vor Sauerstoffmangel. Als er sich wieder eingekriegt hatte, flüchtete er schnell in Ma's Arme.
„Im Normalfall wäre ich jetzt extrem sauer, aber dafür ist es eindeutig zu früh"
Sagte ich gähnend. Die anderen lachten nur, wodurch ich auch nicht mehr ernst bleiben konnte. Wir setzten uns alle an den langen Wohnzimmertisch und aßen, während ich meine Sachen auspackte. Dabei waren unteranderem Pullis, Jogginghosen, eine Jeans, Bücher, neue Kopfhörer, Geld und Süßes. Das letzte Geschenk war von meiner Cousine. Ich entfernte das Schwarz-blau gemusterte Geschenkpapier und zum Vorschein kam ein Karton. Neugierig lugte ich hinein. Ich keuchte erschrocken auf und schloss den Karton so hastig, dass er beinahe vom Tisch gefallen wäre.
„Was ist drin?!"
Fragte Milo, der ja unbedingt neben mir sitzen musste.
„Nichts für deine Augen"
Sagte ich mit zusammengebissenen Zähnen und stellte den Karton weit weg von Milo auf den Boden. Erst als ich wieder hochsah bemerkte ich, dass alle mich anguckten und die meisten sich ein Grinsen verkniffen. Vor allem der Absender dieses Pakets hatte größte Mühe, nicht laut los zu lachen. Ich warf ihr einen Blick zu, der soviel sagen sollte wie nicht dein Ernst, du bist fällig. Ab dem Punkt konnte sie nicht mehr inne halten und prustete los. Mir war das so unendlich peinlich. Mein Onkel schien offensichtlich von dem Geschenk nichts gewusst zu haben.
„Alles in Ordnung Bastian? Du bist ganz rot im Gesicht"
Fragte er besorgt. Nina wär fast vom Stuhl gekippt, als er das fragte. Schlussendlich lag sie auch auf dem Boden und kugelte sich vor lachen. Ich rutschte so weit wie möglich in meinen Stuhl und wünschte mir sehnlichst, jetzt in der Schule zu sitzen. Als sich endlich alle wieder halbwegs beruhigt hatten, setzten wir das Frühstück fort. Mir war es immer noch schrecklich unangenehm und Milo, der im Minutentakt fragte was in dem Geschenk war, machte es nicht gerade besser. Nach dem Frühstück und noch einigen Gesprächen, machte ich mich wieder auf den Weg ins Badezimmer. Ich zog mich um, putze Zähne und brachte meine Haare noch halbwegs in Ordnung. Gerade als ich mit meinem Rucksack wieder die Treppe herunter kam, hupte es vor der Tür. Ich wollte gerade nachsehen, wer das ist, doch meine Mutter kam mir zuvor. Sie drückte mich wieder ins Wohnzimmer und ging selbst zur Tür. Verwirrt stellte ich mich einfach an den Tisch und hörte dem Gespräch zwischen meinen Großeltern und Milo zu. Ich hatte den unbekannten Besucher schon so gut wie vergessen, als sich von hinten zwei Arme um meine Taille schlangen und ein Kopf auf meiner Schulter Platz fand.
„Happy Birthday, sunshine"
Raunte mir eine sehr gut bekannte Stimme ins Ohr, wodurch ich eine leichte Gänsehaut bekam. Freude stieg in mir auf.
„Stegi!"
Schrie ich überglücklich, drehte mich in seinen Armen um und umarmte ihn so stürmisch, dass wir beinahe auf dem Boden gelandet wären. Er lachte ausgelassen und drückte mich noch enger an sich.
„Ich freu mich auch dich zu sehen"
Flüsterte er, schob mich etwas von sich weg und gab mir einen Kuss auf die Wange. Länger konnte ich aber nun wirklich nicht mehr warten. Ich schnappte mir seinen Kragen, zog ihn die paar Zentimeter zu mir nach oben und küsste ihn. Wie sehr ich dieses Gefühl vermisst hatte. Es dauerte keine Sekunde, bis seine Hand ihren Weg in meine Haare fand und er grinsend den Kuss erwiderte. Ich wollte, dass die Zeit stehen blieb und nie wieder weiter laufen würde. Der Moment war viel zu perfekt, um ihn jemals enden zu lassen. Aber da das leider nicht möglich war, mussten wir uns irgendwann gezwungener Maßen von einander lösen. Ich drehte mich wieder um und lehnte mich gegen seinen Oberkörper. Er verschränkte seine Hände vor meinem Bauch und legte sein Kinn auf meine Schulter. Ich schloss genießend die Augen und lauschte den regelmäßigen Herzschlägen des Blonden. Ich wäre beinahe wieder eingeschlafen, wenn mir nicht genau in dem Moment eingefallen wäre, dass wir hier nicht alleine waren. Widerwillig befreite ich mich von meiner persönlichen Steh-Matratze und aß mein Brot auf. Währenddessen begrüßten alle Anwesenden herzlichst meinen Freund. Ich wollte gerade meinen Rucksack nehmen, als mir eine gewisse Person auffiel, die gefährlich nahe an einem bestimmten meiner Geschenk stand.
