woman II | ziam

Zayns p.o.v.

Leise seufzend entzog ich mich seiner Umarmung und setzte mich auf. Ich fischte nach meiner Kleidung und begann mich anzuziehen.

Dann stand ich auf und drehte mich um. Liam schlief noch. Er sah so friedlich aus, wie sich seine Brust regelmäßig auf und ab bewegte und sein Mund leicht offen stand. Seine Lippen waren von letzter Nacht noch geschwollen, seine Haare verwuschelt und die Decke lag ihm knapp über seiner Hüfte, sodass ich freien Blick auf seinen Oberkörper hatte. Und auf den Knutschfleck, ungefähr auf Höhe seines Herzens, den ich dort hinterlassen hatte.

Ich musste lächeln.

Langsam kroch ich zurück aufs Bett, strich ihm kurz durch die Haare und drückte ihm einen Kuss gegen den Hals.

„Ciao Liam", flüsterte ich dann. „Ich muss los."

Er drehte sich ein wenig zu mir, schmatzte leise ihm Schlaf, wachte aber nicht auf. Mein Herz wurde warm. Ich griff schnell nach meinem Handy, drehte mich um und zwang mich zu gehen.

Ich schloss die Türen so leise wie möglich. Ich durfte nicht so fühlen. Ich durfte einfach nicht so für Liam fühlen. Nicht mehr.

Wir waren schließlich nichts...ernstes. Nichts echtes.

Er hatte sich zwar jetzt von seiner Freundin getrennt, aber ich war offiziell immer noch mit Gigi zusammen und außerdem...naja...hatten wir halt nur Sex. Mehr nicht. Wir waren nicht mal mehr Freunde seit ich aus der Band ausgestiegen war.

Ich hatte damals die Nähe zu Liam nicht mehr ausgehalten. Ich war ihm nämlich vom ersten Moment an verfallen. Ich war schon seit Anfang an in Liam verliebt und das hatte nie aufgehört. Außerdem hatte das Management mir zu viel Druck gemacht und ich war eh nicht so der Fan von der Musik, die wir gemacht hatten. Alles zusammen hatte dann dazu geführt, dass ich ausgestiegen war. Die Jungs waren alle sehr enttäuscht gewesen, weil ich nicht mal mit ihnen darüber geredet hatte und so war meine Freundschaft mit den meisten ziemlich zu Bruch gegangen.

Auch mit Liam. Der Einzige, der sich wirklich bemüht hatte war Niall, mit ihm sprach ich auch ab und an noch. So kam es auch dazu, dass er mir erzählt hatte, dass Liam wirklich verletzt war, durch meinen Ausstieg.

Ich war zu Liam gefahren und wollte alles klären, aber irgendwie hatte das nicht so ganz funktioniert, denn am nächsten Tag war ich neben ihm im Bett aufgewacht. Obwohl er eigentlich mit Cheryl zusammen gewesen war und ich mit Gigi.

Naja und jetzt...führten wir irgendwie eine komische Beziehung. Freundschaft Plus konnte man es nicht nennen, wir waren schließlich keine Freunde. Eigentlich war es nur Plus.

Aber es tat mir so gut. Meine Gefühle für Liam, die nie auch nur ansatzweise verschwunden waren (ja ich fühlte mich schlecht Gigi gegenüber, aber irgendwie liebte ich sie auch. Nur eben eher freundschaftlich...) fanden endlich ein Ventil. Ich konnte alles rauslassen, was sich in mir angestaut hatte und ich war ihm so nah wie nie.

Und es war so gut. So verdammt gut.

Liam war unglaublich. In jeder Hinsicht, aber besonders in Bezug darauf.

Ich verließ sein Grundstück, zog mir die Kapuze ins Gesicht und ging zu meinem Auto, das ich ein Stück weit weg geparkt hatte.

Als ich mich auf den Fahrersitz fallen ließ und die Tür zugemacht hatte, blieb ich einfach kurz sitzen und atmete tief durch. Oh Gott, wie lange würde das noch so weitergehen? Ich konnte doch nicht bis an mein Lebensende mit Gigi zusammenbleiben und regelmäßig mit Liam schlafen, nur weil ich nunmal in ihn verliebt war und das Gefühl hatte, dass das niemals aufhören würde.

Plötzlich überkrochen mich riesige Ladungen an Schuldgefühl. Das war Gigi gegenüber wirklich nicht fair. Ich konnte das nicht machen.

