Joker
Dieses Warten würde mich noch umbringen. Verzweifelt raufte ich mir die Haare und lief ungeduldig auf und ab, was alle Männer um mich herum nervös zu stimmen schien und das zu recht! Ich war verflucht gereizt, zu wissen, dass sie gleich wieder bei mir sein könnte, dass so vieles dabei noch schief gehen könnte, es brachte mich regelrecht um den Verstand.
„Boss....", begann einer der neuen Männer und ohne zu zögern richtete ich meine Waffe auf ihn und drückte ab. Der Schuss hallte in der Stille der Nacht wieder, ließ verschreckte Vögel aus den Bäumen rund um diesen verlassenen Hof weg fliegen und ich hörte wie einige andere verschreckt die Luft einzogen, während ich nur die Waffe wegsteckte und mich so fühlte wie damals. Damals, als ich sie das erste Mal holen gehen wollte, wo so vieles schief gelaufen war und doch war ich danach endlich zufrieden gewesen. Wenn ich sie hätte, dann wäre ich glücklich und doch wäre da diese widerwärtige, erschreckende Angst, die ich nie verspüren musste, bevor sie in mein Leben trat. Die Angst jemanden zu verlieren. Wenn sie nochmal ging, nochmal weg wäre, ich würde diese ganze Stadt dem Erdboden gleichmachen müssen dafür.
„Mister Jo-Joker, ich..." Ich war schon dabei den nächsten Idioten ebenfalls zu erschießen, der mich jetzt nerven würde, doch zu meinem Bedauern war er der Kerl, der ihr diesen Sender entfernen musste, also musste er leben. Der kleine Mann vor mir zitterte wie verrückt und sah immer wieder nervös von mir zu dem Toten, der von ein paar anderen weg getragen wurde, zu den Bäumen, wo seine Leiche bleiben und entweder gefunden oder von Tieren gefressen werden würde.
„Ich habe keine Nerven für den Gerede, also entweder kommst du zu Wort oder ich finde heraus, wie viele Kugeln es braucht um dich zum verstummen zu bringen", sagte ich kalt und sah wie er schwer schluckte.
„Ich bin mir unsicher wegen diesem Eingriff, wäre es nicht besser etwas zur Betäubung zu verwenden, das ist ein schmerzvoller..."
„Sie wird es überleben", wandte ich ab und sah wie er um Worte rang.
„Aber..."
„Ich habe ihr bei vollen Bewusstsein Kugeln aus der Haut ziehen müssen, sie wird das verkraften!", sagte ich nochmal eingehend und ließ ihn dann stehen, bevor ich mich nicht mehr beherrschen könnte und ihn am Ende doch noch tötete. Wie lange brauchten diese Versager denn auch? Sie mussten doch nur zu einer Adresse fahren, sie betäuben und herbringen, wäre das denn zu viel verlangt? Wenn sie Glück hätte, würde ihre Betäubung lang genug für den Eingrif halten.
„Du da!", rief ich sauer aus und zeigte auf einer der Kerle, die vorhin die Leiche weggetragen hatten. Er gehörte ebenfalls zu den Neuen, war verflucht jung und wurde von Carlos angeschleppt, so dass er wie jeder Depp, der von Carlos hergebracht wurde, ein Latino war.
„Boss?", fragte er unsicher nach und kam nur langsam auf mich zu.
„Ich will, dass du Carlos anrufst und ihm sagst, dass wenn er nicht in einer Minute da ist, ich dich häuten lassen werde!", befahl ich ihm und sah wie er blass wurde, doch noch bevor er antworten, seine Handy zur Hand nehmen oder irgendwas dergleichen machen konnte, hörte ich wie ein Auto sich näherte. Erleichtert atmete der Kerl vor mir aus, doch mich interessierte nur noch der Inhalt dieses Autos, als Carlos schon freudig ausstieg, doch egal was er auch sagte, in dem Augenblick, wo ich sie in Begleitung von Sam aus dem Wagen steigen sah, war alles andere bedeutungslos.
Wie von alleine fing ich das Applaudieren an, grinste erfreut darüber, dass Sam endlich etwas richtig gemacht hatte und ich konnte meine Freude, meine Gier nach ihr kaum verbergen. Zu viele Emotionen und ekelhafte Empfindungen kamen mir hoch und alles woran ich dachte, war sie nie wieder los zu lassen. Ich hätte nicht erstaunt darüber sein sollen, als Sam sagte, wie viel Feuer sie noch immer besaß und sich nicht hatte betäuben lassen, im Grunde machte mich das nur unheimlich stolz auf sie und ich wollte sie gleich wieder noch mehr, wenn es denn möglich wäre.
