7. - Wer hat ihm die Trompete gegeben?! *Seufz*

Das Gefühl der Sonne auf meiner Haut und dem Wind, der durch meine Flügel raschelte, ließ mich an diesem Morgen erwachen.

Als ich die Augen öffnete, musste ich mehrmals blinzeln um mich an das helle Licht der Morgensonne zu gewöhnen.

Apollo, die Sonne ist zu hell, dachte ich, ohne wirklich eine Antwort zu erwarten.

Irgendjemand muss dich doch wecken, Cousinchen.

"Nein", murmelte ich und schloss meine Augen wieder.

Du lässt mir keine Wahl, PrinzessinEine Zeitlang war Ruhe. Ich seufzte, denkend, dass er aufgegeben hatte, rollte ich mich etwas zur Seite, vorsichtig um nicht vom Baum zu fallen und wollte weiterschlafen.

Betonung auf wollte!

AUFSTEHEN!!, brüllte eine Stimme in meinem Kopf. Ich schreckte auf, bereit mich gegen mögliche Feinde zu verteidigen. Dabei vergaß ich aber, dass ich auf einem Baum, meterweit über dem Boden saß.

Böser Fehler!

Als ich auf die Beine sprang, verfehlte mein rechter Fuß den Ast um Millimeter, was dazu führte, dass ich mein Gleichgewicht verlor.

Wild mit den Armen rudernd, versuchte ich nicht zu fallen und vergaß meine Flügel dabei. Meine Schwingen, riesig wie sie waren, stießen gegen den Ast über mir, was mich endgültig zum Fallen brachte.

Ich hörte wie Nala aufschrie und mir hinterher flog. Der Wald war zu dicht als, dass ich mit meinen Flügeln den Sturz hätte bremsen können. Da ich das aber nicht wirklich akzeptieren wollte, flatterten meine Flügel nutzlos, rissen Zweige, Äste und Blätter mit mir in die Tiefe und scheuchte den halben Wald auf.

Zusätzlich versuchte Nala meinen Fall zu verzögern, indem sie versuchte, mich an meinen Haaren nach oben zu ziehen. Nicht hilfreich Nala, nicht hilfreich.

Es dauerte nur Sekunden bis ich mit einem dumpfen Wumps am Boden aufschlug.

"Autsch", verkündete ich, da mir im Moment nichts Anderes einfiel. Ich war zwar nicht wirklich verletzt, aber weh tat es trotzdem. Interessanter Weise zog Nala immer noch an meinen Haaren. Als ich meinen Kopf etwas hob und meine Augen öffnete, sah ich wie Darja auf meinen Oberkörper landetet und mich fragend ansah. Stöhnend ließ ich mich zurück auf den Waldboden fallen und schloss die Augen wieder. Wenn ich schon am Boden lag, konnte ich auch genauso gut schlafen.

An das Nächste, an das ich erinnerte, war das Geräusch einer Trompete, ziemlich dicht an meinem Ohr. Ich kannte nur einen, der auf die Idee kommen würde mich mit einer Trompete zu wecken, nachdem ich von einem Baum gefallen war.

"Ich bring dich um Apollo", murmelte ich.

Neben mir kicherte ein gewisser Sonnengott.

"Ach komm Perce, das meinst du nicht so, ich weiß, dass du mich liebst", zog er mich auf. Bevor er reagieren konnte, sprang ich auf und warf ihn gegen den nächstbesten Baum.

"Mein Kopf tut weh, jetzt tut dein Kopf auch weh. Wir sind quitt", grummelte ich und klopfte mir Äste, Laub und Erde von der Hose.

"Oh, hat das Prinzesschen sich weh getan?", neckte er und ich knurrte bei der Verwendung seines Spitznamens für mich. Aber als er es sagte, verschwand der Schmerz in meinem Hinterkopf.

"Zu irgendetwas bist du wohl doch gut, Sonnenschein", erwiderte ich etwas genervt.

"Ist da jemand mit dem falschen Fuß aufgestanden?"

"Ich hasse dich."

