Eine schlechte Nachricht, kommt selten alleine

"So sieht man sich wieder!" Was fällt ihm ein, mich anzusprechen? Entschlossen Nick zu ignorieren, senke ich mein Kopf und lasse meine langen Haare mir ins Gesicht fallen. "Was hast du denn? Vorhin warst du noch so vorlaut!" Ich kann richtig hören, wie er bei diesen Wörtern mich frech angrinst. Als Antwort gebe ich nur ein verächtliches Schnauben von mir und konzentrierte mich wieder auf die Seite die wir gerade lesen sollen. "Du hast doch nicht ernsthaft vor mich zu ignorieren oder?" Na warte. "Wie geht es deiner Hand? Tut sie immer noch weh?" Konterte ich und sah zufrieden wie er leicht blass um die Nase wurde! "Lass mich einfach in Ruhe und ich lasse dich in Ruhe, okay?"
"Wenn du meinst! Mich wunder es nur wie unnahbar du dich in dem einem Moment gibst und du doch eigentlich hier niemanden hast." Das zweite Mal an diesem Tag, war mir zu heulen zu mute. Konnte er mich einfach in ruhe lassen?

"Gibt es keinen anderen Menschen den du nerven kannst?" Gab ich bissig zurück. Er hatte es doch tatsächlich geschafft, das ich hasste! Ja ich weiß. Das klingt hart. Aber etwas an diesem Typen ließ mich fast aus der Haut fahren. "Klar!" Gab er genau so bissig zurück und drehte sich demonstrativ von mir weg.

Gut, den war ich los!

"Loria? Mit wem willst du zusammen arbeiten?" Erschrocken sah ich Mister Arabas an. "Ähm ja? Wobei denn?" Fragte ich zurück und hörte deutlich das Kichern meiner Mitschüler. "Wie mir scheint, hast du gerade nicht aufgepasst! Ich stelle gerade die Gruppen für das Projekt zusammen, was ihr am Ende des Monats, also in drei Wochen, präsentierten sollt. Also! Mit wem willst du zusammen arbeiten?" Geschockt starrte ich ihn an. "Kann ich das auch alleine machen?" Fragte ich hoffend. Doch genau so hätte ich eine Qualle fragen können ob sie mit mir Schach spielt! "Natürlich nicht. Dann ist ja das ganze Projekt im Eimer..." Shit, shit, shit und noch mals shit!!
"Was ist das denn für ein Projekt?" Vielleicht konnte man ja auch getrennt daran arbeiten!? Doch auch diese Hoffnung zerplatzte wie eine Seifenblasen. "Ihr sollt den Stammbaum eurer Familie aufschreiben und in ihm forschen. Dabei sollt ihr mehr über euch und eure Geschichte herausfinden. Wenn ihr damit fertig sein, sollt ihr den anderen Stammbaum eures Partners vorstellen!" Konnte mein Tag noch schlimmer werden?

Ja, er konnte!!! "Also wenn sie nichts dagegen haben, Mister Arabas würde ich gerne mit Loria zusammen arbeiten." Mein Kopf schnellte zu Nick herum und ich hätte gerne vor lauter Wut geschrien. Das war doch der Reinste Albtraum!! Bitte mach, das ich jetzt aufwach. Bitte, bitte, bitte...

"Also wenn Loria nichts dagegen hat, gerne. Ihr zwei seit so wie so die letzten die noch keinen Partner haben!" Ich will jetzt aufwachen. Was habe ich nur falsch gemacht, dass ich das erleben muss?
"Wie es aussieht, hat Loria nichts dagegen einzuwenden." Antwortete Nick an meiner Stelle und ich war gewillt seine Brandnarbe zu vergrößern. Doch ich musste mich beherrschen! Ich durfte das nur machen, wenn ich mit der Person alleine war. Das hatte mir meine Mom geraten oder wohl eher befohlen! Ich wusste nicht warum, aber sie wollte um jeden Preis das ich meine Kräfte geheim hielt. Wenn sie von dem kleinen Vorfall, von vorhin erfahren würde, hätte ich 1 Jahr Hauserrest. Locker!!

