Kapitel 19: Rettung in letzter Sekunde

» Nervös wartete Prinzessin Aera in Gegenwart ihres Kriegers auf Prinz Nianzu. Sowohl die Prinzessin, als auch ihr Krieger hatten ein äußerst unwohles Gefühl, als Prinz Nianzu Prinzessin Aeras Gemach betrat.
Und ihr Gefühl sollte sie nicht täuschen. « 

,,Was macht Ihr hier?", verlangte Nianzu zu erfahren, als er mein Gemach betrat und Taehyung neben mir sitzen sah.
,,Meine Pflicht."
,,Und die da wäre?"
"Bei Eurem Gespräch an Prinzessin Aeras Seite zu bleiben, da Ihr noch nicht mit ihr verheiratet seid", erklärte Taehyung scharf und verzog seine Augen zu schlitzen.
,,Ich werde sie heiraten, also wird es in Ordnung gehen. Ihr braucht nicht bleiben, also geht", wies Prinz Nianzu Taehyung zurecht, dessen Kiefer sich sichtbar anspannte, seine nächsten Worte seinen Mund mit größter Mühe höflich verließen.
,,Und dennoch werde ich nicht gehen, ohne den Befehl erteilt bekommen zu haben."
,,Ihr widersetzt Euch mir?"
,,Es ist kein Widersetzen, wenn ich Euch nicht diene. Ich diene Prinzessin Aera und ihr Wort ist mein Gesetzt", sprach Taehyung angesäuert, seine Wut und sein Hass stachen förmlich aus seinen Augen hinaus, jedoch erwiderte Prinz Nianzu Taehyungs Blick mindestens genauso hasserfüllt.
,,Prinzessin Aera, befehlt Eurem Krieger gefälligst, dass er uns alleine lassen soll. Dies ist eine Angelegenheit zwischen Euch und mir. Euer Krieger hat damit nichts zu tun."

Zwiegespalten sah ich zwischen Taehyung und Prinz Nianzu hin und her. Ich wollte nicht, dass Taehyung ging, jedoch blieb mir wieder einmal keine andere Wahl. Denn wenn der zukünftige chinesische Kaiser dies verlangte und ich mich als seine zukünftige Ehefrau widersetzte, ihn somit erzürnte, konnte er die Hochzeit verweigern. Die gute Beziehung zwischen unseren Ländern wäre somit nicht länger beständig und somit hätte ich das Leben meines Volkes verschlechtert.

Schwer schluckend und verängstigt blieb mir keine andere Wahl, als Taehyung fort zu schicken.
,,Seid Ihr Euch sicher?", fragte dieser leise, da seine Frage nur für meine Ohren bestimmt war.
,,Ich bin mir sicher", log ich und versuchte seinen besorgten Blick mit einem entschlossenen Blick meinerseits zu beruhigen.
,,Ich bin draußen. Wenn Ihr mich braucht, ruft nach mir." Schweren Herzens erhob sich Taehyung und schenkte Prinz Nianzu beim gehen einen Blick, der bei mir eine Gänsehaut verursachte. Ich konnte sehen, dass Taehyung ihm am liebsten sein Schwert in die Brust gerammt hätte.

,,Nun denn." Nervös biss ich mir voller Unbehagen in meine Lippe und sah Prinz Nianzu dabei zu, wie er sich zu mir auf den Boden setzte.
,,Gemeinsam werden wir die Feierlichkeiten eröffnen, nachdem wir unsere Gäste empfangen haben. Zuerst werden wir dies mit einem gemeinsamen Tanz tun, gefolgt von einer kleinen Dankesrede. Über den Abend verteilt werden wir mit jedem Gast sprechen und die Verlobungsgeschenke entgegennehmen", informierte Prinz Nianzu mich, weshalb ich verstehend nickte.

,,Eure Haut ist wirklich sanft, so wie es Euer Herz zu sein scheint." Schwer schluckte ich und versuchte bei Fassung zu bleiben, da dieser plötzliche Themenumschwung mich vollkommen überforderte und mich ein unangenehmes Gefühl durchzuckte, als er über meinen Arm strich.
,,Ich verwende ein besonderes Öl für meine Haut", erklärte ich ihm und spürte wie mich eine Gänsehaut überkam, als der Prinz sich plötzlich hinüber zu mir beugte und meinen Hals mit seinen Lippen liebkoste.
,,Prinz Nianzu. L-lasst das bitte."
Er zeigte keinerlei Reaktion, sondern kam stattdessen noch näher und begann mich zu küssen
,,Prinz Nianzu, was tut ihr da?!", entkam es mir entsetzt, nachdem ich ihn von mir gestoßen hatte und in seine dunklen und gefährlichen Augen blickte, die mich fokussierten.

"Ich nehme mir, was mir zusteht. Das ist ein Privileg, welches ich als zukünftiger Kaiser genieße. Oder glaubt Ihr, Ihr seid in der Lage Euch mir zu widersetzen?", sprach Prinz Nianzu verächtlich und presste seine Lippen erneut drängend auf der meinen, weshalb die Übelkeit immer weiter in mir auf stieg.
,,Lasst mich!" Erneut versuchte ich ihn von mir zu stoßen, doch misslang mir dieser Versuch dieses Mal kläglich.
,,Ziert Euch gefälligst nicht so!", befahl er sauer und packte mich grob bei meinen Armen, ehe er mich unsanft zu Boden drückte.
,,Ihr seid eine verdammt störrische Frau! Ich werde Euch dies noch austreiben müssen!", presste er mühsam hervor, da ich mich immernoch wehrte und dies auch nicht ändern wollte.