„Oooh nein"
Sagte ich schnell und nahm den Karton an mich. Milo schmollte und wollte nicht aufhören zu fragen, was in dem Paket sei. Ich entschied, dass eben dieses besser in meinem Zimmer aufgehoben wäre. Also rannte ich schnell die Treppe nach oben und in mein Zimmer. Ich hörte Schritte hinter mir und war schon drauf und dran Milo aus meinem Zimmer zu bugsieren, als ich nicht meinen kleinen Bruder, sondern Stegi im Türrahmen stehen sah.
„Du hast es aber eilig. Was willst du verstecken?"
Fragte er und zog dabei belustigt eine Augenbraue hoch. Unruhig huschte mein Blick durch den Raum. Nichts anmerken lassen. Natürlich klappte das nicht, surprise surprise und Stegi kam auf mich zu. Schließlich sah er das Paket hinter meinem Rücken.
„Was versuchst du so angestrengt vor deinem Bruder zu verstecken, mhm?"
Fragte er neugierig. Ich seufzte und gab ihm das Paket. Er würde es eh irgendwann sehen und so peinlich, wie ich es empfand war es ja auch eigentlich gar nicht. Eigentlich.
„Dasistnichtvonmir, Ninahatsmirgeschenkt!"
Nuschelte ich schnell, wovon man wahrscheinlich eh kein Wort verstanden hatte. Aus dem Augenwinkel konnte ich sehen, wie Stegi's Blick von dem Karton wieder zu mir glitt.
„Ist es dir unangenehm, dass ich das gesehen habe?"
In seiner Stimme war keine Spur von Spott zu hören. Ich nickte stumm und mit knirschenden Zähnen.
„Warum?"
Ich schwieg eine Weile. Nur das atmen von uns beiden war zu hören.
„Weil das vermutlich keinen Nutzen hier finden wird. Ich will ja mit dir schlafen aber.. ich weiß auch nicht was mich davon abhält. Tut mir leid"
Während ich das sagte schaute ich in alle möglichen Richtungen, nur nicht in sein Gesicht. Genau das musste ich aber tun, als er seine Hand an meine Wange legte und meinen Kopf wieder zu sich drehte.
„Entschuldige dich niemals dafür. Natürlich würde ich es gerne mit dir tun, aber du musst dazu bereit sein. Wenn das nicht der Fall ist, gibt es auch vorerst nichts außer kuscheln. Und das ist mir recht. Von mir aus warte ich Jahre, aber ich würde niemals etwas tun, womit du dich unwohl fühlst. Versprich mir bitte, dass du das immer im Hinterkopf behältst"
Unfähig ein Wort zu sagen, nickte ich einfach und drückte ihn fest an mich. Ich musste mir ein Schmunzeln verkneifen. Wenn der wüsste, dass ich schon seit Monaten diesen Moment plane. Auch leicht seltsam, dass ich das so lange plane aber meinen eigenen Geburtstag vergesse. Und genau jetzt kam mir die Idee, dass heute vielleicht der richtige Moment sei. Meine Eltern waren zu Freunden eingeladen, bei denen sie auch das ganze Wochenende blieben und mein Bruder war ebenfalls die beiden Tage weg. Einen besseren Zeitpunkt gab es nicht.
„Wie habe ich dich nur verdient?"
Fragte ich, um irgendwie meine aufkommende Vorfreude zu verbergen. Er schnaubte belustigt.
„Sagte der Engel zum Menschen"
Ich rollte mit den Augen. Gott ist das kitschig. Dass meine Wangen sich nach diesem Kommentar rapide erwärmt hatten ignorieren wir mal. Aber natürlich wurde uns dieser Moment der Zweisamkeit nicht gegönnt und es klopfte. Ohne auf eine Antwort zu warten, öffnete sich die Tür mit Schwung und Milo kam zum Vorschein. Allerdings stand er mit dem Rücken zu uns.
