habit [defenceless II, version 1] | larry
Harrys p.o.v.
Die nächsten Wochen waren die schlimmsten meines Lebens. Wir waren weiterhin auf Tour und auf der Bühne mussten Louis und ich so tun, als wäre alles super und wir würden uns super verstehen.
Jedes Mal wenn ich ihn ansah spürte ich einen tiefen Schmerz in meiner Brust. Wie ein Dolch, der sowieso immer in meinem Herzen steckte, aber wenn mein Blick sich auf Louis richtete, begann, immer wieder zuzustechen.
Gleichzeitig aber irgendwie auch wie etwas sehr Schweres, das auf meine Brust drückte und es mir schwer machte zu atmen.
Ich verbrachte die meiste meiner Zeit mit Niall. Und Louis mit Liam. Es tat mir weh zu sehen, dass es ihm irgendwie so gut ging. Er schien als hätte unsere Trennung ihm fast nichts ausgemacht. Es schien so einfach für ihn so zu tun als sei alles super. Und das schmerzte jeden Tag mehr.
Ich war einerseits froh, dass One Direction bald vorbei war, andererseits hatte ich Angst. Vielleicht würde ich Louis danach wirklich nicht wiedersehen.
Gerade lag ich mehr oder weniger entspannt auf meinem Bett im Hotel, ich teilte mir das Zimmer jetzt immer mit Niall, da wir natürlich immer ein Doppelzimmer gebucht hatten, und versuchte nicht an Louis zu denken. Aber es klappte nicht.
„Hey", hörte ich leise Nialls Stimme und richtete mich auf. Er kam rein und sah mich mitleidig an. Aber da war noch etwas in seinem Blick, das ich noch nicht deuten konnte.
„Ich muss dir was sagen." Nialls Stimme war immer noch gedämpft und ich setzte mich komplett auf und deutete auf das Bett vor mir. Er setzte sich zu mir und sah mich ernst an.
„Harry, du..." Er atmete langsam aus. Was immer er mir sagen wollte, es schien ihm sehr schwerzufallen.
„Was ist denn los?", fragte ich also und er sah nur kurz weg und kaute auf seiner Unterlippe. „Niall?"
„Es ist nur so, das was ich dir jetzt sagen werde wird wehtun. Also...so richtig wehtun." Niall sah mich wieder an und schob seine Brille, die er in letzter Zeit öfter trug, zurecht. Ein dumpfes Gefühl breitete sich in meinem Magen aus.
„Aber ich sollte es dir sagen, weil du es zumindest nicht von der Presse erfahren solltest."
„Niall, du machst mir Angst."
Er griff nur nach meiner Hand und öffnete den Mund. „Du weißt, ich bin nicht gut darin Sachen schonend rüberzubringen. Also sag ich es einfach geradeheraus." Er atmete tief durch. Dann sah er mir in die Augen.
„Louis wird Vater."
Mein Gehirn brauchte einen Moment, um diese drei Worte zu ordnen und ihre Bedeutung zu verstehen. Ich begann zu zittern.
„Er...", kam es aus meinem Mund, allerdings so leise, dass ich nicht mal sicher war, dass Niall mich verstand. „Was?", fragte ich, immer noch nur hauchend.
Louis. Mein Louis. Wurde Vater? Er hatte mit einer Frau geschlafen?
Das Zittern wurde immer stärker und ich rang nach Luft. Louis wurde Vater. Er hatte irgendwen geschwängert.
„Wann?", brach es aus mir heraus und ich atmete immer heftiger.
„Als..." Niall seufzte und drückte meine Hand. „Als du ihm deinen Song vorgespielt hast war er emotional völlig am Ende. Und...und er hat getrunken. Viel zu viel. Soviel, dass er schlussendlich nicht mal mehr viel Erinnerung daran hat, wie es zu diesem Baby kam."
Ich keuchte leise und zog meine Hand aus Nialls. Ich presste die Lippen zusammen, rutschte nach hinten bis ich mit meinem Rücken das Kopfteil des Bettes spürte und schlang die Arme um meinen Körper. Mir war eiskalt.
Louis...hatte jemanden geschwängert. Er würde Vater werden. Und das nicht mit mir. Nicht ich würde eine Familie mit ihm gründen, sondern irgendeine...Frau, die er nicht mal kannte. Oder...oh Gott.
„W...wer?" Meine Stimme zitterte und Niall sah mich mitleidig an und rutschte neben mich.
„Irgendeine Briana oder so..." Niall legte einen Arm um mich und zog mich an sich.
Das bisschen Glück, dass es nicht Eleanor war ließ mich kurz aufatmen. Bis die Tatsache, dass Louis Vater werden würde, mich wieder traf.
Und diesmal mit voller Wucht. Ich zuckte zusammen, machte mich so klein wie möglich und zitterte am ganzen Körper. Der Dolch in meinem Herzen wurde nicht immer wieder reingestoßen, nein. Diesmal war es als bliebe er drin und würde alles von innen weiter aufschneiden und aushöhlen was noch da war.
Ich brach in Nialls Armen zusammen und schluchzte laut auf. Die Tränen rannen meine Wangen herunter als würden sie für den nächsten Marathon trainieren.
„Shhh." Niall zog mich näher zu ihm und strich mir beruhigend über den Rücken. Zumindest sollte es das sein. Es beruhigte mich kein Stück. Nichts könnte das jetzt.
Louis hatte mich erneut verlassen.
„Woher...woher weißt du das?", nuschelte ich nach einiger Zeit in Nialls Hemd.
„Er hat es uns gerade erzählt", meinte Niall und strich weiter sanft über meinen Rücken. Ich schluchzte wieder auf. „Und vermutlich muss er sich gerade immer noch von Liam anschreien lassen. Wie verantwortungslos das war und was er sich gedacht hätte und ob er überhaupt ein Gehirn hat und wie er dir das antun konnte und..." Wieder schluchzte ich laut auf und drückte mich an Niall.
„Sorry", meinte er. „Ich bin sofort zu dir. Das wird morgen nämlich schon an die Presse gehen."
Würde irgendetwas jemals so sehr wehtun wie dieser Moment? Ich konnte es mir nicht vorstellen.
Ich hatte das Gefühl ich würde sterben. Mir tat alles weh.
Und Niall half da auch nicht wirklich.
Froh, dass er hier war war ich trotzdem.
Gott, wie sollte ich den Rest der Tour überstehen? Das letzte Album? Wir hatten sogar eine EP geplant mit einem Song drauf, den ich für Louis geschrieben hatte. Es war schon ein bisschen her, dass ich den Song geschrieben hatte. Außerdem wollten sie auch, dass Home auf die EP kam. Ein Song, den Louis geschrieben hatte. Darüber sich ins Klare zu kommen, dass man vielleicht eine andere Sexualität hatte als gedacht und dass das okay war.
Wie sollte ich das nur überleben?
Niall schien wohl Ähnliches zu denken, denn er drückte mich nur noch fester an sich.
*
Die nächsten Wochen und Monate waren reine Folter. Das schlimmste war die Tour. Mit ihm auf der Bühne zu stehen riss mir jeden Abend den Boden unter den Füßen weg. Vor allem wenn wir welche von unseren Songs sangen. Happily und Strong waren auf der Set List sogar direkt hintereinander.
