i fucking love the shit out of you | larry
or: the boys are on vacation, louis and harry realize they've been in love for practically forever so...well, it's pretty obvious there's only one thing left to do, right?
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„Wann gehen wir feiern?" Louis wirft seine Tasche auf das große Bett und Harry lacht.
„Lou, wir sind seit fünf Minuten im Hotel."
„Na und?", gibt Louis zurück und grinst. „So schnell los, wie's geht."
Niall kommt in dem Moment zu ihnen in die Suite, gefolgt von Liam und Zayn. Er nickt zustimmend.
„Falls es ums Feiern geht, stimm ich Louis komplett zu."
Harry schüttelt grinsend den Kopf. Liam zuckt mit den Schultern, Zayn sagt: „Wir sind in Mexiko. Der Tequila wartet."
„Ich bin ja auch dafür, dass wir uns besaufen und alles, aber kann ich mir wenigstens vorher die Räume angucken, in denen wir die nächsten paar Tage wohnen werden?" Harry grinst und lässt seine Tasche auf den Boden fallen. Er ist nicht mal dazu gekommen seine Sachen abzustellen, das müssen die Anderen doch verstehen.
Louis und er teilen sich eine Suite, Zayn und Liam teilen sich eine Suite und Niall ist alleine. Aber mit seiner Gitarre und einem Piano, also ist er glücklich. Außerdem nervt er so niemanden mit seinem Schnarchen, außer er bringt jemanden vom Feiern mit ins Hotel.
Die Jungs können, um ehrlich zu sein, immer noch nicht so ganz glauben, dass das hier das wahre Leben ist.
Aber man gewinnt ja auch nicht jeden Tag einen all-inclusive Luxus-Urlaub, fliegt erste Klasse nach Mexiko und wohnt in einem der teuersten Hotels von Cancún. Also schon irgendwie logisch, dass sich das hier nach einem Traum anfühlt. Seit dem Flughafen werden sie behandelt, als wären sie Celebrities und um ehrlich zu sein...wenn es nur für zwei Wochen ist, dann sollte man jede Sekunde davon ausnutzen und genießen. Sie haben ja den Rest ihres Lebens, in ihren normalen Alltag zurückzukehren.
„Okay, dann geben wir Harry ein bisschen Zeit und dann auf mit uns!" Niall verlässt die Suite wieder und Zayn und Liam folgen ihm. Louis sieht sich nur um und grinst Harry dann an.
„Das hier ist unglaublich", sagt er und Harry nickt.
„Na los, komm, wir machen uns fertig, die Suite können wir doch wann anders noch angucken", meint Louis und Harry verdreht lächelnd die Augen.
„Okay, okay", sagt er.
Im Endeffekt dauert es noch eine halbe Stunde bis alle geklärt haben, dass und wo sie hingehen wollen und noch zwei Stunden mehr bis sie dann alle fertig sind. Aber dann machen sie sich auf in einen Club.
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Die ersten zwei Tage vergehen im Flug. Die Jungs sind eigentlich nur am Strand und in Clubs (sie haben sogar schon ein paar Feierbuddys gefunden) und im Wellnessbereich des Hotels und Harry weiß nicht, ob er jemals schon so entspannt war.
Außerdem ist es wirklich angenehm mit Louis ein Bett zu teilen. Er ist warm, aber nicht zu warm, klaut die Decke nicht, sondern kuschelt sich einfach an Harry, wenn er zu wenig hat und Harry hat einfach so viel Liebe für seinen besten Freund übrig. Er ist so dankbar ihn zu haben.
Und als sie heute Abend mal nur auf dem riesigen Balkon zu zweit ein Bier trinken, reden sie irgendwie darüber wie Zayn und Liam sich am Vortag betrunken geküsst haben. Nur für eine Sekunde und nur, weil sie es lustig fanden, aber Louis fand es komisch, dass Niall ein Foto an ihre Freundinnen geschickt hat und es alle nur als lustige Anekdote empfunden haben und nicht als irgendwie ja schon ein Fremdgehen.
