Wahl

Bellès Sicht:

Ich war so glücklich. Alles war perfekt. Fast alles. Denn als Zayn und ich händchenhaltend herausspazierten, schoss es mir wieder in den Kopf.

Was war mit Perrie?  War er immer noch mit ihr zusammen?

Ich wagte  jedoch nicht diese  Frage zu stellen, denn vielleicht würde Zayn sauer werden. Es war lief gerade alles richtig. Zayn und ich waren zusammen und Alex würde bestimmt davon erfahren. Ein zufriedenes Grinsen breitete sich auf meinem Gesicht aus. Natürlich war ich auch in Zayn verliebt. Ich war nicht aus purem Eigennutz mit ihm zusammen.

"Du siehst sehr glücklich aus.",riss mich Zayn aus meinen Gedanken.

"Das bin ich auch",flüsterte ich und verdrängte den Gedanken an Perrie.
Als ich ihm in die Augen sah, wurde sein Blick weich.

"Ich auch",sagte er und küsste mich.

"Wir sehen uns morgen wieder." ,lächelte er, als wir uns vor meinem Zimmer verabschiedeten. Ich warf ihm eine Kusshand zu und  verschwand in meinem Zimmer.

Zayns Sicht:

Noch immer an Bellè denkend lief ich zu meinem Zimmer.

"Hallo Zayn."

Ich erschrak als ich Liams kalte Stimme hörte. Sie konnten nicht wissen ,wo ich gewesen war. Oder?  Woher denn?  Mit klopfendem Herzen,jedoch gleichzeitig trotzig , gab ich ein
"Hallo" von mir. "Was machst du vor meinem Zimmer?"

"Auf dich warten. Wir müssen reden. Alle.",war die Antwort. Scheisse.

"Ist er da?" Harry erschien. Ich fühlte mich wie eine Maus in einer Falle. Am liebsten hätte ich mich in einem Mausloch verkrochen. Da es logischerweise auf dem Hotelflur keine gab und ich da sowieso nicht reingepasst hätte,  straffte ich meine Schultern und sagte mit fester Stimme:

"Gut dann reden wir. Darf ich vorbei?  Dann kann ich aufschließen."

Liam trat mit verschränkten Armen beiseite. Ich steckte meinen Schlüssel ins Schloss und drehte ihn um. Die Tür schwang auf. Aus irgendeinem Grund verlegen drehte ich mich um.

"Holt ihr die anderen?"

"Sind schon da.",ertönte Louis ebenfalls kühle Stimme.

"Ah okay." Nervös schluckte ich.  Das Gefühl des Glücks war verschwunden. Jetzt fühlte ich mich wie ein Verbrecher vor Gericht. Die Jungs folgten mir. Im Zimmer ließ ich mich auf dem Bett nieder und zog meine Beine an. Harry lehnte  sich an die Wand, während Niall sich auf das Bettrand, Liam auf den Tisch und Louis auf einen Stu setzten. Eindringlich sahen sie mich an, bis Harry das Wort erhob.

"Wieso hast du uns belogen? Wieso betrügst du Perrie wieder?"

Ich schwieg erstmal. Sollte ich lügen? Oder die Wahrheit sagen?

"Lüg nicht. Wir haben deine SMS an Bellè gesehen. Seit ihr zusammen? Wieso hast du uns nichts gesagt? Du hast uns versprochen,dich nicht noch einmal  mit ihr zu treffen. Weshalb habt ihr euch doch getroffen?"

"Spioniert ihr mir etwa nach? ",platzte es aus mir heraus."Ich bin kein kleines Kind mehr! Ich bin alt genug um meine eigene Entscheidungen zu treffen! "

"Das bist du auch."bestätigte Liam. "Wir haben uns nur  gefragt, wo du bist und uns Sorgen gemacht. Aber beantworte jetzt bitte die anderen Fragen."

In seiner Stimme lag ein scharfer Unterton und ich merkte, das die Lage sehr ernst für mich war. Alle waren wütend auf mich.

"Ich bin schon lange nicht mehr mit Perrie zusammen! Aber ich habe es euch nicht erzählt. Ja ich habe mich heute mit Bellè wiedergetroffen, weil ich mit ihr zusammen sein will und niemand mir zu sagen hat mit wem ich  mich treffe!  Zu dem Zeitpunkt meiner SMS waren wir noch nicht zusammen, aber jetzt schon! Und ihr werdet uns auch nicht trennen können! "

Entschlossen warf ich ihnen wütende Blicke zu.

