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Schließlich macht auch jedem Internetshopping Spaß, selbst wenn man sich nichts kauft und es nur auf seine 'Ich will das unbedingt haben bin aber zu geizig und wünsche es mir zu Weihnachten'-Liste verschiebt.
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Namjoon hatte recht: Shoppen mit Begleitung macht viel mehr Spaß.
Seit einer Stunde sind die beiden schon in dem einen Laden und suchen sich gegenseitig Kleidung raus, die mit Sicherheit entweder total scheiße oder total geil aussieht, wenn man sie trägt.
Dabei führen sich die beiden auf wie zwei Teenies und sind so extra wie noch nie.
Doch solange es Spaß macht..
Heute sind glücklicherweise auch nicht so viele Leute in dem Shop, sodass die beiden sich ungestört gegenseitig auslachen können.
Am Ende nimmt Jin sechs Teile mit und Namjoon drei.
"Scheiße, Shoppen ist zwar total witzig, aber wieso ist das anstrengender als ein Abend im Fitnessstudio?", ächzt Namjoon und steuert zielstrebig die nächste freie Sitzgelegenheit an.
Schmunzelnd folgt Jin ihm und lässt sich aufseufzend neben ihn fallen, eher er quengelnd ergänzt: "Und es macht müde..ich brauche nen Kaffee."
"Da drüben ist ein Starbucks, wollen wir da schnell hin? Die Schlange sieht nicht allzu lang aus", meint der Rapper und deutet auf das grüne bekannte Logo, welches über dem dazugehörigen Kaffeeshop hängt.
Auch wenn dem Älteren die Beine wehtun, für Kaffee wird er diese fünf Minuten auch noch überleben.
Nachdem die beiden auch endlich mal an die Reihe kommen, geben sie ihre Bestellung auf den einfallsreichen Namen "Namjin" ab.
Wie auch immer Namjoon auf diesen Namen kam..
Jedenfalls stehen beide nun mit ihren Heißgetränken vor dem Laden und schauen sich durch ihre Sonnenbrillen an.
"Äh..und wie wollen wir den Kram jetzt trinken, ohne die Facemasks abzunehmen?", fragt Jin leicht verwirrt.
Namjoon stutzt und schaut zwischen Jin und seinem Kaffee Mocca hin und her, ehe er anfangen muss zu lachen.
"Wir sind so dumm, Jin!", prustet er und Jin steigt ebenfalls in sein Lachen ein.
Ein paar Passanten gucken die beiden komisch an, doch denken sich zum Glück nichts weiter.
Die zwei sehen in deren Augen einfach aus wie zwei junge Männer, die den Spaß ihres Lebens haben, und nicht wie ein Kpop Idol und sein Kollege.
Schließlich machen sich RM und Seokjin, immernoch kichernd, auf die Suche nach einer unbesuchteren Ecke, die sie allerdings erst ein paar Straßen von dem Einkaufszentrum entfernt finden.
In der Mall gibt es nämlich so gut wie keinen Ort, wo niemand und keine Kamera ist.
Nachdem sie sich vergewissert haben, dass sie wirklich niemand sehen kann, zieht Namjoon seine Facemask unter sein Kinn und nippt an seinem Kaffee.
Jin macht es ihm nach und schaut auf den Becher von Namjoon, wo die Verkäuferin "Namjin" tatsächlich richtig geschrieben hat.
Wieso auch immer fast keiner bei Starbucks Namen richtig schreiben kann..sie konnte es zu der Verwunderung beider.
"Wieso eigentlich Namjin?", fragt Jin und verbrennt sich fast die Zunge an seinem Getränk. "Fuck ist das heiß!"
"Was, das Namjin oder der Kaffee?", hakt Namjoon verwirrt nach.
"Den Kaffee natürlich, du Depp!", lacht Jin kopfschüttelnd und zieht die im Vergleich zum Kaffee angenehm kühle Luft ein.