„Ich meine, wenn wir das gemacht hätten, hätten alle doch eine viel größere Sache daraus gemacht, oder?", fragt er und schwingt sein Sektglas in der Hand und Harry sieht ihn kurz nur wie gebannt an, weil Louis in der Hotelrobe und mit dem Sektglas in der Hand auf dem Balkon im Mondlicht einfach viel zu schön aussieht. Er sieht auch extrem reich aus, das muss Harry zugeben. Irgendwie steht es ihm aber.
„Wir sind auch beide nicht straight", sagt Harry und Louis runzelt die Stirn.
„Zayn doch safe auch nicht."
„Okay, aber Zayn ist in einer glücklichen Beziehung. Und Liam auch."
„Gut, aber trotzdem. Alle lachen da nur drüber, aber irgendwie...ich meine stell dir wirklich mal vor wir hätten das gemacht."
„Okay, aber das kannst du doch gar nicht vergleichen."
„Warum nicht?"
„Bei uns ist das ja eh was anderes, oder?"
Louis sieht ihn stirnrunzelnd an. „Was meinst du damit?"
Harry wirft ihm einen Seitenblick zu und zuckt mit einer Schulter. „Denkst du nicht, dass unsere Beziehung zueinander anders ist als unsere Beziehung zu den anderen Jungs?", fragt er. „Ich meine ich vertraue dir ganz anders und ich kenn dich ganz anders und irgendwie...na ja keine Ahnung, es ist doch einfach...anders, oder nicht?"
Louis mustert ihn ein paar Sekunden, zuckt dann mit seiner linken Schulter und nickt. „Hm, ja vielleicht. Hab ich noch nie so richtig drüber nachgedacht."
Harry auch nicht.
Aber er hat Recht. Er hat definitiv Recht.
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Ziemlich genau 24 Stunden später sind die fünf wieder im Club. Diesmal in einem anderen als in den letzten Tagen und es ist voller Menschen und unfassbar heiß und die Musik dröhnt, die Lichter rasten aus und überall nehmen Leute Drogen.
Harry hatte noch nie so viel Spaß. Er weiß gar nicht was es ist, sonst würde er sich in diesen Clubs oft eingeengt und atemlos fühlen, müsste alle fünf Minuten eine Pause vor der Tür machen und würde sich vorher verabschieden, aber heute...heute ist alles anders.
Er fühlt sich unfassbar frei, als er mit seinen vier besten Freunden zum ballernden Bass hüpft (wirklich tanzen kann man das nicht nennen) und irgendwie ist gerade alles leicht.
Es könnte am Alkohol liegen.
Vielleicht liegt es auch nur am Moment.
Irgendwann später holen sich Zayn und Niall ein Getränk und Liam ist draußen mit zwei der Leute, die sie kennengelernt haben, rauchen.
Harry kommt von der Toilette zurück und findet Louis sofort. Die Lichter sind gerade blau und Louis tanzt inmitten der Menschen und sieht genauso frei und glücklich aus wie Harry sich fühlt. Harry bahnt sich seinen Weg zu ihm und als Louis ihn erblickt, leuchtet sein Gesicht auf und er greift nach Harrys Hand und macht eine Pirouette.
Und plötzlich scheint die ganze Welt leise zu werden. Louis und Harry nehmen die laute Musik nur noch wie von Weitem war, alles außer den beiden verschwimmt, sie sind wie in einer Blase.
Ihre Blicke verhaken sich und beide werden immer langsamer, bis sich ihre Bewegungen komplett einstellen. Sie stehen ruhig inmitten der tanzenden Menge, alles ist voller Schweiß, Drogen und Musik, aber Louis und Harry stehen einfach nur da und starren sich atemlos an.
Denn hebt Harry vorsichtig seine Hände und legt sie zitternd an Louis' Taille. Fuck, er hat Louis' Taille schon immer bewundert und jetzt hier, in diesem Moment, hält er ihn so anders als jemals zuvor und es ist wunderschön.
