6.

Pia's P.o.V.

Es ist das Land Gambia mit 11.295 Quadratkilometern.

Verblüfft lausche ich der Antwort. Damit habe ich nicht gerechnet. Es klingt wirklich wahr.
Überprüfen muss ich es trotzdem immernoch, warne ich mich und gehe über mein Handy auf Google.

Und tatsächlich, es stimmt. Es ist Gambia. Und selbst die Flächenzahl ist korrekt.
Geschockt rufe ich die Seite noch einmal auf, aber wieder das gleiche Ergebnis.

Und? Glaubst du mir oder kann ich es dir noch anders beweisen?, fragt er mich.

Doppelt hält besser denke ich mir. Deshalb beschließe ich ihn noch etwas zu fragen.

Ich würde dich gerne noch etwas fragen. Einen Moment.

Ich überlege. Soll ich das selbe noch einmal machen und ihn etwas fragen, von dem ich nichts weiß? Oder ich drehe den Spieß um und frage ich Sachen die er nicht weiß.
Ich entscheide mich nach kurzem zögern für die zweite Variante und beschloss ihn in eine Falle zu locken.

Wenn du das weißt, dann glaube ich dir.

Okay.

Mit wie viel Jahren habe ich meine erste Skimedaille gewonnen?

Gespannt warte ich auf seine Antwort. Er kann es gar nicht wissen, außer ich bilde mir die Stimme selbst ein. Ich selber kann es wissen. Aber weiß die Stimme meinen Plan dann nicht auch? Ach auch egal. Eigentlich hat der Afrika Test es schon bewiesen.

Ich weiß es leider nicht, Mate.

Erfreut quitsche ich auf. Ich bin nicht verrückt! Aber schon wieder dieses komische Wort. Mate?

Was ist das für ein Wort? Mate?, frage ich ihn kurzer Hand. Ich höre ihn kurz schnurren und erschrecke mich. Dann erinner ich mich daran, dass er ein Werolf ist. Also behauptet zu sein.

Kann ich dir das vielleicht morgen erklären? Ich glaube dann ist es leichter für dich es zu verstehen, höre ich ihn wieder. Am liebsten will ich mich an ihn schmiegen

Na gut. Aber es ist kein Schimpfwort oder?

Nein, ist es nicht! Ich würde dich nie beschimpfen!

Erleichtert atme ich aus. Ich weiß nicht wieso, aber irgendwie ist es mir wichtig, dass er mich mag. Allerdings muss ich ihn jetzt erstmal ausfragen.

Wieso bist du in meinem Kopf drinnen?, frage ich ihn interssiert.

Das hat mit der Mate Sache zu tun. Aber ich möchte dir nicht alles auf einmal zumuten. Morgen ist früh genug.

Enttäuscht von dieser Antwort, schnaube ich kurz auf. Aber ich vertraue ihm. Immerhin bin ich schon jetzt fast an dem Punkt zum Ausrasten angekommen. Ein Werwolf? Ich kann es nicht glauben, beschließe aber mich darauf einzulassen.

Dann erzähl halt wie das Werwolfleben so ist. Oder bist du doch ein Vampir? Die können doch immer in den Verstand eindringen, frage ich ihn doch wieder skepsisch. Abermals höre ich ihn leise auflachen.

Ich bin wirklich ein Werwolf. Aber wir sind nicht so wilde Tiere musst du wissen. Wir können Gesaltwandeln, also unseren Körper verwandeln, nicht unseren Geist. Unser Geist ist von Geburt an gemischt. Wir sind animalischer als Menschen, wenn wir Emotionen ausgesetzt sind. Wir handeln dann ohne viel zu denken. Aber sonst sind wir wie Menschen. Vielleicht ein bisschen besitzergreifender und stärker, aber mehr auch nicht.

Einen Augenblick denke ich über alles nach und schaue auf die Uhr. Für unser Gespräch habe ich noch zehn Minuten Zeit. Andererseits kann ich eigentlich auch im Taxi mit ihm reden. Aber mit einem Werwolf? Mir ist es immer noch nicht ganz geheuer, auch wenn er begauptet, dass sie nur die Gestalt verwandeln.
Ist ja noch schlimmer, wenn er auch als Mensch animalisch ist, oder?

Wie stark bist du denn?, frage ich ihn neugierig, um überhaupt ein Gefühl zu bekommen, von welchen Maßen er da redet.

Also in einem Rudel sind nicht alle gleich stark. Die schwächsten sind Omegas und können so circa 200 Kilo hochstemmen. Also ein bisschen mehr als der stärkste Mensch.
Und dann gibt es immer stärkere, drückt er sich wage aus. Hallo?
Ich will nicht von den Schwächsten hören sondern von dem Stärksten. Ich muss ja wissen, womit ich es zu tun habe. Wenn mich ein Alien fragen würde wie stark die Menschen sind, dann würde ich ja auch nicht sagen, dass ein Baby so ziehmlich nichts kann.
Aber 200 Kilo sind ja mal mehr als nichts. Ein bisschen schüttelt es mich, dass solch mächtige Wesen auf der Erde leben. Und das versteckt.

Weniger Info geht nicht, oder? Was schafft denn der stärkste der gerade lebt?, frage ich ihn in Gedanken an ganz viel Pfefferspray.
Wobei das wird dann bestimmt auch nicht mehr helfen. Dann schon lieber eine Pistole. Und Silberkugel? Stimmt das, dass Wölfe die nicht abkönnen?
Darum hatten Ritter früher bestimmt Kettenhemde an. Ich hörte ihn seufzen, dann antworten.

Mehr als das doppelte.

Ja und wie viel genau?

So 500 Kilo, gab er zu. Ich glaube diese Info wollte er noch nicht rausrücken. Ich überlege doch noch mal, ob ich den ganzen Tag draußen rumrennen will, wenn ich ins Heim muss. Vielleicht verkrieche ich mich auch.
Aber aprpos: Was kann er denn so? Ich werde ihm nie sagen wo ich wohne! Am Ende zerfleischt er mich noch, weil ihn mein Kopf nervt? Auch 200 Kilo sind schon krass. Und dazu noch so ein Wolfsgebiss.

Und was hast du so drauf?, frage ich ihn gespannt. Aber auch ängstlich und ich glaube das hat er rausgehört.

Du weißt, dass ich dir nie was antun könnte?

Ähmm, nein?

Wieso soll er mir nichts tun wollen? Vielleicht ist er ja friedlich, aber wenn er doch mal Hunger hat? Dann ist ihm das bestimmt auch egal. Wir kennen uns ja nicht mal richtig. Eigentlich kenne ich nur seine schöne Stimme. Ach! Hab ich nicht gedacht!

Doch! Ich werde dir nie etwas absichtlich antun! Das geht gar nicht.

Na, sag ich doch! Unabsichtlich wird es am Ende doch passieren. Aber egal, verhindern kann ich es dann auch nicht mehr.

Also? Was kannst du jetzt stämmen?

500 Kilo.

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