03 | Louis Grimaldi

„Francis? Was gibts?" Der 26 jährige fuhr sich durch die goldenen Locken. „Ser James lässt fragen wann ihr zurückkehren  werdet. Die Grimaldis haben sich für heute ankündigen lassen.", berichtete er mir via FaceTime. „Ich weiß. Ich habe gerade mit Louis telefoniert.", erzählte ich ihm. „Also kommt ihr nach Hause?" Ich schüttelte den Kopf. „Schick mir bitte die Adresse von Blair Waldorf. Wir werden gegen 16 Uhr zurück sein. Dann wartet hoffentlich ein schönes Schaumbad auf mich.", grinste ich und legte auf. Kurz darauf erhielt ich die geforderte Adresse und gab sie an den Fahrer weiter.

„Wer sind sie und was machen Sie hier?", empfing uns ein rundliches Hausmädchen. „Guten Tag Miss. Das ist..."-„Ich bin Kathryn Henstridge. Ich muss unbedingt Blair sprechen." , unterbrach ich Sebastian. „Ah, die Prinzessin. Miss Blair hat mir schon viel von Ihnen erzählt. Mein Name ist Dorota. Kommen Sie. Ich bringe Sie zu Miss Blair.", säuselte sie mit ihrem lustigen polnischen Akzent.
„Warte hier.", wies ich Sebastian an. Mein Ton ließ keinen Widerspruch zu. „Was ist denn Dorota?" Genervt öffnete Blair die Tür. „Oh Kathryn, äh eure Hoheit.", dann knickste sie. „Was macht ihr denn hier? Kommt doch rein." Lächelnd setzte ich mich auf ihr Bett. „Du kannst mich privat ruhig duzen. Aber ich komme lieber gleich zur Sache. Ich habe nicht viel Zeit. Louis Grimaldi wird für ein paar Tage in der Stadt sein." Blair sah mich erschrocken an. „Und ich dachte es wäre meine Pflicht als Freundin dich vorzuwarnen. Nicht das du auf einmal wie aus dem nichts deinem Exmann auf der Straße begegnest.", lachte ich leicht. „Aber woher?"-„Woher ich das weiß? Ich war auf eurer Hochzeit.", lachte ich leicht. „Ich dachte ihr würdet euch nicht erinnern." Sie setzte sich ebenfalls auf ihr Bett. „Zugegebenermaßen, mir ist es erst vorhin im Empire klargeworden. Auch wenn du mir die ganze Zeit über schon bekannt vorkamst.", lächelte ich sie an. „Kaum zu glauben, dass wir jetzt schon fast ein Jahr lang geschieden sind.", überlegte Blair. „Ja die Scheidung... Louis hat wirklich kein gutes Wort über dich verlauten lassen.", erzählte ich ihr. „Aber Mach dir nichts daraus. Die meisten kennen seinen Charakter. Sie wissen wie er wirklich ist. So wie du es weißt und ich auch. Aber anders setzt du, kann ich ihn nicht einfach so aus dem Weg gehen.", redete ich weiter. „Ich kenne Luis wirklich schon sehr lange und glaub mir, wenn ich dir sage, dass ich nachvollziehen kann wie du dich fühlst." Tapfer lächelte ich sie an, bevor ich mich meinen Erinnerungen hingab.

Nachdem Sebastian und Francis mich damals, nach drei Monaten endlich in Toulouse aufgespürt und gerettet hatten, brachten sie mich zurück nach Hause in unser Schloss. Die Nachricht meiner Rettung verbreitet sich wie ein Lauffeuer durch die Königs und Adelshäuser.
Als ich also eine Woche später mit den beiden zu Hause eintraf, fanden wir nicht nur meine Eltern vor, sondern auch die britische Königsfamilie, den Herzog von Liechtenstein und auch Louis mit seiner Mutter und Schwester im Anhang.
Ich war damals 16 Jahre alt, kam aus einer drei Monate langen in Gefangenschaft, war misshandelt und vergewaltigt worden. Alles was ich wollte war Ruhe. Ich wollte mich einfach in die dunkelste Ecke meines Zimmers verkriechen, von meinen Eltern in den Arm genommen werden und weinen. Stattdessen wurde ich von gefühlt tausenden Leuten belagert. Und während meine Familie mein Unbehagen verstand und mich versucht hat zu unterstützen, waren die Grimaldis nur dort um vor der Presse gut dazustehen. Als so genannte Freunde der Familie. Bedrängt haben sie mich. Vor allem Louis. Jedenfalls so lange, bis Sebastian auf ihn losgegangen ist. Das war ein Spektakel. Mein Vater hat eine ganz schöne Summe abdrücken müssen um Bash aus dieser Sache raus zu hauen. Ein Bodyguard auf den Kronprinzen Monacos losgeht...