Wie auf Kommando schnellen Louis' Arme nach oben, sobald Harry ihn berührt, schlingen sich eng um Harrys Hals und ziehen ihn näher. Ihre Oberkörper stoßen gegeneinander, Harry merkt wie ihm noch wärmer wird als bei der Hitze hier drin sowieso schon und ringt nach Luft.
„Uhm", sagt er. „Sag mal, Louis-"
„Ja!", unterbricht Louis ihn, nickt und küsst ihn stürmisch.
Die Welt verstummt. Selbst das Verschwommene, das vorher noch zu ihnen durchgedrungen ist, verschwindet. Der Kuss fühlt sich besser an als alles was die beiden jemals gefühlt haben.
Harry zieht Louis enger, hält ihn fest, hebt ihn fast hoch, während die beiden gefühlt miteinander verschmelzen und nicht daran denken jemals aufzuhören. Dafür ist das hier einfach zu richtig, zu perfekt. Zu sehr das wonach beide ihr Leben lang gesucht haben.
Harry löst sich für eine kurze Sekunde von Louis, weil ihn seine Gefühle so sehr überwältigen. Er atmet gegen Louis' Lippen und verfestigt seinen Griff um dessen Taille. Seine Augen lässt er geschlossen, atmet Louis' Geruch ein und spürt wie sein bester Freund mit seinen Fingern durch Harrys Haare fährt, einzelne Strähnen aus seiner Stirn streicht und seine Wange berührt.
Das ist alles was er aushält, bevor er seine Lippen wieder auf Louis' senkt und ihn weiter küsst. Er könnte ihn einfach bis zu seinem Lebensende weiter küssen. So gut fühlt es sich an. So überfällig. Sie hätten das schon vor Jahren machen sollen.
„Harry, lass uns", beginnt Louis, als sie es wieder schaffen kurz ihren Kuss zu unterbrechen. „Lass uns ins Hotel?"
Harry nickt, fährt mit seinen Händen von Louis' Rücken zu seinen Hüften und dann seine Arme entlang bis zu seinen Händen. „Ja", flüstert er. „Ja, lass uns ins Hotel."
Sie machen sich nicht mal die Mühe den anderen Jungs Bescheid zu sagen. Wenn sie beide weg sind, wissen die eh, dass sie zusammen unterwegs sind.
Harry und Louis stolpern sich an beiden Händen haltend irgendwie zum Ausgang und dann ins erste Taxi, das sie sehen.
Eine Weile später kommen sie beim Hotel an, klettern aus dem Taxi, bezahlen den Fahrer und können dann gar nicht schnell genug nach oben in ihre Suite kommen.
Erst als die Tür hinter ihnen ins Schloss fällt, weicht die Hektik von ihnen und sie sehen sich einfach nur an.
Sie stehen vielleicht zwei Meter auseinander und sehen sich einfach nur an. Louis' Atem beruhigt sich ganz langsam, Harrys auch.
„Harry", flüstert Louis und Harry lächelt, fast schon schüchtern und tritt vorsichtig einen Schritt näher.
„Lou", flüstert er zurück. Louis geht die zwei Schritte, die noch zwischen ihnen sind und küsst Harry seufzend. Harry erwidert den Kuss mit genauso viel Gefühl.
„Wieso haben wir nicht schon früher damit angefangen?", fragt Louis leise und krallt seine Finger in Harrys Kragen. Harry schlingt seine Arme um Louis und schüttelt den Kopf.
„Ich weiß es nicht."
Louis mustert Harrys Gesicht ganz genau, andächtig fast und küsst erst seine Lippen, dann seine Wange, dann seinen Kiefer und Harry weiß nicht ob jemals schon mal jemand mit seinen Lippen seine Haut so in Brand gesteckt hat. Beziehungsweise er weiß es. Nein. Das hat noch niemand.
