new job | ziam
Da stand ich jetzt. Und wippte auf meinen Fußspitzen auf und ab. Himmel, war ich nervös. Das hier war der Beginn vom Rest meines Lebens.
Hatte ich das gerade wirklich gedacht? Ich schüttelte nur den Kopf und blinzelte nochmal. Mein Gott, wie melodramatisch.
Dann atmete ich tief durch und betrat das Gebäude durch die großen Glastüren.
Im Eingangsbereich war eine Sicherheitskontrolle, aber die kannte ich schon von meinem Vorstellungsgespräch. Also meldete ich mich nur an, weil ich noch keinen Ausweis hatte, legte meine Tasche in eine der Kisten, um sie durchleuchten zu lassen, lächelte dem Mann vom Sicherheitspersonal zu und lief dann durch die Schranke. Es blinkte grün und ich konnte mein Zeug nehmen und die Rolltreppe hochfahren.
Ich lief auf die Rezeption zu und lächelte auch der blonden, jungen Frau dort freundlich zu.
„Guten Tag, wie kann ich Ihnen helfen?", fragte sie.
„Ähm, Zayn Malik, ich habe heute hier meinen ersten Tag", erklärte ich und sie lächelte nur und nickte.
„Ja, eine Sekunde, hier sehe ich Sie." Sie klickte auf ihrem Bildschirm herum, griff dann hinter sich und reichte mir meinen Mitarbeiterausweis. „Der ist auch Ihr Schlüssel für das Gebäude, Ihr Büro, sowie die Tiefgarage und sämtliche Meetingräume et cetera. Ihr Büro liegt im achten Stock, Raum 37B. Finden Sie dahin?"
Ich nickte schnell. Das schaffte ich schon. „Okay. Dort wartet dann Ihr Kollege auf Sie, der Sie einweisen wird und mit dem Sie sehr viel zusammen arbeiten werden. Darüber sind Sie soweit aufgeklärt worden?"
Wieder nickte ich. Ja, ich wusste, dass ich quasi jetzt Teil einer Zweierteams war. Nur wusste ich noch nicht mit wem. Und ich hoffte wirklich, dass wir gut miteinander klarkommen würden.
„Okay, perfekt. Dann bräuchte ich noch hier Ihre Unterschrift, dass Sie die Karte übernommen haben und Ihren Job angetreten sind." Sie reichte mir ein Dokument und einen Kugelschreiber. Ich überflog kurz was darauf stand, weil ich nichts unterschrieb was ich nicht wenigstens halbwegs gelesen hatte und setzte dann meine Unterschrift auf das Blatt Papier.
Sie lächelte. „Dann wünsche ich Ihnen viel Spaß."
„Vielen Dank." Ich lächelte sie auch noch einmal an, dann machte ich mich auf den Weg zu einem der gläsernen Fahrstühle und drückte auf den Knopf. Kurz wartete ich, dann kam ein Fahrstuhl und ich stieg ein.
Kurz bevor die Türen zugingen sah ich einen braunhaarigen, jungen Mann auf mich zusprinten und hielt die Türen schnell vom Schließen ab, damit er noch einsteigen konnte.
„Danke", keuchte er als er neben mir angekommen war und ich sah leicht amüsiert dabei zu, wie er sich vorbeugte als sei er gerade einen Marathon gelaufen. Dabei hatten es höchstens 50 Meter sein können.
„Gerne doch."
Nach einigen Sekunden drückte er dann auf den Knopf der siebten Etage und sah zu mir. „Niall Horan", stellte er sich dann vor und streckte mir seine Hand entgegen. „Und Sie sind Zayn Malik, richtig? Neuer Senior im Marketing?"
Ich nickte. „Ja. Woher wissen Sie das?", fragte ich, ergriff die Hand und schüttelte sie. „Ich bin Bereichsleiter in Human Resources. Ich kenne jeden hier."
„Äh okay. Freut mich Sie kennenzulernen."
„Ach, Lassen Sie uns bitte duzen, ich steh nicht auf diesen ganzen formalen Kram."
„Okay." Ich lächelte.
„Man sieht sich später. Grüß Liam von mir", sagte er noch als der Fahrstuhl auch schon wieder stehen blieb und stieg aus.