„Darf man sich umdrehen, oder bin ich dann für mein restliches Leben verstört?"
„Wir sind angezogen. Was willst du, Arsch?"
Fragte ich Schroff. Milo drehte sich schwungvoll um und wäre dadurch fast in den Türrahmen gekracht. Stegi verkniff sich ein Lachen.
„Wollte nur Bescheid sagen, dass dein Bus gleich kommt und ich gefahren werde. Dann tschau ne?"
Und schon sprintete er wieder nach unten. Mein Gehirn brauchte eine Weile um das Gesagte zu verarbeiten.
„Wie bitte?! Diese kleine Ratte wird gefahren und ich muss den Bus nehmen? Warum?!"
Rief ich empört und wollte meinem Bruder wütend hinterher stampfen, als Ich am Oberarm festgehalten wurde. Ich drehte mich schwungvoll um und schaute in das amüsierte Gesicht meines Freundes.
„Niemand hat gesagt, dass du den Bus nehmen musst. Was meinst du warum ich mit dem Auto da bin?"
Fragte er schmunzelnd. Begeistert warf ich mich in seine Arme. Das hörte sich schon mehr nach meinem Geschmack an.
—nach der Schule—
Erschöpft verließ ich das Schulgebäude. Acht Stunden Schule am Geburtstag. Kann mir auch Schöneres vorstellen. Zusätzlich hatten alle meine Freunde Ausfall und ich durfte die Mittagspause allein verbringen. Genervt kickte ich einen kleinen, flachen Stein zur Seite. Ein lauter Pfiff riss mich aus meinen Gedanken. Aus Schreck schnellte mein Kopf nach oben und ich schaute mich verwundert um. Mein Blick blieb am Schülerparkplatz hängen, wo mir eine gewisse Person zuwinkte. Auf meinem Gesicht bildete sich ein kleines Lächeln und ich beschleunigte meine Schritte. Schon bemerkenswert wie dieser Junge mich allein mit seiner Präsenz aufheitern kann. Die letzten fünf Meter joggte ich zu Stegi und umarmte ihn stürmisch. Der etwas Kleinere Lachte amüsiert und wuschelte mir durch die Haare.
„Na? Wie war Schule?"
Fragte er und öffnete mir nebenbei die Beifahrertür.
„Seit wann so ein Gentlemen?"
Fragte ich lachend und nahm auf dem Ledersitz platz. Stegi ging um das Auto herum und ließ sich auf dem Fahrersitz nieder.
„Schon immer gewesen"
Grinste er und startete nebenbei den Motor. Ich seufzte erleichtert auf. Endlich war der ungemütlichste Teil des Tages vorüber.
„Schule war anstrengend. Bei dir?"
Fragte ich interessiert und lehnte mich entspannt im Sitz zurück.
„Same. Lehrer können echt abfucken, aber nervige Schüler sind noch mal nen ganz anderes Level ey"
Beschwerte sich der Ältere und beschleunigte schnell, um noch über gelb zu kommen. Ich schmunzelte. Ja, da konnte ich ein Lied von singen.
„Und? Schon ne Ahnung was wir heute Abend machen wollen wenn alle weg sind? Ich hätte jetzt mit entspanntem Filmabend und kuscheln gerechnet. Es sei denn du hast irgendwelche Pläne, von denen ich noch nix weiß"
Grinste der Blondhaarige und schaute kurz zu mir rüber, bevor er sich wieder auf die Straße fokussierte. Ich verkniff mir ein verräterisches Schmunzeln.
„Tatsächlich hab ich was geplant. Aber was erfährst du erst wenn es soweit ist"
Sagte ich mit klopfendem Herzen. Das Adrenalin schoss durch meinen Körper, allein schon bei dem Gedanken an den heutigen Abend.
„Ich bin gespannt"
Lächelte Stegi und bog in eine Seitenstraße ab.
Wenig später parkte er das Auto in der Einfahrt meines Hauses und wir stiegen aus. Auf dem Weg zur Haustür schnappte ich mir seine Hand und verschränkte unsere Finger miteinander. Ich betätigte die Klingel. Schritte näherten sich der Haustür, welche sich kurz darauf öffnete und die Sicht auf meine Mutter freigab.
„Da seid ihr ja. Und wie war die Schule?"
Ich quetschte mich an ihr vorbei und stellte meine Schuhe ins Regal.