Sein Atem geht unregelmäßiger, aber es fällt ihm kaum auf. In diesem Moment, in dem er seinem besten Freund so nah ist wie noch nie, scheint Atmen wie etwas absolut Banales.
Das einzig Wichtige ist Louis. Louis und zu wissen wie seine Haut schmeckt, wie sein Körper auf Harry reagiert, was er alles in ihm auslösen kann.
Louis küsst ihn, langsam und mit so viel Liebe, dass Harry weinen könnte. Seine Fingerspitzen tanzen hauchzart über seinen Kiefer und dann zieht er an Harrys Shirt. Ihre Lippen trennen sich wieder und sie sehen beide zum Bund, dort wo der schwarze Stoff auf seine Jeans trifft. Harry sieht wieder Louis an, hebt dann seine Arme und greift hinter seinen Kopf, um das Shirt auszuziehen. Als er es auf den Boden fallen lässt, sind Louis' Hände sofort auf seinen Schultern, wandern bedächtig seine Arme herunter, streichen über seine Bizeps, dann über seine Brust, berühren jeden Muskel und Harry hat noch nie so auf jemanden reagiert.
Aber das hier ist Louis.
Natürlich reagiert er so.
Das hier ist Louis, den er sein ganzes Leben lang kennt, sein bester Freund, die wichtigste Person in seinem Leben, derjenige, der immer für ihn da ist, derjenige, der ihm alles bedeutet, derjenige, den er liebt.
Über alles liebt.
Er war nur zu blind es zu sehen.
Louis küsst ihn wieder, Harry küsst zurück und zieht ihn dann langsam rüber zu ihrem Bett.
Sie klettern auf die große Matratze und Harry greift nach Louis' Tanktop. Nach einem sehnsüchtigen Nicken, zieht er es Louis über den Kopf und wieder küssen sie sich. Langsam. Weil sie alle Zeit der Welt haben. Die Nacht gehört nur ihnen.
Harrys Lippen finden ihren Weg zu Louis' Nacken, zu seinen Schlüsselbeinen, zu jedem Zentimeter Haut, den er erreichen kann.
„Ich hoffe du hattest die gleiche Erkenntnis wie ich", flüstert Louis, als sie sich weiter gegenseitig ausziehen und Harry lacht leise in Louis' Ohr und küsst jeden der Fingerknöchel an seiner linken Hand.
„Dass wir uns lieben?"
Louis lächelt nur und lehnt seine Stirn gegen Harrys. Ein paar Atemzüge lang genießen sie einfach nur ihre Nähe, sind einfach nur. In diesem Moment, zusammen.
„Ja", flüstert er dann. „Ja, dass wir uns lieben."
Harry nickt. Dann küsst er Louis.
Die beiden fallen in die Kissen. Sie schlafen in dieser Nacht nicht miteinander (gut abgesehen von einem klitzekleinen Blowjob, aber der zählt eigentlich nicht). Aber sie verbringen Stunden, Ewigkeiten damit, ihre Körper gegenseitig komplett neu kennenzulernen und zu erkunden.
Harry will alles, was es an Louis gibt, fühlen, er will seinen Körper so auswendig kennen, dass er ihn mit seinen Lippen nachmalen könnte, will jede Narbe, jeden Schwung seiner Wimpern ganz genau kennen. Er küsst alles was er erreichen kann, er atmet Louis' Schönheit ein und kann kaum greifen wie wunderschön sich alles anfühlt.
Er hat sowas noch nie erlebt. Er war noch nie jemandem so nah, hat noch nie jemanden auf diese Art und Weise gekannt.
Und es ergibt einfach Sinn, dass es Louis ist.
Sie waren schon immer alles füreinander.
Es sind die intimsten, schönsten Stunden seines Lebens. Harry kann nie genug bekommen, das weiß er. Und er weiß, dass es Louis ganz genau so geht, er fühlt seine Emotionen so deutlich, es ist keine Angst da, keine Unsicherheit, es ist alles klar zwischen ihnen.