Wieso tat ich ihr das an?

Wieso hatte ich noch nie wirklich darüber nachgedacht?

Wieso fiel mir zum ersten Mal auf, dass ich sie tatsächlich regelmäßig betrog?

Vermutlich weil mir das mit Liam viel zu natürlich vorkam. Viel zu richtig, als dass es irgendwie falsch sein könnte.

Was es aber schließlich war. Man betrog Menschen nicht, das war das absolut unehrenhafteste was man tun konnte.

Und Gigi hatte das wirklich nicht verdient, sie war so ein toller Mensch.

Ich schüttelte kurz den Kopf, schnallte mich an und startete den Motor. Ich musste zu ihr und ihr die Wahrheit sagen.

Leise schaltete ich das Radio an und ein Stich durchzog mein Herz, als ausgerechnet Strip that down lief.

Ich wusste nicht ob die anderen noch Freunde waren. Die Band war nach meinem Ausstieg auseinander gebrochen und ich wusste nur, was die Öffentlichkeit sah. Liam und Louis schienen noch gut befreundet zu sein. Witzig eigentlich, wenn man bedachte, dass die beiden sich am Anfang wirklich für eine kurze Zeit absolut nicht ausstehen konnten.

Niall kam mit allen gut klar, soweit ich das beurteilen konnte und was Harry anging wusste ich so gut wie nichts.

Und auch nicht was Harry und Louis zusammen anging. Die Beiden hatten es eh schwer gehabt in der Band nachdem ihre Beziehung zerbrochen war. Und jetzt?

Vor allem Harry war es wirklich grottig gegangen. Beziehungsweise bei ihm war es offensichtlich gewesen wie scheiße es ihm ging. Louis war es vermutlich auch absolut miserabel gegangen. Er konnte es nur einfach besser überspielen, aber fraß dann alles in sich rein und heulte sich jede Nacht in den Schlaf. So war er immer schon gewesen. Der „Starke", der immer erst wenn er alleine war, seine Gefühle rauslassen konnte. Vielleicht kam das davon, dass er bei seinen Geschwistern auch immer der Älteste gewesen war und sich verpflichtet gefühlt hatte „der Starke"zu sein.

Der Weg zu Gigi war nicht weit. Seufzend stieg ich aus, lief zur Tür und klingelte.

Kurz darauf ertönte schon der Summer und ich trat ein und lief die Treppen in den dritten Stock. Ich hasste Aufzüge, sie machten mich irgendwie klaustrophobisch.

Ich kam leicht außer Atem an und sah meine Freundin mit Jogginghose, unordentlichem Dutt und Shirt in der Tür stehen. Gott, sie war so unglaublich hübsch. Aber es war nicht so, wie wenn ich Liam sah.

Wenn er jetzt in Jogginghose und Shirt vor mir stehen würde würde ich vermutlich anfangen zu sabbern. Bei Gigi verspürte ich höchstens den Wunsch ein Foto für ihr Instagram Profil zu machen.

„Zayn?", fragte sie und klang leicht überrascht. „Ich wusste nicht, dass du noch kommst."

„Ich wusste es selber nicht." Ich kam auf sie zu, aber sie schien schon an meinem Blick zu sehen, dass etwas nicht stimmte, sie versuchte nicht einmal mich irgendwie zur Begrüßung zu umarmen geschweige denn zu küssen, sie sah mich nur leicht irritiert an.

„Wir müssen reden", setzte ich hinzu und der irritierte Gesichtsausdruck veränderte sich zu einem wissenden, leicht ängstlichen Blick.

Wortlos hielt sie mir die Tür auf und ich trat an ihr vorbei ins Haus. Wir liefen ins Wohnzimmer und setzten uns auf die Couch.

Eine etwas peinliche Stille herrschte, ich wagte es nicht wirklich sie anzusehen.

Sie seufzte. „Sag es", sagte sie dann plötzlich.

„Hm?" Verwirrt blickte ich sie an. Sie seufzte nur nochmal. „Sag es einfach. Du liebst mich nicht mehr. Beziehungsweise hast es vermutlich nie. Sag es, los, ich komme schon klar."

Verblüfft starrte ich sie an. Sie verdrehte nur leicht die Augen, aber ich sah wie sich langsam Tränen sammelten.