„Schule war ganz okay. Die Mittagspause war ein bisschen langweilig, weil die andern Ausfall hatten aber es war erträglich"
Sagte ich desinteressiert und schmiss meine Jacke so unachtsam an die Garderobe, dass sie wieder herunter fiel. Ich hob sie schnell auf und hing sie richtig an. Die Schwarzhaarige schnaubte belustigt.
„Na da hat's ja jemand eilig. Keine Sorge, wir sind gleich weg. Milo ist schon bei Benny"
„Super!"
Rief ich, bereits mit einem Fuß in der Küche. Stegi folgte mir schmunzelnd.
„Warum hast du's denn so eilig?"
Lachte er und holte nebenbei zwei Teller aus dem Schrank. Ich derweil wärmte das inzwischen kalt gewordene Mittagessen wieder auf.
„Nur so"
Damit war das geklärt. Zumindest für mich.
„Du bist schon den ganzen Tag so hibbelig. Du planst doch was"
Äußerte der Blonde seinen Verdacht und schlang dabei seine Arme um meinen Bauch.
„Maybe?"
Lächelte ich ihn über meine Schulter an.
„Es ist übrigens sehr deprimierend, dass du so viel größer bist als ich"
Merkte er beleidigt an und lehnte seinen Kopf gegen meinen Rücken. Ein wohliger Schauer durchzog mich.
„Übertreib mal nicht, du bist fast so groß wie ich"
Er lachte auf.
„Ohne auf den Zehnspitzen zu stehen kann ich nicht mal über deine Schulter gucken. Und ich bin älter!"
„Tja, hättest dir halt bessere Gene aussuchen sollen"
Grinste ich. Stegi schnaubte und kniff mir einmal in den Bauch. Ich keuchte lachend auf und drehte mich zu ihm um.
„Also willst du damit sagen meine Gene, und damit auch ich, sind nicht gut genug?"
Fragte er entrüstet. Lachend packte ich ihn an derTaille und drehte einige Runden mit ihm durch den Raum.
„Du bist perfekt"
Lächelte ich, beugte mich leicht herunter und lehnte meine Stirn gegen seine. Er grummelte noch kurz vor sich hin, ergab sich dann aber schließlich und drückte mir einen winzigen Kuss auf die Nasenspitze.
„Du auch, Idiot"
Grinste er. Ein lautes Grummeln, was von meinem Magen ausging unterbrach diesen äußerst schönen Moment. Ich seufzte, drehte mich wieder um und machte den Herd aus.
„So, ich hab Hunger!"
Verkündete ich und füllte beide Teller mit Kürbissuppe auf. Wir setzten uns an den Tisch und begannen zu essen. Zumindest war das der Plan, der jedoch nicht ganz aufging da Stegi darauf bestand mich zu füttern. Nach einer kurzen Debatte gab ich nach. Das Ganze endete, wer hätte es gedacht, in einem totalen Chaos und mein ganzes Gesicht war mit Suppe vollgeschmiert.
„Bah, hör auf mich abzuschlecken!"
Rief ich lachend und versuchte Stegi an seiner Brust von mir weg zu drücken. Dieser hatte mir schön genüsslich einmal quer übers Gesicht geleckt.
„Weiß nich was du hast, ist doch süß"
Erwiderte er grinsend und fuhr noch einmal mit seiner Zunge meine Unterlippe entlang, die ebenfalls Opfer des Suppenmassakers geworden war. Lachend boxte ich ihm gegen die Schulter. Er maulte kurz und biss mir aus Rache leicht in die Lippe. Ich wimmerte erschrocken auf, was jedoch schnell wieder vom Gelächter abgelöst wurde.
„Tiere machen das auch als Lovelanguage!"
Verteidigte er sich und wischte mit einer Serviette die Überreste der Suppe aus meinem Gesicht.
„So Jungs, wir fahren jetzt. Keine Dummheiten anstellen und nichts anzünden"
Ertönte die amüsierte Stimme meines Vaters aus dem Türrahmen. Peinlich berührt nickte ich kurzangebunden und versteckte mich dann hinter meinem großen Wasserglas.
„Geht klar Oskar"
Grinste Stegi. Der Braunhaarige lachte noch einmal und verschwand dann im Hausflur. Nach fünf Minuten vernahmen wir noch eine letzte Verabschiedung aus Richtung Eingangstür, die danach ins Schloss fiel.
„Soo, jetzt sind wir allein"
Grinste ich. Stegi nickte und stapelte dabei unsere Teller übereinander, um sie in die Küche zu bringen.
„Könntest du öfter mal machen"
Rief ich ihm lachend hinterher.