Klarer als es je war.
Und wunderschön.
Die letzten Worte, die sie zueinander sagen, bevor sie miteinander verhakt unter einer leichten Decke einschlafen, sind unzählige gegenseitige „ich liebe dich"s.
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Harry wollte ursprünglich Niall mal beiseite nehmen und fragen, ob er wusste, dass Harry über alles in seinen besten Freund verliebt ist, aber als er und Louis am nächsten Morgen Hand in Hand das Frühstücksbuffet betreten und Liam, Zayn und Niall spontan in Applaus verfallen, ist ihm klar, dass das unnötig ist.
Natürlich wussten die drei davon. Wie konnte man es auch nicht wissen? Wie zur Hölle konnte Harry es denn nicht wissen? Und Louis von dem wie es aussieht genau so wenig.
Es ist merkwürdig.
Louis zieht ihn mit sich ans Buffet und die beiden füllen mit verschlafenen Bewegungen ihre Teller. Als sie an der Saftausgabe stehen und darauf warten, dass Louis' Glas voll ist, damit Harry seins auffüllen kann, lehnt Louis sich an Harry. Der legt nur seinen Arm um Louis' Taille, unter sein Shirt, streicht sanfte Kreise über seine Haut und drückt ihm dann einen Kuss auf die Haare.
Es ist viel zu normal. Sie sind viel zu einfach in eine Routine miteinander gefallen.
Es ist beiden egal.
Wenn Menschen sie zusammen sehen, denken sie bestimmt eher, dass sie schon seit Ewigkeiten ein Paar sind.
Vielleicht sind sie das ja irgendwie auch.
Harry geht schonmal mit dem Tablett zum Tisch ihrer Freunde, während Louis noch Kaffee für sie beide holt.
Es ist wirklich viel zu einfach.
Harry entscheidet, dass es so einfach sein muss. Es gehört einfach so. Sie gehören zusammen.
Den ganzen Tag ist er wie auf Wolken. Er ist in Cancún, mit seinen besten Freunden, dem besten Wetter und dem Mann, den er mehr liebt als alles andere auf der Welt. Der ihn auch liebt. Wie sollte es ihm da bitte irgendwie schlecht gehen?
Er lächelt, als sie den Markt drei Busstationen weiter erkunden, er lächelt, als sie am Strand liegen, er lächelt, als sie bowlen gehen und Louis nach einem Strike in Harrys Arme fällt und ihn küsst.
Harry weiß nicht, wie er vor gestern überhaupt jemals geatmet hat.
Und als sie am nächsten Tag abends wieder feiern gehen (allerdings in einem ruhigeren Ambiente, sie finden eine Bar mit Tanzfläche und nicht ganz so lauter Musik), Louis mit Niall auf einer kleinen Anhöhe tanzt und Harry mit Zayn an der Bar lehnt, weil er zwei Bier bestellt hat, wird ihm auf einmal klar was er tun muss.
„Zee?", sagt er, nimmt aber seinen Blick nicht von Louis.
„Mhm?", brummt Zayn und trinkt einen Schluck seines Getränks.
„Weißt du was ich jetzt mache?"
„Was?" Zayn klingt ein bisschen uninteressiert, aber das ist Harry egal. Alles ist egal außer die Liebe seines Lebens.
„Das einzig Logische", sagt er, wirft seinem Kumpel doch einen kurzen Blick vor und grinst. Dann zieht er den Löwenring von seinem Mittelfinger und stößt sich von der Theke ab.
Jetzt scheint Zayn doch interessierter. Er runzelt die Stirn und folgt Harry weiter in die Mitte des Raumes. „Harry?", fragt er. „Was genau meinst du damit?" Aber Harry beachtet ihn nicht.
Er sieht nur zu Louis auf der kleinen Anhöhe vor ihm und lächelt.
„Lou", ruft er und weil die Musik nicht so laut ist und weil Louis Louis ist, hört er ihn sofort und dreht sich zu ihm.