Aber auch die Songs fürs neue Album zu schreiben und dann aufzunehmen war hart.
Als ich Love You Goodbye gehört hatte hatte ich drei Packungen Taschentücher verbraucht. Louis wollte mich doch umbringen mit dem Song.
Fast die ganze Tracklist war schwierig für mich.
Hey Angel war noch okay. Da war nicht so viel Bezug zu mir und Louis, das war auszuhalten.
Drag Me Down erinnerte mich einfach zu sehr an unsere Beziehung. So war es schließlich immer gewesen. Wenn wir zusammen gewesen waren hatte uns niemand etwas antun können.
Was Perfect angeht musste ich gar nicht erst anfangen. Und Home ebenso wenig, obwohl das nicht mal auf das Album kam.
Infinity tat ebenfalls extrem weh. Es wirkte so, als wäre die erste Strophe aus Louis' Sicht geschrieben. Und die zweite Strophe aus meiner.
Verdammt, ich vermisste Louis so sehr. Das war das Schlimmste. Er hatte mir so unglaublich wehgetan und doch vermisste ich ihn so schrecklich und wollte nichts weiter als ihn in meinen Armen zu halten.
End of the Day ging einigermaßen klar. Aber die Line „You're the one that I want at the end of the day" tat mir trotzdem weh.
If I Could Fly war mein Todesurteil. Eigentlich hätte ich einen so persönlichen Song gar nicht veröffentlicht oder für ein Album von One Direction zur Verfügung gestellt. Normalerweise behielt ich solche Songs für mich oder bewahrte sie für ein Solo Album irgendwann auf, weil ich die einzige Person sein wollte, die auf dem Song zu hören war.
Doch dieser Song war anders. Es tat mir unglaublich weh, aber ich hatte die Chance darauf, dass Louis ein paar der Zeilen sang. Louis, die Liebe meines Lebens, die ich nach der One Direction Zeit vermutlich erstmal nicht wieder sehen würde.
Also hatte ich entschieden den Song fürs Album zur Verfügung zu stellen.
Long Way Down. Tja. Geschrieben war der Song zwar eigentlich von Liam in Bezug auf Zayn, aber mein Herz übertrug den Song trotzdem auf Louis. Mein Herz übertrug alle Songs auf Louis, ich konnte mir nicht helfen.
Never Enough war wieder einer der Songs, die einfacher waren. Ohne so viel Bedeutung und Schmerz. Ich mochte Never Enough. Ich glaube als Niall den Song geschrieben hatte, hatte er darauf geachtet etwas zu schreiben, was mir nicht wehtun würde. Er war zu gut für diese Welt.
Olivia war schwer. Wirklich schwer. Klar war der Song getarnt und ich hatte eine andere „Grundstory" aufgebaut, aber im Prinzip war der Song einfach nur darüber, dass ich Louis liebte und ihn zurückhaben wollte und halb tot war, weil er nicht hier war.
What A Feeling war auch nicht einfach. Die Strophen waren okay, aber der Refrain traf mich jedes Mal. Immerhin hatte Louis den Song geschrieben. What a feeling to be a king beside you now. Hilfe.
Love You Goodbye ging wie gesagt fast gar nicht. Der Song war eigentlich fast mehr aus meiner Perspektive geschrieben als aus Louis'. Keine Ahnung ob er das mit Absicht gemacht hatte, um mir wehzutun oder ob er es einfach anders nicht hingekriegt hatte. So oder so tat es weh.
I Want To Write You A Song war gut. Der Song war für die Fans. Der Song war schön. Der Song tat mir nicht weh.
History war auch okay. Der tat aus einem anderen Grund weh. Denn das war der Abschiedssong in Bezug auf One Direction. Und auch wenn ich froh war, dass es bald vorbei war, tat es natürlich weh. Fünf Jahre waren nunmal eine lange Zeit.
Temporary Fix mochte ich auch. Wieder hatte Niall versucht es so wenig wie möglich möglich zu machen, dass ich irgendwie einen Bezug zu Louis und mir herstellen konnte. Denn wenn wir eins definitiv nicht gewesen waren, war das eine Freundschaft Plus.
Walking in the Wind war ein Song gewesen, den ich geschrieben hatte, um mich abzulenken. Ich hatte einen Film gesehen, der in etwa so einer Story gefolgt war und dann hatte ich einfach diesen Song geschrieben. Und das hatte wirklich gut getan.
Auch mit Wolves kam ich klar. Aber dann AM am Ende machte wieder alles kaputt. Der Song war einer der schlimmsten. Den hatten wir zwar alle zusammen geschrieben, aber ich hatte die ganze Zeit über nur Augen für Louis gehabt. Und er hatte auch ständig zu mir gesehen was mich fast zerrissen hätte.
Fest stand, ich brauchte dringend Abstand zu ihm. Sonst würde ich bald vor Schmerz umkommen. Es war gut, dass wir dieses Album nicht mehr touren würden. Das würde ich glaub ich wirklich nicht überleben.
*
Die EP war draußen. Das Album war draußen. Ich war am Ende.
Jedes Interview, jedes Konzert tat mir mehr weh. Alles tat mir weh. Die ganze Zeit.
Louis hatte die Hälfte meines Herzens mitgenommen und er dachte nicht mal daran sie zurückzugeben. Mit einem halben Herz war es irgendwie schwierig zu leben.
Beim letzten Konzert der Tour hatten Louis und ich uns umarmt. Weil wir uns alle umarmt hatten und es natürlich logisch war, dass Louis und ich das auch tun mussten. Sonst wäre es komisch gewesen. Die Umarmung war sehr kurz gewesen. Für unsere Verhältnisse kurz. Trotzdem hatte es sich so unbeschreiblich gut angefühlt.
Und jetzt...jetzt würden wir History performen und dann war One Direction wirklich History.
Ich hatte Angst.
Wir wurden angesagt. Nervös begab ich mich mit den Anderen auf die Bühne und bemerkte ein leichtes Zittern meiner Hände.
Ich stand zwischen Louis und Niall. Das war eigentlich in letzter Zeit fast immer so. Niall und ich nebeneinander, Louis und Liam nebeneinander. Aber meistens leider trotzdem noch ich neben Louis. Das wollte das Management so, damit wir noch wie Freunde wirkten und nicht so, als sei etwas zwischen uns vorgefallen. Dass das der Fall war war ihnen natürlich egal.
Schon komisch, als wir ein Paar gewesen waren hatten wir fast nie nebeneinander sitzen oder auch nur nebeneinander singen gedurft. Und jetzt, wo wir keins mehr waren war das natürlich kein Problem mehr.
Ich konnte es kaum glauben, dass wir schon ein dreiviertel Jahr getrennt waren. Dass ich schon so lange mit diesem konstanten Schmerz in der Brust rumlief. Dass ich schon so lange fast nicht mehr mit Louis, der Liebe meines Lebens, sprach, das war unglaublich.
Ich sah ihn zumindest noch fast jeden Tag. Das tat zwar unendlich weh, aber das nahm irgendwie die richtige Wirklichkeit aus der Sache.
Dann setzte die Musik ein und ich begann zu singen. Beim performen ging es immer einigermaßen klar. Ich konnte mich einfach auf die Musik konzentrieren, außerdem sangen wir ja zum Glück nur History und nicht beispielsweise Perfect.