Das klopfen an der Tür unterbracht meine Erinnerung. „Herein."
Dorota Öffnete die Tür. „Der junge Mann möchte mit der Prinzessin sprechen. Miss Blair, ich konnte ihn nicht aufhalten.", Erzählte sie mit ihren polnischen Akzent. „Wir müssen los. Francis hat mir geschrieben, dass die Grimaldis früher angekommen als von uns geplant.", Erklärte mir Sebastian. Ich nickte nur und erhob mich von Blairs Bett. „Tut ja leid dich gestört zu haben Blair. Aber ich hoffe wir sehen uns bald wieder.", Verabschiedete ich mich von ihr. „Ihr habt mich nicht gestört. Ich würde mich freuen euch bald wieder zu sehen.", Lächelnd knickste sie. „Du kannst gerne morgen zu mir kommen. Sofern du dich nicht davor scheust möglicherweise auf Louis zu treffen." Danach machte ich auf dem Absatz kehrt und verließ gemeinsam mit Sebastian das Gebäude.
„Alles O. k.? Du warst auf der Fahrt so still." Fragend sah er mich an. „Alles in Ordnung. Ich habe mit Blair über Louis gesprochen und bin dann in meinen Gedanken versunken.", Erzählte ich ihm, als wir in die Villa und hinauf in mein Zimmer liefen. „Ah, Miss Kathryn, da seid ihr ja endlich. Husch husch ab in die Wanne. Prinz Louis wird bereits in einer Stunde hier eintreffen.", scheuchten mich Anette und Louanne ins Badezimmer. Und während ich entspannt in der Wanne lag, glättete Annette mir die Haare während Louanne sich meine Make Up zuwendete. Nach einer Dreiviertelstunde hetzten sie mich dann aus der Wanne und steckt mich in Sekundenschnelle in mein Kleid.

„So und nun schnell. Husch husch, ab nach unten.", scheuchten sie mich weiterhin. Ich lachte nur und lief so schnell es ging aus dem Zimmer. „Du siehst wunderschön aus Kathryn, aber wir müssen uns jetzt beeilen.", lachte Francis und setzte mir schnell mein Diadem auf den Kopf, ehe Sebastian mich hochhob und die Treppe hinunter trug.