„Was gibt's?", fragt er und strahlt Harry an und Harry ist sich sicher, dass sein Herz mindestens zwei Schläge überspringt.
„Ich liebe dich", ruft Harry. „Und...das hab ich jetzt echt eine ganze Weile, wenn auch, ohne es zu merken..." Er grinst. „Deshalb wollte ich dich was fragen."
Louis' Blick zeigt Verwirrung, aber auch so viel Zuneigung und Liebe, dass Harry warm ums Herz wird. Sein Grinsen wird zu einem Lächeln und er geht auf ein Knie. Sofort fällt Louis' Mund auf und Niall neben ihm reißt die Augen auf.
„Du und ich", ruft Harry, hält den Ring hoch und öffnet dann beide Arme zur Seite. „Heiraten. Was sagst du?"
Eine Sekunde lang blinzelt Louis nur, seine Lippen formen Worte, aber es kommt kein Ton heraus und dann lacht er plötzlich. Es ist ein glückliches, lautes Lachen und Louis sieht so unfassbar schön aus, dass Harry sich zum dreihundertzweiundfünfzigsten Mal in diesen paar Tagen fragt, wie zur Hölle ihm nie aufgefallen ist, dass er Louis über alles liebt.
Und dann nickt Louis. Er nickt und lacht und hüpft auf der Stelle ein wenig auf und ab und lacht noch mehr. „Ja", bringt er dann hervor und er sieht glücklicher aus als Harry ihn je gesehen hat. „Ja, verdammte Scheiße, ja, fünftausend Mal ja!"
Und damit schwingt er seine Beine über das Geländer der winzigen Erhöhung und springt den Meter zu Harry herunter, der ihn sofort heftig küsst und an sich zieht und dann lösen die beiden sich voneinander, damit Harry Louis den Ring an den Finger schieben kann und jetzt erst nehmen sie wahr, wie alle hier im Club jubeln und klatschen und vor allem ihre Freunde fast so glücklich aussehen wie sie selber. Harry glaubt, dass Niall in Ohnmacht fällt, wenn er so weitermacht.
Louis legt seine Arme um Harrys Hals und Harry zieht ihn an der Taille noch näher an sich und dann reckt er den linken Arm in die Luft. „Woooohooo", ruft er laut und Louis lacht und schmiegt sich an ihn und küsst ihn und verdammt, Harry wusste nicht, dass man überhaupt so glücklich sein kann.
Wenn das hier nicht der Sinn des Lebens ist, dann weiß er auch nicht.
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Und dann geht alles irgendwie ziemlich schnell. Harry trägt Louis nach draußen, der sich glücklich an ihn klammert und immer wieder lacht, einfach weil er nicht glauben kann, dass das hier die Realität ist und Harry rennt etwas irrend in der Stadt umher, um die nächste Kirche zu suchen und ihre Freunde folgen ihnen und manche aus dem Club, die dabei sein wollen, und dann finden sie einen Pastor und weil Niall ein bisschen Spanisch und er ein bisschen Englisch kann, schaffen sie es, ihm zu erklären was sie wollen.
Harry und Louis und anscheinend auch alle Anderen sind gerade so unattached zur Realität, dass ihnen erst dann auffällt, dass es auch hätte schlecht ausgehen können, einen random Pastor zu fragen, ob er zwei Männer verheiraten kann, als der Pastor selbst ihnen sagt, wie schön es sei, das so offen zu sehen, weil sein eigener Sohn sich auch letztens bei ihm geoutet hat. Er meint er versteht es eh nicht, wenn Gott etwas gegen homosexuelle Menschen hätte, warum hätte er sie dann machen sollen?
Und dann nur eine knappe Stunde später, stehen Harry und Louis voreinander und halten sich an beiden Händen.
Ihre Füße versinken in weichem Sand und eine leichte, warme Brise weht durch ihre Haare. Im Hintergrund steigt die Sonne langsam aus dem Meer auf und der Pastor steht in vollem Aufzug neben ihnen.