"Hast du gar nicht gemerkt, wie unsensibel das gegenüber Harry und vor allem Louis ist?"

Scheu warf ich einen Blick auf die beiden. Harry erwiderte ihn mit unverhohlenem Hass, Louis jedoch starrte niedergeschlagen auf den Boden. Sein trauriger Anblick tat mit sehr weh.

"Tut mir leid Kumpel",sagte ich leise.

"Schon okay. Kann man nichts machen.",meinte er schulterzuckend, ich konnte aber den Schmerz  in seinen Augen sehen.

"Ich kann mich nicht immer nach allen anderen richten. Es klingt vielleicht egoistisch aber ich...ich will Bellè nicht verlieren. ",wandte ich mich wieder an alle.

"Ich kann dich nicht verstehen.",sagte Liam kopfschüttelnd. Hilfesuchend sah ich Niall an, der sich noch gar nicht geäußert hatte, aber der presste nur die Lippen zusammen. Jetzt hatte ich alle gegen mich aufgebracht.

"Nun ich glaube, das wird heute nichts mehr.",brach Liam schließlich die Stille.

"Du kannst dir bis morgen überlegen, wer dir wichtiger ist, Zayn. Bellè oder wir. Dann sehen wir weiter."

"Was willst du damit sagen?Wollt ihr mich aus der Band rausschmeißen oder was? ',schrie ich wütend. "Wegen einem Mädchen?'

"Junge komm runter.",meinte Harry genervt. "Liam wollte nur sagen,das du zwischen unserere Freundschaft oder der Beziehung mit Bellè entscheiden sollst mehr nicht."

"Achso. "

Aber das ist auch nicht besser.

Wieso konnten sie es nicht einfach akzeptieren? Wieso mussten sie mich vor die Wahl stellen? Nicht nur ich war egoistisch.

"Gut dann wäre das geklärt." Liam sah auf die Uhr. "Na super feiern gehen können wir nicht mehr. Bye, ich geh pennen."

'Bye "murmelte ich. Auch Niall und Louis verließen das Zimmer. Nur Harry blieb. Ich ahnte schon, was jetzt kommen würde.

"Tut mir leid.",entschuldigte ich mich, sah ihm jedoch nicht in die Augen.

"Was tut dir leid, du Arsch? "

Plötzlich packte mich Harry an den Schultern und drängte mich an die Wand.

"Ddas mit Bellè",stotterte ich überrumpelt. Wieso war Harry so aggressiv?

"Das sollte es dir auch.",zischte er nahe vor meinem Gesicht. "Wie bist du an sie rangekommen? Wo habt ihr euch getroffen?"

"Das geht dich gar nichts an."

Ich versuchte ruhig zu bleiben. Doch meine Antwort war ein Fehler. Mit vor Wut blitzenden Augen drückte Harry mich noch mehr an die Wand.

'Sag!  Oder ich geh dir an die Gurgel"

Mittlerweile hatte ich keine Zweifel mehr das er seine Drohung wahr machen würde deshalb antwortete ich lieber.

"Wir waren auf einem Konzert ihrere Lieblingsband Imagine Dragons."

'Soso."

Er sprach dieses Wort so seltsam genüsslich aus, das ich eine Gänsehaut bekam. Harry plante etwas. Durch diese Sorge wurde ich kurz abgelenkt und das nutzte Harry und stieß mich mit voller Wucht gegen die Wand. Einen Moment lang blieb mir die Luft weg.

"Lass deine Finger von Bellè. In einer Woche hast du dich von ihr getrennt sonst...",er ließ seine Worte in der Luft hängen.

Nie im Leben würde ich das tun!  Er hatte mir gar nichts vorzuschreiben! 

"Verstanden?" Als ich keine Antwort gab presste er mich wieder enger an die Wand.
Quietschend ging die Tür hinter Harry auf . Louis stand im Türrahmen. Verwirrt sah er auf uns. Hastig löste Harry sich von mir und stellte sich gerade hin.

"Was?",fauchte er. Ich hielt den Atem an. Auf wessen Seite würde Louis sich jetzt schlagen? Auf meiner? Oder auf Harrys?

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