„Äh..." Ich wollte noch sagen, dass ich keine Ahnung hatte wer Liam war, aber er war schon verschwunden. Verwirrt fuhr ich weiter in die achte Etage.
Da alles ziemlich übersichtlich beschildert war war es nicht besonders schwer das richtige Büro zu finden.
Ich atmete kurz durch und hielt dann meine Karte an das Schlüsselfeld. Ein grünes Lämpchen leuchtete auf und ich drückte die Klinke hinunter.
Das Büro hatte sogar noch eine Art Eingangsbereich. Links vor mir befand sich ein Schreibtisch und rechts also gegenüber vom Schreibtisch eine Glasfront. Gegenüber von mir war dann eine gesamte Wand aus Milchglas, mit einer Tür ebenfalls aus Milchglas.
Ich war jetzt Senior Marketing Manager, also ein ziemlich hohes Tier, deshalb hatte ich zusammen mit meinem Kollegen eine gemeinsame Assistentin, so wurde es mir mitgeteilt. Und genau diese saß an dem Schreibtisch vor mir, sah jetzt auf und lächelte freundlich.
„Hallo, Sie müssen Mr. Malik sein." Sie stand auf, kam auf mich zu und streckte ihre Hand aus. „Ich bin Francesca, Ihre Assistentin."
„Freut mich." Ich schüttelte ihre Hand und lächelte sie warm an.
„Ich werde einen Überblick über Ihre Termine halten, Dokumente für Unterschriften einerseits hier sammeln, andererseits zu Ihren Kollegen bringen und werde Ihnen natürlich wenn Sie wünschen einen Kaffee bringen." Beim letzten Satz schmunzelte sie leicht.
„Hört sich gut an." Ich lächelte.
„Außerdem gehen Anrufe und Weiteres erst über mich und wenn Sie wünschen schalte ich zu Ihnen ins Büro weiter durch."
„Alles klar, vielen Dank."
Sie nickte und machte eine Handbewegung zur Tür. „Wenn Sie wollen können Sie in Ihr Büro. Ihr Kollege erwartet Sie bereits."
Ich nickte, sie setzte sich wieder an ihren Schreibtisch und ich öffnete die Milchglastür.
Was dahinter erschien raubte mir fast den Atem. Erstmal war der Raum riesig. Außerdem waren die Wand mir gegenüber und rechts von mir einfach nur riesige Fensterfronten, die den Raum mit Licht durchfluteten und es einem erlaubten auf die Stadt herunterblicken.
An der Wand links befanden sich einige Aktenschränke und Regale mit Ordnern, sowie ein Kühlschrank der sehr nach neuster Technologie aussah.
Neben mir an der Wand neben der Tür stand ein schwarzes Ledersofa und in der Mitte des Raums befanden sich zwei Schreibtische einander gegenüber, an einem saß jemand.
„Oh hey, du musst mein neuer Kollege sein, ich bin-", fing er an, doch dann sah er auf und stockte. Sein Lächeln wich einem verwirrten Stirnrunzeln.
„Zayn?"
Ich brauchte einen Moment. Scheiße, hatte er sich verändert. Das letzte Mal als ich ihn gesehen hatte hatte er seine Haare fast komplett abrasiert getragen. Und war kleiner gewesen.
Jetzt fielen ihm seine Haare sanft in die Stirn, er trug eine Brille, er war größer und...sehr viel durchtrainierter.
„Liam? Liam Payne?" Komplett aus dem Konzept gebracht starte ich ihn an. Wer hätte gedacht, dass ich ihn jemals wiedersehen würde?
„Äh...wow." Liam lachte leicht auf und erhob sich dann aus seinem Stuhl. „Wow. Ich wusste wie mein neuer Kollege heißt, aber dich hab ich nicht damit in Verbindung...Wie lange ist her, dass wir uns gesehen haben?" Er trug eine Anzughose und ein hellgraues Hemd, sein Jackett hing über der Stuhllehne. Es stand ihm wirklich gut. Scheiße.
„Jahre", antwortete ich dann. Ich wusste nicht was ich fühlen sollte. Liams Anwesenheit löste ein komisches Gefühl in mir aus.
Aber es war verständlich. Ich meine, was fühlte man schon wenn der High School Crush plötzlich wieder vor einem stand? Und noch ungefähr fünf Mal heißer aussah?
Ich schluckte.