Ich tanzte und sang manchmal zu Niall oder interagierte mit ihm. Louis musterte ich fast nicht.
Doch dann kam sein Part und ich musste schlucken.
Er sang leicht zitternd hatte ich das Gefühl.
„...but without you here, life is just a lie", sang er und wandte sich plötzlich zu mir und sah mir direkt in die Augen. Ich konnte ein winziges bisschen Schmerz in ihnen erkenne. Ich vergaß wie man atmete. Er drehte sich zwar sofort wieder weg, doch ich war vollkommen aus dem Konzept gebracht.
„This is not the end...", sang Louis weiter und ich fühlte mich vollkommen verarscht. Machte er das mit Absicht? Er wusste ja gar nicht wie sehr er mir damit wehtat. Schnell fing ich mich wieder und tanzte einfach ein bisschen zur Musik, um meine Gefühle zu überspielen.
Und ich konnte es nicht lassen. Im Refrain danach sah ich immer mal wieder zu Louis und bei „so don't let it go, we can make some more", sang ich direkt in seine Richtung.
Scheiße, tat das weh. Ich war gerade so froh, dass das hier das letzte war und ich ihn danach nicht ständig sehen musste. Denn das tat einfach nur unglaublich krass weh. Jeden Tag mehr.
Der letzte Ton verklang und sofort zog ich Niall am Arm, genauso wie Louis Liam zu sich zog und wir alle schlossen uns in eine Umarmung. Ich konnte nicht atmen, so mit Louis' Körper direkt an meinen gepresst und seine Arme um meine Taille. Gut, nur einen, aber trotzdem. Er war mir so nah und doch unerreichbar.
Und da wurde mir klar, dass auch die Trennung von One Direction mir nicht helfen würde.
Ich würde ihn einfach nur noch schrecklicher vermissen, als ich es eh schon tat.
Etwa 4 Monate später
„Harry, ich bin so unglaublich stolz auf dich." Meine Mutter zog mich nochmal in eine Umarmung und ich grinste nur. „Ich kann nicht fassen, dass du in einem Film mitspielen wirst! In einem echten Film!"
„Mum, lass ihn los, ich will jetzt auch!", meinte Gemma und zog meine Mutter von mir. Ich grinste nur und lies mich auch von meiner Schwester in den Arm nehmen und beglückwünschen.
Ein Christopher Nolan Film. Mann, ich war sogar selber stolz auf mich.
Als ich zu diesem Casting gegangen war hatte ich nicht wirklich daran geglaubt, dass ich die Rolle auch bekommen würde. Aber anscheinend war ich ein besserer Schauspieler als ich gedacht hatte. Und es war unschwer zu erkennen woran das lag.
„Echt, Harry. Der Wahnsinn."
Ich lächelte, konnte mich gerade aber nicht so richtig freuen, denn meine Gedanken waren wieder bei Louis. Ich hatte ihn jetzt seit dem Ende von One Direction nicht mehr gesehen. Das war verdammt lang her.
Zumindest kam es mir verdammt lang vor. Eigentlich waren es „nur" vier einhalb Monate. Nächsten Monat, im Mai, würden dann die Dreharbeiten beginnen.
Und ich war unglaublich froh, dass ich die Chance bekommen hatte in diesem Film mitzuspielen. Auch einfach, weil es eine Ablenkung sein würde. Ich würde vielleicht, hoffentlich, nicht die ganze Zeit nur an Louis denken. Denn das tat ich.
Seit viereinhalb Monaten, ununterbrochen.
Und es tat immer noch genauso sehr weh, wie in dem Moment, in dem er mich verlassen hatte.
Gemma schien mir ansehen zu können, was in meinem Kopf vorging.
„Harry", sagte sie bestimmt und nahm mein Gesicht in ihre Hände. „Du musst wirklich weniger an ihn denken. Ich weiß, wie sehr es weh tun muss, aber...das geht so nicht weiter." Sie sah besorgt aus und strich sanft über meine Wangen.
Meine Mum merkte, dass das hier ein Gemma-und-Harry-Moment wurde und machte sich leise aus dem Staub.
Meine Schwester dirigierte mich zum Sofa und wir ließen uns übereinander fallen.
„Es ist einfach schwer", meinte ich und mir stiegen Tränen in die Augen. Die Trennung war jetzt tatsächlich schon ungefähr ein Jahr her, aber ich hatte ihn bis Dezember immerhin gesehen. Seit ich ihn nicht mehr sah tat es mir immer mehr weh.
„Und als...als sein Sohn geboren ist..." Meine Stimme brach.
Gemma zog mich einfach näher an sich. Sie wusste wie schlecht es mir gegangen war.
„Manchmal glaube ich ernsthaft er hat ihn nach diesem YouTube Kanal benannt, weißt du? Dieser...dieser Kanal, der immer diese Proof Sachen über uns hochlädt. Mit Millionen von Aufrufen. Wir haben den Kanal wirklich gefeiert. Gut, manche Sachen waren auch übertrieben oder so, aber so haben sehr viele Fans an uns geglaubt, was Louis und mir einfach Kraft gegeben hat. Und...ich meine...er muss immerhin daran gedacht haben, als er ihn so genannt hat, oder? Das kann doch kein Zufall sein!" Verzweifelt hob ich meinen Kopf und sah nur Gemmas mitfühlenden Blick.
Sie umarmte mich fest und strich mir sanft durch die Haare.
„Es wird besser, das verspreche ich dir", flüsterte sie dann und blieb einfach eine Weile mit mir auf dem Sofa liegen. Sie gab mir Kraft. Und das tat wirklich gut.
Etwa 3 Monate später
„And that's a wraaaaaaaap", rief Chris laut und alle begannen laut zu klatschen, zu rufen oder sonst irgendwie Beifall zu geben.
„Wohooo", tönte es von Fionn, der direkt neben mir stand laut und ich hielt mir nur kurz das Ohr zu.
Er warf mir ein Grinsen zu, was ich sofort erwiderte. Dann zog irgendwer uns in eine riesige Gruppenumarmung.
Die Zeit am Set hatte mir unglaublich gut getan. Ich hatte wirklich tolle neue Leute kennengelernt und den Film zu drehen hatte unglaublich Spaß gemacht, auch wenn es natürlich ein ernstes Thema war.
Schon als ich mir die Haare angeschnitten hatte hatte ich mich etwas besser gefühlt. Anderes Umfeld, andere Frisur, einfach alles anders. Neustart.
Kaum zu glauben, dass jetzt alles im Kasten war. Ein warmes Gefühl überflutete mich und auch wenn die Gruppenumarmung sich langsam löste zog ich Fionn wieder in meine Arme. Er sah mich kurz verwirrt an, dann lächelte er und erwiderte die Umarmung.
„Gehen wir heute alle zusammen was trinken?", fragte jemand neben uns und Fionn sah mich nur kurz fragend an und nickte dann grinsend. Und ich grinste zurück.
Mann, diese Zeit hatte mir wirklich gut getan.
Ich dachte gar nicht mehr an Louis.
Oh Fuck.
Vielleicht noch manchmal.
Oder ein bisschen öfter. Aber es war schon deutlich besser geworden.