„Zayn. Seien wir mal ehrlich. Es ist kein großes Kunststück zu merken, dass du mich nicht liebst. Zumindest nicht so. Ich meine, es reicht wenn nur ein Lied von ihm läuft und du bist nicht mehr ansprechbar."

„Was? Gigi ich-„

Sie lächelte leicht, auch wenn ihr Gesichtsausdruck immer trauriger wurde.

„Weißt du, es war von Anfang an so. Ich denke ich hab einfach gehofft, dass ich doch irgendwie...Gefühle in dir...wecken könnte. Also...Gefühle für mich." Eine leise Träne rollte ihr über die Wange. Ich rückte näher und strich sie geistesabwesend weg.

„Aber es ist schon okay." Jetzt brach ihre Stimme endgültig. „Mann, kann nichts machen. Du bist nach allen Regeln der Kunst in Liam Payne verliebt."

„Wie...kannst du das alles wissen?", fragte ich sie fassungslos und ließ meine Hand an ihrer Wange um weitere Tränen wegzustreichen.

„Ich kenne dich, Zayn. Du bist nicht glücklich mit mir. Aber ich will, dass du glücklich bist."

„Wenn du weißt dass...", murmelte ich. „Wieso bist du dann überhaupt noch mit...also..." Sie schien mein Stammeln zu verstehen, denn das traurige Lächeln kam wieder. Weitere Tränen liefen über ihre Wangen, die ich mit meinen Daumen auffing.

„Weil ich trotzdem in dich verliebt bin, Zee. Du liebst mich zwar nicht, aber...ich kann nichts für meine Gefühle. Ich denke ich wollte wenigstens die Illusion deine Freundin zu sein solange wie möglich auskosten."

„Es tut mir so Leid", schaffte ich es endlich einen gescheiten Satz rauszubringen.

„Ist schon gut", flüsterte Gigi, schluchzte dann aber los und klammerte sich in meine Umarmung.

Ich gab ihr den nötigen Halt und ließ sie sich an meiner Schulter ausweinen.

Gott, ich war so ein schlechter Mensch.

Nach einiger Zeit hatte sie sich beruhigt und brachte mich mit Tränen auf den Wangen zur Tür. Es war besser wenn ich jetzt ging, das war klar.

„Na dann, Zayn. Morgen wird der erste Tag seit Langem sein, an dem ich nicht an deiner Seite über den roten Teppich laufe. Viel Glück." Sie beugte sich vor, gab mir einen Kuss auf die Wange und ich nickte nur.

„Tschüs Gigi. Es tut mir leid."

Ein letztes trauriges Lächeln. „Tschüs Zayn. Viel Glück mit Liam."

Dann schloss sie die Tür. Ich glaube ich hatte mich in der letzten halben Stunde mehr entschuldigt als in meinem ganzen Leben zuvor und trotzdem kam ich mir vor wie der schrecklichste Mensch auf der Welt.
Gigi tat mir so Leid. Das hatte ich doch alles nicht gewollt. Und jetzt musste ich morgen auch noch diese Awardshow über mich ergehen lassen.

Einen Tag später saß ich in der Limousine auf dem Weg zu besagter Awardshow und hatte schon leicht Angst. Wie Gigi gesagt hatte war es die erste seit langem, die ich ohne sie an meiner Seite bestritt. Es war ungewohnt alleine im Auto zu sitzen. Also abgesehen von meinem Bodyguard.

Und dann war es soweit. Die Tür ging auf, ich stieg aus und ließ das Blitzlichtgewitter über mich ergehen. Alleine. Es engte ein.

„Zayn, wo ist Gigi?"

„Wo ist deine hübsche Freundin?"

„Warum bist du heute Solo hier?"

„Hast du dich von Gigi getrennt?", wurde ich sofort von Fragen der Paparazzi überrollt, aber ich ignorierte sie gekonnt, lächelte ein wenig und machte meinen Weg über den roten Teppich.

Das war mir jetzt schon zu viel.

Ein paar Stunden später saß ich an einem Tisch in dem riesigen Saal und beobachtete die Leute um mich herum. Die Show war nicht so spannend und noch hatten die Auszeichnungen nicht angefangen.

Liam saß zusammen mit Louis an einem Tisch. Und dessen Freundin, die irgendwie genauso wenig aussah als hätte sie Lust auf dieses Event wie Louis selbst. Liam sah umwerfend aus. Wie immer.

