20. Kapitel

Der zuständige Doktor der Klinik hieß Dr Asher, war sehr jung, ich schätze so Mitte Dreißig. Obwohl er jung war, hatte er viel Erfahrung. Das Gespräch mit ihm und Hugo dauerte zwei Stunden. Etwas fiel mir besonders auf, die Feindseligkeit die von Hugo auf Dr Asher ausging. Er beobachtete jeden seiner Schritte genau, damit er bloß nichts falsches sagte oder machte.

"Ich hätte dich gerne woanders untergebracht.", flüsterte Hugo in mein Ohr.

Aus ihm sprach die pure Eifersucht, aber ich war zu schwach und zu müde, um drüber nachzudenken oder zu handeln. Hugo erwartete sowieso keine Antwort meinerseits, er drückte bloß meine Hand und zog mich näher zu sich.

"So Ms Star, ich würde Ihnen gerne ihr Zimmer zeigen und danach zum Checken gehen.", sagte Dr Asher. Als Antwort nickte ich. Er führte uns durch die rießige Klinik, die Menschenleer schien. Dabei wusste ich durch Dr Asher, dass die Hälfte aller Patienten gerade eine Gruppentherapie hatte und der Rest in Einzelbehandlung war.

Dr Asher öffnete eine Zimmertür auf der Sophie stand. In dem Zimmer befanden sich zwei Betten, ein Schrank und Chaos. Und inmitten dem Chaos ein schwarzhaariges Mädchen. Dr Asher räusperte sich und machte damit das Mädchen auf uns aufmerksam.

"Guten Tag Sophie, darf ich dir deine neue Mitbewohnerin Ava vorstellen."

Erst jetzt hob sie ihren Blick und sie sah krank aus, sehr krank. Ihr Gesicht war sehr weiß, während ihre Mandelförmigen Augen beinah schwarz waren. Sie trug ein schwarzes Kleid mit einem weißen Kittel. "Hello Boss.", flötete sie. Auf ihrem knochigen Gesicht breitete sich ein Grinsen aus.

"Wo hast du diesmal deine Ordnung gelassen, Ms Quinn? Und hast du heute schon etwas gegessen?", sein Blick wanderte an ihrem Körper entlang. Es war nicht zu seinem eigenen Vergnügen, er kontrollierte bloß ihren Stand. Sein Blick wanderte zu mir. "Ihre Mitbewohnerin Sophie Quinn leidet an Magersucht."

Ich nickte verstehend. Sophies Blick glitt zu mir. Ihre Augen fingen an zu leuchten, als sie mich genau musterte. "Hi, ich bin Sophie, wobei nenn mich lieber Ling, ist mein zweiter Name. Ich mag Sophie im Bezug auf mein Aussehen nicht. Meine Mutter ist Amerikanerin, der Name kam von ihr."

Sophie, oder eher Ling kam auf mich zu und zog mich in eine knochige Umarmung. Sie gefiel mir. Ling beugte sich näher zu mir runter. "Du armes Ding hast die schwarze Karte gezogen. Ich bin magersüchtig und sehr redselig. Aber weißt du was, ich mag dich und will dich kennenlernen."

Trotz ihres "Problems" war sie fröhlich und offen. Ihre Art gefiel mir, und sie erinnerte mich sehr an Sera. Ling setzte sich auf eins der beiden Betten und richtete ihre Aufmerksamkeit auf mich. "Erzähl mir was über dich."

"Ich heiße Ava Star. Ich bin hier, weil meine Krankheit Melbilites Toxtur im Endstadium ist, und ich unbedingt schnell behandelt werden muss."

Ling schüttelte ihren Kopf. "Süße, dass alles interessiert mich nicht. Mich interessiert wer Ava Star ist, was sie kann und nicht warum sie hier ist. Ich finde, die Männer der Schöpfung sollten diesen Raum verlassen, denn ich muss meine Süße allein sprechen."

Dr Asher nickte und forderte Hugo mit einem Blick auf ihm zu folgen. Hugo, der die ganze Zeit still war, räusperte sich lautstark. Er drückte mir einen leichten Kuss auf die Wange, und ging mit Dr Asher raus. Ling sah mich erwartungsvoll an. "Dein Freund?"

"So in der Art.", murmelte ich und ließ mich auf das andere Bett nieder.