Etwa drei Wochen später
„Okay, bis dann!", verabschiedete ich mich grinsend von einem Kumpel und lehnte mich dann gegen die Theke. Ich ließ meinen Blick ein wenig durch die Bar schweifen und er landete auf einem Mädchen, die sich nur ein paar Meter von mir entfernt von ihrer Freundin verabschiedete und dann lächelnd ihre blonden Haare über die Schulter warf und in ihrem Scotch rührte.
„Hey."
Überrascht sah sie auf als ich so plötzlich vor ihr stand.
„Hi", antwortete sie und lächelte mir zu.
„Ich bin Harry", meinte ich und sie schmunzelte.
„Das hab ich mir schon gedacht", sagte sie dann und hielt mir ihre Hand hin. „Ich bin Townes. Freut mich dich kennenzulernen."
„Mich auch", gab ich zurück und zog einen Barhocker heran, um mich neben sie setzen zu können. „Also? Was führt dich hierher?"
„In eine fast leere Bar, an die Theke, mit einem berühmten Fremden?"
Ich musste lachen. "Ganz genau."
„Na ja...Zufall, nehme ich an?"
„Oder...Schicksal?"
Sie runzelte grinsend die Stirn. „Eher Zufall würde ich sagen. Ich wohne noch nicht soo lange hier und meine beste Freundin zeigt mir die besten Bars. Das hier ist die fünfzehnte."
„Die Fünfzehnte?", fragte ich überrascht. „An einem Abend?"
„Was? Nein." Sie lachte. „Am Fünfzehnten Abend."
*
„Du erinnerst mich irgendwie an Zuhause."
„Achja? Inwiefern?" Ich sah sie interessiert an. Townes zuckte nur mit den Schultern. „Du bist so bodenständig, irgendwie." Sie seufzte leise. „Weißt du, ich hab mich nie so richtig als jemand gesehen, der mal in LA wohnen würde. Aber meine Oma meinte, ich solle meinen Träumen folgen und irgendwie bin ich jetzt doch hier gelandet."
„Ich bin froh, dass du hier gelandet bist."
Sie lächelte und strich eine Strähne ihrer Haare hinter ihr Ohr.
*
„Ich wurde schon so oft zu irgendwelchen Partys mitgeschleppt auf die ich nicht eingeladen war." Sie lachte und trank einen Schluck. „Aber irgendwie gab es zum Glück nie ein Problem." Sie zuckte mit den Schultern.
„Naja", meinte ich. „Wer könnte dir schon was abschlagen?", fragte ich, zog einmal die Augenbrauen nach oben und nahm ebenfalls einen Schluck meines Getränks.
„Hör auf zu flirten!", sagte sie leicht lachend und boxte mir sanft gehen sie Schulter.
„Warum?", fragte ich und sie schüttelte nur den Kopf und schnaubte leise. Aber das Lächeln blieb.
*
Ich legte eine Hand an ihre Wange, aber sie nahm diese nur lächelnd weg. „Nein, Harry. Bitte nicht." Ihre Augen flogen zwischen meinen Augen hin und her. „Es war wirklich schön, dich kennengelernt zu haben. Du bist ein toller Gesprächspartner."
Sie umarmte mich und ich drückte sie fest an mich. „Du auch. Das war einer der schönsten Abende seit Langem."
„Abende?" Wir lösten uns voneinander und sie grinste. „Wohl eher Nächte, beziehungsweise Morgen."
„Tschüs, Townes", flüsterte ich.
„Tschüs, Harry."
Erst ein paar Minuten nachdem ihr Taxi weggefahren war fiel mir auf, dass ich die ganze Zeit, die ich mit ihr verbracht hatte, kein einziges Mal an Louis gedacht hatte.
Ich war wirklich auf dem Weg der Besserung. Und auch wenn ich niemanden je so lieben konnte wie ihn...vielleicht fand ich ja jemanden, den ich dennoch zu lieben lernen konnte.
Wieder ein paar Monate später
Mir fiel das Glas, das ich gerade in der Hand gehabt hatte auf den Boden, aber ich nahm es nicht mal richtig wahr. Ich hörte das Zersplittern nur von weit weg.
Ich konnte nicht glauben, was ich da gerade gesehen hatte.
Ich blinzelte und starrte weiter auf den Bildschirm.
Ich hatte meinen Fernseher eigentlich nur eingeschaltet, um ein Lied auf YouTube zu suchen und es dann über die großen Boxen hören zu können. Und dann war ich auf diesem Promikanal gelandet.
Aber das konnte einfach nicht stimmen. Bitte. Das durfte nicht stimmen.
Jay konnte einfach nicht tot sein.
Das konnte einfach nicht wahr sein. Es ging einfach nicht. Das war einfach...nicht möglich.
Ich schloss die Augen und atmete tief durch. Ein dumpfer Schmerz breitete sich in meiner Brust aus und ich begann langsam die Nachricht zu realisieren.
Wenn ich mein Glas noch in der Hand gehabt hätte wäre es mir wieder runtergefallen.
Meine Füße fanden ihren Weg ein paar Schritte nach hinten und ich ließ mich aufs Sofa sinken.
Bilder von Jay schossen durch meinen Kopf. Bilder von ihr und meiner Mum wie sie ausgelassen über etwas lachten. Bilder von ihr, wie sie Fotos von Louis und mir machte, Bilder von ihr mit ihren Kindern. Das Bild von ihr, wie sie mich in den Arm nahm und mir sagte, dass sie sich keinen besseren Schwiegersohn hätte wünschen können und es sie unglaublich glücklich machte Louis mit mir so glücklich zu sehen.
Ich hatte nicht mal gewusst, dass Jay Krebs gehabt hatte. Ich bekam ja aus Louis' Leben nichts mehr mit. Eigentlich hatte ich mir auch fest den Vorsatz gemacht jeglicher Art von Prominews über ihn aus dem Weg zu gehen.
Ich atmete zitternd tief durch und merkte nicht mal wie ich anfing zu weinen. In meinem Kopf war nur noch ein Gedanke.
Louis.
Ich tastete meine Hosentaschen nach meinem Handy ab, zog es heraus und suchte seinen Kontakt. Ein weiterer heftiger Stich bohrte sich in mein Herz als ich sein Kontaktbild sah. Es war ein Foto von uns beiden. Ich hatte es nicht geändert. Ich hatte alles was Louis anging unberührt gelassen.
Nochmal atmete ich tief durch und rief ihn dann an.
Es klingelte.
Einmal. Zweimal. Dreimal.
Dann hob er ab.
„Ja?" Seine Stimme klang fertig. Rau und erschöpft.
Ich räusperte mich. „Hey Ähm. Hier ist Harry...ich..." Meine Stimme versagte trotzdem.
„Harry...", flüsterte Louis nur leise und meine Tränen vernebelten meine Sicht jetzt komplett.
„Es tut mir so leid", flüsterte ich nur und hörte nur wie Louis atmete.
„Ich...", meinte er dann, aber seine Stimme klang ebenfalls sehr zittrig.
„Es tut mir so Leid. Wirklich. Ich hoffe es geht dir und deinen Geschwistern den Umständen entsprechend okay...?"
Und von nur diesen paar Worten zwischen uns flammte alles wieder auf. Alle Gefühle. Ich spürte wie sehr ich ihn liebte, wie sehr ich ihn vermisste und wie sehr ich wünschte er wäre wieder bei mir.