„Und jetzt bitte einen riesigen Applaus für Harry Styles mit seinem neuen Lied ‚Woman'", sagte sie Moderatorin und ich riss meine Blick von Liam los um überrascht zur Bühne zu sehen. Ich hatte gar nicht gewusst, dass Harry heute auftrat.

Während seines Liedes wurde ich fast immer trauriger. Er sang von Eifersucht und Liebe und ich konnte irgendwann nicht mehr. Ich entschuldigte mich bei den Leuten, die mit mir am Tisch saßen und machte mich auf den Weg zur Toilette. Harry starrte die ganze Zeit beim Singen auf Louis, aber Liam wirkte merkwürdig abgelenkt von seinem Handy.

Als ich die Tür zur Toilette aufstieß fühlte ich wie mein Handy vibrierte.

Wieso sind du und Gigi getrennt hier?

Die war von Liam, stellte ich erstaunt fest. Eigentlich schrieben wir nur Dinge wie Kommst du vorbei? oder ich bin da und da oder ab und an sexteten wir mal, aber sowas war neu.

Wir haben uns getrennt. Ich bin auf der Toilette, willst du kommen?

Das schickte ich ihm zurück und seufzte dann leise. Gott Ja, Liam wäre jetzt genau das Richtige. Ich brauchte Ablenkung von meinen ganzen Gedanken. Über mich, über Gigi, über Liam.

Ja, das wirkt komisch, dass ich mich von Liam mit Liam ablenken wollte, aber das funktionierte tatsächlich.

Ich dachte dann nämlich nur noch an Liam, nicht über Liam nach, das war der gravierende Unterschied.

Ich hörte wie Harry das letzte Mal den Refrain seines Liedes sang und dann stieß jemand die Tür zur Herrentoilette auf. Ich fuhr herum, aber bevor mir überhaupt klar geworden war, dass es Liam war hatte er schon seine Lippen auf meine gepresst.

Sofort waren alle Gedanken, die gerade noch in meinem Kopf herum geschwirrt waren wie weggeblasen.

Ich krallte mich in seinen Anzug und küsste ihn zurück. Mit all meiner Hingabe.

Liams Kuss war fordernd und leidenschaftlich, aber trotzdem irgendwie anders als die letzten Male. Er wirkte fast vorsichtig. Umsichtig.

Fast als wären...Gefühle im Spiel. Auch von seiner Seite aus.

Sanft strich er mit der Zunge über meine Unterlippe und ich öffnete den Mund, sodass wir den Kuss vertiefen konnten.

Er schlang seine Hände um meine Taille und zog mich näher. Ich legte eine Hand an einen seiner muskulösen Oberarme, die andere um seinen Nacken.

Er dirigierte uns zu einer Kabine und schloss diese dann ab. Das war vermutlich eine bessere Idee. Die Leute wären schon verstört genug wenn sie uns hören würden, da musste man uns nicht auch noch sehen.

Dass Harry sein Lied schon längst beendet hatte fiel mir gar nicht auf.

Liam fuhr mit seinen Händen in meine Haare und ich stöhnte leise an seinem Mund auf. Er löste seine Lippen von meinen nur um sie über meinen Hals wandern zu lassen. Als er eine Stelle fand, an der ich leise wimmerte begann er einen Knutschfleck zu machen. Himmel, er konnte das so gut.

Als er sein Werk vollbracht hatte legten sich seine Lippen wieder auf meine und wir küssten uns als gäbe es kein Morgen mehr. Langsam ließ ich meine Hand zu seiner Hose gleiten und begann seinen Gürtel zu öffnen.

„Zayn", flüsterte Liam leise gegen meine Wange und atmete tief ein.

„Hm?", fragte ich und wollte gerade schon seine Hose öffnen, da erstarrten wir beide mitten in der Bewegung.

Die Tür ging auf.

Stumm fluchend legte ich wieder beide Hände um Liams Hals um einen besseren Halt zu haben und er sah mir nur tief in die Augen. Fast hätte ich die Leute wieder vergessen. Doch in den Moment ertönte eine Stimme, die ich nur zu gut kannte.

„Harry, ich-", erklang Louis und auch Liam riss überrascht die Augen auf und hörte genauer hin.

