~29~
„Bitte, Bitte, Bitte, Bitte, Bitte, Bitte, Bitte, Biiiiitteeeeee..." „Nein!" Genervt verdrehte Yoongi seine Augen und räumte weiter die Bücher weg, die er rausgeholt hatte, um mir vorzulesen.
Immerhin wollte ich, dass er mir vorlas... Er hat so eine schöne Stimme~
Die ganze Woche, die mittlerweile vergangen ist, wollte ich, dass er mir vorlas, aber ich wollte auch etwas anderes... Ich wollte unbedingt zu Hobi-Hyung. Ich muss doch wissen, ob es ihm gut geht...
Wenn ich schon vor einem Kampf weggelaufen bin... Warum auch immer... Dann wollte ich wieder zurück, um sicher zugehen, dass es meinem Bruder gut geht...
„Dann geh ich eben alleine." Somit stand ich beleidigt auf und ging zur Tür, doch bevor ich die Tür überhaupt öffnen konnte, hielt Yoongi mich, mit seiner Alpha Stimme, auf. „Tuest du nicht!" Seine Aura nahm wieder an Dominanz zu und wimmernd hielt ich inne.
Verflixt sei dieses Omega dasein... Kann ich nicht wenigstens ein Beta sein?! Dann kann ich mich zwar auch nicht wehren, aber ich wäre nicht komplett ausgeliefert... Ich könnte mich wenigstens einwenig wehren, aber ich kann ja noch nicht mal das... Ich konnte einfach darauf hören und durfte nicht alleine zu meinem Bruder gehen...
Beleidigt setzte ich mich einfach vor die Tür und fing an zu schmollen. Yoongi war einfach gemein... „Du bist echt noch ein Welpe." Was soll dass den jetzt heißen? „Dann lass mich meine eigenen Fehler machen!" „Ich lass aber nicht zu, dass du dich in Gefahr bringst und letztendlich entführt wirst, oder sonstiges! Du bist echt anstrengend, wenn du nicht mehr schüchtern bist."
Anstrengend? Ich... Ich bin Anstrengend?
Also... mag er mich doch nicht..? Ich bin doch nicht gut genug....? Er mag mich also nur, wenn ich Krank bin... Schluchzend stand ich schnell auf, während Yoongi entschuldigend zu mir sah und das Buch schnell wegstellte, welches er in der Hand hatte. „Jimin..." „Lass mich..." Schnell rannte ich einfach aus dem Zimmer und auch aus dem Haus raus, weil ich gerade nicht bei Yoongi sein wollte.
Ich mag es draußen zwar nicht, aber im Wald wird wohl niemand sein, oder? Auch wenn ich den Wald eigentlich auch nicht mag... Er ist viel zu gruselig und vorallem im Dunklen war es einfach unheimlich...
Somit rannte ich in den Wald hinein, bis ich plötzlich gestreite hörte, die eindeutig von Personen waren, die ich nicht kannte... „Sei froh, dass Yoongi nicht- Riechst du das?" Abrupt sahen beide in meine Richtung, weshalb ich einwenig zurück wich und schluchzend über meine Wange wischte.
Waren das nicht die beiden, die sich ständig streiten? Zumindest schienen die sich gerade zu streiten...
„Hey kleiner Welpe... Was ist den los?" Rein theoretisch kenne ich sie ja... Von Erzählungen und... ich habe sie ja auch schon mal gesehen... Also brauchte ich keine Angst haben... Es sind nicht mal Alpha's, also... ist doch alles gut...
Aber ich bin groß genug, damit man doch sehen konnte, dass ich kein Welpe mehr bin! Also... Ich bin einer und man konnte es riechen, aber trotzdem...
„Ich... I-Ich bin kein Welpe... I-Ich bin groß..." Sanft lächelten die beiden mich an und nickten leicht. „Natürlich bist du das. Jin hatte uns aber von dir erzählt, weshalb wir das wissen. Wir sind gute Freunde von deiner Eomma." Dann kann ich ihnen ja noch mehr vertrauen? Und sie wissen, dass er meine Eomma ist...
„Ich bin Tomoya und das ist Jake." Tomoya kam auf mich zu und strich vorsichtig durch meine Haare, um mich wahrscheinlich zu beruhigen. Ob mich das nun wirklich beruhigt, ist mal dahin gesagt...
