Manuel Neuer (12)
"Manu, jetzt beeil dich endlich! Du weißt, dass Mario und Ann es hassen, wenn wir zu spät kommen. Und verdammt noch mal, räum endlich deine Schuhe mal aus dem Weg!", fluchte ich, als ich mal wieder über Manu's riesige Sneaker stolperte. Genervt nahm ich meine schwarzen High Heels aus dem Schrank, zog meine Lederjacke über mein rotes Kleid und öffnete die Tür. "In zwei Minuten fahr ich.", schrie ich ein letztes Mal durchs Treppenhaus. Manu und ich waren seit zwei Jahren ein Paar, wir haben uns über meinen Bruder Mario Götze kennengelernt. Seitdem wir vor einem halben Jahr zusammen gezogen sind, streiten wir fast nur, da uns irgendwelche Macken des anderen auf die Nerven gehen. Ich wische mir eine Träne aus dem Augenwinkel, als ich sehe, dass Manu aus dem Haus kommt und die Tür abschließt.
"Hey Ann, schön dich zu sehen! Gut siehst du aus!", sage ich, zwinge mir ein Lächeln auf und umarme sie fest. Nachdem wir uns alle begrüßt haben, und Mario und Manu zu den anderen ins Wohnzimmer verschwunden sind, zog Ann mich ins Badezimmer. Dadurch, dass sie mit meinem Bruder zusammen ist, sind wir beste Freundinnen geworden. "So schlimm?", fragte sie nur, als ich mich seufzend auf dem Klodeckel niedergelassen hatte. Ich nickte und konnte nur mit Mühe meine Tränen zurückhalten. "Ich liebe ihn so sehr. Und er ist das beste, was mir je passiert ist. Aber ich kann so nicht mehr. Wegen jeder Kleinigkeit streiten wir uns, manchmal kommt es mir vor als wären wir nicht mehr dieselben wie vor zwei Jahren." "Ach Schnucki, das wird wieder", sagte Ann und zog mich in eine feste Umarmung. "Soll Mario mal mit ihm reden?" "Ich weiß es nicht. Manchmal überlege ich, ob es nicht das beste wäre wenn ich es einfach beende." Geschockt sah Ann mich an. "Willst du mich verarschen? Ihr seit DAS Traumpaar! Und jetzt kämpf gefälligst um ihn. So, jetzt kommst du raus und hörst die die Neuigkeiten an, die dein großer Bruder und ich zu verkünden haben!" Wie Ann so war, nahm sie meine Hand und zog mich hinter sich ins Wohnzimmer. Ich stellte mich zu Manu, der seinen Arm um mich legte und mich näher an ihn zog. "Können wir nachher reden? Bitte?", flüsterte er mir leise ins Ohr. Ich nickt und konzentrierte mich auf Mario, der grade anfing zu reden. "Also, da ihr alle da seit, möchten Ann und ich euch etwas sagen.", während er redete, verschränkte er seine Finger mit Ann's, "Wir werden heiraten!" Während die beiden sich küssten, applaudierten wir anderen.
"Tabea, gehen wir?", fragte Manu. "Klar", antwortete ich. Wir verabschiedeten uns von allen, als ich Ann umarmte flüsterte sie mir ins Ohr: "Das wird alles gut. Red mit ihm!" und drückte mir einen Kuss auf die Backe.
"Wollen wir noch ne Runde spazieren gehen?", fragte mich Manu, nachdem wir schweigend vor unserem Haus standen. "Ja, ich zieh mich schnell um", meinte ich und lief ins Haus. Im Schlafzimmer zog ich mein Kleid aus, schlüpfte stattdessen in eine Jeans und zog einen Pulli von Manu drüber. Meine Haare band ich zu einem hohen Pferdeschwanz zusammen. Nachdem ich meine Chucks an hatte, lief ich wieder zu Manu zurück, der sofort meine Hand nahm und los lief. "Manu, ich..", setzte ich an, wurde aber sofort von Manu unterbrochen. "Tabea, ich liebe dich über alles und will dich nicht verlieren. Ich weiß, dass es in letzter Zeit nicht leicht für uns war, aber ich bitte dich: gib mir noch eine Chance. Ohne dich würde mein Leben keinen Sinn mehr machen und ich will und kann nicht mehr ohne dich. Bitte, lass es uns noch einmal probieren." Schweigend liefen wir weiter, von so viel Ehrlichkeit war ich erstmal sprachlos. "Manu. Ich werd dich garantiert nicht verlassen, denn ich liebe dich so sehr, dass das einfach unmöglich wäre. Wir probieren es natürlich nochmal, unter einer Bedingung." Während ich das sagte, waren wir stehen geblieben und Manu hatte sich zu mir gedreht. "Die da wäre?", fragte er mit gerunzelter Stirn. "Räum deine doofen Schuhe auf!" Er fing an zu grinsen und küsste mich, so als wenn es kein Morgen gäbe.
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