Der ganze Fortschritt, den ich gemacht hatte über Louis hinwegzukommen...all das war wie weggeweht. Es tat weh wie im ersten Moment.
*
Drei Tage später stand ich zusammen mit Liam und Niall backstage bei X-Factor und sah Louis zu, wie er zusammen mit Steve Aioki seinen neuen Song performte.
Er war so stark. Er war wirklich so unglaublich stark. Ich kannte niemanden, der eine Stärke aufbrachte, die der von Louis Tomlinson auch nur ansatzweise nah kam.
Mein Herz lag in Stücken. Nicht nur wegen der Trennung, sondern natürlich auch wegen Jay. Und Louis so zu sehen, so...so schlimm, das tat mir auch unglaublich weh. Ich konnte mir nicht vorstellen wie sehr er kaputt sein musste.
Louis hatte seiner ganzen Familie immer so nah gestanden und das...das war einfach nur...Ich fand gar kein Wort.
Als er mir kurze Zeit später in den Armen lag dachte ich tatsächlich ausnahmsweise nicht an unsere Trennung, sondern einfach nur daran wie sehr ich ihm Halt geben wollte, wie wichtig er mir war und wie ich nur für ihn da sein konnte.
Nach einigen Sekunden lösten wir uns voneinander und starrten uns einfach in die Augen. Ich konnte so viel Schmerz darin sehen. Es tat mir so weh ihn so zu sehen. Auch wenn er mir sehr wehgetan hatte...ich wollte nichts weiter, als dass Louis glücklich war. Und er war gerade mehr als nur unglücklich. Verständlicherweise. Seine Mutter war vor drei Tagen gestorben. Das gerade musste die schwierigste Zeit seines Lebens sein.
Und ich konnte nicht für ihn da sein. Ich konnte ihm keinen Halt geben.
Louis riss sich von meinem Blick los und umarmte dann Liam, neben mir. Und dann Niall.
Natürlich gratulierten wir ihm und Steve auch alle für die Single und verfolgten gespannt wie sie immer weiter stieg und in einigen Ländern Nummer eins erreichte. Aber die Stimmung blieb natürlich bedrückt.
Ich hatte keine Chance kurz mit Louis alleine zu sein. Kurz mit ihm zu reden. Ihn noch einmal zu umarmen.
Aber diese kurze Begegnung hatte wieder so viel in mir ausgelöst.
Zwei Monate später
Ich überlegte einfach Instagram zu löschen. Ich wollte das alles doch gar nicht sehen.
Wie konnte er? Wie konnte er nur so kurz nachdem wir uns gesehen hatten (gut es waren zwei Monate, aber für mich wirkte es wie als wäre es gestern gewesen), was bei mir wieder alle Gefühle, die ich dachte schon verdrängt zu haben wieder aufkommen hatte lassen, mit jemand anderem zusammenkommen?
Wie konnte er mit Eleanor zusammenkommen? Ich meine...der Vertrag war vorbei, da war keine Verpflichtung mehr. Dieses Mal musste es echt sein.
Eleanor? Sie war immer auf unserer Seite gewesen. Sie war eine Freundin gewesen. Und jetzt war sie doch mit Louis zusammen? Wie konnten sie mir das antun?
Wenn da jetzt wirklich etwas war...etwas Echtes...wie konnte ich wissen, dass nicht auch damals schon etwas gewesen war?
Das konnte und wollte ich zwar nicht glauben, aber es fiel mir schwer nicht zumindest darüber nachzudenken.
Stumme Tränen liefen über mein Gesicht. Meine Brust brannte und ganz kurz wünschte ich mir ich hätte ihn einfach nie kennengelernt. Dann würde ich jetzt nicht so viel Schmerz verspüren. Himmel, wir waren seit fast zwei Jahren getrennt und ich sah ein Bild von ihm und alles tat mir weh.
Ich hatte zwar mein Album, das bald rauskommen würde als Ablenkung...aber es war auch kaum eine Ablenkung, wenn so gut wie jeder Song über Louis war.
„Harry?", hörte ich jemanden fragen und spürte eine Hand auf der Schulter. Ich zuckte zusammen und wischte mir schnell die Tränen weg, die über meine Wangen liefen. „Alles okay?", fragte Mitch und ließ sich neben mir aufs Sofa sinken.
Ich sah ihn nur an und drückte ihm dann stumm mein Handy in die Hand. Er laß mit gerunzelter Stirn und machte das Handy dann aus. Er ließ es achtlos neben sich auf die Couch fallen und zog mich dann an sich.
Ich klammerte mich an ihn und war ihm wieder einmal unglaublich dankbar für den Halt den er mir gab.
„Lass uns einfach sofort einen Song darüber schreiben", flüsterte er leise in meine kurzen Locken und ich atmete nur tief durch und nickte dann. Dann schüttelte ich den Kopf.
„Ich will nicht, dass jeder Song über Louis ist."
Ich löste mich von Mitch und er grinste einfach nur.
„Dann machen wir den Song einfach über Eleanor."
Ich kämpfte gegen ein Lächeln. „Sneaky."
„Also?"
„An die Arbeit." Ich stand auf und Mitch folgte mir grinsend.
So entstand Woman.
*
Im Endeffekt waren nicht alle Songs über Louis. Ich hatte einen über Townes geschrieben. Und Sign of the Times war fiktiv.
Only Angel war auch nicht über Louis und Kiwi hatte eh nicht so richtig eine Handlung. Außerdem war Two Ghosts schon 2013 entstanden. In der Zeit in der Louis und ich kurz getrennt gewesen waren (nur einen Monat, länger hatten wir es nicht ohne einander ausgehalten). Und Sweet Creature danach als wir wieder zusammengefunden hatten.
Songs, die nach der Trennung noch über Louis entstanden waren waren also nur Ever Since New York, Meet Me In The Hallway und From The Dining Table.
Gut, und Woman. Aber der war ja „über Eleanor".
3 Monate später
Verwirrt starrte ich meinen Handybildschirm an. Das Klingeln machte mich fertig, aber ich konnte einfach nicht abheben. Louis' Gesicht starrte mich vom Display an und ich verkrampfte meine Hand so um das Handy, dass meine Fingerknöchel weiß hervortraten.
Das Album war seit ein paar Tagen released. Es war mein absolutes Herzensprojekt und ich könnte nicht stolzer sein.
Ich hatte zwar damit gerechnet, dass Sign of The Times ganz gut ankommen würde, aber ich hätte nie damit gerechnet, dass das Lied so ein Hit werden würde! Ich war so stolz auf das ganze Album. Ich war so gefüllt gewesen von Glück, Mitch und Sara waren eben erst wieder nach Hause gefahren von unserem kleinen Abend bei mir (ehrlich gesagt die beiden hitteten es gerade ganz schön off, würde mich nicht wundern, wenn sie beide zu nur einem von beiden fuhren) und als hätte Louis das gespürt rief er an.
Meine gesamte Fröhlichkeit, mein gesamter Stolz war in dem Moment zusammengesunken, indem ich seinen Namen gelesen hatte.
Das Klingeln hörte auf. Ich starrte weiterhin mein Handy an. Etwa eine Minute später bekam ich eine Nachricht, dass jemand auf meine Voicemail gesprochen hatte. Ich trank noch einen Schluck aus meinem Weinglas, das vor mir stand (es war noch ziemlich voll, aber dafür hatten wir einige Flaschen geleert) und drückte dann mit zitternden Fingern auf Abhören.