„Siehst du~ Alles gut. Möchtest du eine Umarmung?" Ich nickte leicht, auch wenn ich mir nicht sicher war, ob ich sie von Tomoya wollte... Doch Tomoya schloss mich in seine Arme und auch Jake kam dazu, weshalb ich mich nun bei den Leuten ausweinte, den ich eigentlich gerne Helfen wollte.
Es dauerte eine Weile, doch beruhigte ich mich tatsächlich einwenig, während Tomoya mir, immer wieder, sanft durch die Haare fuhr. „Was ist denn Passiert?" „Y-Yoongi... Yoongi mag mich nicht..." „Hä?" „Hä?" Ich nickte schluchzend und sah zu den beiden auf, die sich und danach mich verwirrt ansahen.
Aber es war doch wahr... Er mag mich gar nicht mehr... Ich bin anstrengend und... nervig und... irgendwas noch...
„E-Er sagt, dass i-ich a-anstrengend bin, a-aber ich... ich will nur zu meinem Bruder..." „Vielleicht eifersüchtig? So wie wir? Eifersucht ist ja beschissen... Tomoya. Lass uns nicht wie die sein." „Hey! Die beiden sind süß! Aber auf Eifersucht hab ich auch keine Lust mehr. Ich liebe dich doch~" „Naww~ Ich liebe dich auch~" Schön, dass sie sich wegen meines leid's vertragen?
Naja... Ich hoffe dass es bei denen wenigstens klappt...
„Jimin?!" Ich weitete meine Augen und wollte direkt weglaufen, doch schlang Tomoya schnell seine Arme um mich und hielt mich somit fest. „Jimin, rede mit ihm. Ich glaube nicht, dass er dich nicht mehr mag. Hö-" „HEY! Lasst ihn sofort los!" Direkt ließ Tomoya mich los und schon lief ich von Yoongi weg.
Ich hörte noch, wie Tomoya erklärte, was los sei und hoffe nur, dass sie jetzt kein Ärger bekommen würden... Ansonsten muss ich leider zurück zu Yoongi und ihm sagen, dass sie mir nur geholfen haben.
Schnell versteckte ich mich hinter einem Gebüsch, hielt meine Ohren zu und kniff meine Augen zusammen. Ich hoffte einfach nur, dass er mich nicht findet....
Er soll vorbei gehen... Mich alleine lassen... Mich ignorieren und mich weiter nicht mögen... Er mag mich nicht.... Ich dachte er würde mich mögen, doch er mag mich gar nicht... Warum hat er sich den um mich gekümmert, wenn er mich gar nicht mag..?
Plötzlich legten sich zwei Hände an meine Handgelenke, weshalb ich erschrocken auf quietschte und zu Yoongi sah, der mich leicht anlächelte. „Du sollst doch noch gar nicht rennen." „L-Lass mich. D-Du ma-agst mich sowieso n-nicht." Ich versuchte ihm meine Hände zu entreißen, doch funktionierte das nicht wirklich und für Yoongi schien es kein großer Aufwand zu sein, meine Handgelenke fest zu halten.
Ich sollte wirklich stärker werden... Wenn ich nur noch zu faul dafür wäre...
„Hör mir zu." „Nein! Ich will dir nicht zuhören!" Yoongi ließ meine Handgelenke los, weshalb ich schnell von ihm weg krabbeln wollte, doch schlang er, nicht mal eine Sekunde später, seine Arme um meinen Bauch und zog mich an seinen Körper.
Tränen stiegen in meine Augen und verzweifelt versuchte ich mich aus Yoongi's fängen zu befreien. „Lass mich los!" „Ich lass dich erst los, wenn du dich beruhigt hast und mir zugehört hast. Nur zuhören. Wenn du willst, dann kannst du danach weg." Ich kann weg? Zu Hobi-Hyung? Ohne Yoongi? Ohne Eomma? Ohne... irgendwen?
Ich möchte doch eigentlich nur sehen, wie's ihm geht... Ob alles gut ist... Ich will meinen Bruder umarmen und wissen, dass alles gut ist... Das er noch lebt und ihm nichts passiert ist... Warum versteht Yoongi das nicht?