Also durfte ich Nick, leider, nicht die Hand verbrennen. Was ich es jetzt gerne getan hätte!

"Ding dong." Endlich läutet die Pausenklingel und so packe ich meine Sachen zusammen und verlasse so schnell ich kann diesen Kursraum.
Doch leider komme ich nicht sehr weit, weil eine wütende Sisilia mir den Durchgang versperrt. "Das hast du, blöde Kuh, doch mit Absicht gemacht! Warum wollte er unbedingt mit dir zusammen arbeiten? Nein. Sag nichts! Du hast ihn bestimmt mit irgendwas bestochen..." Mit einer Handbewegung schneide ich ihr das Wort ab. "Hör auf Sisilia! Du kennst mich überhaupt nicht, also hör auf über mich zu Urteil ohne mehr über mich zu wissen. Davon mal abgesehen, bist du nicht mit Tanja in einer Gruppe?" Mit dem letztem Satz ziehe ich meine rechte Augenbraue in die Höhe und sehe sie fragend an. "Ich dachte sie ist deine Beste Freundin?! Oder irre ich mich?" Ohne auf ihre Antwort zu warten, drehe ich mich auf dem Absatz um und verschwinde in der Meng, der Schüler die gerade wie ich aus ihren Kursräumen, auf die Mensa, zusteuern. Ich höre noch wie sie empört nach Luft schnappt, da bin ich auch schon um die Ecke gebogen und betrete unsere Schulmensa.

"Was darf es heute sein, Liebes?" Fragt mich Debby, die Köchin der Mensa die nebenbei auch noch das Essen an die Schüler verteilt. Sie ist eine kleine, etwas pummelige Frau die fast allen bei der Essensausgabe ihr warmes Lächeln schenkt. "Hallo Debby! Ich nehme das Übliche. Ach und geb mir bitte dazu noch ein Sprudelwasser mit." Darauf hin wird ihr Lächeln nur noch breiter und ich merke mal wieder wie schlecht sie von den anderen Schülern behandelt wird. Ein "Bitte" bekommt sie hier selten zu hören. "Hier meine Liebe!" Sie schiebt mir ein Tablet, mit einem Cheesburger, Pommes, Mayo und Salat, hin. Ach und vergessen wir nicht die extra Sprudelflasche. "Danke dir. Dann bis morgen." Ich nehme mir das Tablet von der Anrichte und mache mich auf die Suche nach einem Sitzplatz.  Suchend lasse ich meinen Blick durch den Raum schweifen es dauert gar nicht lange, da habe ich auch schon ein Platz gefunden. Doch es passiert was immer passiert wenn ich mich mit an einen Tisch setzten will. Ich bin kaum an dem Tisch angekommen und will mich gerade setzten...
"Tut mir leid! Aber hier sitzt schon jemand. Such dir was anderes!" Einer der Mädchen die an dem Tisch sitzt, legt besitzt ergreifend, ihre linke Hand auf den Sitztplatz den ich für mich beansprucht hatte. Während sie das sagt sieht sie mich herablassend an und ich merke deutlich das sie sich für was besseres als mich hält! So eine eingebildet Schnäpfe.

"Macht nix. Ich suche mir was anderes!" Meine ich darauf nur und begebe mich wieder auf die Suche nach einem Sitztplatz.

Schließlich setzte ich mich einfach auf die Treppenstufen unserer Veranda die draußen vor der Kantine lieg. Zu meinem Glück hat es heute nicht geregnet und so bekomme ich keinen nassen Hosenboden! Mit einem kleinen Seufzer lasse ich mich auf die Seitstufen sinken und nippe zufrieden an meinem Sprudelwasser.