Mein Blick wanderte durchs Zimmer. Die Wände waren in einem pastellgelb gehalten, wobei eine Wand voller Zeitungsausschnitte, Post-Its und Bildern versehen war. Der Boden war voller Kleidungsstücke, und Dingen, die man brauchte um zu entwerfen und nähen.

"Bist du Modedesignerin?", fragte ich sie, während ich meinen Blick durch verschiedenfarbige Stoffe gleiten ließ. 

Sie seufzte. "Nicht mehr. Ich darf erst wieder zurückkommen, wenn meine Magersucht besiegt ist. Meine Mutter hat mich hier einweisen lassen und mir meine Liebe zur Mode weggenommen, aber ich habe einen Weg gefunden meine Liebe erneut aufflammen zu lassen und jetzt bin ich hier Modedesignerin."

Plötzlich funkelten ihre Augen auf. "Darf ich vielleicht deine Maße?"

* * *

Im Endeffekt hatten wir überhaupt nicht das gemacht, was Ling am Anfang vorhatte. Stattdessen hatte sie meine Maße aufgenommen und wie wild angefangen zu zeichnen. Eins hatten wir definitiv gemeinsam, die Liebe zum Zeichnen. Sie zeichnete ausschließlich Kleidungsstücke, und ich Menschen. 

"Welche Farbe magst du besonders?", fragte Ling plötzlich.

"Gelb."

Sie nickte dankend und wand sich wieder ihrer Zeichnung zu. Ling zu beobachten war einerseits interessant andererseits faszinierend. Ihre Finger flogen regelrecht über das Blatt und sie ließ sich von nichts ablenken, genauso wenig von Hugo, der sanft klopfte und eintrat.

Als ich ihn sah, fing ich an ein wenig zu strahlen. Hugo lächelte mich an und drückte mir einen sanften Kuss auf die Lippen. "Wie ist sie?", murmelte er an meinen Lippen. 

"Faszinierend.", sagte ich und drückte ihm einen letzten Kuss auf die Lippe.

Hugo setzte sich vor mich und nahm meine Hände in seine. "Ich habe davor mit Dr Asher gesprochen. Er weiß noch nicht genau wie lange du hier bleiben musst. Jedenfalls wirst du gleich komplett durchgecheckt. Im Laufe der Zeit wird noch eine Operation auf dich zukommen. Danach musst du eine Therapie machen. Alles muss relativ schnell gehen, das heißt es könnte sein, dass du durch diesen Stress ein wenig an Gewicht verlieren wirst."

"Bekomme ich neue Tabletten?"

"Ja. Diese Tabletten sind speziell auf den letzten Stadium angefertigt worden. Es kann sein, laut Dr Asher, dass die Nebenwirkungen sehr stark ausfallen werden. Ava, ich werde an deiner Seite bleiben. Du musst nichts allein durchstehen."

"Ich bin auch noch da.", meldete sich Ling von der anderen Seite des Raums. 

"Danke euch beiden."

"Ich werde dich überallhin begleiten, meine Liebe.", sagte Ling.

"Ich auch.", sagte Hugo.

Ich schüttelte den Kopf. "Nein Hugo, du wirst dich um dich selbst kümmern. Du kannst mich jeden Tag besuchen, aber du solltest dich um das Geschäft und um den Umzug kümmern. Sorg dafür, dass Er nie wieder auftaucht."

Hugo öffnete den Mund um zu widersprechen, aber mein Blick sprach Bände, denn er schloss ihn wieder. "Alles was du willst, Süße."

***

Bei Mafia Couple wird es ernst. Wie gefällt euch Ling?

Ich entschuldige mich für die Stille meinerseits. Aber es gibt auch Nachrichten und zwar bin ich am 10.02.18 (Samstag) auf Klassenfahrt bis Freitag. Das heißt, ich kann kein Kapitel schreiben, aber ich werde während der Klassenfahrt mehr Ideen und Spannungsfaktoren für Mafia Couple ausarbeiten und sie möglichst schnell einbauen.

Tut mir leid für das schlechte Kapitel, aber hoffen wir, dass das nächste besser wird. 

Vielleicht schaffe ich es vor der Klassenfahrt noch ein Kapitel rauszuhauen😄😅

Jen🌸🌹 aka Lesezeichen☆

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