Harry und Louis tragen beide nur Badehosen, Louis' schwarz, Harrys nicht weiß, sondern gelb, aber das ist ja eigentlich eh egal. In Louis' Haaren steckt eine gelbe Blume. Alle ihre Freunde und ein paar von den Schaulustigen aus dem Club und auch Leute, die sie in den letzten Tagen kennengelernt haben, stehen dabei, sehen ihnen zu und alle haben ein breites Grinsen auf den Lippen.
Louis und Harry haben nur Augen füreinander.
Sie haben sich darauf geeinigt zu Hause eine richtige Hochzeit zu feiern. Mit ihren Familien, ihren Vertrauten und allen ihrer Freunde.
Aber sie können nicht mehr warten.
Und als der Pastor dann beginnt irgendwelche Zeremoniesachen auf Spanisch zu sagen und dann in sein sehr brüchiges Englisch wechselt, haben sowohl der eine als auch der andere Bräutigam Tränen in den Augen.
Liam tritt zu ihnen und reicht ihnen die Plastikringe, die Zayn und er in einem Kiosk besorgt haben. Es waren wohl mal irgendwelche Lolli-Ringe, aber den Teil hat Liam abgebrochen.
Louis und Harry ist es beiden egal. Harry würde Louis auch mit Ringen aus Papier heiraten und umgekehrt genauso. Jetzt sind es eben welche aus Plastik, mit einem abgebrochenen Stück. Von dem „Verlobungsring" hatten sie leider nicht zwei gleiche und das wollten sie irgendwie schon. Also Plastik.
„Louis", beginnt Harry mit zitternder Stimme, als der Pastor ihn mit einem Nicken dazu auffordert und umklammert Louis' linke Hand noch mehr. „Ich weiß, wir haben beide lange gebraucht, um es zu kapieren, warum auch immer..." An der Stelle hören sie ihre Freunde leise lachen.
„...aber ich liebe dich. Das tue ich wirklich. Und das habe ich jetzt schon für eine so unfassbar lange Zeit und es gibt nichts was sich richtiger anfühlt, als dich für immer an mich zu ketten." Louis muss grinsen. „Ich lasse dich nicht mehr gehen", macht Harry weiter. „Ich liebe dich und ich verspreche hiermit, dass ich immer an deiner Seite bleiben werde. In guten und auch in...beschissenen Zeiten."
Louis gibt ein von Tränen ersticktes Lachen von sich. „Ich bin für dich da, wenn du mich brauchst, aber verspreche auch, dass ich zugeben werde, wenn ich dich brauche. Dass ich es zulassen werde, dass du mir hilfst, wenn ich die Hilfe brauche." Harry lächelt breiter, nimmt den Ring und schiebt ihn langsam auf Louis' Finger. „Louis. Baby. Ich nehme dich zu meinem Mann und ich werde alles dafür tun, dich glücklich zu machen. Ich liebe dich."
Louis vergießt eine einzelne Träne, als Harry den Plastikring küsst und beißt sich auf die Lippen. Er zieht Harry dann an der Taille ein bisschen näher, weil er es anders nicht aushält und nimmt den zweiten Ring.
„Harry", beginnt er und lacht dann leise. „Ich weiß nicht, wie ich dem nahe kommen kann, was du gesagt hast, du weißt, dass ich jetzt nicht unbedingt so das rhetorische Talent habe, aber ich liebe dich. Das weiß ich. Und ich weiß viele Dinge nicht. Ich bin was Vieles angeht so unfassbar unsicher, schwanke hin und her, ich meine, ich hab dieses Jahr zum dritten Mal mein Studium gewechselt." Wieder ertönt ein leises Lachen von ihren Freunden.