"Wen haben wir den da?" Vor Schreck verschluck ich mich an meinem Sprudelwasser. Mit einem Ruck drehe ich meinen Kopf in Nicks Richtung. "Verfolgst du mich?" Kaum hatte ich die Worte ausgesprochen, hätte ich mich am liebsten selbst georfreigt. Es war doch offensichtlich, dass er mich verfolgte! Wo hatte ich nur meine Gedanken? "Kann sein. Du hast mir immerhin meine Frage immer noch nicht beantwortet und bis du das machst bleibe ich in deiner Nähe." Oh Gott!! Ich werde von einem Spanner verfolgt...
"Tickst du noch richtig?" Ich sah ihn entgeistert an. "Lass mich gefälligst in Ruhe..." Mit diesen Worten stand ich auf und ließ mein Tablett einfach auf den Stufen stehen. Denn der Apetit, war mir vergangen! Ich schnappte mir meine Tasche, die ich neben mich auf die Stufen gestellt hatte und beschloss einfach schon zum nächsten Kursraum zu gehen. Vielleicht hatte ich da etwas Ruhe für mich.

Doch kaum saß ich auf meinem Sitztplatz in der letzten Reihe, kam Nick mit seinem breiten Grinsen auf den Lippen, in die Klasse hinein spaziert! Das war doch nicht zu fassen. Möglichst unauffällig verstecke ich mich hinter meinem Lyrikbuch und tue so als würde ich mich komplett auf mein Buch konzentriert. Doch in Wirklichkeit beobachtete ich heimlich Nick und wünsche mir, dass er mich hinter den zwei Jungs die sich lauthals vor mir streiten, nicht sieht!

Anscheind habe ich heute endlich mal Glück, denn er kommt nicht zu mir herüber und als der Lehrer in die Klasse kommt, muss er wohl oder übel den Kursraum verlassen. Als sich dann auch endlich die zwei Streithähne vor mir beruhigt haben, geht der Unterricht los und ich witme mich ganz den Worten des Lehrers.

Wie es aussieht scheint Nick das Interesse an mir verloren zu haben, denn den Rest des Schultages bleibe ich von seinen Stalker Besuchen verschont. Und so fahre ich schließlich zusammen mit meiner kleinen Schwerster, in meinem Autochen, nach Hause!

Doch sobald wir beide in meinem Auto sitzen holt mich Nick wieder ein und sei es diesmal nur in den Schwärmereien meiner kleinen Schwerster. "Stell dir vor Lori, heute soll ein mega süßer Junge neu in die Schule gekommen sein! Anscheind ist er neu in San Francisco und ist Singel...." So geht es weiter und ich schalte auf Durchzug. Es tut etwas weh, dass meine kleine Moni sich auf das Niveau von Sisilia und manch anderer Mädchen begeben hat, aber was will man machen!

"Willst du auch Nudel Lori?" Fragt mich meine Mom und streckt mir ihren Arm entgegen um, wenn nötig meinen Teller entgegen zu nehmen. "Ja bitte Mom." Antworte ich ihr und reichte ihr meinen Teller. Als sie fertig damit war, hob sie die Soßenkelle an und sah mich fragend an. Ich nickte und kurz darauf stand mein Teller, mit meinem Lieblingsgericht, wieder vor mir!
"Wann kommt den heute der Besuch Mom?" Fragte, mein großer Bruder Eliot, Mom und stopfte sich dabei eine vollbeladene Gabel nach der anderen in seinen Mund. Bei seinen Worten krampfte sich alles in mir zusammen!

Ich kann Besuch nicht ausstehen, vor allem weil die meisten Freunde von Mom und Dad immer soooo neugierig sind. Immer wird man mit Fragen gelöchert und wenn zur Abwechslung es mal ein spanendes Gesprächsthema gibt, schicken meine Eltern meine Geschwister und mich immer nach oben in unserer Zimmer! Als währen wir kleine Kinder. Doch der einzige in meiner Familie, der wirklich "klein" war, war auch erst zwei Jahre alt und das war mein jüngster Bruder Simon.

