58: Rettung
Ich lag in Damons Armen und wollte einfach nur noch weinen. Nicht mehr lange und Damon wäre tot, nur ein paar Stunden, nachdem er mir seine Liebe gestanden hatte. Ich wusste, dass auch ich eigentlich gerade dabei sein müsste, fieberhaft nach einem Heilmittel zu suchen. Aber ich konnte es einfach nicht über mich bringen, ihn alleine zu lassen, also blieb ich einfach in seinen Armen liegen.
Damon streichelte mir beruhigend über den Rücken und strich mir ab und zu eine Haarsträhne aus dem Gesicht. Ich hatte das Gefühl, dass mein gleichmäßiger, ruhiger Atem ihn genauso sehr beruhigte wie seine Berührungen mich.
Irgendwann kam Elena ins Zimmer gestürmt. Nur, dass es nicht Elena war, das erkannte ich sofort.
"Was willst du hier, Katherine?" Seufzend stand ich auf.
"Bitte, sei nicht so feindselig! Was soll Damon nur von dir denken?"
"Ich hab dich was gefragt."
"Und ich hab nicht geantwortet."
Ich hasste dieses Miststück, hab ich das schonmal erwähnt? Also manipulierte ich sie:"Antworte mir! Und wenn du nichts Wichtiges für uns hast, verschwinde."
Merkwürdigerweise verschwand sie nicht, sondern sagte:"Na gut. Klaus schickt mich. Sein Blut ist das Heilmittel und zufällig habe ich es dabei."
"Gib es mir!"
"Wieso sollte ich? Du wirst dich erst bei mir für deine Unverschämtheit entschuldigen und dann werde ich vielleicht darüber nachdenken, deinem kleinen Freund hier zu helfen."
"Vergiss es. Du wirst mir jetzt sofort das Heilmittel geben und danach verschwinden. Ach, und du wirst vergessen, dass ich überhaupt im Raum war, klar?"
Sie tat, was ich gesagt hatte und meinte beim Rausgehen noch, dass wir Stefan nicht zurückerwarten sollten, er würde bei Klaus bleiben. Das war ein Problem, aber jetzt musste ich erstmal ein anderes, viel dringenderes Problem lösen. Sofort lief ich zu Damon und gab ihm das kleine Fläschchen mit Klaus' Blut zu trinken. Ich setzte mich neben ihn und strich ihm einige Haarsträhnen aus dem verschwitzten Gesicht, so wie er es noch vor kurzem bei mir gemacht hatte. Ich wartete circa zwei Minuten,bis Damon sich langsam aufsetzte.
"Es hat funktioniert." Erleichtert atmete ich aus.
"Danke, Mary. Ich liebe dich."
Glücklich lächelte ich ihn an."Ich liebe dich auch, mehr als alles andere auf der Welt."
Lächelnd küsste er mich. Ich war beinahe noch glücklicher als bei unserem ersten Kuss, denn jetzt war fast alles perfekt. Wenn man davon absieht, dass Stefan sich offenbar Klaus ausgeliefert hat,um seinen Bruder zu retten.
Plötzlich kam Elena rein. Wir bemerkten sie zuerst nicht, na ja, Damon vielleicht schon,aber er brach unseren Kuss trotzdem nicht ab. Er schämte sich nicht für seine Gefühle und wollte, dass jeder weiß, dass ich zu ihm gehörte und das fand ich irgendwie süß. Aber ich hätte es Elena trotzdem lieber selbst gesagt, denn jetzt fragte sie ganz erschrocken und ungläubig: "Mary?!"
Bạn đang đọc truyện trên: AzTruyen.Top