„Hey!" Er grinste erfreut, kam auf mich zu und umarmte mich. Ich stand stocksteif da und wusste nicht was ich tun sollte.
Wir waren nie Freunde gewesen. Wir waren lediglich ein Jahr in einer Klasse gewesen, nachdem er auf unsere Schule gewechselt war und dann drei Jahre in derselben Stufe. Ich war immer irgendwie in ihn verliebt gewesen, aber mehr so aus der Ferne.
Naja gut, wenn man diese eine Party nicht dazuzählte, die mich damals so dermaßen durcheinander gebracht hatte.
„Äh", gab ich von mir als er sich von mir löste und mich angrinste.
„Wahnsinn. Und jetzt sind wir wohl Partner", meinte er und klopfte mir auf die Schulter.
„Äh. Ja. Sieht wohl so aus."
Er grinste. „Okay, also du kannst dein Zeug erstmal hier abstellen, dieser ist dein Schreibtisch." Er zeigte auf den Schreibtisch seinem gegenüber, an dem ich beim arbeiten nach draußen sehen könnte. „Und dann würde ich sagen, ich führ dich ein bisschen rum?"
Ich nickte, legte meine Tasche auf den Schreibtischstuhl, zog ebenfalls mein Jackett aus und befestigte dann meinen Ausweis an meiner Hosentasche, wofür er vorgesehen war.
„Ähm. Ja. Bin dabei."
„Okay, cool." Liam griff noch nach einem Dokument auf seinem Schreibtisch, lächelte und öffnete dann die Tür für mich. Ich ging vor ihm aus dem Büro und er folgte mir.
„Frankie, könntest du das zu Niall Horan durchbringen?" Er legte ihr das Dokument auf den Schreibtisch und sie nickte nur routiniert. „HR Senior Manager, richtig?" Das war wohl eher eine rhetorische Frage gewesen, denn sie wartete gar nicht erst auf Liams Nicken, sondern schrieb mit Bleistift etwas auf die obere Kante des Dokuments und legte es hinter sich zu anderen Papieren.
Dann wandte sie sich an mich. „Mr. Malik, ich werde heute noch Ihr Dienstlaptop und Ihr Diensthandy abholen. Das haben Sie dann spätestens heute Abend. Der Dienstwagen kann Ihnen aber leider erst in drei Tagen zur Verfügung gestellt werden."
„Alles klar, vielen Dank." Ich lächelte. Sie nickte nur und widmete sich wieder ihrem Bildschirm.
„Wir sind dann später wieder hier, falls irgendwas ist ruf an, okay?", meinte Liam noch und sie sah wieder auf, lächelte und nickte. Doch bevor wir aus der Tür gehen konnten rief sie nochmal. „Ach bevor ich's vergesse, Mr. Payne?"
Wir drehten uns zu ihr um.
„Der Termin heute ist um eine halbe Stunde vorverlegt worden, also seien Sie bitte pünktlich wieder hier und halten sich nicht zu lange in der Kantine auf, Okay? Ich kenn Sie doch."
Liam grinste sie an. „Okay. Welchen Termin heute meinst du?"
Frankie runzelte die Stirn. „Äh naja. Den einen wichtigen Termin heute. Tomlinson."
„Oh klar. Danke Frankie." Liam lächelte nochmal, ich ebenfalls und dann verschwanden wir aus unserem Büro.
„Also du fragst dich sicher warum wir, anders als andere Firmen, zwei Senior Marketing Manager einstellen", begann Liam. „Nun, es hat große Vorteile. Man arbeitet eng zusammen und kann sich so sehr viel von der Arbeit aufteilen. Man kommt im ganzen Bereich schneller voran und ist nicht so schnell überarbeitet. Entscheidungen können doppelt so schnell getroffen werden und die Kampagnen sind meistens sogar besser, weil alle entspannter sind und somit deutlich kreativer an die Sache rangehen können. Das machen wir allerdings nur in der Marketing Abteilung, Niall zum Beispiel ist in HR allei-"
„Ähm, Liam?", unterbrach ich ihn und er sah zu mir, während er auf den Knopf für den Fahrstuhl drückte. „Ich hab die Stelle schon. Über sowas bin ich aufgeklärt. Mich würde eher interessieren wo in diesem Gebäude sich alles befindet und dann vielleicht halt der Berufsalltag hier in der Firma. Ist ja auch nicht mein erster Job."