Apollo lachte nur und ich wandte mich meinen Flügeln zu. Zwischen meinen seidig weichen Federn. steckten etliche Zweige und Blätter. Immer noch grinsend schnipste Apollo und meine Flügel sahen aus wie neu. Mittlerweile war die Eule wieder auf meine Schulter zurückgekehrt und vergrub ihren Kopf in meinem Hals.

"Danke."

"Kein Problem, Lieblingscousin."

"Das sag ich Hermes."

"Tu was immer du willst, Prinzessin."

"Warum hast du mich eigentlich geweckt?", fragte ich gedankenverloren.

"Deine Gruppe von Zauberstab schwingenden Rotschöpfen sucht dich", verkündete er.

"Jetzt schon...? Wie lange hatte ich geschlafen...? Wie spät ist es?"

"7.39"

"Wow."

"Wann bist du schlafen gegangen?"

"Mitternacht? Ich habe fast acht Stunden durchgeschlafen. Erinnere mich daran Chaos zu danken."

Apollo zog eine Augenbraue nach oben.

"Wie viel schläfst du für gewöhnlich?", er klang ernst. Der lockere Sonnengott war durch einen besorgten Doktor ersetzt worden.

"Weniger", wich ich aus.

"Percy..."

"Du hast gesagt die Zauberer suchen mich? Ich solle mich besser auf den Weg machen", wechselte ich das Thema.

"Percy", wiederholte Apollo, aber ich hatte mich bereits umgedreht und ging in Richtung Fuchsbau.

"Percy darüber sprechen wir noch", meine Sinne sagten mir, dass der Gott weg war.

Seufzend lief ich schneller, Darja war von meiner Schulter gesprungen und flog, wie Nala neben mir her.

Immer schneller rannte ich durch das Gestrüpp, bis meine Füße den Boden kaum noch berührten. Artemis hatte einmal behauptet, dass es so aussehen würde, als würde ich durch den Wald fliegen, anstatt zu laufen. Und das obwohl ich einst der ungeschickteste Typ überhaupt war.

Mittlerweile hatte ich den Waldrand erreicht. Ich wurde langsamer, sodass ich den Fuchsbau joggend erreichte. Als ich die Tür öffnete und in die Küche ging stand mir die gesamte Weasley Familie gegenüber.

"Morgen", grüßte ich als mir klar wurde, dass keine von ihnen etwas sagen würde.

"Wo warst du?", fragte Molly.

"Im Wald", antwortete ich gelassen.

"Und wo hast du geschlafen?", erkundigte sie sich weiter.

"Im Wald." Die Weasleys sahen mich skeptisch an.

"Was ist mit deinen Haaren passiert?", fragte Ginny.

Meine Haare? Ich fuhr mir mit der Hand über den Kopf und bemerkte, dass meine Haare voll mit Zweigen, Blättern und Erde waren. Fantastisch.

"Ich bin vom Baum gefallen", erklärte ich und rieb mir den Nacken.

"Was hast du auf einem Baum gemacht?" wollte Mr. Weasley wissen.

"Geschlafen."

"Du hast auf einem Baum im Wald geschlafen", wiederholte er und hob die Augenbrauen," und bist dann runtergefallen?"

"Jap."

"Du siehst nicht aus wie jemand der vom Bau fällt", stellte Hermine fest.

Jetzt war ich es, der eine Augenbraue hob, was dazu führte, dass Hermine rot wurde. Der Rest der Familie schien meine Erklärung mehr oder weniger zu akzeptieren. Gut so.

Der Rest des Tages verlief ereignislos, genaugenommen verliefen die nächsten Tage alle ereignislos. Ich ging meiner Morgenroutine nach, stand wie immer früh auf, ging für ein bis zwei Stunden zum Trainieren in den Wald und verbrachte den restlichen Tag mit den Weasleys.

Schließlich wurde es Zeit nach Hogwarts zu gehen. Der Morgen war einer wie jeder anderer. Um mehr Zeit zum Packen zu haben, hatte ich beschlossen mein Training auszulassen. Es stelle sich aber heraus, dass es nur ein Unternehmen von wenigen Minuten war, meine Sachen zu packen.

