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Nadine's Sicht:
Die Kälte kroch ihr, bis ins Mark, als sie sich, durch den schneebedeckten Wald kämpfte. Ihre dünne Kleidung hing an ihrem Körper nass und schwer herab. Jeder Schritt war eine Qual, sie hätte besser in diesem unheimlichen Loch bleiben sollen, in dem sie aufgewacht war und doch, hatte eine innere Stimme sie, hinaus in dieses weiße nichts getrieben. Fragen über Fragen schwirrten ihr im Kopf umher und keine Antwort war in Sicht. Bibbernd und zitternd, ging sie weiter, als der Boden unter ihr nach gab und sie fiel.
Ein einzelner erstickter Schrei, entfloh ihrer Kehle und sie schloss verängstigt die Augen. Sie wusste der Aufprall würde schmerzen, doch als sie letztlich aufkam, verspürte sie fast nichts. Ein leichtes Ziehen empfand sie, doch der eigentliche Schmerz blieb aus. Langsam öffnete sie wieder die Augen und sah, in ein ihr vertrautes Augenpaar hinab.
Ein dunkles Auge, das fast schwarz wirkten und ein rotes mit einem schwarzen ihr sehr bekannten Muster, sahen sie verwirrt und erschrocken an. Das dazugehörige Gesicht jedoch blieb ihr verborgen, denn eine Maske zierte dieses. Erinnerungen, die wie ein Film vor ihrem inneren Auge ablief, ließen ihre Augen, sich weiten. Sie lag über ihren Lieblingscharakter aus Naruto. Nur einmal fürs Protokoll. Sie lag, über Kakashi Hatake. War das alles nur ein Traum oder halluzinierte sie gerade? Ihr inneres Fangirl starb gerade eine Millionen Tode und sie selbst brachte nur einen erstickten Schrei zustande, während sie auf und ab hüpfte in ihrer sitzenden Position, nach dem sie sich leicht aufgerichtet hatte. Ihr Verstand raste und sie kam trotzdem zu keiner Antwort. Vielleicht war sie bereits Tot und das ihr persönlicher Himmel? Oder sie lag irgendwo im Schnee und erfror gerade. Ein Gedanke schien den nächsten zu Jagen und doch kam sie immer nur zu einem Entschluss, der Mann war ihr Kakashi.
Erst als sie ein leises Stöhnen vernahm, wurde ihr klar, dass sie vermutlich die Luft, aus ihrem geliebten Kakashi, mit ihrem Hüpfen drückte. Die Kälte und ihre schmerzenden Glieder waren vergessen, so schnell wie ein geworfenes Kunai, war sie von ihm aufgestanden und suchte mit ihren Blicken, ihn nach Verletzungen ab. Die Sorge um ihn, war größer als die Sorge um sich selbst und unweigerlich, hatte sie ein schlechtes Gewissen gegenüber Lisbeth. Ihr Blick trübte sich, als sie ihm aufhalf und er sie weiterhin einfach nur anzustarren schien. Sie hatte das Gefühl, dass ihr Herz Liz gerade betrog.
Sie war eindeutig mit der Situation überfordert. War sie etwa in der Welt von Naruto? Und wenn ja, hatte sie wirklich gerade auf Kakashi gesessen? Und was, waren das für Gefühle, die sich um ihr Herz zulegen schienen? Während sie innerlich also komplett ausflippte, ballte sie äußerlich die Hände zu Fäusten, verfiel in Schnappatmung, ehe alles, wieder einmal dunkel wurde. Bilder erschienen in der Schwärze, wie sie den zitternden Kakashi in den Schlaf wiegte, wie sie seine Nähe suchte und wie er über ihr gebeugt, ihr immer wieder tief in die Augen sah. Bilder von Erinnerungen, die nicht existierten. Waren es vielleicht vergessene Träume, die sie jetzt erneut sah? Etwas in ihr sagte ihr, dass es nicht so war und doch, konnte sie sich nicht daran erinnern. Was geschah hier, nur mit ihr. Er dürfte, doch gar nicht existieren.
Kakashi's Sicht:
Ein leiser Schrei und ein, einfach Blick nach oben hatten gereicht, um von einer Lawine erwischt zu werden, die sich als eine einzelne Person herausstellte. Einige Shinobis der anderen Dörfer, liefen mit einigen Mitgliedern der Anbu aus Konoha, auf ihn zu, während er versuchte sich aufzusetzen, doch der Körper auf ihm schränkte seine Bewegungsfreiheit ein.