"Wer kommt nach her Mom?" Bitte lass es jemanden sein, wo ich mir für mein schneller Verschwinden eine gute Ausrede einfallen lassen kann! "Ach es sind nur Marko und Melija mit ihrem Sohn, der in deinem alter sein müsste. Sie sind letzte Woche nach San Francisco gezogen und kenne noch nicht so viele hier und da dachte ich, wir heißen sie mal bei uns Willkommen. Ach Loria, würde es dir etwas ausmachen, wenn du ihn am Wochenende mal die Stadt zeigen könntest? Das würde ich super finden!" Sprachlos starrte ich meine Mutter an. "Ist das dein erst? Du weißt ganz genau, dass ich fremde Menschen nicht ausstehen kann" "Und Jungs erst recht!" Fügte ich noch hinzu. Doch wie wie so oft nahm sie meine Worte nicht allzu erst. "Ach Schatz! Jetzt hab dich doch nicht so. Außerdem, wenn du die Tuhr mit ihm machst, erlasse ich dir auch eine Woche deine Aufgabe im Haushalt. Na was meinst du?" Oh je. Sie meinte es echt ernst. Wenn sie schon mit Bestechung kam, war es ihr echt wichtig!

"Mom du merkst schon das du mich hier gerade, vor Zeugen, bestechen willst?" Mit Zeugen meinte ich meine 7 Geschwister die, wie immer wenn sie Langeweile hatten, uns zwei sehr genau zuhörten. "Ja mein Schatz. Das weiß ich! Also machst du es?"

Ich wusste nicht was ich sagen soll. "Ähm kann ich Bedenkzeit haben Mom?" Versuchte ich mich aus der Misere zu ziehen, doch leider ohne Erfolg. "Tut mir leid Schatz! Aber ich brauche deine Antwort jetzt, denn in zwei Stunden kommen die drei schon. Also machst du es? Ja oder nein?!" Das wahr doch unglaublich, meine Mutter bestach mich nicht nur. Nein sie setzte mich auch noch unter Zeitdruck! "Mal angenommen ich sage ja, Mom. Will ich dafür mehr als nur, als eine Woche frei von meine Aufgaben, haben. Ich will mehr Taschengeld!!!" Ich sah sie durchdringen an und ich merkte deutlich wie sie sich unter meinem Blick wand. Schließlich war es meine Mom die den Blickontackt abbrach und ich hörte sie genervt ausatmen.

"Na gut Lori! Du bekommst mehr Taschengeld und die Woche frei von deinen Aufgaben, hier im Haus, aber mehr auch nicht. Wie viel du mehr bekommst regeln wir später. Das müssen ja nicht alle mitbekommen!" Mit ihren letzten Worten sah sie in die Gesichter meiner vielen Geschwister. "Das ist gemein." Meckerte Kail mein dritt kleinster Bruder los und verschränkte trotzig seine Arme vor der Brust und zog einen Schmollmund. Auch sein Zwilling Kim funkelte unsere Mom beleidigt, mit seinen kleinen blauen Augen, an und zog eine Schnute! "Ach kommst schon meine Lieben. Ihr wisst wie das läuft! Jeder und jede die mir im Haushalt hilft bekommt je nach seinen Leistungen eine bestimmte Summe an Taschengeld. Natürlich die ausgeschlossen die noch zu klein dafür sind oder wegen ihrer Termine dafür keine Zeit haben!" Sie sah mit ihren letzten Worten meine kleinste Schwester Amelia liebevoll an, die gerade sich eine Nudel in die Nase steckte. Als sie sah, dass Amelia sich auch in ihr linkes Nasenloch eine Spagetti stecken wollte, ging sie zu ihr und nahm sie auf den Arm und die Nudeln ihrer Jüngsten aus der Nase. "Aber Süße! Die sind doch zum Essen nicht zum Popeln da." Darauf hin glugste Ame, wie wir sie nannten, los und kuschelte sich an die Brust meiner Mom. Sie war echt ein kleiner Engel, mit ihren blonden Löckchen und den süßen kleinen Patsche Händchen, die gerade so meinen Daumen umfassen konnten! Amie war mit ihren 1/2 Jahren in meiner Familie das Nesthäkchen und auch wenn sie mal wieder schrie wie am Spieß, war sie trotzdem zum knuddeln süß...

