10. Kapitel

Ich war im Folterkeller gelandet.

Die Tür knallte fest hinter mir zu. Ich war zu geschockt um zu reagieren oder mich zu bewegen. Ich starrte wie gebannt auf das Innere des Raumes. Dort lag eine Leiche, und um sie herum war alles voller Blut. Ich stolperte rückwärts gegen die Tür und knallte fest gegens Metall. Noch immer schaffte ich es nicht mich umzudrehen. Aus Angst, dass mich jemand vielleicht angreifen könnte.

Hinter mir wurde die Tür geöffnet, und ein Arm packte mich an der Taille und zog mich aus dem Raum. Panisch schüttelte ich den Arm ab und legte Abstand ein. James stand mit hartem Blick vor mir. "Was hast du dort drin gemacht?", fragte er wütend. Ich öffnete meinen trockenen Mund, schloss ihn aber wieder.

Plötzlich spürte ich Tränen auf meinen Wangen. Meine Beine gaben unter mir nach und ich stürzte zu Boden. James versuchte mir zu helfen, aber ich schüttelte ihn ab. "Lass mich in Ruhe, du Mörder.", schrie ich. James wich von mir weg. Ich kroch in eine Ecke und vergrub meinen Kopf in meinen Schoß.

Wie konnten sie sowas machen? Klar wusste ich, dass sie eine Mafia waren und Menschen gefangen hielten, aber töten? Das war unmenschlich, sowas machte man einfach nicht. Jeder Mensch hatte verdient zu leben. Sie spielten mit den Menschen wie mit Geld und Waffen im Handel.

"Ava, bitte lass es mich erklären.", sagte James.

"Nein, du erklärst mir hier gar nichts. Du bist genauso eklig wie Alessandro. Ihr tötet Menschen ohne Grund. Wer war dieser Mann auf dem Boden? Vielleicht hat er Kinder, die ihn vermissen? Er hatte ein Leben. Eine Zukunft. Die ihr ihm zerstört habt.", schrie ich.

James sah mich mit reuevollem Blick an. "Diese Mensch sind gefährlich, Ava. Sie haben es auf uns abgesehen. Sie wollen uns töten und die Mafia übernehmen. Wir, du, sind in Gefahr. Wer nicht tötet, wird getötet."

"Ich bin in Gefahr?", fragte ich verstört. "Ich bin verdammt nochmal wegen euch in Gefahr. Mein Leben war friedlich und normal. Jetzt bin ich in Gefahr. Ich werde nie wieder ein normales Leben führen oder?"

James schüttelte verneinend mit dem Kopf. Eine schleppende und stöhnende Gestalt lenkte unsere Aufmerksamkeit auf sich. James rannte auf Alessandro zu und packte ihn. Alessandro hob seinen Blick und funkelte mich an. Ich ging noch weiter auf Abstand und sah ihn mit zusammengebissenen Zähnen an.

"Wie bist du in diesen Raum reingekommen?", fragte er sauer.

"Der Raum war nicht abgeschlossen.", sagte ich flüsternd. 

Man merkte, dass Alessandro keine Kraft hatte. Er wackelte zu sehr, und das Atmen fiel ihm schwer. Alessandro näherte sich mit Hilfe von James. "Stopp.", rief ich panisch. Ich war noch nicht bereit, um mich Alessandro zu nähern. Und ich hatte eine wichtige Frage an ihn. 

"Woher kennst du meinen Vater, Jives Alverno?"

Alessandro stoppte und sah mich fassungslos an. "Wie kommst du drauf, dass ich deinen Vater kenne?"

"Lüg mich nicht an.", fauchte ich. "Du hast im Schlaf seinen Namen gemurmelt."

Alessandro schien sich eine Antwort zu überlegen und damit flog er auch schon auf. "Wie lange?", knurrte ich. 

"Seit 5 Jahren."

Fassungslos hielt ich die Luft an. Ich ahnte etwas nicht gutes. Und dann wurde ich richtig wütend. Vielleicht hatte Alessandro und die Mafia etwas damit zu tun, dass mein Vater mich und meine Mutter verließ. Bevor ich klar denken konnte, stand ich schon vor Alessandro und klatschte ihm eine. 

Der zog scharf den Atem ein und legte seine Hand auf seine Wange. Sein Gesicht war feuerrot, als er mich ansah. "Du kleines Miststück.", knurrte er und verpasste mir eine Ohrfeige. Diesmal zog ich scharf den Atem an. "Bring sie weg."

James packte meinen Arm und zog mich weg. "Du bist ein verlogenes Weichei.", schrie ich, bevor ich den Raum verließ. James brachte mich in ein Zimmer, wo bloß zwei Stühle standen. Er zeigte auf einen Stuhl, während er sich auf den anderen niederließ.

"Kannst du mir bitte verraten, was in dich gefahren ist?", fragte James ruhig.

Ich senkte den Blick. "Vor 5 Jahren hatte mein Vater, Jives Alverno, mich und meine Mutter plötzlich verlassen. Er kam an einem Mittwoch Abend wütend nach Hause und fing an seine Sachen zu packen. Meine Mutter und er stritten sich daraufhin in ihrem Zimmer, während ich nichtsahnend ein Buch las. Ich war zwölf Jahre und brauchte meinen Vater. Nach dem Streit stolperte er mit einer schweren Tasche die Treppe runter. Dann bemerkte ich ihn. Ich rannte zu ihm um ihm von meinem Tag zu erzählen. Er blockte ab und meinte, dass er keine Zeit habe. Ich fragte, wann er wieder Zeit für mich hatte. Er sagte, nie wieder. Dann schlug er die Haustür hinter sich zu und ich bekam Schmerzen. Nachher hieß es, dass ich eine seltene Krankheit hatte."

James fährt sich übers Gesicht. "Tut mir leid."

Ich sagte nichts, blickte nur an die Wand. Ich glaubte, dass er es immer noch nicht verstanden hatte. Er schien zwar Reue zu haben, aber verstehen schien er nicht. "Wird er mich jemals frei lassen?", fragte ich.

James blickte auf, ließ dann aber sein Kopf sinken. "Ich fürchte nicht."

"Werde ich meine Mutter jemals wieder sehen?"

"Wenn du mit Alessandro verhandelst, dann denke ich, würde es gehen."

"Was meinst du mit Verhandeln?", fragte ich.

"Ich gebe dir ein Beispiel. Wenn du ihn heiratest, bringt er deine Mutter hierher."

Ich seufzte stark. Ich war es leid mich immer ihm zu wiedersetzen. Ich war ein Mädchen mit einer Krankheit, von daher konnte ich mich nicht lange währen. Würde ich es doch machen und mich wehren, würde ich irgendwann daran zerbrechen. Alessandro hatte Macht über mein Handeln, aber nicht über meine Gefühle. Ich würde ihn heiraten, aber nur um meine Mutter zu sehen.

"Ich werde ihn heiraten, aber nur um meine Mutter zu sehen. Genau das, kannst du ihm von mir ausrichten. Aber ich habe eine Bedingung. Ich werde nicht mit ihm schlafen oder Dinge tun, die ein verliebtes Pärchen tut. Ich liebe ihn nicht und dass weiß er genau."

James nickte. "Das werde ich ihm ausrichten."

Ich nickte nochmal, um mir bewusst zu werden, was ich gesagt hatte. "Gut."

***

Kapi 10 fertig😰

Heute weiß ich nicht, was ich hier reinschreiben soll.😩

Jen🌸🌹 aka Lesezeichen☆ 





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