Nach einigen Sekunden, die sich wie Minuten anfühlten, hatte endlich, so schien es, die Person auf ihm, ihn bemerkt und stützte sich leicht auf seiner Brust ab, um den Kopf und ihren Oberkörper zu heben, doch was er dann sah, ließ ihn verstört dreinblicken. Die Haare waren einen Tick dunkler und gingen mehr in ein Braun, zudem war sie überall mit Schnee bedeckt, doch er würde überall, diese Augen wieder erkennen. Zu lange hat er sich schon, nach diesen und vor allem ihr gesehnt, nach dem, er ihre Worte gelesen hatte. Er wusste jedoch nicht, wie er sich in diesem Moment fühlen sollte, denn einerseits breitete sich eine gewisse Wärme in ihm aus, als er sie so sah, anderseits verspürte er auch einen gewissen Schmerz, dass sie ausgerechnet jetzt, wieder in sein Leben treten musste.
Er würde sie nicht beschützen können und der Schmerz um ihren Verlust würde ihn, sicher dieses Mal umbringen. Sie musste hier weg. Als er zum Sprechen ansetzen wollte, viel ihm auf, dass etwas an ihrem verhalten merkwürdig war, schon das Schlimmste befürchtend, dass sie eins dieser weißen Wesen (weißer Zetsu) war, spannte sich sein Körper für den kommenden Kampf an. Doch stattdessen, wirkte sie leicht verwirrt und vor Freude erregt, als sie dann noch anfing sich leicht aufzurichten und auf und ab zu hüpfen, während sie einmal vor Freude aufklatschte und seinen Leib dabei wie ein Trampoline nutzte. Scharf musste er dabei die Luft, zwischen seinen zusammengebissenen Zähnen einsaugen, um nicht die Beherrschung in diesem Moment, zu verlieren, doch konnte er ein leises Stöhnen, dass er so verzweifelt versuchte zu unterdrücken, nicht länger für sich behalten, was die Person auf ihm innehalten ließ, in ihrem kleinen Freudenwahn. Schneller als er reagieren konnte, war sie aufgesprungen und die Ninjas um sie herum gingen in Kampfstellung. Fast ängstlich betrachtete sie ihn und schien seinen gesamten Körper mit ihren Blicken zu scannen. Eine Gänsehaut breitete sich bei ihm aus und ein ihm bekannter Druck, bildete sich in seinem Unterleib. Erneut versuchte er sich hochzustemmen, was ihm, dieses Mal leichter viel, als zuvor, als sie noch auf ihm gelegen hatte. Bei diesem so unschuldigen Gedanken, kamen ihm wieder nicht gerade jugendfreie Bilder in den Sinn, die er verzweifelt versuchte abzuschütteln und bei seinem kläglichen Versuch, auf dem glatten Boden, beim Aufstehen ausrutschte und nur mit ihrer Hilfe es wieder auf schaffte. Als er jetzt, vor ihr stand und die Bilder erfolgreich verdrängt hatte, jedoch nicht seinen Blick von ihr lösen konnte, bemerkte er, dass sie viel zu dünn gekleidet war, für das Eisenreich. Weit und breit befand sich nichts, in der Richtung aus der sie gekommen. Ihre bereits blauen Lippen bibberten leicht, während ihre Atmung stockend ging.
Doch eh er seinen Umhang ausziehen konnte, um ihn ihr schützend und wärmend überzulegen, verkrampfen sich ihre Hände und sie klappte vor seinen Augen einfach zusammen.
Geschockt, konnte er gerade noch so schnell reagieren, dass sie nicht auf den gefrorenen Boden aufschlug und sich vielleicht, noch schlimmere Verletzungen zuzog als die Erfrierungen, die sie vermutlich an ihrem zerbrechlichen Körper bereits hatte. Sie musste hier weg. Sie konnte nicht in seiner Welt bleiben, nicht wenn gerade Krieg herrschte. Er konnte sie nicht beschützen, nicht einmal wärmen, konnte er sie hier, in dieser Kälte.
Langsam bedeckte er, die bewusstlose Nadine mit seinen Umhang und hievte sie anschließend auf seine Arme und signalisierte den Anderen, dass sie weiter gehen sollte, während er ihnen in einem gewissen Abstand, zum ersten Sammelpunkt im Eisenreich folgte, wo die ersten Vorbereitungen für den Krieg beginnen sollten.
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