„Vergiss es, ich mach das nur weil du heute Geburtstag hast"
Kam als Antwort zurück.
„Also machst du heute alles was ich will?"
„Wenn's nicht beinhaltet, dass ich wen umlegen muss, dann ja. Such schon mal n Film aus, geh kurz aufs Klo"
Mit diesen Worten verschwand er ins Bad im Erdgeschoss. Okay Basti, deine Chance dich mental wenigstens halbwegs vorzubereiten. Immer dran denken, du kannst immer noch abbrechen. Um Stress abzubauen ging ich im Zimmer auf und ab, was jedoch kein bisschen den gewünschten Zweck erfüllte.
„Was hab ich denn jetzt verpasst, dass du hier auf und ab tigerst?"
Erschrocken zuckte ich zusammen. Stegi stand dort gegen den Türrahmen gelehnt und schaute mir schmunzelnd dabei zu, wie ich meine keine Ahnung wievielte Runde um die Couch drehte.
„Ich will mit dir schlafen"
Erst nachdem ich das ausgesprochen hatte schaltete sich mein Hirn ein. Oh fuck. Wie seltsam muss das rüber gekommen sein?! Der Gesichtsausdruck des Blonden wechselte von belustigt, über verwirrt, zu geschockt und dann sah er irgendwie...besorgt aus? Bitte sag was Stegi, ich krieg hier gleich n Kollaps. Er stieß sich vom Türrahmen ab und kam auf mich zu. Bei mir angekommen legte er seine Hände auf meine Schultern.
„Basti...fühlst du dich unter Druck gesetzt? Ich meine, so von einer Sekunde auf die nächste? Das passt irgendwie nicht. Ganz besonders nicht zu dir. Hab ich irgendwas gesagt oder gemacht, dass du jetzt denkst du müsstest das tun? Bitte sag mir die Wahrheit"
Verwirrt sah ich zu ihm hinunter.
„Nein. Vielleicht hab ich mich grade etwas ungünstig ausgedrückt aber ich fühle mich nicht dazu gedrängt"
Er sah nicht sonderlich überzeugt aus.
„Aber was ist alleine mit dem Gespräch von heute Morgen? Ich habe es definitiv so aufgefasst, als wenn du das noch nicht willst. Und ich akzeptiere das voll und ganz"
„Ja, nein...also...in Wirklichkeit überlege ich schon seit einigen Wochen wie ich es dir sage. Das heute Morgen war einfach...ich war einfach überfordert als du da plötzlich in meinem Zimmer standest und den Karton gesehen hast. Aber ich bin mir wirklich sicher"
Stegi seufzte.
„Es ist nicht so, dass ich dir nicht glaube, aber...bist du dir wirklich sicher? Vielleicht setzt du dich unwissentlich selbst unter Druck. Und wenn du das begreifst ist es vielleicht schon zu spät. Ich will nichts tun was du, ich, oder wir beide danach bereuen werden"
Stille trat ein. Hatte er vielleicht recht? Setzte ich mich unter Druck, ohne es selbst zu merken? Ich schloss meine Augen und ließ alles, worüber ich die letzten paar Wochen nachgedacht hatte noch einmal Revue passieren. Stegi blieb still in der Zeit, wartete auf meine Antwort. Entschlossen sah ich ihm wieder in die Augen.
„Ich bin mir sicher"
Sagte ich mit fester Stimme. Der Blonde schien mein Gesicht förmlich zu scannen, auf der Suche nach Unwohlsein. Anscheinend fand er nichts dergleichen. Trotzdem lag seine Stirn noch immer in Falten und er schien zu überlegen.
„Wie soll ich es dir sonst beweisen, wenn nicht mit Worten?"
Wollte ich wissen.
„Ich weiß es nicht"
Sagte er ehrlicherweise.
„Uund...wenn ich dir verspreche sofort Bescheid zu sagen wenn ich nicht mehr kann?"
Der Blonde schien zu überlegen. Ziemlich lange.
„Ich weiß nicht Basti...ich hab einfach Angst, dass ich was mache, was du nicht willst. Das könnte ich mir nie verzeihen"
„Ich hab auch Angst. Aber wie lange soll ich denn noch Angst haben? Ich glaube, wenn ich es nicht wenigstens versuche, wird das nie was"
Stegi seufzte. Das war dieses typische seufzten, von wegen dass er gleich nachgibt.