„Ich bin begeistert." Ich leckte mir über die Lippen, als ich auf sie zu schritt, sah wie ihre Augen meine fanden und ohne auf die anderen weiter zu achten, zog ich ihr den Klebestreifen vom Mund, nur damit sie mir schon direkt ins Gesicht spucken konnte. Das holte mich wieder mehr in die Realität zurück und ich fing amüsiert das Grinsen an, als sie mich als Mistkerl bezeichnete. Ich hatte vergessen, wie launisch sie sein konnte, wie furchtbar stur sie doch war und dass diese Entführung ihr eindeutig durch den Strich ging, so zugerichtet wie Sam aussah. Sie war mein kleiner Feuerwirbel und ich hatte sie eindeutig wieder zu erziehen. Belustigt wischte ich mir übers Gesicht und klebte ihr wieder den Streifen über den Mund.
„Ich habe vergessen, wie launisch du sein kannst", sagte ich und sah wie sie wieder am rebellieren war, doch Sam kannte die Seite genauso gut wie ich und wusste damit umzugehen, „Holt das verfluchte Ding aus ihr heraus, ich will endlich weg von hier und mein Eigentum wieder an den Platz bringen, wo es hingehört." Und wie sie mein Eigentum war. Sie hatte es selbst oft genug gesagt und ich wollte sie an meiner Seite zurück haben. Der Arzt, dessen Name mir schon entfallen war, eilte bei meinen Worten mit seinem kleinen Team auf Jane zu, die diese verschreckt ansah und amüsiert lächelte ich.
„Das wird schmerzen und wenn sie nicht still bleibt, kann es nicht gut ausgehen."
„Es sollte lieber gut ausgehen", bemerkte ich bei diesen Worten und musterte sie, wo mir erst so richtig klar wird, dass sie außer dem langen T-Shirt nichts weiter trug. Keine Schuhe, Jacke oder Hose und es war scheiße kalt, gleichzeitig gefiel es mir ganz und gar nicht, wenn irgendwer sie so sah! Harley war Harley gewesen, doch wenn sie so knapp bekleidet war, dann brannten alle Sicherungen in mir durch und das nicht nur vor Eifersucht, sondern auch weil ich nur daran denken konnte, was ich alles mit ihr machen wollte. Fragend sah ich zu Sam, schwor mir ihm irgendwas abzuschneiden dafür wie sie aussah, doch er zuckte mit den Schultern.
„Ich hätte ihr ja kaum mehr Kleidung anziehen können." Ich verdrehte daraufhin die Augen und zog meine eigene Jacke aus, denn egal wie tapfer sie auch spielte, ich sah wie sie zitterte und sie würde gleich schon genug leiden. Deswegen legte ich ihr meine Jacke um und grinste zufrieden bei ihrem Blick, während ich ihr wundervoll duftendes Haar zurück strich, sanft über ihre kalte und doch so weiche Haut am Hals strich und es nicht lassen konnte einen Kuss dorthin zu hauchen, wo gleich ihre zarte Haut aufgeschnitten werden würde.
„Wenn du nicht so verflucht böse gewesen wärst, müsstest du jetzt nicht so leiden, aber ich weiß ja, dass du auf Schmerzen stehst", lachte ich auf und trat zurück, ließ sie weiter von Sam festhalten, als mit einem Skalpell ein Schnitt an ihrem Hals gemacht wurde. Ich sah wie sie schmerzvoll die Augen zu kniff, vor allem als er anfing mit einer Zange in die Wunde zu drücken und schneller als gedacht sackte sie ohnmächtig in Sams Arme zusammen.
„Hast du es dann bald?", fragte ich gereizt nach, während der Mann weiter dabei war vorsichtig in der Wunde herum zu suchen, während Blut ihren Hals entlang lief, das zwar versucht wurde von einer seiner Männer weggewischt zu werden, doch es war mehr als es wohl geplant war und wenn ihr etwas geschah, würden sie sich wünschen nie geboren worden zu sein.
„Ich... ich habe es", sagte er atemlos und zog tatsächlich ein kleines, blutverschmiertes Ding heraus, das er auf den Boden schmiss, was mich auflachen ließ.
„Wunderbar, macht euch bereit, wir fahren!", rief ich aus und er nähte notdürftig mehr schlecht als Recht die Wunde zu, desinfizierte sie und ich schmiss eine Joker-Karte neben den Sender. Waller soll wissen, wer sie hat!