"Achso..selber Depp. Namjin besteht aus unseren Namen. Nam- für Namjoon, also mich, und -jin für Seokjin, dich.", grinst der Rapper stolz, als hätte er dem anderen gerade seinen perfekten Plan zur Erlangung der Weltherrschaft erklärt, und trinkt den Rest seines Kaffees.
Bevor Jin etwas antworten kann, hören beide ein Mädchen aus einem Laden neben ihnen sagen: "Entweder hab ichs auf den Ohren oder ich habe gerade RM reden gehört"
"Als ob der da draußen ist", antwortet eine andere Mädchenstimme.
"Er hat sich Namjoon genannt und klingt genau so! Ich gucke jetzt einfach nach!"
Erschrocken und unfähig, sich zu bewegen, starren sich die beiden an und sehen Sekunden später zwei etwa 15jähriges Mädchen, eine mit einem kompletten RM-Merch-Outfit, aus dem Laden treten.
Der offensichtliche Fan lässt, als sie Namjoon entdeckt, augenblicklich ihre Tasche, die sie in der Hand hält, fallen und haucht ein "Oppa", woraufhin Jin innerlich einen Kotzreiz bekommt.
Er mag es nicht, wenn Fans ihre Idole Oppa nennen, warum, weiß er selbst nicht.
In seinen Augen klingt es einfach übertrieben und zu fangirlig.
Ihre Freundin knufft ihr in die Seite und raunt ein "Omg", bevor der Fan einmal aufkreischt und so aussieht, als würde sie jeden Moment in Ohnmacht fallen.
Namjoon fühlt sich in der Situation hin- und hergerissen.
Es ist klar, dass dieses Mädchen vor ihm eine der "schlimmen" Fans ist.
Nicht, dass er seine Fans nicht mag, aber er möchte nicht als Gott angesehen werden.
Und genau so behandeln ihn diese Fans: Als Gott.
Doch auch wenn er am liebsten mit Jin an der Hand wegrennen würde, denkt er daran, dass er diesen Fan mit seiner Flucht wahrscheinlich verletzen würde.
Und das ist das Letzte, was er will.
Doch seine Entscheidung wird gefällt, als das Fangirl wieder loskreischt und einige Passanten damit auf sich aufmerksam macht.
"Oh mein Gott Oppa saranghae! Bekomm ich ein Foto?! Ich bin dein größter Fan!"
Mit diesen Worten wurde den Neugierigen klar, dass es sich um RM handelt, und von der gegenüberliegenden Straßenseite hört man ebenfalls einen Schrei.
Namjoon, dem das alles zu unangenehm wurde, zieht sich die Facemask ins Gesicht zurück, packt instinktiv Jin am Handgelenk und rennt mit ihm los.
Er hört eilige leichte Schritte hinter ihm und immer mal wieder Rufe wie "Oppa bitte! Nur ein Foto!", doch er ignoriert diese Bitte und zieht Jin, als die beiden genug Abstand hatten und schon um die nächste Ecke waren, direkt um die nächste in eine schmale, unauffällige Gasse, die zu einem Hinterhof führt.
Dort drückt er seinen Hyung gegen die Wand und lehnt sich mit seinem Körper gegen ihn, um so gut es geht im Schatten der Mauer zu sein.
Jins Herz, das eh schon an genug Gefühlschaos leidet, setzt aufgrund der Nähe zu Namjoon einmal aus und schlägt danach mindestens dreimal so schnell wie davor weiter.
Stumm und dicht aneinander gepresst bleiben sie dort stehen, bis sie sich sicher sein können, dass der Fan sie aus den Augen verloren hat.
Dann lehnt sich Namjoon an die gegenüberliegende Hausmauer und atmet einmal tief durch.
Nicht nur wegen der Flucht, sondern auch, um sein Herz, welches ebenfalls aufgrund des anderen schnell schlug, unter Kontrolle zu bringen.
