Marco Reus
"Sina, da bist du ja endlich!", "Lässt du dich auch mal wieder blicken!", "Guckt mal wer da ist: Sina!", so und mit noch viel mehr Kommentaren wurde ich begrüßt, als ich nach dem Training der Nationalmannschaft auf's Spielfeld lief.
Ich kannte die Jungs schon seit Marco in der Nationalmannschaft spielte, da Marco mein Sandkastenfreund ist. Wir haben uns früher immer gegenseitig Sandkuchen gebacken, die der jeweils andere natürlich probieren musste. Und nachdem Marco mit dem professionellen Fußball angefangen hatte, war ich eine zeitlang jede Woche mit beim Training und natürlich bei allen Spielen. Doch das letzte Jahr habe ich in Amerika verbracht, da die Firma bei der ich arbeite, dort Leute gebraucht habe. Marco habe ich seitdem nicht gesehen, und der Kontakt ist auch fast abgebrochen.
Grinsend lief ich auf das Spielfeld und wurde von allen Seiten umarmt und lautstark begrüßt, Manu drückte mir sogar einen Kuss auf die Backe. Doch einer kam nicht zu mir, was mir einen Stich in der Brust versetzte, da es Marco war, mein Marco. Ich alberte noch eine Weile mit allen rum und musste viel erzählen, doch Marco würdigte mich keines Blickes. So sehr ich mich auch darüber ärgerte, es tat mir mehr weh als ich wollt. Manu nahm mich zur Seite: "Schön, dass du wieder da bist. Du hast uns gefehlt. Vor allem Marco." "Ihr mich auch! Und merkt man ja ganz arg.", sagte ich mit ironischem Unterton in der Stimme und verschränkte meine Arme. "Nachdem du weg warst, hat er sich mega verändert. Er ist nicht mehr der gleiche, es hat ihm wehgetan, dass du dich nicht gemeldet hast." "Ich mich nicht gemeldet? Er hat den Kontakt abgebrochen und von einem auf den anderen Tag nichts mehr von sich hören lassen." Verwirrt sah Manu mich an und lud mich zu einem Filmeabend bei sich zu Hause ein.
Da die Jungs weitertrainieren mussten, setzte ich mich auf den Boden an den Rand des Spielfeldes und war so in mein Handy vertieft, dass ich erst wieder aufmerksam wurde, als jemand rief: "Achtung, Sina, Ball!". Doch da war es auch schon zu spät: ein sehr hart geschossener Ball traf mich am Kopf und mir wurde kurz schwindelig. "Scheiße, Sina! Komm mit, wir gehen es kühlen." Ich war immer noch leicht wackelig auf den Beinen, als Marco mir hoch half und mit mir ins Gebäude zu den Umkleiden ging. Dann verschwand er kurz und kam mit einem Kühlpack wieder. "Hier", sagte er und setzte sich zu mir und schlang seine Arme um mich. "Fuck, ich hab dich so vermisst. Und es tut mir so leid. Alles." Ich drehte mich zu ihm um und sah ihn an. "Bin ich grade ein bisschen durcheinander oder hast du das echt gesagt?" "Ich liebe dich, Sina. Seit immer." Vollkommen perplex starrte ich ihn an, denn mit allem hatte ich gerechnet, nur damit nicht. Er beugte sich zu mir und küsste mich sanft. Währenddessen spielten die Schmetterlinge in meinem Bauch verrückt.
Bạn đang đọc truyện trên: AzTruyen.Top