Wer schreibt, liebt die Welt... oder?
Ihr Lieben,
gute Frage nicht? Ist mir so den Kopf gekommen, so als These. Seit ich schreibe, bin ich irgendwie neugieriger auf die Welt. Geht euch das auch so? Ist die These kompletter Blödsinn oder ist eher das Gegenteil der Fall - wer schreibt ignoriert die Welt weil er/sie verfremdet?
Wer weiß. :D
Nach längerer Pause (Zeit ist bei mir gerade ein sehr rares Gut) heute eine kurze Bestandsaufnahme. Bis zum Ende der Wertungsphase sind es nur noch ein paar Tage. Wie immer habe ich einen großen Teil der Geschichten und Kritiken gelesen und bin begeistert, wie vielfältig und qualitativ hochwertig ein großer Teil der Geschichten ist. Die Durchschnittspunktzahl (in Prozent) liegt über jener des letzten Jahres. Ein sehr gutes Zeichen wenn ihr mich fragt und auch Ausweis der Tatsache, dass sich auch dieses Jahr viele begabte und kreative Menschen beim IDZ versammelt haben.
Besonders möchte ich aber meinen Hut vor jenen jungen Autor*innen ziehen, die den Mut aufgebracht haben, trotz nicht so umfangreicher Schreiberfahrung eine Geschichte einzureichen. Das erfordert Größe und eine Menge Mut. Daher ziehe ich meinen Hut, denn diesen Mut hätte ich in dem Alter nicht gehabt. Seid nicht allzu enttäuscht, wenn es punktemäßig nicht in schwindelerregende Höhen geht. Glaubt an euch, schreibt weiter, lest was das Zeug hält und sammelt Erfahrungen – eure Geschichten werden besser, das ist sicher. Egal wie sie auch sind – seid stolz auf euch, dass ihr in die Welt gelassen habt.
Wie euch sicher aufgefallen ist, fehlt noch ein guter Teil der Kritiken, ich bin aber zuversichtlich, dass diese mich zeitig erreichen.
Bisher werden zwei Drittkritiken fällig (werden bestimmt noch ein paar mehr) und eine Geschichte wäre noch so zu vergeben – da ich selbst die eine erste Kritik dazu geschrieben habe, komme ich für die zweite nicht in Frage. Ich würde mich sehr freuen, wenn diese eine Geschichte noch jemand von euch übernehmen könnte.
Super wäre auch, wenn ihr mal in euch reinhorcht, ob ihr bereit wärt, eine Drittkritik anzufertigen. Hierbei ist kein Text nötig sondern nur die Befüllung des Bewertungsrasters. Danke schonmal im Voraus. :D
Thema Rechtschreibung
Ihr werdet euch nicht wundern, wenn ich sage, dass ich über das Thema eigentlich immer wieder mal nachdenke. Hin und wieder erreichen mich dazu Anfragen, Bitten oder Hinweise, denen ich natürlich gerne nachgehe. Ein Aspekt der Sache verfolgt mich nun schon eine Weile: ist die aktuelle Regelung leicht handhabbar und bildet sie ab, was sie abbilden soll?
Ich bin mir zwar sicher, dass die Art der Berechnung richtig ist und faire Ergebnisse liefert. Was mir schwerer fällt einzuschätzen ist die Nutzbarkeit für die Kritiker*innen – der Zeitaufwand um die Endpunktzahl festzustellen ist nun mal komplizierter als bei den übrigen zu bewertenden Aspekten. Das bindet schon mehr Zeit. Nervt mich das? Manchmal, ein klein wenig. Was mich auch wurmt auch wenn ich weiß, dass es wohl nicht anders machbar ist, ist die Diskrepanz in der Punktvergabe selbst. Kaum sind mal zwei Werte identisch. Das ist nicht schlimm, denn alle Kritiker*innen sind unterschiedlich, bringen unterschiedliche Kompetenzen und Vorerfahrungen in der Rechtschreibung mit. Alles gut. Aber kann es eine Regelung geben, bei der dies überhaupt nicht mehr relevant ist?
Gute Frage.
Hier mal zwei voneinander getrennt diskutierbare Aspekte. Es wäre super, wenn ihr mir dazu eure Meinung dalassen könntet.
1. Die Punktzahl, die es für die Rechtschreibung gibt, ist zu hoch. Aktuell sind es ja 80 Punkte. Mittlerweile finde ich das tatsächlich auch etwas viel. Bedenkt aber: die RS ist so eminent wichtig, dass es in meinen Augen dafür viele Punkte geben muss. Nichts macht einen Text schneller kaputt als viele RSFehler. Pädagogisch betrachtet halte ich es für wichtig, wenigstens eine Möglichkeit offen zu halten, mit wenig Aufwand viele Punkte zu bekommen – um absolut niedrige Gesamtpunktzahlen zu vermeiden. Das schreckt enorm ab. Insofern gibt es immer mehrere Aspekte, die in Erwägungen hineinspielen – pädagogische, gewichtungsmäßige und aufwandsmäßige. Ich für meinen Teil könnte mit 40 – 60 Punkten gut leben. Darunter gehen würde ich aber auf keinen Fall.
2. Ich habe auch darüber nachgedacht, dass System der Ermittlung der Punktzahl anzupassen an jenes von Grammatik und Zeichensetzung. Das vergröbert zwar die Punkteverteilung, erleichtert aber die Ermittlung maßgeblich und es mag dazu führen, dass e Kritiker*innen leichtert fällt, hier zu bepunkten – auf die Zukunft bezogen mag das jene eher überzeugen, die selbst mal Kritiker*in sein möchten, sich aber nicht getraut haben. Vorstellen kann ich mir das in etwa so: Keine bis sehr wenige RSFehler: 60 Punkte; RsFehler treten häufiger auf, stören aber den Lesefluss nicht: 45 Punkte; RSFehler treten häufig auf und beeinträchtigen das Leseerlebnis: 30 Punkte; RSFehler treten sehr häufig auf stören sehr stark das Leseerlebnis.
Was haltet ihr davon? Teilt ihr meine Problemwahrnehmung? Gibt es Aspekte, die ich vielleicht übersehen habe? Lasst eure Meinung da. Ich freue mich!
So, das war es für heute. Bis ganz bald. Habt eine schöne Zeit, bleibt positiv und glaubt an euch.
Euer Kapitelwaise
P.S.: Vergesst den Joker nicht ;D
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