Kurz hörte man nichts, dann stieß Louis ein „Oh Fuck" heraus. Liam runzelte die Stirn. Gott, selbst dabei sah er gut aus. „Ich hab dich so vermisst, Hazza", sprach Louis dann weiter und dann hörte man wieder nichts. Aber es war ein ersticktes Keuchen von Harry zu hören und ich riss die Augen auf. Die Beiden küssten sich.

Oh Gott, das hatten sie sowas von verdient. Ein warmes Gefühl durchströmte mich. Louis und Harry hatten beide so sehr gelitten unter dieser Trennung. Auch auf Liams Gesicht breitete sich ein Lächeln aus.

„Es tut mir so Leid", flüsterte Louis dann. „Bitte, lass uns wieder von vorne anfangen okay? Ich liebe dich, Harry. Oh mein Gott, ich liebe dich so sehr."

Leise ertönte Schluchzen, das nach Harry klang.

Und als Harry dann mit tränenerstickter Stimme „Ich liebe dich auch Lou", erwiderte, bestätigte sich diese Vermutung. Unschlüssig sah Liam mich an. Das könnte noch dauern mit den Beiden. Und wir wollten hier schließlich nicht versauern. Ich nickte kaum merklich und griff nach seinem Gürtel, um ihn wieder zuzumachen. Dass er das auch selber gekonnt hätte ignorierte ich einfach.

Oh Gott, das würde jetzt so peinlich werden.

Liam öffnete die Kabinentür und wie zu erwarten standen Louis und Harry vorm Waschbecken, sich eng umschlungen, verwirrt in unsere Richtung starrend. „Äh. Glückwunsch ihr Zwei, wurde aber auch mal wieder Zeit, dass ihr zurück zueinander findet", sagte Liam und fuhr sich verlegen durch seine Haare. Oh Gott, sahen meine genauso durchgewühlt aus wie die von ihm?

„Ja, äh. Genau. Viel Glück euch beiden", meinte ich dann und senkte schnell den Kopf. Es war schließlich offensichtlich, was Liam und ich hier gerade getrieben hatten. Oder nicht getrieben hatten, weil die beiden aufgetaucht waren. Schnell verdrückte auch ich mich durch die Tür und sofort schloss sich Liams Hand um meine.

Er zog mich hinter sich her und ich stellte keine Fragen. Warum sollte ich auch? Ich würde Liam auch in ein Gehege voller hungriger Tiger folgen.

In irgendeinem Gang machte er Halt und drehte sich zu mir um.

Er nahm mein Gesicht in seine Hände.

„Zayn, hast du dich wirklich von Gigi getrennt oder hast du das nur so gesagt?"

„Wieso sollte ich dich anlügen?", fragte ich ihn verwirrt und starrte in seine braunen Augen, die tief in meine blickten.

„Oh Gott, dann hätte ich also...also ich meine ich könnte...du...bist also wieder..."

Ich runzelte leicht die Stirn, auch wenn den Rumgestammele unglaublich niedlich war.

„Zayn, du weißt nicht wie froh mich das macht", gab er dann schließlich von sich.

„Was? Dass ich mich von meiner Freundin getrennt habe?", fragte ich verständnislos und er nickte langsam.

„Ja. Weil ich..." Er atmete tief durch. „Mann, hast du dich noch nie gefragt, warum ich das hier mache? Immer wieder mit dir schlafen. Mich von Cheryl zu trennen, obwohl ich ein Kind mit ihr habe? Fuck, Zayn, ich bin in dich verliebt und gerade so eifersüchtig auf Harry und Louis weil die Beiden endlich ihr Glück wiederhaben. Ich will das auch. Mit dir."

Sprachlos starrte ich Liam an. Dann kam langsam in meinem Gehirn an, was er mir da gerade eröffnet hatte.

Liam liebte mich auch.

Er liebte mich auch.

Ich begann zu strahlen und legte meine Arme um seinen Hals.

„Gott Liam, ich liebe dich auch", flüsterte ich und küsste ihn. „Bitte. Lass uns uns wieder richtig kennenlernen. Ich hab dich so vermisst in den letzten Jahren. Trotz dieses...Kontakts..."

Liam nickte nur und schien sein Glück kaum fassen zu können. Wie in Trance starrte er mich an und presste dann wieder seine Lippen auf meine.

Gott, glücklicher könnte ich im Moment echt nicht mehr werden.

Der Mann meines Lebens liebte mich auch.

Scheint so, als würde endlich alles gut werden.

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