Ich lachte nur. „So geht's natürlich auch."-„Kathryn!", schrieen sie mich an, als draußen eine Limousine vorfuhr. „Oh. Stimmt.", lachte ich und eilte nach draußen zu meinen Eltern. Dicht gefolgt von Francis und Sebastian. Eilig stellte ich mich an die rechte Seite meines Vaters, welcher mich tadelnd ansah und dann noch schnell mein Diadem richtete.
Dann stellte ich mich gerade gerade hin. Schultern zurück, Bauch rein, Brust raus und schön den Kopf oben halten.
Der Fahrer stieg aus, eilte auf die andere Seite des Wagens und öffnete die Tür. Dann reichte er Prinzessin Sophie Grimaldi die Hand und half ihr aus dem Auto. Gosh wie ich diese Frau hasse. Die ist noch tausendmal schlimmer als Louis und seine Schwester zusammen. Dennoch lies ich mir nichts anmerken und wartete darauf, das auch Monacos Kronprinz aus dem Wagen stieg. Dann knickste ich. „Eure Majestät." Louis lachte. „Hi Kate. Freut mich dich wiederzusehen.", grinste er. „Die Freude ist ganz meinerseits.", lächelte ich höflich. „Gehen wir ein Stück?", ich nickte. „Müssen die beiden denn mitkommen?", fragte er auf Francis und Sebastian bezogen. „Francis und Sebastian sind Kathryn's persönliche Leibwächter. Also werden sie euch begleiten.", schaltete sich nun mein Vater ein, wofür ich ihm sehr dankbar war. Ich war wirklich nicht scharf darauf Zeit mit ihm allein zu verbringen. „Gehen wir doch in den Garten, bis das Essen fertig ist.", schlug ich vor und lief voraus. Dicht gefolgt von Sebastian. „Sagen Sie mir Mr. De Poiters, wieso ist Kathryn so eng mit Ihrem jüngeren Bruder? Da läuft doch wohl nicht etwas was zwischen den beiden?", wandte Louis sich misstrauisch an Francis, welcher dies nur mit einem Lachen quittierte. „Nein. Sie sind einfach sehr gut befreundet. Ich kenne Prinzessin Kathryn seit 6 Jahren und Sebastian kennt seit sie 15 Jahre alt ist. Sie ist für uns einfach wie eine kleine Schwester.", erklärte er dem Prinzen. Dann schlossen sie zu uns auf. „Sag Kathryn, wie ist es dir in der letzten Zeit ergangen. Ich habe gehört, deine Eltern waren für zwei Monate verreist." Innerlich verdrehte ich die Augen. „Es geht mir blendend. Ich habe in den letzten Monaten, während meine Eltern in England waren, einige neue Leute aus der Oberschicht New Yorks  kennengelernt.", erzählte ich ihm und hoffte inständig, das das Abendessen bald fertig war. Und scheinbar wurden meine Gebete erhört, denn ehe Louis weiterreden konnte, erhielten Francis und Sebastian einen Funkspruch. „Wir sollen ins Anwesen zurückkehren. Das Essen ist angerichtet.", berichtete und Francis und Sebastian atmete erleichtert aus, weshalb ich mir ein Grinsen verkneifen musste.
Zu meinem Glück verabschiedeten sich die Grimaldis nach dem Essen. Da sie während ihres Aufenthalts hier in der Botschaft hier in New York wohnten und sich noch einrichten wollten. Erleichtert lies ich mich also nach dem Essen auf mein Bett fallen. Francis und Sebastian taten es mir gleich. „Ich hasse Louis.", jammerte ich. „Ich auch.", stimmte Sebastian mit ein. Francis lachte. „Ihr seid echt unmöglich." Jetzt lachte ich auch. „Wie war dein Tag Francis? Was hast du den ganzen Tag über gemacht?" Er überlegte kurz. „Mein Tag war echt anstrengend. Ich habe mich anfangs um einen Haufen Papierkram kümmern müssen und als es dann auf einmal hieß, die Grimaldis kommen, ging hier alles drunter und drüber. Ich habe einige Zeit mit Antoine, deren Sicherheitschef telefoniert. Dann müsste hier noch alles durchgecheckt werden und und und.", stöhnte er erschöpft und gähnte. „Dann mach dich ab ins Bett.", lachte Sebastian. „Ich übernehme die erste Wache. Sagen wir bis um 4?" Francis sah seinen jüngeren Bruder gerade so an, als hätte er ihm das Blau vom Himmel versprochen. „Du bist so ein Heiliger Bash. Ich liebe dich Brüderchen.", grinste er und ich lachte. Dann richtete er sich auf. „Achso ich habe noch eine gute Nachricht für dich. Die Grimaldis sind scheinbar wirklich geschäftlich hier. Sie habe sich lediglich noch einmal für Sonntag angekündigt. Danach fliegen sie auch schon wieder." Jetzt war ich es dir ihn in den Himmel lobte. „Du bist so ein Engel Francis.", lachte ich. „Und... warte kurz. Ja?" Sein Handy hatte geklingelt. „Kathryn, Blair Waldorf würde gerne morgen Nachmittag zum Tee vorbeikommen.", teilte er mir mit. „Zusagen. Auf jeden Fall." Erfreut klatschte ich ihm die Hände. „Na dann. Gute Nacht." Abwartend sah Sebastian mich an. „So und was machen wir jetzt?" Ich überlegte. „Also ich geh mich jetzt umziehen und du denkst dir so lange eine gute Nacht Geschichte aus.", grinste ich, sprang von meinem Bett und lief ins Badezimmer, wo ich mich meines Kleides zu entledigen versuchte. „Bash?! Komm mal, ich brauch mal deine Hilfe!", rief ich und schon war er da. „Was gibts? Ist was passiert?", fragte er und sah mich verwirrt an. „Nein nichts ist passiert. Aber ich krieg mein Kleid nicht aus und Anette und Louanne sind schon weg.", lachte ich. „Wärst du so freundlich?" Abwartend sah ich ihn an. „Natürlich." Er kam einen Schritt näher und hielt meine Haare nach oben, ehe er begann die zahlreichen Knöpfe und anschließend den Reißverschluss zu öffnen. „Danke dir. Und eins noch, krieg ich vielleicht eins von deinen T-Shirts? Mein Schlafanzug ist mir zu warm bei diesem Wetter.", grinste ich ihn an. „Habe ich denn eine Wahl?", lachte er und Ich schüttelte den Kopf. „Nein. Nein die hast du nicht.", lachte ich und scheuchte ihn in sein Zimmer, aus welchem er kurz später mit einem großen weißen Shirt wiederkam. Nachdem er mir dieses gegeben hatte, verließ er das Badezimmer wieder, so das ich mich in Ruhe umzuziehen konnte. Unter das Shirt zog ich lediglich noch ein paar weiße overknee Socken. Dann verließ ich das Bad wieder und begann mit Sebastians Hilfe alle meine Lichterketten anzuschalten. Wie jeden Abend. Dann kuschelte ich mich in mein Himmelbett. Sebastian setzte sich ebenfalls, obwohl er auch schon fast lag. Ich konnte also gemütlich meinen Kopf auf seinen Brustkorb ablegen und mich an ihm kuscheln, als er zu erzählen begann.