„Wie geht es weiter?", fragte Sam, als ich das Seil um ihre Hände aufschnitt und den Klebestreifen löste, ehe ich sie auf meine Arme nahm.
„Jetzt bringe ich sie nach Hause!", sagte ich und setzte mich mit ihr auf meinem Schoß in den Van, vergrub mein Gesicht an ihrem Haar und wusste, dass mir niemand diesen Moment zerstören würde.
Jane
Ich fühlte mich benommen, wie gefangen in einem merkwürdigen Traum und mein Hals brannte fürchterlich, jedoch äußerlich. Mit geschlossenen Augen tastete ich nach der Ursache, spürte jedoch nur ein Pflaster, was sofort alle Erinnerungen wieder erweckte und augenblicklich riss ich meine Augen auf, doch ich war alleine. Ich war alleine in einem riesigen Zimmer, wo außer dem gewaltigen Bett, auf dem Ich lag, nach wie vor in der Jacke des Jokers gewickelt, nur ein vom Boden zur Decke reichendes, vergittertes Fenster war, mit der Aufsicht auf den Wald, zwei geschlossene Türen und einen Kleiderschrank.
Unsicher setzte ich mich aufrecht hin, nahm den Schmerz nur noch mehr wahr und wusste nicht wirklich weiter. Ich könnte natürlich versuchen durch einer der beiden Türen zu gehen, doch selbst wenn sie nicht abgesperrt wären, weit kommen würde ich mit Sicherheit nicht. Er wusste zu gut, dass ich fliehen würde und nun ohne diesen Sender würde ich sogar vor Waller rennen können. Ich könnte Gotham und das Land verlassen und frei sein, doch dafür müsste ich ein großes Stück Vergangenheit hinter mich lassen und selbst wenn ich das könnte, Er würde das nicht. Unsicher stand ich dennoch vom Bett auf, zog mein Oberteil weiter herunter, da ich immer noch keine Hose trug und eilte zu dem Schrank, wo ich erstaunt war, denn dieser war von oben bis unten voll mit Frauenkleidung, alles in dunklen Farben gehalten und immerhin eindeutig nicht Harleys, denn diese hatte ganz sicher eine andere Kleidergröße als ich und diese hier war wie für mich angefertigt. Ich lächelte leicht über diese Tatsache und auch wenn ich am liebsten beleidigt mich auf das Bett gesetzt hätte und stur geblieben wäre, so wollte ich mehr anhaben, wenn Er kommen würde, weswegen ich mir ein neues schwarzes Oberteil und eine schwarze Jeans raus holte und diese hastig umzog, die Jacke von ihm mit samt den restlichen Sachen in den Schrank warf und mich wieder auf das Bett setzte. Obwohl ich eindeutig lange weg gewesen war, da es draußen mittlerweile hell war, war ich tot müde, wollte am liebsten schlafen, doch meine Angespanntheit hielt mich wach und so blieb mir nichts anderes übrig als zu warten, zu warten und völlig ahnungslos darüber zu sein, wie es nun weiter gehen würde. Er konnte ja kaum erwarten, dass alles so sein würde wie damals, dass ich mit ihm zusammen wäre, wir über Gotham regieren, nein, die Zeiten waren vorbei und zwingen würde er mich niemals dazu, doch wie würde es dann weiter gehen? Ungewollt dachte ich dabei an damals, als ich das erste Mal mitgenommen wurde, da war ich genauso planlos gewesen und doch hatte sich meine ganze Einstellung geändert, das dürfte ich nicht zu lassen. Nicht noch einmal.
Ich zuckte zusammen, als die Türe aufgesperrt wurde, also lag ich mit meiner Vermutung schon einmal richtig, dass die Türe sicher nicht offen bleiben würde, als da Sam hereinkam. Ich war etwas überrascht, so sehr hatte ich mit dem Joker gerechnet, doch das hier war besser. Wütend stand ich auf und bevor er nur ein Wort sagen konnte, gab ich ihm eine Ohrfeige, die meine Hand schmerzen ließ und ihm einen tiefen Kratzer auf der Wange von meinen Fingernägeln einbrachte.
„Du bist wütend und das habe ich verdient", sagte er und rieb sich mit einem leidenden Gesichtsausdruck die Wange
„Du hast mehr verdient als das. Ich sollte dich ausweiden lassen!"