Denn anders als Ron und Harry, die ihre Koffer schon am Vortag gepackt hatten, musste ich mein Zeug nicht so in einen Koffer stapeln, dass alles hineinpasste und es zum Schluss noch zuging, sondern konnte einfach alles, inklusive de Bücher, in meinen Rucksack werfen. Außer meinem Eulenkäfig den ich kaum verwendete, da Darja praktisch immer auf meiner Schulter saß.

So ging ich dann in die Küche, Nala und Darja auf meiner Schuler, den Rucksack in der Hand und den Eulenkäfig unter meinem Arm. Ich war früher unten als sonst, also stellte ich meine Sachen ab, setzte mich auf den nächstbesten Stuhl und begann zu lesen. Es war ein Buch über die Geschichte von Hogwarts und obwohl es sterbenslangweilig war, hoffte ich durch das Buch etwas mehr über den Ort, an dem ich in nächster Zeit wohnen werde zu erfahren.

Die Zeit verging schnell, die Weasleys kamen in die Küche, das Frühstück zog vorüber und es wurde Zeit zum Aufbruch. Überraschender Weise fuhren die Zauberer mit einem Auto zum Bahnhof, während ich auf Blackjacks Rücken folgte. Obwohl ich ziemlich tief flog, waren wir für die Sterblichen unsichtbar, da sie nicht durch den Nebel sehen konnten.

Am Parkplatz angekommen, verabschiedete ich mich von Blackjack, er würde so folgen, während ich den Zug nahm.

"Also, wo ist nun dieser mysteriösere Zug?", fragte ich, als ich den Bahnhof mit den Weasleys betrat.

"Gleis 9 ¾", verkündete Ron.

"Ron, es tut mir leid dir das mitzuteilen, aber ein Gleis 9 ¾ existiert nicht", meinte ich augenrollend.

"Doch, wir müssen durch die Mauer zwischen dem neunten und zehnten Gleis rennen", erklärte Ginny, als wir vor besagter Mauer ankommen.

Jetzt waren die Zauberer vollkommen durchgedreht.

"Ihr wollt, dass ich geradewegs in eine Wand laufe?", wiederholte ich ungläubig.

"Desto schneller, desto besser", mischte Ron sich wieder ein.

Seufzend trat ich näher an die Wand heran. Erst jetzt bemerkte ich, dass es nicht wirklich eine Mauer war, sondern eine Illusion um Sterbliche fernzuhalten. Klever. Ich konzentrierte mich auf die Magie, die die Wand umgab und beinahe augenblicklich, konnte ich dahinter das verschwommene Bild eines weiteren Gleises erkennen.

Ohne mich ein weiteres Mal nach den Zauberern umzudrehen ging ich langsam durch die Wand. Auf der anderen Seite erwartete mich reges Treiben. Zauberer und Hexen jedes Alters hasteten an mir vorbei, Schüler, dir manchmal bereits die eigenartigen Uniformen trugen, stürmten in den Zug und winkten ihren Eltern aus dem Fenstern zu. Als Harry und die anderen hinter mir auftauchten, konnte ich irgendwo eine Trillerpfeife hören. Für einen kurzen Moment dachte ich an den Coach und wie es ihm wohl ging. Hoffentlich war er glücklich, er hatte es verdient.

"Beeilt euch, ihr verpasst den Zug", riss mich Mrs. Weasley aus meinen Gedanken. Schnell verabschiede ich mich von ihr und ihrem Mann und betrat vor den anderen den Zug. Es dauerte nicht lange bis ich ein freies Abteil gefunden hatte. Harry und Ginny setzen sich zu mir, während Hermine und Ron, als Vertrauensschüler in einen anderen Teil des Zuges gingen. Die Zwillinge hatten sich auf die Suche nach einem ihrer Freunde gemacht, ich bezweifelte, dass ich sie in nächster Zeit wiedersehen würde.

Ich verstaute Ginnys und Harrys Gepäck, da beide Probleme hatten es in die hohen Fächer zu bekommen und warf dann meinen eigenen Rucksack neben mich. Danach war es ruhig. Die anderen Zwei unterhielten sich leise und ich starrte aus dem Fenster, ohne die wunderschöne Landschaft richtig wahrzunehmen.