„Wenn du mir hoch und heilig versprichst sofort abzubrechen und dich nicht da durch zu quälen, dann können wir es versuchen"
Ein leichtes Lächeln legte sich auf meine Lippen.
„Versprochen"
Mit wild klopfendem Herzen nahm ich seine Hand und ging hinter ihm die Treppe hoch. Er ließ sich langsam auf meiner Matratze nieder und zog mich auf seinen Schoß. Ich strich ihm eine seiner blonden Strähnen aus dem Gesicht.
„Du könntest echt mal wieder zum Friseur"
Sagte ich schmunzelnd. Stegi verdrehte die Augen.
„Ob du's glaubst oder nicht, aber das killt grad n bisschen die Stimmung"
„Ich weiß. Ich versuch meine Aufregung zu überspielen"
Sein gespielt genervter Gesichtsausdruck wich einem sanften Lächeln und er strich mir über die Wange.
„Du musst nicht aufgeregt sein"
Flüsterte er.
„Bin's trotzdem"
Die Unsicherheit kaschierte ich mit einem Lachen.
„Entspann dich einfach und tu, was du für richtig hältst"
„Okay"
Hauchte ich und legte stürmisch meine Lippen auf seine. Er legte seine Hände an meine Hüfte und ließ sich wie in Zeitlupe auf den Rücken sinken. Meine Beine stellte ich jeweils links und rechts neben seinen Körper. Die linke Hand des Blonden bewegte sich ein Stück nach unten und rutschte flink unter den Saum meines Shirts. Ein Schauer lief mir über den Rücken, als er meine Seiten entlang fuhr. In kürzester Zeit lag mein Shirt neben mir und Stegi tastete andächtig jeden Zentimeter meiner Haut ab. Ich verfiel komplett in den passiven Part und genoss die zarten Berührungen meines Freundes. Soweit waren wir schon unzählige Male gegangen, also noch alles entspannt. Stegi hatte sich inzwischen aufgesetzt und fuhr ohne jeglichen Druck mit seinen Lippen über meine Schulter. Ein leises seufzten entkam mir. Ich ließ mich auf seinem Schoß nieder und krempelte zügig sein Oberteil hoch. Er hob seine Arme und sein Shirt gesellte sich wenig später zu meinem. Unsere Oberkörper drückten sich sachte gegeneinander, schienen wie Puzzleteile zusammen zu passen. Abwesend spielte ich mit seinen Haaren, während der Blonde meinen Hals mit Küssen übersäte. Die Geräusche, die dabei entstanden jagten mir eine Gänsehaut nach der anderen über den Körper. Ich beugte mich leicht runter und biss an die Stelle, die den Übergang von Hals zu Schulter darstellte.
Stegi keuchte auf und ich spürte wie sich seine Hände hilfesuchend in meine Hüfte krallten. Ungeduldig werkelte ich an seiner Gürtelschnalle rum und zog ihm seine Jeans aus. Dafür musste ich mich leicht erheben und damit von seinem Körper ablassen. Meine Brust war nun mit ihm auf Augenhöhe. Das nutzte er natürlich direkt aus und er fing an meinen Nippel mit seiner Zunge zu umkreisen. Ich atmete angestrengt aus und stützte mich auf seinen Schultern ab. Seine Hände schob er hinter meinem Rücken unter den Bund meiner Hose und fing an meinen Arsch zu massieren. Meine Knie wackelten bedenklich. Ich wusste nicht auf was ich mich mehr konzentrieren sollte. Seine heiße Zunge, die sich mittlerweile ihren weg zu meinem Bauch bahnte oder seine Finger, die triezend gegen meinen Schließmuskel drückten. Stegi schien zu merken, dass ich langsam nicht mehr in der Lage war zu knien. In einer schnellen Bewegung drehte er uns um. Er war im Inbegriff meine Hose zu öffnen, doch er stoppte und sah zu mir hoch. Ich brauchte einen Moment um zu verstehen was er wollte. Ich nickte hastig. Stegi atmete noch einmal durch und zog mir dann die Jeans aus. Meine Boxershorts folgte kurz darauf. Genau wie seine. Mein Herz schlug mir bis zum Hals. Obwohl wir vorher auch schon oft an diesem Punkt waren, bereitete mir die Vorstellung was gleich geschehen würde Schweißausbrüche. Stegi lehnte sich vor und küsste mich kurz auf die Stirn.