„Jane, ich hätte das nicht getan, wenn es nicht notwendig gewesen wäre", versuchte er mich zu besänftigen, doch ich schnaubte nur auf.
„Und wieso? Wärst du nicht mehr der Mann Nummer eins gewesen?"
„Der bin ich sowieso nicht mehr", lachte er rau und ich sah ihn fragend an, „Seit du weg warst hat sich vieles verändert und ich bin nicht mehr ganz oben. Eigentlich ist es nur noch eine Frage der Zeit, bis er mich töten lässt."
„Was ist geschehen?", fragte ich verwirrt nach und er setzte sich einfach auf das Bett drauf, während ich stehen blieb.
„Er gab mir die Schuld an deinem 'Tod', also musste ich mit Danny fliehen."
„Aber wieso?", fragte ich irritiert nach. Meine Erinnerungen an den Tag damals waren verschwommen, ich dachte nicht gerne zurück, es schmerzte einfach zu sehr und in den zwei Jahren war es wie eine Qual immerzu gewesen.
„Ich habe dich alleine gelassen und naja ein paar miese Entscheidungen getroffen", lachte er verbittert auf, doch so wirklich viel verstehen tat ich nicht.
„Du bist geflohen und doch bist du hier, was ist geschehen, Sam, was hat er getan?", fragte ich besorgt, da der Joker unberechenbar ist und wenn Sam ihn verärgert hatte und er ihm die Schuld an meinem 'Tod' gegeben hatte, dann müsste er eigentlich gehäutet an die Hunde verfüttert worden sein.
„Danny und ich versteckten uns zwei Jahre, keine schöne Zeit. Sobald jemand herausfand, wer wir waren, wollte keiner uns mehr helfen. Niemand wollte den Joker verärgern", meinte er verbittert und ich setzte mich neben ihn hin, „Wir schafften es über die Grenze zu kommen, nach Mexiko und wir waren so naiv zu denken alles würde besser werden, aber nach einigen Monaten wurden wir von dem Mann verraten, bei dem wir Schutz gefunden hatten, der selber sehr erfolgreich mit seinem Waffenhandel war."
„Wieso tat er das? Was erhoffte er sich davon?"
„Frag Carlos, als er hörte mit dem Joker arbeiten zu können, war er Feuer und Flamme, verriet uns und der Joker kriegte uns."
„Carlos war es?", fragte ich verblüfft nach und dachte an den schmierigen Spanier. Ein Grund mehr ihn zu verachten.
„Ja und nachdem Er uns wieder hatte, ließ er Danny töten und mich foltern, bis er der Meinung war ich könnte nützlich sein..."
„Und das bist du auch gewesen." Ich zuckte zusammen von dem Erklingen dieser wundervollen und doch so wahnsinnigen Stimme, als ich genauso wie Sam verschreckt zum Joker sah, der an der Türe gelehnt da stand und mehr ins Zimmer lief. Sofort erinnerte ich mich wieder daran, dass ich Gefangen war, dass ich nicht mehr hier herauskommen würde und Panik kroch in mir hoch, ebenso Schmerz. Wenn Sams Worte stimmten, war Danny fort und ich wusste wie viel er Sam bedeutet hatte. Er hatte ihn hier hergebracht und eigentlich war er nur ein Kind gewesen. Er war so alt wie ich gewesen, ein kleiner Idiot eigentlich, aber nach wie vor ein Teil von Sams Familie.
„Boss", sagte Sam verschreckt und stand hastig auf, genauso wie ich, wo ich wirklich Schwierigkeiten hatte nicht zum einen weiche Knie zu kriegen beim Anblick vom Joker und zugleich auf ihn zu zulaufen und ihm eine Ohrfeige zu verpassen für das hier.
„Solltest du nicht eigentlich mit Carlos den Wagen aufrüsten gehen?", fragte der Joker mit einem Hauch Belustigung nach und doch wussten wir alle, dass er wütend war und dass er Sam mit einer großen Wahrscheinlichkeit noch irgendeines seiner Gliedmaßen abschneiden würde, was ich verhindern wollte. Ich war zwar sauer auf ihn, doch nachdem was er erzählt hatte, empfand ich Mitleid für ihn.
„Ja, i-ich gehe sofort los", sagte er hastig und eilte schon an uns vorbei aus dem Zimmer heraus, so dass wir nun alleine waren.
„Bestrafe ihn nicht", bat ich leise und wollte eigentlich nicht flehen, doch wenn ihm jemand was einreden könnte, dann ich.