„Uhm. Hey Haz", ertönte Louis' Stimme und schon da hätte ich anfangen können zu weinen. Er hatte mich verdammt noch mal Haz genannt.
„Ich..." Er räusperte sich. „Ich wollte dir eigentlich nur zu deinem Album gratulieren. Also...da sind echt schöne Lieder drauf. Danke. Also...keine Ahnung wofür ich mich gerade bedankt habe, das war ein bisschen dumm. Vermutlich genauso dumm, wie, dass ich dir auf die Voicemail spreche, statt eine Sprachnachricht zu machen, die könnte ich nämlich wenigstens noch abbrechen." Seine Stimme klang rau. „Na, wie dem auch sei." Ich hörte ihn schlucken. „Ähm. Also. Glückwunsch, wirklich. Ich sollte auflegen. Bis dann."
Mir tat alles weh. Alles. Und bevor ich mein betrunkenes Ich hätte stoppen können hatte mein Finger schon auf den blauen Hörer gedrückt. Es tutete. Aber er ging nicht ran. Stattdessen nur seine Voicemail. Genau wie bei mir auch.
„Hallo Lou", fing ich leise an. „Hier ist Hazza. Du weißt schon dein Egsfreund, dem du das Herz gebrochen hast." Wow, fuck, ich war betrunkener als ich gedacht hatte. „Aber das is schon ok. Schlislich hab ich dir ja vorher dashers gebrochen." Ich lachte leise. „Dann sinn wir doch eigentlichhh qwidd, oder?" Ich seufzte. „Naja. Egal. Dein Anruf gerade hat mir sehr wehgetan. Louis, du weißt, dass ich dich immer zurücknehmen würde, oder? Ich würde keine Sekunde zögern. Ich würde dir immer noch eine Chance geben. Ich vermisse dich. Wirklich, Louis. Du fehlst mir. Sehr." Tränen rannen meine Wangen herunter während ich die nächsten Worte sprach, die ich am nächsten Morgen, genauso wie die ganze Nachricht und den Alkohol zutiefst bereuen würde.
„Ich...ich liebe dich. Immer noch. Und ich werde nie damit aufhören."
Zwei weitere Monate später
Ich wusste nicht was ich denken sollte. War der Song über mich? War der Song über Eleanor, mit der er jetzt ja richtig zusammen war? Hatte Louis ihn überhaupt geschrieben?
Ich wusste es nicht. Ich wusste gar nichts mehr. Außer, dass ich mich wirklich darauf konzentrieren musste normal zu atmen.
Ich hatte Back to You jetzt schon fünf Mal gehört. In einer halben Stunde. Seit es rausgekommen war. Und ich starrte nur auf das Handy vor mir. Ich konnte ihn einfach nicht anrufen. Es ging nicht. Ich durfte nicht.
Ich griff nach meinem Handy und ging auf meine Kurzwahl.
Nach zweimal Tuten wurde abgenommen.
„Ja?"
„Mitch, Bitte bewahr mich vor einem Fehler."
„Soll ich vorbeikommen?"
Ich nickte nur und obwohl er das nicht sehen konnte schien er es zu wissen. „Okay, aber wehe du rufst ihn an, während ich noch nicht da bin. Weißt du was, bleib einfach dran. Ich stell dich auf Lautsprecher und komme so schnell ich kann."
„Danke", hauchte ich nur und er seufzte leise in mein Ohr.
„Das wird schon, Harry. Das wird schon."
Wieder einige Monate später
Ich hatte keine Lust mehr auf die ganze Scheiße. Dieser Song jetzt schon wieder, diese ganzen Anspielungen in seinem Lyric Video, die grünen Augen, die geschlossene Tür...ich wollte das nicht mehr. Immer wenn ich auf einem ganz guten Weg war auch nur ansatzweise über ihn hinwegzukommen, machte er irgendwas um alles wieder aufkommen zu lassen. Verdammt, wir waren mittlerweile seit über zwei Jahren getrennt.
Ich fasste einen Entschluss. Das war es. Kein Louis mehr für mich.
Es war vorbei. Louis und Harry, Larry. Das war vorbei. Mein Gehirn schien das jetzt erst zu verstehen.
Ich nahm mein Handy und löschte Instagram sowie Twitter. Kurz schwebte mein Finger über dem Blockieren Button bei seiner Nummer, aber das brachte ich dann doch nicht übers Herz.
Trotzdem fühlte ich mich etwas besser. Als hätte ich ein kleines Stück mehr mit ihm abgeschlossen. Denn diese Scheiße machte ich nicht mehr mit. Ständig sah ich ihn mit seiner ach so tollen Freundin unterwegs, und bei jedem neuen Song der rauskam dachte ich trotzdem, dass der ja vielleicht über mich sein könnte und dass es ihm ja möglicherweise genau so scheiße ging wie mir. Aber das reichte jetzt. Ich hatte in den letzten zwei Jahren ohne One Direction ein komplett neues, wundervolles Leben aufgebaut. Er war das Einzige, was das alles runterzog.
Und darauf hatte ich echt keine Lust mehr. Es wurde Zeit Louis Tomlinson aus meinem Leben zu verbannen.
Zwei Monate später
Ich war sauer. Wirklich unglaublich sauer. Ich könnte mein gesamtes Haus in Stücke legen so sehr raste ich vor Wut.
Andererseits brannte ich.
Fuck. Wie war das noch mit Louis aus meinem Leben verbannen?
Ja. Ging ja leider schlecht wenn dieser Idiot einen Song veröffentlichte, in dem er mir sagte wie sehr er mich doch vermisste.
Er hatte sogar im Kack Musikvideo am Ende Styles stehen. Hallo? Ging es noch lauter? Zwar war es irgendwie als Steve getarnt, aber das glaubte doch niemand. Niemand, der unsere Geschichte kannte.
Kaum hatte ich eingesehen, dass ich wirklich über ihn hinweg kommen musste, dass es vorbei war, da kam er wieder angekrochen oder wie? Und was war denn eigentlich mit seiner Freundin, hm? Waren die nicht so superglücklich?
Ich könnte kotzen. Das konnte er vergessen. Das machte ich nicht mit. Wenn er spielen konnte, dann konnte ich das auch.
Zur Hölle mit dem Song. Wie gut er auch sein mochte.
Wieso musste mir diese ganze Scheiße auch passieren? Wieso? Was hatte ich der Welt angetan?
Ich ging jetzt erstmal auf Tour. Und ich würde den Larry Shippern etwas geben an das sie glauben könnten. Einfach nur, um ihm zu zeigen, dass er nicht alle Ruder in der Hand hatte. Mein Gott, er sollte damit verdammt nochmal aufhören. Ich konnte nicht mehr.
Ein paar Monate später
Die Tour tat mir unglaublich gut. Auf der Bühne zu stehen, das zu tun wovon ich mein Leben lang geträumt hatte machte alles leichter. Die Songs über die Trennung zu singen half mir unendlich dabei, sie zu verarbeiten. Ich wurde emotional, aber es war okay.