„Es war einmal eine Prinzessin, sie hieß Katie und lebte in einem wunderschönen Schloss, zusammen mit ihrem Bruder und ihren Eltern. Eines späten Nachmittages, es dämmerte bereits, trickste die Prinzessin Katie ihre Leibwächter aus und lief allein in den großen Schlossgarten. Es war ein atemberaubendes Gelände, mit saftig grünen Rasen und den schönsten Blumen der Welt. Der Garten war voller Rosenbüsche, da dies die Lieblingsblumen der Prinzessin waren. Und so lief sie und tollte durch den Garten. Sie roch an den Blumen und jagte einigen Schmetterlingen hinterher. Da erblickte sie einen besonders Schönen und eilte ihm hinterher, ohne zu achten wo sie hinlief, rannte sie in den angrenzenden Wald. Sie rannte immer weiter und weiter bis sie sich irgendwann total verlaufen hatte. Es wurde immer dunkler und die kleine Prinzessin hatte doch so furchtbare Angst im dunkeln. Hoffnungslos verloren, setzte sie sich weinend auf den Waldboden. Dann hörte sie auf einmal Schritte und versteckte sich aus Angst hinter einem kleinen Baumstumpf, welche ihr jedoch nicht allzu viel Schutz bot. Dann hörte sie Rufe. Jemand rief nach ihr. Also kam sie schnell aus ihrem Versteck heraus und schwups lief sie auch schon in die Arme ihres großen Bruders. Sie freute sich unheimlich ihn wiederzusehen und gemeinsam liefen sie zurück ins Schloss und tranken eine Tasse Kakao."

Nun war auch die echte Prinzessin dicht an ihn gekuschelt eingeschlafen. Vorsichtig und immer darauf bedacht sie nicht aufzuwecken, holte Sebastian sein Handy aus der Innentasche seines Anzuges und Schoß ein Foto von sich und seiner „kleinen Schwester". Danach bezog er wie jede Nacht seinen Posten vor ihrer Zimmertür.