„Wieso sollte ich nicht? Er hat sich mal wieder nicht an einen Befehl gehalten und langsam verliere ich die Geduld mit ihm. Er hat seine Wichtigkeit verloren", bemerkte er und trat näher auf mich zu.
„Wenn du ihm das hier verzeihst, dann rede ich auch mit dir, anderenfalls stelle ich mich stur und du weißt genau, dass du dann genauso gut mit einer Wand reden kannst!", sagte ich zynisch und wusste, dass das Wirkung zeigen würde. Wenn ich ihn ignorierte und weiter abweisen würde, dann würde er, so wie ich ihn kannte, bald durchdrehen und Sam war nicht genug Wert für all das.
„Gut", sagte er eindeutig nicht begeistert und ehe ich mich versah, packte er mich an den Schultern und drängte mich grob gegen die nächste Wand, wo ich keuchend zu ihm aufsah. Ich hatte völlig vergessen, wie grob, stürmisch und unsensibel er sein konnte.
„Wir sollten darüber reden, wie verflucht ungezogen dein Benehmen war sich vor mir zu verstecken", raunte er und umklammerte dabei mein Kinn, so dass ich seinem Blick nicht ausweichen konnte, unsere Gesichter so nahe aneinander waren, dass ich seinen Atem spüren konnte und das einzige, was ich in meinem Kopf immer und immer wiederholte, war es standhaft zu bleiben.
„Ich habe dir schon mal gesagt, dass ich das hier nicht mehr kann und will, doch du hast mir mal wieder jede Möglichkeit auf ein Leben genommen", erwiderte ich zickig und er er lachte erheitert auf.
„Dir die Möglichkeit genommen? Ohne mich wärst du schon lange nicht mehr hier, meine Schöne."
„Und es hätte mir sehr viel Leid erspart", hauchte ich verbittert, was ihn dazu brachte seinen Griff zu verstärken und ich erschauderte, als er seine eine Hand an meine Taille legte. Ich konnte nicht leugnen, wie sehr ich seine Nähe vermisste, wie ganz ich mich anfing zu fühlen, wenn er da war.
„Ich lasse dich nicht mehr gehen! Du kannst noch nicht klar denken, Herzblatt, aber ich lasse dich nie wieder gehen und du wirst schnell wieder akzeptieren, dass du hier her gehörst", knurrte er fast schon und schaffte es mit dem Klang seiner Stimme, seiner Nähe, seinen Worten in meinem Kopf alle Sorgen kurz Verschwinden zu lassen. Dieser Moment hätte sogar für unsere Verhältnisse etwas süßes an sich haben können, etwas normal-perfektes und ich wollte mich dem so sehr hingeben dürfen, diesen winzigen Abstand überbrücken, um ihn endlich zu küssen, nach verfluchten zwei Jahren mit ihm vereint zu sein, doch der Moment wurde nicht von meiner Unsicherheit oder eher gesagt meinem Verstand, unterbrochen, viel mehr von einer der Männer des Jokers. Denn in dem Augenblick platzte einer von ihnen einfach mit den Worten: „Boss..." herein, doch bevor wir herausfinden konnten, was er sagen wollte, zog der Joker deutlich wütend von dieser Unterbrechung seine Waffe und erschoss ihn, was mich zurück ins Hier und Jetzt holte.
Ich konnte einen Schrei nicht zurück halten und bei dem Anblick des nach Luft röchelnden Mannes, der eine Kugel in der Brust hatte, erinnerte ich mich augenblicklich an meinen Bruder, sah ihn sterbend vor mir und alle unterdrückten Bilder, die ich geschafft hatte so gut zu verarbeiten, erst mit der Hilfe des Jokers, dann mit den Pillen, die ich hatte nehmen müssen, kamen hoch und ich ging schluchzend in die Knie. Ich presste meine Hände vor meine Augen, versuchte nicht länger das mitanzusehen und die Bilder wieder zu verscheuchen, als der Joker sich vor mich kniete, meine Hände in seine nahm und ich schwer atmend zu ihm sah, während der Sterbende verstummt war.
„Komm wieder zurück, du bist hier und nichts wird passieren, der Kerl musste sterben, das weißt du, nicht wahr?" Ich nickte unbeholfen, denn wenn ich eines früh akzeptiert hatte, dann das unwichtige Arbeiter des Jokers eben sterben, wenn sie ihn nerven. So war es schon immer und so wird es immer sein.
Heyho :) Ich hoffe euch hat das Kapitel gefallen und das nächste kann nett werden xD Ich versuche bald was von mir hören zu lassen xx
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