„Alles ist gut. Sag mir sofort Bescheid wenn du nicht mehr willst"
Hauchte er und verteilte auf seinem Weg zu meinem Schritt hauchzarte Küsse auf meiner überhitzten Haut. Die Stellen, die er berührte schienen zu pulsieren und kleine Stromschläge zuckten durch meinen Körper. Meine Atmung war flacher als sonst und ich spannte unterbewusst meine Muskeln an. Der Blonde griff nach meiner Hand.
„So gerne ich auch sehe wie du mit deinen Muscles flext, du musst dich entspannen. Anders wird's ganz schön schwer dir nicht weh zu tun"
Er grinste mich schief an. Und genau das liebte ich so sehr an ihm. Egal wie stressig oder anstrengend die Situation ist, er behält die Nerven und versucht mich zu beruhigen. Impulsiv lehnte ich mich nach vorne und legte meine Lippen auf seine. Nur kurz, aber genau richtig. Fragend sah er mich an, als ich mich wieder auf die Matratze sinken ließ. Ich zuckte lächelnd mit den Schultern. Genau das selbe Lächeln schlich sich danach auch auf sein Gesicht.
„Da ist Nina's Geschenk wohl doch zu was nütze"
Grinste ich und zog den Karton von meinem Nachttisch. Ich drückte Stegi nen Kondom und die Tube Gel in die Hand.
„Und du bist dir zu 100% sicher?"
Wollte er wissen während er seine Finger mit dem Gel benetzte.
„Jahaa"
Das klang genervter als ich wollte. Stegi zog eine Augenbraue hoch.
„Sei so genervt wie du willst aber ich werd immer wieder fragen"
Ich seufzte gespielt genervt. Eigentlich machte mir das nichts aus. Insgeheim fand ich es sehr süß wie sehr er sich um mich sorgte. Aber das behalte ich erstmal für mich. Mein Freund legte seine Hände an meine Oberschenkel und schob meine Beine auseinander. Okay, ab hier betreten wir Neuland. Alles gut Basti, atmen. Einfach ruhig atmen.
„Konzentrier dich auf was schönes. Du musst nichts tun, außer dich zu entspannen. Den Rest erledige ich"
„Okay"
Sagte ich. Die Nervosität war mir deutlich anzuhören. An was schönes denken. Der Tag am See, letzte Woche. Das hat so viel Spaß gemacht. Wir waren schwimmen, Eis essen und haben den Abend mit Filme schauen und kuscheln verbracht. Ein schmerzhaftes Ziehen fegte die positiven Erinnerungen hinfort und ich zischte schmerzerfüllt auf. Oh fuck, das tut scheiße weh.
„Alles ist gut, beruhig dich. Ich bin hier, nimm dir so viel Zeit wie du willst"
Stegi's Stimme war ruhig und sendete wohlige Schauer über meinen Körper. Das Gefühl war ungewohnt und ich hatte definitiv schon besseres erlebt. Einfach auf die Atmung konzentrieren. Das komische ziehen verschwand langsam und es fing an sich recht angenehm anzufühlen. Mit Gesten symbolisierte ich irgendwie, dass ich bereit war weiter zu machen. Natürlich fragte Stegi noch mal nach ob er wirklich weiter machen konnte.
„Mach jetzt endlich Arsch, sonst besorg ich's mir gleich selbst"
War meine gereizte Antwort. Stegi schnappte empört nach Luft.
„Sorry dass ich mich um das Wohlergehen meines Freundes kümmere"
Sagte er patzig und schob ohne zu zögern seinen zweiten Finger in mich. Das war wesentlich weniger unangenehm und ich quittierte es bloß mit einem kurzen zucken und Augen zusammen kneifen. So schlimm ist das gar nicht. Das teilte ich auch meinem Freund mit.
„Schön"
Sagte er, irgendwie erleichtert. Vorsichtig fing er an seine Finger zu bewegen. Ich verzog mein Gesicht etwas. Es tat nicht wirklich weh, aber das Gefühl war unangenehm.
„Alles okay?"
Sofort war er in Alarmbereitschaft und stoppte seine Bewegungen.
„Jaja, ist nur irgendwie komisch"
Sagte ich mit zusammengepressten Zähnen.
„Das ist normal am Anfang, wird gleich angenehmer"
Versicherte er mir. Und er hatte recht. Das seltsame Gefühl verschwand und ich fing an gefallen daran zu finden. Nach den ersten Gewöhnungsmomenten fühlte es sich immer besser an, bis ich leise vor mich hin stöhnte. Jetzt konnte ich gar nicht mehr nachempfinden weshalb ich mich zuvor noch beschwert hatte, das fühlt sich so gut an. Das zeigte ich ihm auch mit diversen Lauten und Gesten. Mehr. Ungeduldig drückte ich mich Stegi entgegen. Zu meinem Bedauern zog er seine Finger wieder aus mit raus. Jetzt war die neu entstandene Leere irgendwie ungewohnt. Unzufrieden brummte ich auf.