Liam lächelte. „Ja, okay, du hast Recht. Sorry, ich bin ein bisschen nervös. Ich meine, wir werden jetzt sehr eng zusammenarbeiten, uns jeden Tag sehen...und ich hab einfach Angst, dass wir uns nicht verstehen."
Ich lächelte nur und die Fahrstuhltüren vor uns glitten lautlos auseinander.
„Mach dir da mal keine Sorgen." Die Wahrscheinlichkeit, dass ich mich wieder in dich verliebe und dieses Mal so richtig ist nämlich viel größer als die, dass ich dich nicht mag.
Wir stiegen ein, ich lächelte beruhigend und Liam lächelte zurück. Und ich konnte nur in seine braunen Augen starren und musste mich zusammenreißen wieder weg zu sehen. Scheiße, warum sah er auch so gut aus?
Liam drückte den Knopf für die siebte Etage. „HR-Abteilung in der siebten. Niall, der Senior Manager dort ist ein guter Freund von mir."
„Ich glaube, den hab ich vorhin schon getroffen", meinte ich, mit Gedanken an den Typ aus dem Fahrstuhl. Jetzt wusste ich auch welchen Liam ich grüßen sollte.
Liam grinste. „Gut möglich. Abgesehen davon, dass Niall sowieso den Überblick über das Personal hat, dieser Typ kennt auch einfach irgendwie jeden. Und mal unter uns: wenn du gossip willst...Niall weiß alles. Wirklich, ich weiß nicht wie der das hinkriegt."
Ich grinste nur.
____
Etwa zwei Stunden später schwirrte mir der Kopf. Liam hatte mich einer Menge Menschen vorgestellt und mir sehr viele Räume gezeigt, aber wir hatten vielleicht gerade mal die Hälfte des Gebäudes durch. Für alles hatten wir heute nicht genug Zeit, weil wir anscheinend noch den Termin mit diesem gewissen Tomlinson hatten.
Vorher zeigte Liam mir aber wirklich noch die Kantine und wir aßen zusammen Mittag.
Dann als wir anscheinend zum Meeting aufbrechen mussten gingen wir zurück in unser Büro. Liam setzte sich an seinen Schreibtisch. „Ich muss nur ganz kurz die Unterlagen suchen..."
Ich kam mir etwas fehl am Platz vor, weil ich noch nichts wirklich eingerichtet hatte, mich noch nicht eingearbeitet hatte und sowieso wegen Liam immer noch leicht überfordert war.
„Sorry, dass du sofort an deinem ersten Tag mit diesem Meeting und so in den Job reingeschmissen wirst, aber du kommst klar, oder?"
Ich nickte nur.
„Mr. Payne?", ertönte Francescas Stimme aus einem Lautsprecher und Liam nahm seinen Hörer ab und drückte einen Knopf. Verwundert sah ich, wie das Milchglas sich in normales durchsichtiges Glas verwandelte und Francesca zu uns ins Büro sah und mit Dokumenten wedelte. Sie schien etwas zu Liam zu sagen, dieser nickte und legte den Hörer dann wieder auf.
„Sie hat die Unterlagen, die wir brauchen, lass uns los."
Er griff nach seiner Aktentasche und seinem Jackett und ich folgte seinem Beispiel. Dann gingen wir zu unserer Assistentin, die mir die ordentlich getackerten Unterlagen reichte.
„Ich danke Ihnen, Francesca."
„Ach duzen Sie mich doch bitte Mr. Malik", bat sie und ich nickte. „Ähm okay. Sie- du kannst mich aber auch gerne duzen wenn du willst."
Und plötzlich spürte ich von hinten Liams Hände auf meinen Schultern. „Versuchs gar nicht erst", meinte er direkt in mein Ohr und ich bekam eine Gänsehaut. Verwirrt drehte ich mich zu ihm um.
„Ich versuche seit zwei Jahren Frankie dazu zu bringen mich zu duzen. Aber sie meint das würde die Hierarchie stören."
„Aha." Grinsend musterte ich unsere Assistentin, die nur schmunzelnd mit einer Schulter zuckte.
„Jetzt los, sonst kommen Sie zu spät", wies sie an und Liam und ich verließen das Büro.