Einige Zeit sagen die beiden gar nichts, bis der Rapper Jin näher kommt.
Er will doch nicht etwa..?
Jin vergisst auf einmal, wie man atmet, als Namjoons Hand sich unter sein Kinn legt.
Will er ihn küssen?!
Aber wieso sollte er?!
Die Frage beatnwortet sich, als Jin seine Facemask wieder auf seinem Gesicht spürt.
"Lass uns schnell nach Hause..", murmelt Namjoon etwas schüchtern.
Er hat ihm einfach nur den Mundschutz zurück auf das Gesicht gezogen.
Wieso ärgert Jin das innerlich?
Und wieso dachte er, Namjoon würde ihn küssen?
Dieser sieht in den Augen von Jin kurz Enttäuschung aufflackern, doch der Ältere nickt dann einfach und schweigend und noch etwas geschockt von dem Ereignis machen die beiden sich auf den Weg zur nächsten U-Bahn-Station.
Seokjin ist mehr als verwirrt über seine Gefühlslage und hat noch immer dieses Kribbeln am Körper, welches durch Namjoons Berührungen hervorgerufen wurde.
Am Handgelenk sowie an den Stellen, an die er sich gelehnt hat.
An diese körperliche Nähe könnte Jin sich gewöhnen..
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I'm back gays~
Zwei Sachen:
1. Zu der Sache mit den Namen bei Starbucks: Wieso kann das kaum jemand?! Nichtmal Jackson können die schreiben! Als ob die nicht Michael Jackson oder so kennen! Wtf?! Ich rede auch nicht gerade undeutlich, erkläre es ihnen sogar und muss meinen Jungennamen einfach selbst draufschreiben-
Wie?!
Und in London: Jimin. Sollte man ja können, schließlich klingt der Name recht englisch.
Jim-: Kennt man.
-in: In. Is nen Wort, ja.
Und wie kommt man dann auf Dziman?! Ich wusste nicht, ob ich lachen oder weinen sollte. Ich hab gelacht.
Ignoriert meine sExY Hand lul
Aber what the fuck-
Und
2. Seid bitte nicht so wie dieser Fan da in der Story und lasst Idole, wenn ihr sie seht, am besten in Ruhe oder lächelt sie einfach an. Aber bitte zieht keine Aufmerksamkeit auf sie, das ist echt unangenehm, wenn man dann von allen erkannt wird und wegrennen muss.
Ich weiß noch, als Tae zum Beispiel am Flughafen zum Auto rennen musste, weil Fans ihn verfolgten. Ich finde das einfach respektlos und es macht mich so aggressiv, wirklich. Ich kann diese Menschen, die dann mit Kameras und Schreien hinter den Idolen herhetzen, nicht ab.
Sehen die nicht, dass den Idolen das unangenehm af ist?!
Die sind Menschen und keine gottverdammten Zootiere, die (leider) täglich angegafft und gestreichelt werden. Die haben schon Stress genug, da sollte man ihre restliche winzige Privatsphäre und Ruhe einfach nicht zerstören.
Es gibt so viele Beispiele für diese Art von Fan und am liebsten würde ich jedem von denen eine mit meiner ARMY Bomb rüberziehen. Oder nem Buch.
Aber dafür gibt es ja auch tolle Fans.
ARMYs, die am Flughafen eine Gasse bilden, damit BTS ohne Gerangel laufen kann. Willkommensgrüße ohne Angrapschen.
Oder ein ARMY hat mal in ner Galerie (ich meine, das war ne Galerie) Namjoon gesehen und ist an ihm vorbeigegangen, während sie 'No more Dream' gesummt hat. Das war cute.
Dann zeigt man den Idolen, dass man sie mag und auch respektiert, denn sie hat seine Privatsphäre nicht weiter zerstört und nicht auf ihn aufmerksam gemacht.
Ach Leute ich schreibe gefühlt mehr Abspann als Kapitel. Haha xD
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