Louis schien es ebenfalls ganz gut zu gehen. Er war Judge bei X-Factor und obwohl ich sonst jede Staffel mehr oder weniger verfolgte hatte ich diese Tradition dieses Jahr abgebrochen. Das war dann doch mehr als ich aushielt. Denn ich vermisste ihn noch. Und nicht nur ihn, auch seine Familie. Ich sah sie alle nur auf Instagram älter werden und bekam von Gemma gelegentlich erzählt wie es Lottie ging, da die beiden immer noch in Kontakt standen. Das war schon hart. Aber dass ich überhaupt über seine Familie nachdenken konnte, statt über ihn, das war doch schon ein Zeichen der Besserung, oder?
Die Wochen und Monate vergingen und es schien wirklich leichter zu werden. Ich verdrängte einfach alles was irgendwas mit Louis zu tun hatte. Ich fühlte mich ganz...gut. Statt zu trauern arbeitete ich an mir selbst und daran ein besserer Mensch zu werden. Vielleicht würde ich dann in Zukunft nicht mehr solche Dinge erleben müssen.
Und es schien wirklich besser zu werden.
Dachte ich. Bis ich mit Mitch im Studio saß, beziehungsweise, ich saß und er an der Heizung lehnte und auf Instagram war, weil mir jemand eine dm geschickt hatte. Und ich den Fehler machte irgendwie auf getaggte Fotos zu klicken. Sofort war mein Bildschirm überflutet mit Fotos von Louis. Von Louis, von One Direction, von Louis und mir zusammen, von Louis, von Louis, ich sah nur noch Louis.
Und plötzlich zog sich wieder alles in mir zusammen. Fuck, ich dachte langsam hätte ich das im Griff. Ich hatte es in letzter Zeit so gut wie möglich tatsächlich hinbekommen Louis aus meinen Gedanken zu verbannen. Wie auch immer ich das geschafft hatte. Aber ein fucking Bild reichte aus. Ich war nicht über ihn hinweg. Nicht mal ansatzweise. Ich hatte es nur irgendwie geschafft alles zu verdrängen. Sogar meine Gefühle.
„Harry, ist alles okay bei dir?", fragte Mitch, der wohl sah, dass etwas nicht stimmte.
„Ich..." Plötzlich brach meine Stimme und ich musste schlucken. Ich stand zitternd auf. „Louis...ich..."
Mitch guckte nur verwirrt.
„Ich dachte wirklich...ich habe mich wirklich gefühlt als wäre ich darüber hinweg..." Ich zog ein wenig die Nase hoch und lehnte mich an das Sofa hinter mir.
„Weißt du, ich bin glücklich. Und ich kann mit dir zum Beispiel, aber auch meinen anderen Freunden lachen...nur...immer wenn ich ihn sehe..." Ich stockte und atmete leise aus. „Sogar ein Foto reicht. Sogar wenn ich nur ein Foto sehe, weil ich darin getaggt werde und das passiert jeden Tag, dann...dann fühle ich den ganzen Schmerz wieder." Ich spürte wie langsam Tränen in meine Augen stiegen. Ich sah auf meine Finger. „Den ganzen Schmerz, den ich gefühlt habe, als er mich verlassen hat...als ich rausgefunden habe, dass er Vater wird...Alles."
Ich sah wieder hoch zu Mitch und er blickte mich nur mitfühlend an. Es war tatsächlich das erste Mal, dass ich wirklich mit Mitch über die Sache sprach. Er war immer nur für mich da gewesen und hatte nie Fragen gestellt.
„Aber ich fühle auch...diese ganze Liebe. Ich...ich liebe ihn einfach immer noch so sehr. Ich denke an all die schönen Zeiten die wir hatten, die wundervollen Nächte, die Songs die wir zusammen geschrieben haben, die Songs die ich über ihn geschrieben habe, die Songs die er über mich geschrieben hat. An die Zeit in der wir zusammengewohnt haben, an den Heiratsantrag, an..."
„Moment mal, Heiratsantrag?" Mitch sah mich alarmiert an. „Das ist das erste Mal, dass ich von einer Hochzeit höre."
Ich lachte leise und bitter. „Wir sind auch nicht verheiratet. Nur...verlobt. Zumindest waren wir das für anderthalb Jahre. Wir wollten irgendwann in Zukunft heiraten, wenn wir uns beide bereit fühlen. Aber wir wussten, dass wir für immer waren." Ich sah wieder zu Boden. „Zumindest dachten wir das..."
Ich seufzte. „Es ist nur...er war der beste Teil meines Lebens. Und ich vermisse ihn...so sehr. Das kannst du dir gar nicht vorstellen, Mitch."
Mitch musterte mich nachdenklich. Dann stieß er sich von der Heizung ab, kam auf mich zu und schloss mich fest in seine Arme. Ich klammerte mich an ihn und atmete tief durch. Es tat gut ihn zu haben. So gut. Er war jemand, der Louis nicht kannte. Er war objektiv auf der einen Seite, aber auf der anderen stand er nicht zwischen uns und musste sich mit der Meinung auch objektiv halten. Er war komplett auf meiner Seite, da er auch nur meine Seite kannte. Und das tat unendlich gut.
„Harry, ich weiß du hast dir eingeredet über ihn hinweg zu sein", fing er dann an. „Aber...das bist du nicht. Absolut nicht." Er löste sich von mir, um mir in die Augen zu sehen. „Dir geht es besser als am Anfang, ja. Du hast einigermaßen kapiert, dass du und Louis nicht mehr zusammen seid. Du bist mehr oder weniger über die Trennung hinweg. Aber eben nur über die Trennung. Nicht über Louis. Bei Weitem nicht."
Ich biss mir auf die Unterlippe. Ich merkte, dass er Recht hatte.
„Und wenn ich ehrlich bin...", sprach er weiter. „Glaube ich ehrlich gesagt kaum, dass du das irgendwann komplett wirst. Er ist die Liebe deines Lebens. Und wenn ich das sagen kann, ohne euch jemals zusammen gesehen zu haben...dann heißt das schon was."
„Scheiße."
Wieder Monate später
Ich musste, glaube ich, jetzt einfach für immer damit leben. Dass ein Teil von mir fehlte. Es wurde einerseits besser. Wie Mitch gesagt hatte, jeden Tag kam ich weiter über die Trennung hinweg. Aber nicht über Louis. Ich hatte mir seine Songs jetzt doch runtergeladen, auch wenn ich mir geschworen hatte das nicht zu tun, und verdammt ja, manchmal hörte ich um Mitternacht in meinem dunklen Schlafzimmer Miss You und weinte dabei, aber es ging soweit klar.
Ich hatte es auch aufgegeben alle Informationen über Louis aus meinem Leben raushalten zu wollen. Wir waren nicht mehr zusammen, aber er würde immer ein Teil meines Lebens bleiben, er würde mir immer wichtig sein. Außerdem gab es sowieso nicht besonders viele Nachrichten zu ihm. Abgesehen von den paar Songs, nach dem Tod seiner Mutter hatte man eigentlich nicht wirklich was über ihn gehört. Er schien ziemlich viel Zeit zu brauchen das alles zu verarbeiten.
Ich machte mir ein bisschen Sorgen, schließlich wollte ich ihn einfach nur glücklich sehen und das was man von ihm sah war alles, nur nicht mehr der sorgenlose, fröhliche Junge in den ich mich damals zum ersten Mal verliebt hatte. Aber das war so wenn man erwachsen wurde schätzte ich.
