Manuel Neuer (17)
"Wer will um die Uhrzeit was von mir?", schnauzte ich in mein Handy, das mich aus meinem wertvollen Schlaf gerissen hatte. "Dir auch einen wunderschönen guten Morgen, Lara, ich freue mich immer wieder deine Stimme zu hören. Und nebenbei bemerkt, es ist 9 Uhr, ich stehe vor deiner Haustür, weil du mit zum Training wolltest", lachte mein Bruder Bastian Schweinsteiger ins Telefon. Mit einem Mal war ich hellwach, rief ein: "Gib mir fünf Minuten", ins Telefon und war auf dem Weg ins Bad. Ich wusch mir schnell mein Gesicht, zog mir Jeans und Top an, fuhr mir einmal durch meine Haare und packte meine Tasche. Das Schminkzeug schmiss ich auch rein, da ich jetzt wohl keine Zeit mehr hatte. Aus meiner Küche nahm ich Knäckebrot und einen Apfel mit, da ich ja nicht mehr frühstücken konnte. Dann schlüpfte ich noch kurz in meine Vans und riss eine Jacke von der Garderobe, bevor ich hastig aus dem Haus sprang und die Beifahrertür von Bastis Auto aufriss. "Von Wecker stellen hast du auch noch nichts gehört, oder? Und was willst du mit deiner Reiterjacke?", fragte er mich, als wir uns auf den Weg in die Säbener Straße machten. Ich schlug mir die Hand vor den Kopf, als ich bemerkte, dass ich statt meiner Weste die Reiterjacke mitgenommen hatte. "Oh shit. Ich schmink mich jetzt erstmal, dann überleg ich mir ne Lösung", meinte ich. "Aha, für Manu?", neckte Basti mich und ich merkte, wie meine Wangen sich verfärbten. Ja, ich mag Manuel Neuer. Und ja, wir waren auch schon zwei Mal zusammen weg, aber irgendwie hat sich noch nicht mehr entwickelt. Verlegen kramte ich meine Schminktasche raus und begann, Wimperntusche aufzutragen und meine Unreinheiten verschwinden zu lassen. Da ich dafür wie immer nur kurz brauchte, verbrachte ich die restliche Fahrt damit, Basti zu ärgern und meinen Apfel zu essen.
Mit vollem Mund stieg ich aus dem Auto aus, da ich noch mein Knäckebrot in der Hand hielt und genüsslich reinbiss - Basti hatte mir verboten, es während der Fahrt zu essen, da ich ja sein Auto dreckig machen würde. Neben uns parkte ein anderes Auto und wer stieg aus? Richtig, Manu. Grinsend und kauend lief ich auf ihn zu und er zog mich sofort in seine Arme. "Mal wieder verschlafen?", wollte er wissen und ich nickte nur. Mit einem Blick auf meine nackten Arme, da ich ja nur ein Top anhatte, zog er seinen Pulli aus und gab ihn mir. "Anziehen, sonst wirst du noch krank." "Was machst du nach dem Training?", fragte ich und grinste ihn schief an. Gott, Lara, benimm dich. Ich war noch total begeistert vom Geruch seines Pullis. Manu einfach. "Was mit dir?", antwortete er mit einer Gegenfrage. Ich hatte nur Zeit zu nicken, da in dem Moment David "Nicht flirten, wir wollen anfangen", rief.
Zwei Stunden später saß ich neben Manu im Auto und wir waren auf dem Weg zu ihm. Dort wollten wir einen Film schauen und essen. Schon als wir austiegen, nahm er meine Hand und nachdem wir in seinem Flur standen und die Haustür geschlossen hatten, legte er seine Arme um meine Hüfte und zog mich zu sich. "Ich liebe dich, Lara Schweinsteiger. Schon immer." Grinsend sah ich zu ihm hoch: "Ich dich auch, mein Riese."
Bạn đang đọc truyện trên: AzTruyen.Top