Panik überkam mich als er meine Hände gegen den Boden drückte und mir seine Zunge in den Hals steckte. Tränen verließen meine Augen, als ich seine Hände auf meinem Körper spürte. Ich versuchte mich zu wehren, doch schaffte ich es nicht. Panisch versuchte ich es weiter. Ich brauchte nur einmal die Möglichkeit zu haben, Taehyung zu rufen. Das war meine einzige Chance. Mit einem Mal biss ich ihm auf seine Zunge und bekam endlich meine heißersehnte Chance. Ich zögerte keine Sekunde.

,,Taehyung!"

Es dauerte keine Sekunde, bis Taehyung in mein Gemacht gestürmt kam und den Prinzen von mir weg stieß. Wutentbrannt packte er Prinz Nianzu und drückte ihn gegen die naheliegende Wand und hielt seine Schwertscheide gegen seinen Hals gedrückt. Wütend wehrte sich Prinz Nianzu, doch als Taehyung nun zu sprechen begann, blieb er starr stehen.
,,Zwingt mich nicht dazu, mein Schwert ziehen zu müssen, sonst werde ich Euch ohne zu zögern, die Kehle aufschlitzen."

,,Was ist das denn für eine Aufruhr am späten Abend?", ertönte unerwarteterweise Meilis Stimme fragend, während sie sich ihre Hand vor ihren gähnenden Mund hielt. Doch so müde sie zuvor schien, so wach war sie im nächsten Moment, als sie uns erblickte.
Erschrocken sah sie zwischen ihrem Bruder, Taehyung und mir hin und her, während sich ihre Augen immer weiter aufrissen und ihr der Ausdruck ihres Gesichtes immer weiter entglitt. Augenblicklich ließ sie sich neben mir fallen und half mir auf, da mein Körper vollkommen zitterte und ich immernoch völlig aufgelöst war.
,,G-Geht es Euch gut?", erkundigte sie sich betroffen, doch schüttelte ich meinen Kopf und konnte die erneut aufkommenden Tränen nicht zurück halten. Langsam liefen sie mir meine Wangen hinunter und wurden von Prinzessin Meili fort gewischt.

Zwei Wachen, die Meili stets begleiteten, betraten den Raum und zerrten Taehyung von Nainzu fort. Leicht war dies nicht, da Taehyung jedenem Einzelnen im Raum sichtbar machte, was er gerne mit Prinz Nianzu tun wollte. Wütend stellte sich Prinzessin Meili vor ihren jüngeren Bruder und schlug ihm mit ihrer flachen Hand in sein Gesicht. Er verzog es schmerzhaft und der Abdruck von Meilis Hand bildete sich auf seiner Wange.
,,Was bist du nur für eine Schande. Du willst Kaiser werden? Du hast mir so eben gezeigt, dass du nicht in der Lage bist, Kaiser zu werde! Ich werde mit Vater sprechen, damit deine Krönung nicht stattfindet. Ich werde nicht zu lassen, dass unser Land von einem Kaiser regiert wird, der seine Triebe nicht beherrschen kann und nicht würdig genug ist, Kaiser zu sein!", schrie sie ihren Bruder wutentbrannt an, was sogar mich überwältigte. Ich hatte Meili als eine friedliche und beherrschte Frau kennengelernt, doch auch sie schien die Autorität zu besitzen, die ich sonst hauptsächlich bei Bogyeong sah. Sie schienen sich so ähnlich zu sein.

,,Ich werde meinen Bruder mitnehmen und diese Sache morgen mit Euch und Eurem Bruder besprechen, Aera", sprach Meili ruhig und mitfühlend zu mir, nachdem sie meine Hände sanft umschlossen hatte und sie Taehyung reichte.
,,Meili-"
,,Schweig, Nianzu! Du weißt nicht, wie sehr ich mich gerade für dich schäme! Normalerweise müsste ich Taehyung erlauben, dich mit seinem Schwert büßen zu lassen!" Schwer schluckte Nianzu und wurde schweigend von den Männern hinaus geführt. Nur Taehyung und ich blieben zurück.

» Während Prinzessin Aera und ihr Krieger nicht wussten, wie sie mit dieser Situation umgehen sollten, brachte Prinzessin Meili ihren Bruder zu dem zweit Ältesten Prinzen, welcher sich um diesen kümmerte.
Prinz Bongju schien stehts ein kaltherziger Mann zu sein, doch als er die Nachricht über seine Halbschwester erfahren hatte, zögerte dieser keine Sekunde und schlug Prinz Nianzu zu Boden.
Herzlos und gnadenlos, wie es auch Prinzessin Meili als gerecht empfand. Prinz Nianzu bekam die Bestrafung, die er verdient hatte, doch leider stand noch eine weitere und viel schlimmere Bestrafung für jemand anderen aus. « 

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