„Aber wenn ich dich ansehe, wenn ich das Funkeln in deinen Augen sehe, die Liebe...dann weiß ich, dass ich mir bei nichts sicherer war oder jemals sein werde, als darin wie sehr ich dich liebe und dass ich mein ganzes Leben lang neben dir aufwachen will. Ich glaube ich habe mich schon damals in dich verliebt, als du aus Versehen auf meine Sandburg getreten bist und es dir danach so Leid tat, dass du so sehr geheult hast, dass ich meine Mutter überreden musste, dass ich dir ein Entschuldigungs-Eis kaufen durfte und nicht andersherum." Wieder Lachen von ihren Freunden und vor allem von Harry.
Er liebt Louis auch, seit er ihn kennt. Die blauen Augen, die kleinen Hände, die damals schon seine umklammert haben, um ihn zu trösten, ihm zu versichern, dass es nicht schlimm ist, es war ja nur eine dumme Sandburg. Da kam wohl der große Bruder in Louis raus.
Harry liebt ihn. Verdammt, er liebt ihn so sehr.
„Und ich weiß nicht, wie wir beide es so lange übersehen konnten, aber ich kann mir nicht vorstellen irgendjemand anderen an meiner Seite zu haben." Er nimmt den Ring und sieht wie sehr Harrys Finger zittern und sieht wie seine genauso zittern und muss wieder ein leises Lachen ausstoßen, weil er weiß, wie sehr sie das Gleiche fühlen. Er schiebt den Ring auf Harrys Ringfinger und sagt: „Harry Edward Styles, ich nehme dich auch zu meinem Mann und ich verspreche dir auch, immer zu versuchen dich glücklich zu machen. Und selbst wenn es mir manchmal nicht gelingen sollte, verspreche ich mein Bestes zu geben und immer dafür zu sorgen, dass wir alles regeln, was sich uns in den Weg stellt. Zusammen sind wir unschlagbar. Ich liebe dich."
Harry heult jetzt komplett und Louis auch und Harry flüstert sarkastisch: „Du bist nicht so rhetorisch begabt, wer's glaubt...", weil Louis seine kleine Rede ganz schön in den Schatten gestellt hat und da versiegelt auch der Pastor ihre Ehe mit seinen Worten, erklärt sie zu Mann und Mann und dann dürfen sie sich küssen und Louis fällt in Harrys Arme und sie küssen sich und Harry hebt ihn hoch und Louis schlingt seine Beine um seine Hüfte und alle anwesenden Gäste jubeln laut und im Hintergrund malt die aufgehende Sonne den Himmel in wunderschöne Farben.
Das hier ist, wie sich wahres Glück anfühlt und alle sind davon erfüllt und selbst die Luft ist aufgeladen und Louis denkt er könnte sterben davon, wie sehr er Harry liebt, aber genau das ist auch, was ihn so sehr leben lässt wie noch nie.
Er spürt sein Herz und er spürt Harrys Herz an seiner Brust unter seinen Fingern und dann jubeln sie alle noch mehr zusammen und dann trägt Harry Louis rennend ins Wasser und die Anderen folgen und irgendwer hat Musik angemacht und es ist der magischste Moment ihres Lebens.
Louis, denkt Harry und Harry, denkt Louis und sie küssen sich im hüfttiefen Wasser und dann werden sie zwar auseinander gezogen, weil ihre Freunde sie alle nacheinander überfallen und ihnen Glückwünsche ins Ohr schreien und alle die Magie dieses Moments spüren, aber sie finden sich sofort wieder.
So wie sie es immer schon getan haben.
Und immer werden.
Denn wenn eine Sache auf dieser Welt wirklich klar ist.
Dann ist es, dass Harry und Louis sich lieben.
In guten und auch in beschissenen Zeiten.
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very much inspired durch die zweite folge von „pam & tommy"
ich bin fucking in love mit sebastian stan und diese serie hat meine obsession damals im februar (oder so) jetzt nicht so wirklich besser gemacht
das war also jetzt der letzte one shot :/
ich hoffe er hat euch gefallen (und ihr verzeiht mir, dass es der letzte ist) <3
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