Wir fuhren mit seinem Dienstwagen. (Beziehungsweise erstmal in die Tiefgarage.)
Er hatte einen schwarzen Mercedes und meinte zu mir, dass ich in etwa den gleichen bekommen würde.
Wahnsinn. Ich wusste ja, dass ich mit dem Job wirklich Glück gehabt hatte, aber wow.
Ich setzte mich auf den Beifahrersitz und Liam startete den Wagen. Es lief leise Radio und wir unterhielten uns ein ganz bisschen darüber was wir nach der Schule gemacht hatten, aber wir fuhren auch wirklich nur kurz. Beim Gebäude angekommen sprach Liam kurz durch eine Gegensprechanlage mit einem Angestellten und wurde dann in das Parkhaus gelassen.
„Wer ist denn dieser Tomlinson eigentlich?", fragte ich dann, weil mir auffiel, dass ich noch gar nicht wusste um was es ging.
„Oh Ähm. Er ist der Marketingchef von Republic Records, einem Plattenlabel. Es geht hauptsächlich um Produktplatzierung in Musikvideos. Wir haben schon oft mit Republic Records zusammen gearbeitet, und er ist inzwischen ein sehr guter Freund von mir."
„Okay, alles klar." Ich nickte und Liam parkte. Kurz darauf gingen wir zum Aufzug und fuhren hoch in die fünfte Etage.
Sein Büro war unserem ähnlich. Insofern, dass auch er einen Assistenten vor dem eigentlichen Büro sitzen hatte. Liam meldete uns an und der Junge griff nach einem Hörer.
„Mr. Tomlinson, Ihre Gäste sind da", kündigte er uns an und Liam nickte ihm zu, klopfte und öffnete dann die Tür.
Das Büro war ebenfalls groß, aber viel mehr mit Holz eingerichtet als Liams und meins. Und an der Wand hingen einige goldene Schallplatten. An einem Schreibtisch in der Mitte des Raumes saß ein junger Mann, der jetzt aufsah und erfreut aufstand.
Er hatte braune Locken, die ihm bis über die Schultern reichten und stechend grüne Augen. Außerdem war er groß.
Er sah ziemlich gut aus.
„Hey Liam!", begrüßte der Mann Liam und die beiden umarmten sich.
„Das ist Zayn Malik, mein neuer Kollege", stellte Liam mich dann vor und der Mann musterte mich, dann wurden seine Augen groß und er sah zurück zu Liam. Dieser schüttelte nur leicht warnend den Kopf. Was war denn da los?
„Hallo, freut mich", wandte der Mann sich dann an mich. „Ich bin Harry Tomlinson."
„Hallo." Ich ergriff die Hand, die er mir hinhielt und ignorierte, dass Harry Liam zwischendurch immer wieder diesen einen ungläubigen Blick zuwarf. Und Liam jedes Mal nur warnend zurücksah.
„Okay, lasst uns anfangen." Harry klatschte in die Hände und wir begaben uns zu seinem Schreibtisch vor dem zwei Stühle standen.
Ich fand es erstaunlich wie gut Liam und Harry anscheinend darin waren Privates und Berufliches zu trennen, denn sie schienen sich wirklich sehr nahe zu stehen, schafften bei unserem Gespräch aber sofort eine sehr professionelle Atmosphäre und konzentrierten sich auf das Ziel des Meetings.
Ich fand mich sehr schnell in meiner neuen Position zurecht und war aktiv mit dabei. Liam und ich arbeiteten Hand in Hand. Jetzt schon. Und Harry äußerte Forderungen des Record Labels, ging auf unsere Vorschläge ein und so kamen wir relativ schnell zu einem für alle zufrieden stellenden Ergebnis.
„Sehr gut." Wir gaben uns nochmal die Hände und dann lächelte Harry uns zu. „Ich hab jetzt nach dem Meeting sogar Feierabend, deshalb freut es mich, dass wir so schnell fertig geworden sind."
Er kam um den Tisch herum und lehnte sich an. „Ach Liam, kommst du dieses Wochenende wieder vorbei? Wir-"
Bevor er weitersprechen konnte öffnete sich die Tür.
„Harry, Schatz, guck mal wer Daddy von der Arbeit abholen wollte", hörte man den Mann sagen, der gerade reinkam. Er hatte braune, verwuschelte Haare, trug einen grauen Trainingsanzug, der aber nicht schluderig, sondern fast schon professionell aussah und hatte einen etwa zweijährigen Jungen auf dem Arm.