Samstag,13.10.2018
„Und Schatz, was hast du für heute geplant? Wirst du ausgehen? Es soll ein schönes Wochenende werden.", fragte mich mein Vater, als wir alle gemeinsam zu Mittag aßen. „Ich weiß noch nicht, ob ich ausgehen werde, aber ich bekomme nachher Besuch.", lächelte ich und schob mir einen weiteren Löffel Suppe in den Mund. „Ach ja? Wer kommt denn?", fragte nun meine Mutter. „Blair Waldorf. Ich habe sie gestern getroffen, um ihr zu berichten, dass Louis für ein paar Tage in der Stadt ist. Sie ist seine Exfrau, falls ihr euch noch daran erinnert. Jedenfalls ist sie mir sehr sympathisch und deswegen habe ich ihr angeboten vorbeizukommen. Und sie hat zugesagt. Wir treffen uns nachher zum Tee.", erzählte ich ihnen die Geschichte. „Es freut mich, dass du endlich mal ein bisschen unter die Leute kommst. Du kannst ja nicht immer nur mit den beiden hier reden.", lachte er und deutete dabei auf Francis und Sebastian, welche ebenfalls mit uns aßen. Einerseits, weil ich es so wollte und andererseits, weil mein Vater sie auch schon wie seine eigenen Söhne ansah. „Sag mal Schatz, hast du eigentlich dein Handy wieder?", wandte meine Mutter sich an mich. Da ich noch den Mund voll hatte nickte ich. „Bash und ich haben es gestern bei Charles im Empire abgeholt. Wir haben da auch Nate getroffen Francis.", grinste ich und sah ihn an. „Nate?" Sebastian schüttelte den Kopf und meine Eltern musterten mich mit fragenden Blicken. „Sie meint Nathaniel Archibald. Den Typen, den du am Donnerstag aus Chucks Hotel geworfen hast.", erklärte Sebastian seinem älteren Bruder. „Ah dieser Nathaniel.", lachte Francis. „Was ist das für ein Junge und wieso musstest du ihn rauswerfen?", fragte nun mein Vater. „Ach das war nur Routine Sir. Es war im Grunde nur ein Spaß. Kate stand mit Bash und Blair an der Bar und Charles hat Nathaniel so bearbeitet, das dieser sich unbedingt Kathryn vorstellen wollte. Da ich mir seiner Absichten allerdings nicht sicher war, habe ich ihn sicherheitshalber hinaus eskortiert.", erzählte Francis. „Ja und das obwohl Nate der beste Freund von Charles ist und sogar bei ihm wohnt.", lachte ich. „Was hältst du von diesem Nathaniel Archibald Sebastian?" Abwartend sah mein Vater ihn an. „Nun Sir. Ich habe ihn gestern nur kurz kennengelernt und bin mir seiner Absichten noch nicht bewusst. Ich werde ein paar Informationen einholen. Wenn Sie mich entschuldigen würden.", damit erhob er sich vom Tisch und lief in den Überwachungsraum. „Sebastian!", rief ich ihm hinterher, doch er hörte es nicht mehr und wollte einfach nicht zurückkommen. „Toll, danke Dad. Da lerne ich einmal einen netten Jungen kennen und du hetzt gleich den Spürhund auf ihn!", beschwerte ich mich. „Mir ist der Appetit vergangen.", sagte ich und erhob mich ebenfalls vom Tisch. Genau wie Francis. Während ich wütend aus dem Raum stapfte verabschiedete Francis sich noch von meinen Eltern ehe er mir hinterher eilte. „Kathryn warte!", rief er, ehe ich in mein Zimmer gehen konnte. Als mit klar wurde, was ich gerade tat nahm ich wie in Trance die Hand von der Türklinke und wartete auf ihn und darauf das er mein Zimmer überprüfte. „Ok, es ist alles in Ordnung.", versicherte er mir dann und wollte schon seinen Platz einnehmen, ehe ich ihn jedoch bat mit mir nach drinnen zu kommen. Da mein Zimmer im obersten Stockwerk war, hatte ich einen Zugang zum Dach unserer Villa. Eine alte Holztreppe, auf welcher ich mich nun niederließ.

„Was hältst du von Nate?", fragte ich Francis nach einer Weile des Schweigens. „Ich fand ihn eigentlich ganz sympathisch. Ich habe zwar nur kurz mit ihm gesprochen, aber er wirkte sehr bodenständig. Charles sagte auch, das er in Ordnung ist.", überlegte er und setze sich zu mir. „Kommst du mit hinauf?", fragte ich ihn grinsend. „Du weißt, dass dein Vater es nicht gerne sieht, wenn du auf dem Dach herumläufst.", erinnerte er mich lachend, was ich lediglich mit einem Schulterzucken quittierte.

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