45: Erklärungen
Ein paar Stunden später saßen wir mit der ganzen anwesenden Familie, bestehend aus allen sechs Mikaelson-Geschwistern, Finn natürlich nicht mitgezählt, Rose, Caroline und Hope und mir im Wohnzimmer, wo wir mit allen Details erzählen mussten, was Zoë wann, wie und wo gesagt und getan hatte.
"Von Patricia hat sie mir damals auch schon erzählt.", murmelte Mom, als wir gerade erzählten, wie Zoë und auch sie wieder von den Toten auferstehen konnten.
"Anscheinend existiert sie also wirklich.", stellte ich leise fest. "Sie hat euch nämlich wirklich zurückgeholt. Und Mom? Eigentlich bist du schon seit zwei Wochen wieder am Leben."
"Seit zwei Wochen?", fragte sie überrascht nach und Hope erklärte ihr schnell, wie das möglich war.
"Dann muss ich mich wohl ganz dringend bei Jeremy bedanken. Er hat mir wohl das Leben gerettet.", meinte Mom gerade, als es plötzlich an unserer Haustür klingelte.
Sofort stand Nik auf und rannte zur Tür. Er wollte anscheinend nicht zulassen, dass jemand von uns in Gefahr kommen könnte, solange wir nicht wussten, wer uns besuchen wollte. Sehr viele Freunde hatte unsere Familie schließlich nicht gerade. Trotzdem stand ich sofort auf und folgte ihm, auch wenn Hope und Mom mich zurückhalten wollten. Ich war einfach zu neugierig, ich musste wissen, wer das war. Allerdings blieb ich im Flur stehen, dort konnte ich schließlich über Niks Schulter hinweg auch alles erkennen.
"Ist es wahr?", fragte gerade die mir jetzt schon bekannte Stimme meiner Tante.
"Seit wann denn so unhöflich, Liebes?", fragte Nik und ich hörte das provozierende Grinsen schon aus seinem Tonfall heraus.
"Seit mein Bruder mir erzählt hat, dass er meine Schwester, die seit Jahren tot ist, bewusstlos in einem Wald aufgefunden hat und du mir nicht sagen willst, ob das wirklich stimmt.", antwortete sie fest.
Wow, anscheinend hatte sie keine Angst vor Onkel Nik. Oder wenn sie welche hatte, dann zeigte sie das zumindest nicht offen. Für einen Moment antwortete er nicht, während er anscheinend überlegte, ob er ihr die Wahrheit sagen sollte oder nicht und ob sie vielleicht eine Gefahr darstellen könnte. Vielleicht dachte er aber auch nur daran, ob er sie nicht einfach umbringen könnte... Dann hörte ich jedoch Mom aus dem Wohnzimmer sagen: "Nik, lass sie rein. Sie ist meine Schwester."
Daraufhin trat er tatsächlich einen Schritt zur Seite und machte ihr somit den Weg frei. Sofort lief sie an ihm und auch an mir vorbei, ohne uns noch einen weiteren Blickes zu würdigen und rannte schon fast ins Wohnzimmer. Auch wenn das in meinen Augen immer noch ziemlich langsam aussah, sie war schließlich nur ein Mensch. Sofort folgten Nik und ich ihr und ich hörte schon jetzt das überraschte Aufkeuchen von ihr, als sie meine Mom entdeckte.
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