Roman Bürki
amidadelsa
"Amelie, ich bin gleich bei dir!", sagte Roman, der noch zu den Fans ging und Autogramme verteilte. Heute war wieder öffentliches Training, und bevor Roman seinen Termin bei mir, also der Physiotherapeutin, wahrnehmen konnte. Dieser Typ machte mich wahnsinnig. In der Zeit, in der ich jetzt hier arbeitete, waren wir uns schon ein paar Mal nahe gekommen, hatten sogar schon ein richtiges Date gehabt - aber er machte mich einfach wahnsinnig. Manchmal dachte ich, er geht mit jedem so um wie mit mir, aber dann wieder kannte er mich so gut wie kaum jemand anderes. Er war eine faszinierende Persönlichkeit, ich liebte es, wie er mit Menschen umging, egal mit wem - Fans, Mitarbeiter, Mitspieler. Und sein Grinsen, das war wohl das beste. Ich zwang mich selber, nicht mehr über ihn nachzudenken, als Marco, mein Dauergast, neben mir stehen blieb und meinem Blick folgte. "Ist das mit euch jetzt eigentlich offiziell oder so?", fragte er und grinste. Marco war zu einem meiner besten Freunde hier geworden, und dadurch, dass er wirklich oft bei mir vorbeischauen musste, hatte ich ihm im Laufe der Zeit auch alles von Roman und mir erzählt. "Da ist gar nichts. Weder offiziell noch inoffiziell noch sonst wie.", meinte ich und seufzte. "Aber ihr mögt euch doch?", fragte Marco und klang dabei so verwirrt, dass ich laut lachen musste. "Schon, aber der Herr kriegt seinen Arsch nicht hoch." "Welcher Herr?", fragte Roman, der sich unbemerkt zu uns gestellt hatte. "Niemand", sagten Marco und ich gleichzeitig und mussten lachen. "Komm, sonst bin ich nachher wieder so spät zu hause", meinte ich dann zu Roman und gemeinsam liefen wir in das Gebäude, wo sich mein Behandlungszimmer befand. Dort legte sich Roman auch gleich auf die Trage und ich begann damit, seinen Oberschenkel durchzukneten. "Was machst du am Wochenende so?", begann Roman das Gespräch und ich begann zu erzählen. Wir fanden immer etwas, worüber wir reden konnten, und deswegen beschloss ich auch, ihn einfach zu konfrontieren: "Marco hat mich gefragt, ob wir jetzt eigentlich offiziell zusammen sind." Ich hörte, wie Roman scharf einatmete und langsam die Luft wieder aus seinen Lungen pustete. "Ich weiß nicht", meinte er und ich antwlrtete: "Ich auch nicht." Mittlerweile war ich auch fertig und Roman setzte sich auf. "Ich mag dich, Roman. Also so wirklich und so richtig und so ganz. Aber wenn du mir sagst, dass das alles nicht so das ist was du willst, dann sag es mir einfach. Weil ich will, dass du glücklich bist und wenn ich nicht die bin, die dich glücklich macht, dann ist das okay. Aber sag bitte endlich was du willst.", begann ich meinen Monolog und Roman begann schon während der ersten Sätze zu grinsen. "Ja was denn", meinte ich lachend. "Jetzt komm mal her", meinte Roman und ich stellte mich zwischen seine Beine, da er immer noch auf der Liege saß. "Ich mag dich auch. Und auch so richtig und wirklich und ganz.", flüsterte er mir ins Ohr. Das wiederum zauberte mir ein breites Grinsen ins Gesicht, besonders als er dann mein Gesicht vorsichtig in die Hände nahm. Dann beugte er sich zu mir und küsste mich. Wir hatten uns schon mehrmals geküsst, aber dieser Kuss war anders. Mit mehr Gefühlen, mehr Zärtlichkeit und besonders: mit mehr Liebe.
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