Die letzten Weihnachten waren sehr komisch gewesen. An Weihnachten nur Weihnachten und nicht auch Louis' Geburtstag zu feiern, das war komisch gewesen. Aber langsam aber sicher kam ich damit klar.
Ich verstand, dass ich okay war. Es ging mir gut soweit.
Louis fehlte mir, und das würde er auch immer, aber es war okay.
Ich liebte ihn und das würde ich auch immer, aber es war okay.
Ich war okay. Zum ersten Mal seit Ewigkeiten fühlte ich mich wieder komplett okay.
Einige Monate später
Es schien ihm langsam aber sicher besser zu gehen. Langsam aber sicher gab es wieder mehr Interviews, er kam zurück in die Öffentlichkeit. Er kündigte eine neue Single an.
Langsam aber sicher konnte man sagen, das er einigermaßen den Tod seiner Mutter überwunden hatte. Naja...zumindest die Trauer überwunden hatte. Und das freute mich für ihn, nur...gab es mir Zeit darüber nachzudenken, wie es ihm wohl so ging. Bis jetzt war das immer ein scheiße, seine Mutter ist schließlich gestorben gewesen, aber jetzt stellte ich mir zum ersten Mal die Frage was genau wohl so in seinem Leben passierte.
Zum ersten Mal hörte ich mir Miss You wirklich an. Aus seiner Perspektive und ohne sauer zu sein oder zu heulen. Und ich verstand zum ersten Mal die wirkliche Bedeutung des Songs.
Er vermisste mich.
Er hatte sich eingestanden, dass er mich vermisste. Zumindest manchmal. Wenn er mit seinen Jungs unterwegs war, zu viel getrunken hatte und dann die Lichter angingen.
Und irgendwie...irgendwie wuchs ein kleines Stückchen Hoffnung in mir. Ein kleiner Funke, der nur darauf gewartet hatte zu entfachen.
Wenn ich sowieso nie über ihn hinweg kommen würde...was sprach dagegen es noch einmal auszuprobieren? Es war schließlich viel Zeit vergangen.
Ich wollte ihm schreiben. Aber ich traute mich nicht.
Zwei Wochen später
Das konnte jetzt aber wirklich nicht sein. Wirklich, das war doch ein Witz! Vor sechs Tagen erst, war Two Of Us rausgekommen und hatte mir fast das Herz aus der Brust gerissen, aber gleichzeitig gezeigt wie stark Louis doch war und wie gut er mit der Situation umgehen konnte.
Und jetzt plötzlich war mein ganzer Feed gefüllt von „one life for the three of us".
Ich konnte es einfach nicht glauben. Kein Mensch hatte das verdient. Niemand auf der gesamten Welt hatte das verdient, vor allem nicht mein Lou. Er hatte doch nie jemandem was getan! Wieso musste ihm nur wenige Jahre nachdem seine Mutter, die er über alles geliebt hatte, gestorben sein auch noch seine Schwester umkommen? Das war doch nicht fair.
Alles in mir brach zusammen und mein Herz sehnte sich einfach nur danach Louis in den Arm zu nehmen und nie wieder loszulassen.
Wie von selbst wählte mein Finger seine Nummer und ich rief ihn an.
Vier Mal.
Aber er nahm nicht ab.
Auch zwei Wochen später nicht.
Und da ich nicht wusste wo er wohnte konnte ich auch nicht einfach hinfahren.
Also gab ich auf.
16.09.2019
Wow. Wow, was? War das sein Scheißernst?
Vor einem halben Jahr konnte ich ihn nicht mal erreichen als Fizzy gestorben war und jetzt dachte er er könne einfach fucking Songs singen, die OFFENSICHTLICH über mich waren?
Und dann auch noch defenceless?
Ich kochte vor Wut.
Und gleichzeitig wollte ich ihn einfach nur küssen.
Scheiße, ich liebte diesen Mann nach all den Jahren immer noch mit jeder Faser meines Herzens.
Ich lag noch im Bett, legte mein Handy auf dem ich seinen Auftritt angesehen hatte jetzt aber zur Seite, stand mit wackligen Schritten auf und versuchte tief durchzuatmen. Trotzdem bildeten sich Tränen in meinen Augen. Und ich versuchte sie wütend wegzublinzeln, was allerdings nicht funktionierte.
Da klingelte es an meiner Tür.
Wer konnte das jetzt sein?
Verwirrt machte ich mich auf den Weg zu meiner Tür, aber niemals in meinem Leben hätte ich mit ihm gerechnet.
„Louis?", hauchte ich tonlos und er starrte nur zurück.
„Harry."
„Was...was zum Teufel machst du hier?", rief ich entsetzt.
Louis zuckte zusammen und sah auf den Boden. „Okay, ich weiß!", sagte er dann entschlossen und sah zu mir hoch. „Ich weiß, dass du sauer bist, ich weiß, dass ich alles falsch gemacht habe, was man nur falsch machen kann, ich weiß, dass ich dir dein Herz aus der Brust gerissen und weggenommen habe, und es tut mir Leid. Wirklich. Es tut mir unglaublich Leid. Und ich weiß, dass ich nicht einfach bei dir auftauchen kann und einfach alles wieder gut ist. Aber du meintest irgendwann mal, dass du mich immer zurücknehmen würdest und ich kann nur hoffen, dass du mich ansatzweise so sehr vermisst wie ich dich vermisse.
Scheiße, Harry, seit wir nicht mehr zusammen sind ist in meinem Leben alles den Bach runtergegangen. Ich hätte dich mehr gebraucht denn je und ich weiß, dass es meine Schuld ist, dass du nicht da warst. Es tut mir Leid. Es tut mir so sehr Leid und du hast alles Recht der Welt mir einfach die Tür vor der Nase zuzuschlagen und mich nie wieder sehen zu wollen, aber ich musste es einfach versuchen. Ich habe diese Songs nur gesungen, weil sie absolut der Wahrheit entsprechen. Dich zu vermissen ist etwas was ich nie, wirklich nie aufhören können werde und ich muss einfach diese winzige Chance, dass du mich jemals wieder lieben wirst nutzen, denn ich kann nicht noch länger ohne dich.
Scheiße, Harry Styles, ich liebe dich." Louis weinte. „Ich liebe dich so sehr und ich will dich einfach nur zurück. Aber du wirst mich jetzt einfach wegschicken und das ist okay."
Ich schickte ihn nicht weg. Ich war so überfordert, dass sich mein Gehirn einfach ausschaltete und komplett meinen Instinkten und Gefühlen überließ.
Ich zog Louis ins Haus, kickte mit meinem Fuß die Tür zu, zog ihn eng an mich und legte meine Lippen auf seine.
**************^
okaaaay, ich bin wirklich nicht zufrieden hiermit, aber ich schreibe glaub ich einfach noch eine oder ein paar andere Versionen, weil ich auch andere Ideen habe, wie es halt weitergehen könnte...mit diesem One Shot wollte ich aber hauptsächlich einfach mal fertig werden, deshalb kriegt ihr jetzt erstmal dieses Ergebnis, auch wenn ich es wirklich nicht gut finde...und das Ende ziemlich abrupt kam und echt scheiße ist, aber ich will mich auf andere One Shots konzentrieren können :).
❤️
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