Mein Pegasus-Sinn, wie ich es nannte, sagte mir, dass Blackjack nicht weit entfernt über uns flog. Was ich auch bemerkte, war eine starke Aura, die sich im Zug befand. Naja, nicht wirklich stark, wahrscheinlich ein Demigott, kein Kind der großen Drei, aber in Mitten der Zauberer war es leicht zu erkennen. Wer auch immer es war, kam in meine Richtung. Ich entschuldigte mich bei den anderen und machte mich auf die Suche nach dem Demigott.

Es war nicht schwer den Halbgott ausfindig zu machen, schon nach kurzer Zeit hatte ich ihn entdeckt. Oder sie, besser gesagt. Es war ein Mädchen mit hellblonden Haaren und verstreutem Blick. Als sie mich sah, weiteten sich ihre Augen.

Innerhalb von Sekundenbruchteilen stand ich neben ihr und zog sie in ein leeres Abteil. Das Mädchen sah mich ängstlich an, sie hatte bemerkt, dass ich nicht menschlich war.

"Hi, ich bin Percy", fing ich an

Titel, hörte ich Chaos sagen.

Muss, das sein, sie ist jetzt schon komplett verängstigt.

Wieder einmal antwortete er nicht.

Schön, gab ich nach.
"Okay, vergiss das, ich bin Perseus Jackson, Erbe von Chaos, Prinz des Universums, zweitmächtigstes Dasein überhaupt, sehr erfreut", stellte ich mich augenrollend vor, als ich bemerkte, dass meine Krone wieder sichtbar wurde.

Augenblicklich fiel das Mädchen auf die Knie.

"P-Prinz Perseus", stotterte sie verängstigt. Wundervoll, einfach wundervoll

"Götter, nein", murmelte ich, "bitte, steh auf, du musst dich nicht verbeugen. Und nenn mich einfach Percy, das Prinz nervt nur."

"Entschuldigen Sie, P-Percy", toll, mein Versuch sie zu beruhigen hatte sie nur noch mehr verängstigt.

"Nein, keine Angst, ich tu dir nichts, es tut mir leid falls ich dich erschreckte habe", meinte ich und fuhr mir mit der Hand durch die Haare. Das war schwerer als erwartet.

"Wie heißt du?", erkundigte ich mich vorsichtig.

"Luna."

"Tochter der Iris?", fragte ich, als mir bewusst wurde, dass ich ihre Aura kannte. Sie nickte nur zur Antwort. Irgendwie sah sie aus als würde sie nachdenken.

"Also Luna, ich wollte eigentlich nur sichergehen, dass du meine Tarnung nicht auffliegen lässt", versuchte ich zu erklären.

"Warte, du bist Percy Jackson!", verkündete sie.

"Äh, ja?", ich dachte wir hatten den Uns-vorstellen-Teil schon hinter uns?

"Ich habe von dir gehört", meinte sie etwas stolz.

"Ähm, ja kann sein. Aber egal, kannst du bitte niemanden von mir erzählen?", fragte ich, hoffend, dass sie nicht darauf zurück kommen würde, dass sie von mir gehört hatte.

"Natürlich."

"Danke", sagte ich erleichtert. Die Tür des Abteils ging auf und irgendein Vertrauensschüler, teilte uns mit, dass es Zeit wäre, in die Schuluniform zu wechseln. Nein Danke. Ich verabschiede mich schnell von Luna und ging zurück zu Harry und Ginny, die sich beide schon fertig gemacht hatten.

Gerade als ich mich setzten wollte, sah ich vom Fenster aus ein riesiges Schloss, dem wir immer näherkamen. Es war eindrucksvoll, Annie hätte die Architektur geliebt ich vertrieb den Gedanken und sah Harry fragend an.

Er schien mich zu verstehen denn auf seinem Gesicht breitete sich ein Grinsen aus.

"Hogwarts", beantwortete er meine unausgesprochene Frage ehrfürchtig.

Hogwarts, wir waren da.

Bạn đang đọc truyện trên: AzTruyen.Top