Kapitel 1

Montag
Erster Schultag nach den Ferien
7 Uhr morgens
Ich will nicht
Diese Gedanken schossen mir als erstes in den Kopf, als ich aufwachte. Ich hasste die Schule, das lag wahrscheinlich aber auch daran, dass ich letztes Jahr fast sitzen geblieben wäre, aber zum Glück habe ich es geschafft. Das einzige was Schule für mich erträglicher macht, ist meine beste Freundin Chloe, ohne sie wäre es die absolute Hölle für mich.

Ich streckte mich und tappste vorsichtig mit meinem Fuß auf den Boden. Ich hatte gar keine Lust aufzustehen, jedoch schaffte ich es dann doch. Ich ging erst einmal duschen um etwas wacher zu werden, was tatsächlich auch half.
Ich zog mir eine schwarze High waist Hose an und ein bauchfreies hellblaues Top, außerdem legte ich mir meine tiffany and co Kette an und verschwindete im Bad um mich zu schminken.
Ich war so froh reine Haut zu haben, denn so musste ich immer nur etwas Mascara auftragen und meine Augenbrauen nachmalen. Meine schwarzen Haare kämmte ich einfach nur durch und lies sie über meine Schultern fallen.
„Daphne kommst du bitte zum Frühstück!", rief meine Mutter, also machte ich mich auf den Weg.

Meine Mutter hatte Pancakes zum Frühstück gemacht, so könnte jeder morgen aussehen, einfach himmlisch.
„Morgen", grummelte mein Bruder verschlafen und setzte sich gegenüber von mir.
„Da ist aber jemand müde", grinste meine Mutter. Mein Bruder verdrehte nur seine Augen. Er hatte wunderschöne blaue Augen wie meine Mutter und welche Augenfarbe hatte ich? Grün! Wie eine Bio-Mülltonne oder Gras.
Die schwarzen Haare hatten mein Bruder und ich von meinem Vater.
„Soll ich dich heute mitnehmen?", fragte mein Bruder ohne mich anzusehen.
Da musste ich nicht lange überlegen, ich hasste es mit dem Bus zu fahren, weil ich dort meistens stehen musste, da er immer überfüllt war und zu Fuß gehen kam gar nicht in Frage.
„Ja danke", sagte ich, während ich mir den nächsten pancake in den Mund stopfte.

Ich liebte es bei meinen Bruder auf dem Motorrad mitzufahren. Alle Badboys aus der Schule hatten Motorräder und ja mein Bruder gehörte auch zu ihnen, aber er war nicht so schlimm, so kommt es mir auf jeden Fall vor.
Manchmal traf sich die ganze Clique bei uns zu Hause aber zum Glück kam das nicht oft vor, da Mum meistens Zuhause war.

Als wir ankamen, nahm ich meinen Helm ab.
Da ich Chloe noch nirgends entdecken konnte ging ich mit meinem Bruder mit.
„Hey, Kyle", rief Jason und schlug mit meinem Bruder ein. Es war immer sehr amüsant, wie die Aufmerksamkeit der Leute auf mich gerichtet war, wenn ich bei meinem Bruder und seinen Freunden war. Es war erbärmlich mit anzusehen, wie die ganzen Mädchen an uns vorbei schlenderten und den Jungs "sexy" Blicke zuwarfen. Und meinten sie würden gerne mal etwas mit mir machen, obwohl sie sich nur an meinen Bruder ran machen wollten. Mein Bruder sah schon gut aus, aber es war schon komisch, wenn ihn so viele sooo toll fanden. Ich hatte eigentlich kein Interesse an einem Jungen, natürlich gab es welche die ganz hot aussahen, wie zum Beispiel Kaden, aber er war in der BadBoy Clique und ein absoluter arsch. Sehr heißer Arsch.

Mein Bruder und seine Freunde redeten über die nächste Party, die am Wochenende stattfinden würde. Ich war noch nie so richtig auf Partys, einmal jedoch hatte meine damalige beste Freundin zu viel Alkohol getrunken und musste sich übergeben, weshalb wir beide dann frühzeitig die Party verließen und nach Hause fuhren.
„Hey Daph, gehst du mit auf die Party",fragte Cole, ein weiteres Mitglied aus der Clique. Cloe hatte einen Riesen Crush auf ihn, sie vergötterte ihn, obwohl er sie gar nicht richtig beachtete.
„Nein", meinte mein Bruder. Sag mal geht's noch? Was soll das denn! Ich kann dich wohl selber für mich entscheiden. Das hasste ich an an meinem Bruder, er behandelte mich so richtig wie eine kleine Schwester, die er beschützen muss. Doch dieses Mal spielte ich nicht mit.
"Ich komme auch mit", sagte ich fest entschlossen. Mein Bruder schenkte mir einen bösen Blick. Tja selber Schuld, dachte ich mir.
Auf einmal ertönte eine Stimme hinter uns.
"Wohin denn?" Ich drehte mich um und fiel ihr in die Arme. Ich hatte meine beste Freundin Chloe so vermisst, sie war die letzten 3 Wochen der Sommerferien in Ägypten, weswegen ich sie nicht sehen konnte.
„Ich kriege keine Luft mehr Daphne", quietschte sie. Ich ließ sie los und strahlte.
"Also wohin", fragte sie nocheinmal .
„Auf die Party am Wochenende", löste Kaden die Frage auf.
"Du wolltest doch nicht ohne mich gehen oder", fragte sie.
"Niemals", antwortete ich und lächelte.
"Daph, bis später. Wir müssen jetzt", meinte mein Bruder und ich nickte und verabschiedete mich.
"Und wie war es in Ägypten", fragte ich sie, als wir auf dem Weg zu unserem Klassenzimmer waren.

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