Nach kurzem überlegen, hielt ich still und sah stumm nach vorne, während mir immer weiter Tränen über die Wange liefen.
Ich will einfach nur weg... Weg von Yoongi und schnell zu meinem Hyung... Zu meinem Bruder... Ich wollte doch nur, dass es ihm gut geht...
„Gut. Du hörst mir auch zu?" Ich nickte leicht und Yoongi fing an, mit seinem Daumen, über meinen Bauch zu streicheln. „Jiminie, ich habe das nicht so gemeint." Deswegen hat er es auch gesagt... Man sagt ja immer Sachen, die man nicht so meinte...
Ok, manchmal passiert das schon...
Schniefen wischte ich mir einmal über die Wangen, während Yoongi mich weiterhin streichelte. „Wirklich nicht! Du bist nicht anstrengend. Es war nur nervig zu hören, dass du zu deinem Bruder möchtest." Schön... Dann bin ich halt nervig...
„Ich möchte doch nur, dass es dir gut geht, Jiminie. Ich möchte dich nicht verlieren... Ich habe Angst, dass du einen Rückfall bekommst, den du immer noch bekommen könntest. Das es bei deinem Bruder zu stressig wird, falls da wirklich ein Kampf war. Ich möchte nicht, dass du nochmal so Krank wirst. Dass es noch schlimmer wird und du mich letztendlich doch verlässt..."
Yoongi drehte mich vorsichtig um, so dass ich nun in seine Augen sehen konnte, doch sah ich schnell nach unten, da ich ihn nicht ansehen wollen. Zumindest noch nicht.
„Ich meine es wirklich so. Ich mache mir nur Sorgen um dich. In einer Woche gehe ich mit dir dahin, okay? Wenn du es möchtest. Morgen verwandelst du dich und wir gehen zusammen etwas spazieren." Eine Hand legte sich sanft auf meine Wange und strich liebevoll darüber.
Ich war froh, dass er mich nicht zwang ihn an zu sehen... Ich wollte einfach nur zuhörend... Nicht reden. Ihn nicht ansehen. „Ich mag dich so wie du bist, Jiminie. Egal ob schüchtern, frech, nervig oder sonst irgendwas. Bei mir kannst du so sein, wie du möchtest, okay? Ich liebe dich, egal wie du bist." Yoongi küsste sanft meine Stirn und ließ mich dann komplett los, so wie er es ja meinte...
„Das ist alles, was ich dir sagen wollte."
Anstatt wegzulaufen, blieb ich einfach sitzen und wischte mir schniefend über meine Wangen. Ich hörte nach kurzer Zeit auf zu weinen und zog meine Knie an meinen Körper, um meine Arme und meinen Kopf darauf zu legen.
Ich kann ihn Ja verstehen... Wenn Yoongi plötzlich so krank werden würde und, ohne das der Arzt es erlaubt, Sachen machen möchte, die er noch nicht machen soll... Ich wäre auch genervt. Ich wäre auch überfordert und würde irgendwelche Sachen sagen, die ich eigentlich nicht so meinte.
Somit blieb ich einfach sitzen, bis eine Hand sanft durch meine Haare strich und ich kurz einmal zuckte, da ich nicht mit der Berührung gerechnet hatte. „Willst du hier sitzen bleiben?" Ich zuckte mit den Schultern, da ich gerade wirklich keine Ahnung hatte, was ich wollte... Wollte ich zurück? Jetzt zu meinem Bruder? Einfach hier bleiben? „Verzeihst du mir?" Kurz überlegte ich, doch auf die Frage, antwortete ich, letztendlich, doch nicht.
Eigentlich schon... Immerhin konnte ich ihn verstehen. Ich konnte verstehen, warum er etwas sagte, was er eigentlich nicht so meinte... Ich wäre ganz genauso...
„Möchtest du wieder mit mir zurück?" Ich nickte leicht, da es eigentlich die beste Lösung wäre und kurz darauf hob Yoongi mich vorsichtig hoch.
Damit ich nicht fiel, legte ich zögerlich meine Arme um seinen Nacken und vergrub mein Gesicht in seiner Halsbeuge, damit er mich nicht sah und nur Sekunden später, trug er mich zurück.
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