"Lori ich dachte du hast dich schon fertig umgezogen?" Holte mich die Stimme meiner kleinen Schwerster Ilea als meinen Gedanken.
Nachdem das Essen für beendet erklärt worden war, wurde jeder von Mom auf sein Zimmer geschickt um sich um zuziehen und sich hübsch für den Besuch zu machen! Und so kam es das ich jetzt vor meinem Spiegel stand und an meinem Lieblingskleid, samt passende Kette, herum zupfte. Meine braunen Hüftlangen Haare hatte ich zurück geflochten und ich hatte mich sogar etwas geschminkt.

Denn ich hatte mich dazu bereit erklärt dieses Wochenende Tourscout für unsere Besucher zu spielen und da musste ich mich von Anfang an von meiner besten Seite zeigen!

Also schmiss ich mich in Schale und putze mich heraus.
Mein Blick viel wieder auf mein Spiegelbild und ich sah wie mein Spiegelbild mich zufrieden anlächelte. Zwar habe ich nicht den Körper eines Topmodels, aber fett war ich auch nicht.
Ich war ungefähr 1,80 groß, hatte grün braune Augen, lange schlanke Beine, Hüftlanges braunes gewelltes Haar und durch die vielen Spaziergänge mit Soe unserer Schäferhündin, eine ganz pasalbe Figur!

"Also was ist jetzt Lori? Kann ich reinkommen? Oder hast du nur gerade Unterwäsche an?" Jetzt ist es Moni die mich aus meinen Gedanken reißt. Doch diesmal war ich dankbar für die Unterbrechung! Denn ich wollte ja nicht, wie immer, die letzte unten im Wohnzimmer sein. "Alles gut Maus. Du kannst ruhig reinkommen!" Beruhigte ich sie und meine Zimmertür öffnete sich vorsichtig. "Na endlich ich steh schon 10 Minuten vor deiner Tür. Bist du zwischendurch eingeschlafen, oder was?" Das war so typisch Moni. Egal was man auch tut, ihr konnte man es niemals recht machen. "Nein ich bin nicht eingeschlafen!" "Aber was hast du da denn da an? Du weißt schon das Mom dir nicht erlauben wird so vor unsere neuen Freunde zu treten oder?" Meinte ich etwas geschockt, als ich sah was sie da trug. "Was hast du denn? Mom hat doch gesagt wir sollen uns hübsch machen, oder etwa nicht?" Verteidigte sie sich, doch ich wollte und konnte sie nicht so nach unten gehen lassen. Meine 16 jährige kleine Schwester trug einen viel zu kurzen blauen Minirock mit einem Bauchfreien pinken glitzer Top und schwarzen Highhils dazu! Das war das schlimmste Partyoutfit das ich jemals gesehen hatte und war Welten von meinem Outfit entfernt. "So lasse ich dich auf keinen Fall nach unten gehen, los umziehen!" Befahl ich ihr, zog sie aus meinem Zimmer in ihr Zimmer und stelle sie demonstrativ vor ihren, für meinen Geschmack, viel zu großen Schrank. "Das ist nicht dein ernst oder?" Motze sie mich an und drehte sich wütend zu mir um. "Doch und wie das mein ernst ist! Du hast so schöne Kleider, ich verstehe nicht warum du keins davon trägst? Oder zieh dir wenigstens andere Schuhe und eine Jacke an." Versuchte ich sie zu beschwichtigen. Immer noch funkelte sie mich mit ihren blauen Augen wütend an! "Bitte Moni." Versuchte ich es weiter und setzte meinen unschlagbaren Hundeblick auf. "Oh nein. Nicht der Hundeblick! Lori..." Doch ich wusste das sie diesem Blick nicht wieder stehen konnte. Auch diesmal setzte ich mich mit dieser Geheimwaffe durch und 10 Minuten später trug Moni ein blaues kurz ärmliches Knielanges Sommerkleid mit einem braunem schlichten Gürtel und roten Ballerinas. Das stand ihr viel besser und ich war mit mir mehr als zufrieden!

