Kapitel 2

So stand ich vor dem Tor meiner neuen Schule. Ich sah wie alle mehr oder weniger freudig in das Schulgebäude liefen was ich lieber die Hölle auf Erde nennen würde. Ich fühlte mich ein wenig schummrig. Ich hatte nur noch wenig Drogen übrig. Die 'normalen' brachten nichts mehr. Aber ich musst da durch. Das ist eine Chance auf Freunde. Wenn sie es nicht herausfinden, würde alles gut gehen. Die erste Hürde ist, aber erstmal rein zu gehen und den ersten Schultag überstehen. Ich holte tief Luft und betrat das Gebäude.

Reges Treiben herrschte auf den Fluren und überall sah man die verschiedensten Menschen. Man sah Paare die einander klebten, wie Kaugummi, Einzelgänger, die dumm in der Ecke standen, eine Mädchen Clique, die zu viel Schminke im Gesicht hatten und deren Nägel länger als mein Leben waren, und als letztes die Sportler allesamt ausgestattet mit Mega-Muskeln und mit einem schlechten Geschmack, denn ständig sahen sie zu den Mädchen herüber, die aussahen wie Müll mit Farbklecksen auf dem Gesicht. Außer einer mein Pflegebruder Tim. Er sagt ständig Mädchen, die sich so verkleideten und bemalten, wären lächerlich. Ein wenig Make-Up war ja okay, aber diese Mädchen übertrieben.

Als er mich sah winkte er mir und lächelte mich freudenstrahlend an. Seine Freunde fragten ihn was, er schüttelte den Kopf und antwortete ihnen mit ausgeprägter Mimik und Gestik. So war er ,immer eine absolute Dramaqueen. Vermutlich dachten sie, ich wäre seine Freundin oder so. Lächerlich, ich lachte über diese Vorstellung und sah wahrscheinlich, wieder wie ein sterbender Wal aus. Ich bahnte mir meinen Weg durch den Schulflur um rechtzeitig zu meinem Klassenraum zu kommen. Ein Tag vorher bekam ich meinen Stundenplan plus Plan der Schule, per E-Mail zugeschickt, also hatte ich kaum Probleme damit mich zurecht zu finden.

Als ich nach gefühlten Stunden und nach zweifachen Klingeln vor der Klassenzimmer Tür stand nahm holte ich tief Luft und klopfte mir stolz auf die Schulter, weil ich daran gedacht hatte meine magischen Tabletten, auch genannt Ecstasy, vor der Schule einzunehmen und ich die Wirkung langsam anfing zu spüren. Also klopfte ich wie es die richtige deutsche Manier verlangte und wartete auf das "Herein!". Als es kam trat ich mit einem großen Lächeln ein und sagte: " Tut mir leid für die Verspätung, ich hatte einige Probleme, damit mich zurecht zu finden." Ich sagte nicht ganz die Wahrheit, ich war schlicht und weg irre faul, deswegen bin ich ganz entspannt durch die Schule geschlendert, obwohl ich wusste das es am ersten Tag sicher nicht gut ankommen würde. Die Lehrerin winkte nur ab und sagte, dass ich mich auf einen freien Platz setzen könne.

Der einzige Platz war neben einem überaus fröhlichen und erstaunlich großem Mädchen mit Kopftuch. Sie hatte zig viele Nadeln auf dem Kopf, sodass ich nicht anders konnte als zu fragen:" Tut das nicht weh?", dabei zeigte ich auf ihren Kopf, da sie mich verwirrt musterte. " Also, die vielen Nadeln." Sie schüttelte wild den Kopf und sagte:" Ich bin Dana! Und du?" Das sagte mit so einem Enthusiasmus und Verrücktheit, dass ich leise kichern musste. Immer noch kichernd schüttelte ihre Hand, die sie nicht mehr los lassen wollte und antwortete:" Ich bin Josy." Die Lehrerin musterte uns streng und befiehl uns leise zu sein. Wir kicherten also hinter hervorgehaltener Hand weiter, bis wir uns wieder beruhigten. Ich schaute Dana an und schmunzelte, ich glaube ich habe eine Freundin gefunden. Und das stimmte mich glücklich, ohne die Wirkung der Drogen.

So, dass war das 2. Kapitel lol. Ich habe hier eine meiner besten Freundinnen beschrieben, sie ist wirklich so verrückt. Ich hoffe es hat euch gefallen!

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