„Hey!" Harrys ganzes Gesicht leuchtete auf, er lief auf die beiden zu, nahm dem Mann den Jungen aus dem Arm und drückte ihm einen Kuss auf die Wange. „Na, kleiner Mann, wolltest du mich besuchen kommen?" Der Kleine nickte nur und vergrub seinen Kopf an Harrys Schulter. Dieser lächelte, widmete sich dann dem Mann und lächelte. „Hey Lou." Er beugte sich runter und drückte ihm liebevoll einen Kuss auf die Lippen.
Dieser lächelte nur, griff nach Harrys Hand und sah dann an ihm vorbei zu mir und Liam.
„Liam, hey!" Er kam zu uns, ließ wieder Harry los und umarmte Liam. „Wie gehts dir, Mann?" Dann drehte er sich zu mir. „Und du musst Zayn Malik sein, richtig?"
Als er mich ansah weiteten sich allerdings auch seine Augen und er sah zu Liam und Harry, die diesmal beide nur warnend den Kopf schüttelten.
Okay, was war hier los?
„Äh, ja, ich bin Zayn. Hi." Verwirrt nickte ich ihm zu.
Er schien sich wieder zu besinnen, denn er lächelte nur. „Freut mich. Ich bin Harrys Mann, Louis. Und das da" Er deutete auf den kleinen Jungen in Harrys Armen neben ihm. „Ist Ben, unser Sohn."
Er wandte sich an Harry. „Baby, wir sollten dann auch wieder, die Reservierung geht uns sonst durch die Lappen."
Harry nickte, drehte sich nochmal zu Liam und mir und lächelte.
„Wir sehen uns ganz bald, ähm Liam, ich schreib dir nochmal wegen nächsten Wochenendes und Zayn, war schön dich kennenzulernen."
„Gleichfalls." Liam und ich verabschiedeten uns und verließen Harrys Büro.
Als wir im Parkhaus ankamen fiel mir erst auf wie dunkel es draußen geworden war. Es war noch nicht so spät, aber es war halt Winter.
Wir stiegen ein und ich musste die Frage einfach loswerden, die mir auf der Zunge brannte.
„Äh, Liam?"
„Ja?" Er blickte zu mir und schnallte sich an.
„Wieso haben Harry und Louis so komisch auf mich reagiert?"
„Was meinst du?"
Ich sah ihm an, dass er ganz genau wusste, was ich meinte.
„Naja. Die haben mich angeguckt, dann dich und du hast dann nur mit dem Kopf geschüttelt. Was war das?"
Liam seufzte. Er sah mich an, dann aufs Lenkrad, dann zurück zu mir.
„Okay, ich hab gelogen."
„Was?" Ich sah ihn verwirrt an.
„Als ich heute meinte, ich hätte den Namen Zayn Malik nicht direkt mit dir in Verbindung gebracht...das war gelogen."
„Was soll das jetzt heißen?"
„Als ich mitgekriegt habe, dass mein neuer Kollege Zayn Malik heißt hab ich sofort überlegt ob du das sein könntest. Aber es gibt ja mehr als einen Zayn Malik auf der Welt und New York ist groß, also...hab ich einfach nicht damit gerechnet, dass du es wirklich bist. Aber ich hab es mir trotzdem irgendwie gewünscht."
Ich runzelte die Stirn. „Was willst du mir damit sagen?"
„Oh Mann." Er seufzte wieder. „Ich will nicht, dass das jetzt unsere Arbeitsbeziehung komplett auf den Kopf stellt."
„Was meinst du?"
Liam seufzte, verkrampfte seine Finger am Lenkrad und seufzte nochmal.
„Zayn", begann er dann und sah zu mir. „Würdest du mal mit mir essen gehen?"
„Was?" Überfordert, überrumpelt sah ich ihn an. „Du meinst..."
„Ja." Liam biss sich auf die Lippe. „Als Date."
Ich starrte ihn einige Sekunden nur an.
„Klar."
to be continued...
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Achja: falls irgendwer jemanden kennt der gute Cover erstellen kann...hit me up, langsam finde ich das Bild was ich als Cover dieses Buches habe nicht mehr so ansprechend...
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