„Da hat's ja jemand eilig"
Grinste er und positionierte sich so, dass ich seine Errektion dort spüren konnte wo zuvor seine Finger ganze Arbeit geleistet hatten. Erneut überkam mich die Nervosität. Komm Basti, das wird jetzt genau wie davor, redete ich mir ein.
„Ready?"
Ich nickte. Er hielt sich an meiner Hüfte fest und drückte sich nach kurzem Zögern nach vorne. Fuck, das ist definitiv nicht wie davor. Ohne es wirklich zu merken wimmerte ich leise auf. Ich legte meine Hand hilfesuchend auf seinen Oberschenkel. Sofort stoppte er.
„Alles ist gut, ich warte"
Sagte er besorgt und verteilte leichte Küsse quer über meinem Gesicht. Leider konnte ich die nicht wirklich genießen, dafür war der Schmerz zu groß. Mit schmerzverzerrtem Gesicht krallte ich mich in seine Oberschenkel. Ich wartete und wartete, doch es wurde nicht besser. Eine kleine Träne kullerte meine Wange hinunter. Im Gegenteil, ich hatte das Gefühl es wurde schlimmer. So hab ich mir das definitiv nicht vorgestellt.
„I-Ich kann nicht mehr"
Hauchte ich schließlich geschlagen. Ganz vorsichtig, ohne plötzliche Bewegungen entzog Stegi sich mir. Zitternd atmete ich aus, als ich die altbekannte Leere wieder spürte. Ich legte meinen Unterarm über meine Augen. Scheiße. Der Blonde legte sich neben mich und umarmte mich von der Seite.
„Alles in Ordnung?"
Fragte er leise und strich mir durch die leicht feuchten Haare. Langsam schüttelte ich den Kopf. Zwei weitere Tränen verließen meine Augen, welche er sachte wegwischte. Komplett überfordert mit der Situation schluchzte ich einmal auf. Ich dachte wirklich ich kann das. Der Ältere schwang sich auf mich, legte sein Kinn auf meiner Brust ab und streichelte mir über die Wangen.
„Ich bin so stolz auf dich, dass du Bescheid gesagt hast. Sooo stolz"
Er breitete seine Arme so weit wie möglich aus. Auch wenn das sehr süß war, das bedrückende Gefühl des Versagens blieb trotzdem.
„Wir haben alle Zeit der Welt. Niemand drängt uns. Und wenn du nicht willst, musst du auch nicht Bottom sein. Wir können das alles ausprobieren. Aber nicht heute. Möchtest du schlafen?"
Tatsächlich waren meine Augenlieder schwerer als zuvor. Eine letzte Träne rollte über mein Gesicht.
„Nicht weinen, du hast nichts falsch gemacht Sunshine. Im Gegenteil"
Ich nickte langsam, mit geschlossenen Augen. Sanft fuhr er mit den Daumen über meine geschlossenen Augenlieder.
„Schlaf gut, wir reden morgen darüber. Ich bleibe bei dir, mach dir keine Sorgen"
Tatsächlich blieben wir noch eine halbe Stunde wach, in der Stegi mir immer wieder versicherte wie sehr er mich liebt und dass ich mir keine Gedanken machen soll. Und er hat recht. Wir haben Zeit. So viel Zeit wie wir brauchen. Und das ist okay. Und schließlich, nach dem hundertsten ich liebe dich sagen, schliefen wir eng aneinander gekuschelt, ein.
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Ey es tut mir so unfassbar leid. 10 fucking Monate ist der Wunsch jetzt her. Ich bin so ein Opfer, wirklich. Aber ich konnte ne lange Zeit mit dem Ding hier rein gar nichts anfangen. Ich hoffe, es hat sich wenigstens halbwegs gelohnt..?
Ich hab diese Geschichte jetzt einfach mal dafür genommen um zu zeigen, dass man auch definitiv nein sagen kann wenn man sich nicht bereit fühlt. Weil ich hab das noch nich häufig gelesen dass wer wirklich abbricht und Joa.
Achja und das war mein letztes Mal StegiGHG. Ich kann mit dem Ship wirklich gar nichts mehr anfangen.
~Persönlichen Word record gebrochen mit 5734 Wörtern
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