"Das steht dir viel besser, als dieser billige Partylock, Schwesterherz." Lobte ich sie. Doch mein Schwesterherz sah mich immer noch fragend an! "Meinst du wirklich? Vielleicht sollte ich lieber doch die Pöms anziehen!" Meinte sie unsicher und ich musste lächeln, als auch sie nervös an ihrem Kleid herumzupfte. "Nein Süße, du siehst wirklich sehr hübsch aus. Glaub mir!" Ermutigte ich sie und nahm sie zur bestätigen von hinten in den Arm. Auch wenn sie schon mitten in der Pubertät war, war sie für mich immer noch das kleine süße Mädchen das mit den Ballettröckchen das durch das Haus hüpfte.

Zu meiner Erleichterung merkte ich wie sie sich in meiner Umarmung entspannte und es sogar genoss! Denn ich wusste nur zu gut, dass die Fassade die Monika aufgebaut hatte, meiner Fassade verdammt ähnlich sah und sie im Grunde genau wie ich, in der Schule einsam war. Da tat eine Umarmung von Zeit zu Zeit von den richtigen Menschen wirklich gut! "Ich hab dich lieb Moni." Nuschelte ich in ihre Locken und ich merke wie sie sich an mich mehr ankuschelt. "Ich habe dich auch lieb Sis." Flüstert sie leise und genießt für den Moment unsere Zweisamkeit.

Doch plötzlich zuckt sie zusammen und versteift sich. "Lori, wir müssten längst unten sein!" Sagt sie zu mir und auch ich zucke zusammen und stelle mich wieder gerade hin. "Du hast recht. Komm schnell lass uns nach unten gehen bevor Mom noch wütend wird..." Darauf hin nehme ich ihre rechte Hand und wir laufen fast Richtung Treppe. Schnell steigen wir die Treppe hienap, doch als ich sehe das unser Besuch schon da ist, gebe ich Moni zu verstehen langsamer zu gehen und auch sie wird langsamer.

Kurz bevor wir unten ankommen, dreht sich der Sohn von Moms Freunden um und ich verspüre das Bedürfnis wieder Flutartig die Treppe wieder hinauf zu rennen! Denn auf meinem Lieblingssessel, sitzt kein anderer als Nick Kellingen...

"Shit!!" Meine ich nur und auch Moni scheint den neuen Schulschwarm zu erkennen, doch sie reagiert ganz anders als ich.

"Kneif mich Lori." Flüstert sie mir zu, doch dafür habe ich jetzt keine Energie. Denn mir wird im selben Moment bewusst, dass ich zugestimmt habe mit meinem neuen Refarats Partner, mein komplettes Wochenende zu verbringen!!!

Hallo ihr Lieben! Wie ihr sehen könnt geht es endlich mit dieser Geschichte weiter. Wie gefällt sie euch bisher? Zu dem Kleid oben, ihr könnt es euch bestimmt schon denken, dass das Loris Kleid für den Abend mit "ihrem Refarats Partner". Ich weiß es ist etwas zu schick dafür, aber als ich es gesehen habe, musste ich es hier einfach rein stellen...
Denkt euch einfach die langen Haare und die Kette dazu;)

Bis bald ihr Kekse! Hab euch lieb Eure Mayasoso

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