66. Was habe ich getan!
---------------- Sicht von Tenji--------------------
Ich wurde von heißem Wasser geweckt und schaute mich um. Es dauerte etwas bis ich realisierte, dass ich mich in der Badewanne befand. Als ich an mir hinab sah, wurde ich rot. Nackt!! Ich war nackt!!
Und dann kam es mir wieder in den Sinn. Cyrian war letztens ziemlich grob und brutal zu mir, als wir es miteinander getrieben hatten. Diese Sexbestie kann einfach nicht genug bekommen!
Plötzlich legten sich zwei Arme um meine Taille und ich merkte, dass ich nicht alleine war. Mit einem zögerlichen Blick nach hinten, erkannte ich das Gesicht von Cyrian, welches glücklich lächelte.
Wie konnte er nur! Erst ist er so brutal und dann nimmt er wieder Rücksicht auf meine Gefühle oder was?! Da fällt einem ja schwer sich ein Bild von seinen eigenen Gefühlen zu machen! Kann er sich mal für eins entscheiden?! Entweder nett oder grob! Dann würde es mir viel leichter fallen ihn für die gestrige Nacht zu hassen. Aber leider konnte ich das nicht!
Als dann mein Körper wie von alleine reagierte, wusste ich nicht, was mit mir auf einmal los war.
Ich sah nur noch die geschockten und geweiteten Augen von meinem Geliebten. Verwirrt starrte ich auf den roten Abdruck an seiner Wange! Was hatte ich getan. Ich warf einen Blick auf meine Hand, die noch immer gehoben war und wechselte von dieser zu Cyrians Wunde. Ich hatte ihm echt eine verpasst!!
Cyrian ließ von mir ab und fragte nur:,, Wieso...!" Ich konnte nicht sprechen, noch mich von der Stelle rühren. Tränen waren mir nahe und der Anblick tat mir in der Seele weh. Ich konnte nicht fassen, was ich eben getan hatte.
Da ich seinen Augen, die den Tränen nah waren, nicht mehr standhalten konnte, erhob ich mich aus dem Wasser. Cyrians Blick schmerzte, sodass ich aus der Wanne hüpfte und mir ein Handtuch schnappte. So schnell ich konnte rannte ich ins Schlafzimmer und suchte mir meine Sachen zusammen, bevor ich mit dem Handtuch um die Hüfte aus dem Haus stürmte.
,,Er hasst mich bestimmt jetzt!", dachte ich und ließ meinen Tränen freien Lauf. Das mich alle Leute, die auf dem Weg waren, geschockt musterten, war mir egal. Ich rannte mit meinen nackten Füßen soweit ich konnte. Selbst als ich völlig außer Atem war und mein Rachen sich unangenehm trocken anfühlte, konnte ich nichts anderes als davon rennen.
,Es tut mir so leid Cyrian! Ich wollte das nicht!", sagte ich immer wieder in meinen Gedanken und stürzte dabei fast. Zum Glück konnte ich mich noch fangen, sodass ich meinen Weg fortsetzen konnte. Eigentlich war ich mir gar nicht sicher, was ich mit Weg meinte?! Wohin rannte ich denn?!
Plötzlich hielt ich inne und erkannte, dass ich mich vor meinem Familienhaus befand. Hier wollte ich also hin!!
Mit zitternden Fingern klingelte ich und hoffte, dass nicht meine Eltern aufmachen würden. Das Schicksal meinte es einmal gut mit mir, weshalb ich Annelina um den Hals fiel, nachdem sie die Tür geöffnet hatte. Sie war verdutzt und erwiderte meine Umarmung erst ein paar Sekunden später. Tränen rollten meine Wange hinab und durchnassten ihr Oberteil. ,,Sssshhttt....ganz ruhig! Es ist alles in Ordnung!", sagte meine Schwester und strich mir sanft über den Rücken. Erst nach einigen weiteren Schluchzern entfernte ich mich etwas von ihrer Schulter und schauts mit gläsrigen Augen in ihr Gesicht.
,,Omg, was zur Hölle machst du mit diesem Aufzug hier draußen in der Kälte. Wir haben Dezember! Willst du krank werden, oder was?!", schrie sie mich an und packte mich am Arm. Obwohl ich ihr größerer Bruder war, schien sie viel erwachsener als ich es je könnte. Nachdem sie mich herein gezogen hatte, fiel die Tür ins schloss. Ich stand wie ein begossener Pudel im Flur, während Annelina sich immer wieder darüber beschwerte, wie ich sowas denn tun könne.
Sie schüttelte ihren Kopf, sodass ihre Locken hin und her fielen. Danach schenkte sie mir ein herzliches Lächeln und zog mich bis in ihr Zimmer. ,,Warte hier!", sagte sie kurz, bevor sie für eine Weile verschwand.
Als sie wieder kam, hatte sie ein Handtuch in der Hand. Sie warf es mir zu und ich nahm es dankend in Empfang. ,,Kein Problem!", meinte sie und setzte sich mir gegenüber auf den Boden. Ich derweil saß auf ihrem Bett. Es dauerte eine Weile bis ich die Schmerzen wahrnehmen konnte. Zuerst machte sich mein Hintern bemerkbar, danach meine bläulichgefärbte Haut.
,,Ach...mein Bruder! Hast du nicht gemerkt, dass es geschneit hat?"? fragte sie und warf mir einen Vorwurfsvollen Blick zu. ,,Ähhm...nein! Tut mir leid!", flüsterte ich nur und trocknete mich langsam ab. Erst jetzt fiel mir auf, dass ich nass war. Mein ganzer Körper fror, weshalb ich meine Arme um mich schlang, um mich zu wärmen.
,,Ach ist schon gut! Hauptsache du bist gesund!", sagte sie lächeln und umarmte eines ihrer Kuscheltiere, während sie mich nachdenklich musterte.
,,Wiese machst du nur sowas? Ich dachte du seist bei deinem ach-so-heißen Freund?!", fragte sie nach einer kurzen Stille und blickte sowohl besorgt als auch eifersüchtig drein.
Zuerst erwiderte ich nichts, doch bald seufzte ich nur und entschied mich dazu ihr alles zu sagen.
,,Also ich...!", fing ich stotternd an.
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